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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2024

Mehr Gefühl gewünscht

Stars In Your Eyes
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"Stars in your Eyes" versucht viele Dinge richtig gut zu machen, leider hapert es an einigen Stellen aber an der Umsetzung. Es geht hier um Mattie und Logan, die beide für einen Film gecastet wurden, um ...

"Stars in your Eyes" versucht viele Dinge richtig gut zu machen, leider hapert es an einigen Stellen aber an der Umsetzung. Es geht hier um Mattie und Logan, die beide für einen Film gecastet wurden, um ein Liebespaar zu spielen. Während es für Mattie die erste große Rolle ist, ist Logan bereits erfahrener Schauspieler und eine kleine Diva. Er verkörpert so ziemlich den Klischee-Bad Boy.
Was "Stars in your Eyes" gut macht, ist dass es versucht, POC und LGBTQ eine Plattform zu bieten. Allerdings finde ich es sehr schade, dass die Charaktere sehr klischeebehaftet und eindimensional rüberkommen. Logan vor allem hat mir als Charakter gar nicht gefallen. Er ist einfach nur unsympathisch und ich verstehe absolut nicht, wieso der nette Mattie sich auf ihn einlässt. Auch wenn er in seinem Leben so einiges durchmachen musste, ist das für mich keine Rechtfertigung, sich wie ein Arschloch zu verhalten. Ich hatte eigentlich den ganzen Roman über Mitleid mit Mattie, weil er sich so sehr von Logan angezogen fühlt und trotzdem fehlte mir irgendwie ein Grund, weshalb es zwischen den beiden funkt. Die körperliche Anziehung spürt man als Leser:in ja nicht. Und Gefühle fehlten mir einfach.
Kurzum: "Stars in your Eyes" ist für alle, die Bad Boy Geschichten gerne lesen, hat aber in meinen Augen leider auch einige Schwachstellen und könnte gefühlvoller sein,

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Veröffentlicht am 05.02.2024

An einigen Stellen verbesserungswürdig

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
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"Season Sisters: Frühlingsgeheimnisse" von Anna Helford hat definitiv eine interessante Grundidee, die mich neugierig gemacht hat. Die Geschichte von Spring, einer der vier Season Sisters, die aus einem ...

"Season Sisters: Frühlingsgeheimnisse" von Anna Helford hat definitiv eine interessante Grundidee, die mich neugierig gemacht hat. Die Geschichte von Spring, einer der vier Season Sisters, die aus einem Hippie-Haushalt stammt und vor 8 Jahren abgehauen ist, klingt vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen, was sich in meiner dreisternigen Rezension widerspiegelt.

Ein großer Kritikpunkt ist die parallele Handlung im 19. Jahrhundert mit Daphne, die sich in einen Patienten verliebt. Die Sprünge in diese Zeit fand ich weniger spannend und die aufgedeckte Intrige wirkte für mich ziemlich offensichtlich. Die Vorhersehbarkeit und die konstruierte Art der Erzählung haben leider den Lesegenuss getrübt.

Besonders enttäuschend empfand ich die Liebesgeschichte von Spring, die meiner Meinung nach viel zu schnell abgehandelt wurde. Die Entwicklung wirkte wenig glaubwürdig, und am Ende fühlte sich alles zu "Friede, Freude, Eierkuchen" an. Die Geschichte verläuft leider in vorhersehbaren Bahnen, und die Klischees sind allgegenwärtig, was meinen Gesamteindruck deutlich beeinträchtigt hat.

Trotzdem gibt es auch positive Aspekte, wie die interessante Idee der Season Sisters und die Dynamik zwischen Spring und Sophia, die dem Roman zumindest einige Lichtblicke verleihen. Leider reichen diese jedoch nicht aus, um über die Schwächen der Handlung und Charakterentwicklung hinwegzutrösten. Ob ich den zweiten Teil der Reihe noch lesen werde, weiß ich nun nicht.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

leider etwas langatmig

Und plötzlich warst du fort
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"Und plötzlich warst du fort" von Alison Espach ist ein Roman, der mit einem ansprechenden Cover aufwartet – die roten Tulpen auf dem hellblauen Hintergrund ziehen definitiv die Aufmerksamkeit auf sich. ...

"Und plötzlich warst du fort" von Alison Espach ist ein Roman, der mit einem ansprechenden Cover aufwartet – die roten Tulpen auf dem hellblauen Hintergrund ziehen definitiv die Aufmerksamkeit auf sich. Die Geschichte dreht sich hauptsächlich um die Beziehung zwischen den Geschwistern Sally und Kathy und die Verarbeitung des Todes einer der Schwestern, was ein interessantes Ausgangspunktsthema ist.

Zunächst wird die Kindheit der beiden Schwestern beschrieben. Die Handlung nimmt jedoch eine düstere Wendung, als Kathy bei einem Autounfall ums Leben kommt, bei dem ihr Freund Billy am Steuer saß. Die Entscheidung der Familie, keinen Kontakt mehr zu Billy zu haben, und Sallys Drang, sich mit ihm auszutauschen, verleiht der Geschichte eine gewisse Spannung. Sally kontaktiert Billy auch weiterhin noch und er hilft ihr, alles zu verarbeiten.

Leider konnte der Roman mich nicht durchgehend überzeugen. Die ersten Seiten lasen sich recht flüssig, und die grundlegende Prämisse war vielversprechend. Doch im Verlauf des Buches erlebte ich eine Enttäuschung, da die Handlung leider etwas langatmig wird. Es passiert nicht wirklich viel, und die Geschichte scheint vor sich hin zu plätschern. Dies führte dazu, dass meine anfängliche Begeisterung abflaute.

Trotzdem hat "Und plötzlich warst du fort" sicherlich seine Qualitäten und mag für Leser:innen interessant sein, die sich für Geschwisterbeziehungen und die Bewältigung von Verlust interessieren. Die Buchgestaltung und das Grundkonzept verdienen Anerkennung, aber die Umsetzung und die Erzählgeschwindigkeit könnten meiner Meinung nach verbessert werden. Aus diesem Grund gebe ich dem Roman drei Sterne.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

leider nicht so überzeugend wie erhofft

Psyche und Eros
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"Psyche und Eros" von Luna McNamara ist ein Buch, das in vielerlei Hinsicht beeindruckt, beginnend mit dem wunderschönen Cover. Die ästhetische Gestaltung des Buches zieht sofort die Aufmerksamkeit auf ...

"Psyche und Eros" von Luna McNamara ist ein Buch, das in vielerlei Hinsicht beeindruckt, beginnend mit dem wunderschönen Cover. Die ästhetische Gestaltung des Buches zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und verspricht eine Reise in die Welt der griechischen Mythologie.

Leider konnte das Buch in der Verarbeitung der griechischen Mythologie nicht immer überzeugen. Anfangs mochte ich die Interpretation von Psyche und Eros als Protagonisten, jedoch änderte sich meine Meinung im Verlauf der Geschichte. Nach der Lektüre habe ich mich intensiver mit der wahren Mythologie befasst und einige Diskrepanzen festgestellt. Selbstverständlich sind künstlerische Freiheiten in der Literatur erlaubt, aber bei einem Buch, das auf griechischer Mythologie basiert, sehe ich auch einen lehrenden Aspekt. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn die Autorin die mythologischen Grundlagen genauer beachtet hätte.

Die ersten Seiten des Romans fühlten sich an, als würde man ein Lehrbuch über griechische Götter lesen. Dies mag für einige Leser informativ sein, aber es hat die Handlung verlangsamt und den Lesefluss beeinträchtigt.

Der Schreibstil von Luna McNamara konnte mich ebenfalls nicht ausreichend überzeugen. Er wirkte oft holprig und konnte nicht die emotionale Verbindung zu den Charakteren herstellen, die ich mir gewünscht hätte. Die Erzählweise war nicht so fesselnd, wie ich es mir erhofft hatte.

Insgesamt erhält "Psyche und Eros" von Luna McNamara von mir drei Sterne. Das wunderschöne Cover und die anfängliche Faszination für die Protagonisten waren positive Aspekte. Dennoch gab es Schwächen in der Umsetzung der griechischen Mythologie, im Schreibstil und in der Herangehensweise an die Geschichte, die das Gesamterlebnis beeinträchtigt haben.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Trotz Kürze lange Lektüre

Eigentum
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"Eigentum" von Wolf Haas ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Obwohl es nur knapp 157 Seiten umfasst, konnte ich es nicht so schnell durchlesen, wie ich es normalerweise bei Büchern ...

"Eigentum" von Wolf Haas ist ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Obwohl es nur knapp 157 Seiten umfasst, konnte ich es nicht so schnell durchlesen, wie ich es normalerweise bei Büchern dieser Länge tue. Das liegt jedoch nicht an der Komplexität der Geschichte, sondern eher an meinem Interesse, das nicht so recht geweckt wurde.

Der Schreibstil von Wolf Haas hat eine gewisse humorvolle Note, die mir gefallen hat, aber gleichzeitig war er auch manchmal etwas sperrig. Die Sprache war gewöhnungsbedürftig und erforderte eine gewisse Geduld beim Lesen. Das Buch selbst bot leider nicht die Spannung, die ich erwartet hatte. Die Handlung ist eher episodenartig, und es fehlt an fesselnden Momenten, die mich dazu brachten, das Buch nicht aus der Hand legen zu können.

Ein weiterer Punkt, der mir nicht gefallen hat, ist das Cover des Buches. Es wirkt unauffällig, fast wie ein Stück Pappkarton. Ein ansprechenderes Design hätte sicherlich mehr Aufmerksamkeit erregt.

Die Anekdoten über die Mutter des Autors waren jedoch ein heller Punkt in der Geschichte. Sie fügten eine persönliche Note hinzu und verliehen dem Buch eine gewisse Tiefe. Allerdings war die Prämisse des Buches, es zu schreiben, weil die Mutter bald sterben würde, für meinen Geschmack etwas makaber.

Der Titel des Romans, "Eigentum", hat mir hingegen gut gefallen, da er einen starken Bezug zur Geschichte herstellt und den Traum der Mutter, Eigentum zu besitzen, hervorhebt. Insgesamt betrachtet erhält "Eigentum" von Wolf Haas von mir drei Sterne, da es einige positive Aspekte gibt, aber die geringe Seitenzahl, der sperrige Schreibstil und das Fehlen von Spannung die Leseerfahrung beeinträchtigt haben.

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