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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2024

gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

wir sind pioniere
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Das Cover von "wir sind pioniere" ist gleich sehr einladend und erinnert an einen schönen Sommertag im Freibad. Kaleb Erdmann hat hier wirklich einen besonderen Roman geschaffen, der vor allem durch seinen ...

Das Cover von "wir sind pioniere" ist gleich sehr einladend und erinnert an einen schönen Sommertag im Freibad. Kaleb Erdmann hat hier wirklich einen besonderen Roman geschaffen, der vor allem durch seinen Schreibstil auffällt. Man wird lange suchen müssen, um in seinem Roman Großbuchstaben oder Satzzeichen zu finden. Inhaltlich geht es um die Beziehung zwischen Bruckner und Vero, die schwanger ist.

Leider hat das wohl als Stilmittel gedachte Fehlen von Großbuchstaben sowie Satzzeichen dazu geführt, dass ich keinen richtigen Lesefluss entwickeln konnte. Ich konnte nicht ganz nachvollziehen, wieso der Autor so schreibt, da es für die Geschichte meiner Meinung nach keinerlei Bedeutung hat. Es erschwert einfach nur die Lektüre. Soll damit gezeigt werden, dass das Leben nicht einfach ist? Schade ist, dass so nicht mal Unterschiede zwischen Bruckner und Vero gemacht werden.

Auch der Inhalt zeigt für mich einige Schwächen. So konnte ich z.B. nicht wirklich eine Beziehung zu den Protagonisten entwickeln. Mir fehlte hier einfach Tiefe. Bei der Kürze des Romans ist diese aber natürlich auch schwierig zu erreichen. Auch mit dem Konzept einer offenen Beziehung kann ich mich nicht anfreunden. Obwohl die Protagonisten in meinem Alter sind, hatte ich das Gefühl, 10 Jahre älter als sie zu sein.

"wir sind pioniere" wird mir wenn überhaupt durch seine Andersartigkeit in Erinnerung bleiben. Eine Leseempfehlung spreche ich allerdings nur für diejenigen aus, die gerne Experimentelles lesen wollen. Mich konnte dieser Roman leider nicht wirklich überzeugen.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

leider nicht überzeugt

Tremor
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"Tremor" von Teju Cole ist ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Obwohl das Thema Lagos und die Einblicke in die nigerianische Kultur und Gesellschaft sehr interessant waren, konnte ich ...

"Tremor" von Teju Cole ist ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Obwohl das Thema Lagos und die Einblicke in die nigerianische Kultur und Gesellschaft sehr interessant waren, konnte ich mich leider nicht mit dem Schreibstil des Autors anfreunden.

Der Protagonist wirkte auf mich sehr unnahbar, und ich hatte Schwierigkeiten, mich mit ihm zu identifizieren oder eine emotionale Verbindung zu ihm aufzubauen. Dies machte es für mich schwierig, mich wirklich in die Geschichte hineinzuversetzen und mit den Figuren mitzufühlen.

Besonders die Abschnitte rund um Tunde erschienen mir recht zusammenhanglos und trugen wenig zur Gesamthandlung bei. Dadurch wurde die Erzählung für mich teilweise verwirrend und unübersichtlich.

Obwohl ich durch das Buch einiges über Nigeria gelernt habe, insbesondere über Lagos und seine vielschichtige Kultur, konnte mich "Tremor" insgesamt leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 19.02.2024

schönes Setting, aber Handlung verliert an Spannung

Schneesturm
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Das Cover von "Schneesturm" ist wirklich atemberaubend und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Auch das Setting in Irland hat mir sehr gut gefallen und verlieh der Geschichte eine charmante Atmosphäre.

Die ...

Das Cover von "Schneesturm" ist wirklich atemberaubend und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Auch das Setting in Irland hat mir sehr gut gefallen und verlieh der Geschichte eine charmante Atmosphäre.

Die Geschichte dreht sich um eine Freundesgruppe, angeführt von der Polizistin Cara, die vor einigen Jahren ihren Mann verloren hat. Als eine Freundin der Gruppe tot aufgefunden wird, geraten die Ereignisse in Bewegung. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen.

Zunächst einmal fehlte es mir an Spannung, vor allem zu Beginn des Buches. Die Handlung nahm erst im letzten Drittel so richtig Fahrt auf, was schade war. Zudem empfand ich die Geschichte über weite Strecken als langatmig.

Ein weiterer Kritikpunkt waren einige Wendungen am Ende, die für mich nicht ganz nachvollziehbar waren. Zudem hätte ich es spannender gefunden, wenn der Kreis der Verdächtigen nicht bereits vom Klappentext eingeschränkt worden wäre. Dadurch wurde einiges an potenzieller Spannung bereits im Voraus genommen.

Auch die Dynamik innerhalb der Freundesgruppe ließ zu wünschen übrig. Oftmals wirkten die "Freunde" nicht wie echte Freunde, da sie anscheinend wenig voneinander wussten.

Insgesamt ist "Schneesturm" sicherlich ein solider Thriller mit einem schönen Setting, aber die Handlung hätte meiner Meinung nach mehr Spannung und bessere Charakterentwicklungen vertragen können.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Mehr Gefühl gewünscht

Stars In Your Eyes
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"Stars in your Eyes" versucht viele Dinge richtig gut zu machen, leider hapert es an einigen Stellen aber an der Umsetzung. Es geht hier um Mattie und Logan, die beide für einen Film gecastet wurden, um ...

"Stars in your Eyes" versucht viele Dinge richtig gut zu machen, leider hapert es an einigen Stellen aber an der Umsetzung. Es geht hier um Mattie und Logan, die beide für einen Film gecastet wurden, um ein Liebespaar zu spielen. Während es für Mattie die erste große Rolle ist, ist Logan bereits erfahrener Schauspieler und eine kleine Diva. Er verkörpert so ziemlich den Klischee-Bad Boy.
Was "Stars in your Eyes" gut macht, ist dass es versucht, POC und LGBTQ eine Plattform zu bieten. Allerdings finde ich es sehr schade, dass die Charaktere sehr klischeebehaftet und eindimensional rüberkommen. Logan vor allem hat mir als Charakter gar nicht gefallen. Er ist einfach nur unsympathisch und ich verstehe absolut nicht, wieso der nette Mattie sich auf ihn einlässt. Auch wenn er in seinem Leben so einiges durchmachen musste, ist das für mich keine Rechtfertigung, sich wie ein Arschloch zu verhalten. Ich hatte eigentlich den ganzen Roman über Mitleid mit Mattie, weil er sich so sehr von Logan angezogen fühlt und trotzdem fehlte mir irgendwie ein Grund, weshalb es zwischen den beiden funkt. Die körperliche Anziehung spürt man als Leser:in ja nicht. Und Gefühle fehlten mir einfach.
Kurzum: "Stars in your Eyes" ist für alle, die Bad Boy Geschichten gerne lesen, hat aber in meinen Augen leider auch einige Schwachstellen und könnte gefühlvoller sein,

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Veröffentlicht am 05.02.2024

An einigen Stellen verbesserungswürdig

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
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"Season Sisters: Frühlingsgeheimnisse" von Anna Helford hat definitiv eine interessante Grundidee, die mich neugierig gemacht hat. Die Geschichte von Spring, einer der vier Season Sisters, die aus einem ...

"Season Sisters: Frühlingsgeheimnisse" von Anna Helford hat definitiv eine interessante Grundidee, die mich neugierig gemacht hat. Die Geschichte von Spring, einer der vier Season Sisters, die aus einem Hippie-Haushalt stammt und vor 8 Jahren abgehauen ist, klingt vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen, was sich in meiner dreisternigen Rezension widerspiegelt.

Ein großer Kritikpunkt ist die parallele Handlung im 19. Jahrhundert mit Daphne, die sich in einen Patienten verliebt. Die Sprünge in diese Zeit fand ich weniger spannend und die aufgedeckte Intrige wirkte für mich ziemlich offensichtlich. Die Vorhersehbarkeit und die konstruierte Art der Erzählung haben leider den Lesegenuss getrübt.

Besonders enttäuschend empfand ich die Liebesgeschichte von Spring, die meiner Meinung nach viel zu schnell abgehandelt wurde. Die Entwicklung wirkte wenig glaubwürdig, und am Ende fühlte sich alles zu "Friede, Freude, Eierkuchen" an. Die Geschichte verläuft leider in vorhersehbaren Bahnen, und die Klischees sind allgegenwärtig, was meinen Gesamteindruck deutlich beeinträchtigt hat.

Trotzdem gibt es auch positive Aspekte, wie die interessante Idee der Season Sisters und die Dynamik zwischen Spring und Sophia, die dem Roman zumindest einige Lichtblicke verleihen. Leider reichen diese jedoch nicht aus, um über die Schwächen der Handlung und Charakterentwicklung hinwegzutrösten. Ob ich den zweiten Teil der Reihe noch lesen werde, weiß ich nun nicht.

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