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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2023

Porträt einer bewundernswerten Frau

Die Königin von der Ruhr
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1902 wurde Margarethe Krupp (1854-1931), nach dem Tod ihres Ehemanns Friedrich, die Treuhänderin des Erbes für ihre Tochter Bertha, die erst vier Jahre später durch das Erreichen der Volljährigkeit geschäftsfähig ...

1902 wurde Margarethe Krupp (1854-1931), nach dem Tod ihres Ehemanns Friedrich, die Treuhänderin des Erbes für ihre Tochter Bertha, die erst vier Jahre später durch das Erreichen der Volljährigkeit geschäftsfähig wurde. Solange verwaltete sie das Imperium als Vertretung für ihre noch minderjährige Tochter. In dieser Zeit reifte in ihr der Plan, sich im Anschluss an diese Tätigkeit für die Arbeiter der Krupp-Werke durch eine Stiftung weiterhin einzusetzen.
Beschrieben wird in diesem biografischen Roman das Leben und Werken einer Frau in den Jahren 1902 bis 1912, die trotz enormen Reichtums bodenständig blieb und immer das Wohl der Krupp-Arbeiter im Auge hatte. Sie baute die Arbeitersiedlungen mit Wohnungen und Reihenhäusern, die von ihrem Vater Alfred begonnen wurden, weiter aus. Ebenso entstand eine Siedlung für Witwen, Witwer und Versehrte, die ihrer Arbeit in den Werken nicht mehr nachgehen konnten. Sie wurde die Gründerin der Margarethe-Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge, aus der die heutige weltbekannte Margarethenhöhe hervorging. Sie hegte freundschaftliche Beziehungen zu Kaiser Wilhelm II und wurde im Jahr 1922 Ehrenbürgerin der Stadt Essen.
Dieses Buch ist eine Mischung aus Tatsachen und Fiktion. Anschaulich und nachvollziehbar sind die verschiedenen Charaktere dargestellt. Der Schreibstil führt flüssig durch die ruhige und unterhaltsame Handlung, die auch ohne große Dramatik gut auskommt.
Liebhaber von Biografien werden dieses Buch über eine wenig bekannte Frau lieben. 3 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Schöne Fortsetzung der Familiengeschichte

Die Zuckerbaronin
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In diesem zweiten Band dreht sich in der Hauptsache alles um Gwendolin, die nun für die Leitung der Zuckerfabrik ihres Mannes zuständig ist. Doch auch der Saccharinschmuggel wird von ihren Schwestern Martha ...

In diesem zweiten Band dreht sich in der Hauptsache alles um Gwendolin, die nun für die Leitung der Zuckerfabrik ihres Mannes zuständig ist. Doch auch der Saccharinschmuggel wird von ihren Schwestern Martha und Helene weiterhin betrieben. Helena verliebt sich heftig in den Schmuggler Andrin und verbringt einige Zeit in seiner Nähe in der Schweiz, bis sie die nächste Lieferung in das Deutsche Reich begleiten kann.
Wieder entführt uns das Autorenpaar in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts. Fiktive und historische Begebenheiten und Personen sind auch dieses Mal authentisch und nachvollziehbar miteinander verbunden.
Auch wenn die Handlung einige unvorhersehbarer Wendungen aufwies, konnte sie mich nicht so mitreißen und überzeugen, wie beim ersten Band. Denn eine Spannung wollte sich nicht so richtig einstellen. Ebenso empfand ich die Beschreibung über die Verhandlungen mit Präsident Taft im Weißen Haus als störend, denn sie hatte mit den Schindlers und Wallendorfs rein gar nichts zu tun.
Trotzdem ist es eine schöne Fortsetzung, die trotz meiner Kritiken Unterhaltungswert aufweist. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.10.2023

Anders als erwartet, jedoch nicht schlecht

Die Leuchtturmwärterin
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Aufgrund des Klappentextes freute ich mich auf einen Roman, der eine spannende Liebesgeschichte zwischen einem jungen englischen Piloten und einer Deutschen im besetzten Holland verspricht. Leider taucht ...

Aufgrund des Klappentextes freute ich mich auf einen Roman, der eine spannende Liebesgeschichte zwischen einem jungen englischen Piloten und einer Deutschen im besetzten Holland verspricht. Leider taucht der Pilot erst in der zweiten Hälfte des Buches auf, doch die Emotionen blieben auf der Strecke.
Die Handlung ist zwar abwechslungsreich und spannend aufgebaut, doch teileweise unlogisch und überzogen. Die sich überschlagenden Ereignisse waren für mich kaum nachvollziehbar und in der kurzen Zeitspanne des Geschehens etwas unrealistisch. Historische Begebenheiten hat der Autor geschickt in den Plot mit eingewoben. Positiv ist der flüssige und bildhafte Schreibstil, der mir ein schnelles Lesen ermöglichte.
Mein Fazit:
Trotz meiner Kritiken ein unterhaltsames Buch für Leser, die gerne Geheimnisse lösen und miträtseln wollen. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.10.2023

Emotional, doch nicht ganz überzeugend

Selbst in dunkelster Nacht
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In seinem Debütroman erzählt der Autor die Geschichte von zwei jungen Menschen, die beide einen schweren Verlust erlitten haben. Durch die gemeinsame Arbeit als Floristen in einem Blumenladen nähern sie ...

In seinem Debütroman erzählt der Autor die Geschichte von zwei jungen Menschen, die beide einen schweren Verlust erlitten haben. Durch die gemeinsame Arbeit als Floristen in einem Blumenladen nähern sie sich ganz langsam einander an.
Die einzelnen Kapitel haben eine sehr angenehme Länge und schildern die Gefühle, Gedanken und Geschehen abwechselnd aus der Sicht von Liora und Kieran. So ist es möglich, sich jederzeit in sie hineinzuversetzen. Die Handlung beinhaltet schwere Themen wie Verlust und Trauer, Suizid und Aufarbeitung. Mit großen Erwartungen begann ich das Buch zu lesen, jedoch ließ nach etwa einem Drittel der Geschichte die Begeisterung bei mir deutlich nach. Die Handlung wurde an diversen Stellen für mein Empfinden etwas zu langatmig, es passierte nicht sehr viel Neues. Bei Liora und Kieran hatte ich zeitweilig den Eindruck, das es sich bei beiden um pubertierende Teenager handelt anstatt um junge, selbstständige Erwachsene. Dadurch kamen die beiden Charaktere auf mich mit der Zeit sehr oberflächlich herüber. Die angenehme und flüssige Schreibweise von ist positiv hervorzuheben.
Ich persönlich glaube nicht, dass ich den 2. Band lesen werde, was jedoch nicht heißen soll, dass dieses Buch schlecht ist. Ich habe hier lediglich meine Meinung kund getan. Sicher wird „Selbst in dunkelster Nacht“ seine Anhänger finden.
3 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.08.2023

Gut, jedoch mit einigen Längen

Als die Welt entstand
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Wir begegnen in diesem Roman dem jungen Danijel, der in den 1950er Jahren in Maribor lebt. Seine Kindheit ist geprägt durch den überzeugten kommunistischen Vater und der religiösen katholischen Mutter. ...

Wir begegnen in diesem Roman dem jungen Danijel, der in den 1950er Jahren in Maribor lebt. Seine Kindheit ist geprägt durch den überzeugten kommunistischen Vater und der religiösen katholischen Mutter. Beiden will er es recht machen, was natürlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Als in das Wohnhaus Lena, eine junge attraktive Frau, einzieht, kündigen sich nicht nur Veränderungen an, sondern auch Danijels Fantasie nimmt neue Wege an.
In einem Erzählstil führt der Autor durch dieses Buch. Danijel ist ein fantasievoller Junge, der gerne in seinen Träumen lebt. Diese sind teilweise seitenlang geschildert, so dass mir einige Male nicht ganz klar war, was ist Wirklichkeit und was nur ein Traum. Ebenso gab es für mein Gefühl durch die Ausführungen seiner Fantastereien etliche Längen in diesem Roman. Dies bewirkte, dass bei mir keine Spannung aufkam, denn die eigentliche Handlung zog sich so dahin.
Mein Fazit:
Auch wenn mich dieser Roman nicht ganz überzeugen konnte, glaube ich doch, dass er seine Liebhaber finden wird. Für mich war er leider nicht das Richtige. 3 Sterne.

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