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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2023

Perfekt für die Vorweihnachtszeit

Lovelight Farms – Lichterglanz
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Wie zu erwarten bei einen Wohlfühlroman war Borisons Schreibstil für mich sehr angenehm zu lesen. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht und erste Weihnachtsvibes haben sich trotz des zeitlichen ...

Wie zu erwarten bei einen Wohlfühlroman war Borisons Schreibstil für mich sehr angenehm zu lesen. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht und erste Weihnachtsvibes haben sich trotz des zeitlichen Abstands von 2 Monaten (passend zur Story) schnell eingestellt.

Stella war für mich zwar eine sympathische Protagonistin, die sich mit dem Kauf der Weihnachtsbaumfarm einen nostalgischen Traum erfüllt hat, jedoch ist sie meiner Meinung nach sehr unreif für ihr Alter, da die Farm bereits zu Beginn mit Schulden überhäuft war und mit Sabotagen zu kämpfen hatte.

Die Nebenfiguren sind mir besonders durch ihre liebevolle und direkte Art ans Herz gewachsen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht ihren Unterhaltungen zu folgen und ihre Beziehung sich entwickeln zu sehen.

Zugegeben, die Geschichte ist trotz der kleinen Spannungsmomente durch die Sabotagen sehr vorhersehbar und kitschig. Aber das erwarte ich von einem cozy Weihnachtstitel, der mich in weihnachtliche Stimmung bringen soll. Ziel erreicht!

Leider empfand ich den Klappentext als etwas irreführend. Ursprünglich dachte ich, dass der Schwerpunkt des Buches auf dem Wettbewerb liegt. Dieser umfasst jedoch leider nur das Ende der Story.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Überraschend tiefgängig mit neuen Ansätzen

Belle Morte - Rot wie Blut
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Ich habe während meines Krankenstandes zu Belle Morte gegriffen, da ich eine leichte und seichte Teenyromanze via Twillight erwartet habe und musste im Verlauf des Buches feststellen, dass Belle Morte ...

Ich habe während meines Krankenstandes zu Belle Morte gegriffen, da ich eine leichte und seichte Teenyromanze via Twillight erwartet habe und musste im Verlauf des Buches feststellen, dass Belle Morte einiges mehr zu bieten hat. Zugegeben, was es mit der verschwundenen Schwester auf sich hat, hatte ich innerhalb weniger Seiten kommen sehen. Wie sich jedoch die Geschichte darüber hinaus weiterentwickelt empfand ich durchaus interessant. Und auch wenn das Buch zuerst das Klischee der glamourösen Starvampire aufgreift, empfand ich nicht nur die Idee des Spender:innen-Prinzips spannend, sondern auch die Hintergründe, wie es zu dieser erhabenen Gesellschaftsform kommen konnte.

Die meisten Charaktere sind meiner Meinung nach authentisch gezeichnet, auch wenn mir die ein oder andere Handlung doch zu schnell voranschreitet. (Bspw. die Liebesgeschichte) Hier hätte man meiner Meinung nach mehr Fokus auf die Entwicklung setzen können anstelle einer unausweichlichen Anziehungskraft aber das ist eher Geschmackssache. Ich bin gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird.

Ein ganz unterhaltsamer Vampirroman, der mit der ein oder anderen Idee zu überraschen weiß.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Zwischen Engeln, Dämonen und knisternder Liebe

Von Blut & Magie
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Melanie Lane schafft es, einen von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen. Der Einstieg ist unmittelbar spannend und katapultiert uns gemeinsam mit Lilly in eine komplexe, magische Welt voller Engel, ...

Melanie Lane schafft es, einen von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen. Der Einstieg ist unmittelbar spannend und katapultiert uns gemeinsam mit Lilly in eine komplexe, magische Welt voller Engel, Dämonen und verschiedener Reiche. Besonders gelungen ist dabei, dass sich diese Welt Stück für Stück entfaltet, ohne dass man jemals den Überblick verliert.
Auch Lilly selbst war für mich schnell eine Figur, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie ist humorvoll, schlagfertig und unglaublich stark. Anstatt sich den Gegebenheiten anzupassen, stellt sie die Regeln der Anderswelt gehörig auf den Kopf – und genau das macht sie so erfrischend.
Im Kontrast dazu steht Lucan: geheimnisvoll, gefährlich und ganz klar Bookboyfriend-Material. Die Chemie zwischen ihm und Lilly ist von Beginn an spürbar und sorgt für ordentlich Knistern, das sich wunderbar in die Intrigen und Machtspiele der Handlung einfügt.
Die Geschichte bleibt dabei durchgehend spannend und punktet mit zahlreichen Wendungen, Geheimnissen und emotionalen Momenten. Dennoch wirkte die Handlung für meinen Geschmack stellenweise etwas zu konstruiert. Manche Figuren finden sich zu schnell mit völlig neuen Situationen ab und reagieren nicht immer authentisch, was mich hin und wieder aus der Geschichte gerissen hat.
Insgesamt handelt es sich jedoch um eine interessante Romantasy-Neuauflage mit großem Suchtfaktor – besonders für Fans von Jugendbüchern –, die trotz kleiner Schwächen bestens zu unterhalten weiß.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Zwischen Anspruch und Gefühl

Der Vertraute
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Nachdem ich bisher alle Bücher von Leigh Bardugo geliebt habe, freute ich mich unheimlich auf ihr neuestes Werk. Doch bald machte sich Ernüchterung breit. Der Einstieg war für mich verwirrend, insbesondere ...

Nachdem ich bisher alle Bücher von Leigh Bardugo geliebt habe, freute ich mich unheimlich auf ihr neuestes Werk. Doch bald machte sich Ernüchterung breit. Der Einstieg war für mich verwirrend, insbesondere da ich den historischen Kontext Spaniens jener Zeit kaum kannte. Zudem erschwerten mir die Vielzahl der Figuren und ihre zahlreichen Namen und Titel das Verfolgen der Handlung. Leider konnte ich auch keinen Zugang zu den Figuren finden. Obwohl sie außergewöhnlich und vielschichtig gezeichnet sind (was ich an Figuren liebe) und mit ihren Charakterzügen das Thema des Buches „Streben nach Macht“ verkörpern, konnten sie mich emotional kaum berühren.

Vielleicht habe ich das Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen, denn den flüssigen Schreibstil und die unterschwellig bedrohliche Atmosphäre mochte ich sehr. Allgemein bin ich auch ein großer Fan von Geschichten über Macht, Gier und Intrigen sowie der Verwebung von historischen Details mit magischen Elementen. Auch handelten die Figuren meiner Meinung nach plausibel und boten eine Vielzahl von Überraschungen und auch der rote Faden war erkennbar. Es hätte mein Highlight werden können, doch der Funke wollte einfach nicht überspringen.

Bardugo hat ein Werk geschaffen, das historische Fiktion und Fantasy miteinander verknüpft – eine ungewöhnliche Geschichte über eine Frau, die so stark nach einem besseren Leben strebt, dass sie sich und andere in Gefahr bringt. Eine Leseempfehlung für die, die genau das anspricht.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert

Daughter of Ruin. Götterblut
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Rebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, ...

Rebecca Humpert liefert mit „Daughter of Ruin“ eine kraftvolle, emotionale Wikinger-Fantasy, die Mut und Selbstbestimmung zelebriert. Freya ist eine facettenreiche Heldin, deren innere Zerreißprobe berührt, denn sie kämpft nicht nur gegen äußere Einflüsse, sondern auch mit sich selbst und ihrer Überzeugung. Besonders spannend ist die authentische, langsam wachsende Beziehung zwischen ihr und Fenrir, dem Mann, den sie eigentlich vernichten soll. Insbesondere, da sie zur Abwechlung mal nicht den Fokus der Story einnimmt, sondern dieser sich auf die temporeiche Handlung fokussiert.

Der Schreibstil ist flüssig und zugänglich, hätte für meinen Geschmack aber gelegentlich noch mehr atmosphärische Beschreibungen vertragen können, um die rauen Wikingerwelten lebendiger zu machen. Die Handlung ist temporeich, mit einigen Längen im Mittelteil, und das Ende wirkte etwas abrupt für mich, dennoch bleibt das Buch durchgängig fesselnd. Das Worldbuilding mit nordischer Mythologie mochte ich persönlich sehr gerne, hatte meiner Meinung jedoch noch einiges an ungenutzem Potenzial, vor allem die moderne Elemente und die Inselwelt hätten mehr Tiefe verdient.

Trotz kleiner Schwächen überzeugt „Daughter of Ruin“ durch interessante Charaktere, emotional aufgeladene Konflikte und eine nachdenkliche Botschaft: Wahre Stärke liegt darin zu sich selbst zu stehen.

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