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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2025

Literarische Landschaften

Schauplätze der Weltliteratur
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Der Herausgeber John Sutherland ist Professor für moderne englische Literatur und stellt in diesem Buch eine Sammlung von mehr als 70 Essays verschiedener Autorinnen und Autoren vor.
Darin nimmt er den ...

Der Herausgeber John Sutherland ist Professor für moderne englische Literatur und stellt in diesem Buch eine Sammlung von mehr als 70 Essays verschiedener Autorinnen und Autoren vor.
Darin nimmt er den Leser mit auf eine Reise zu verschiedenen Schauplätzen der Weltliteratur. Diese Reise ist keine Weltreise, die man am Stück unternimmt, sondern eher wie eine Abfolge von Kurztrips, mal hierhin, mal dorthin, wohin es einen beim Aufschlagen des Buches grade verschlägt, denn wie einen Roman, von der ersten bis zur letzten Seite, liest man dieses Buch eher nicht.
Die Form einer literarischen Collage, mit Fotos, Karten, Covern, Gemälden und Illustrationen lädt dazu ein, zu blättern, Autorenportraits und Illustrationen zu entdecken, vielleicht auch Anregungen für die nächste Lektüre zu finden.
In vier chronologischen Epochen werden die Schauplätze klassischer und moderner Werke von den Romantikern des 19. Jahrhunderts bis zur Moderne, von den Nachkriegspanoramen bis zur zeitgenössischen Postmoderne kartografiert und anhand dieser geografischen Einordnung erläutert, wie sowohl die Umgebung als auch die kulturellen, sozialen und historischen Hintergründe der Autoren ihre Werke beeinflusst haben.
Das Buch ist ein schönes Geschenk für Literaturliebhaber und alle, die sich für die Zusammenhänge zwischen Kultur, Geschichte literarischer Handlung interessieren. Man nimmt es gern zu Hand, liest ein Kapitel, blättert durch die schönen Illustrationen und freut sich darauf das Setting der nächsten Lektüre vielleicht mit anderen Auge zu sehen.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Tolle, leicht nachzukochende Rezepte

Easy Indien
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Easy Indien ist ein typisches Kochbuch aus dem GU-Verlag, ein Rezept auf zwei Seiten, auf der einen Seite das Rezept, auf der anderen ein ganzseitiges, optisch ansprechendes Foto. Die Aufteilung ist übersichtlich ...

Easy Indien ist ein typisches Kochbuch aus dem GU-Verlag, ein Rezept auf zwei Seiten, auf der einen Seite das Rezept, auf der anderen ein ganzseitiges, optisch ansprechendes Foto. Die Aufteilung ist übersichtlich gegliedert in Basics, Snacks, Beilagen, Fleisch & Fisch, Veggies und Drinks & Sweets. Unter den Basics findet man dann zum einen Gewürzmischungen aber auch andere Grundzutaten, die für die indische Küche erforderlich sind, was mir sehr gut gefällt, so z.B. ein Rezept für Paneer.
Da ich zwar gerne mal indisch essen gehe, die indische Küche aber nicht wirklich gut kenne, war ich gespannt auf dieses Buch und erfuhr dann gleich im Vorwort, dass es DIE indische Küche pauschal gar nicht geben kann, bei einem Land diese Größe und heterogenen Bevölkerung auch kein Wunder. Alex Wahi, der durch seinen indischen Vater die indische Küche kennengelernt hat, bietet in seinem Buch dann auch einen interessanten und vielseitigen Einblick in die Küche dieses Landes, die meisten Zutaten sind überall erhältlich und die Kombination mit indischen Gewürzen oder Ingwer macht aus Linsen und Kohl wahrhafte Exoten. Bereits beim ersten Durchblättern haben etliche Markierer ihren Weg ins Buch gefunden, wir werden sicherlich vieles daraus ausprobieren und vielleicht sogar ein neues Lieblingsrezept finden.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Was wäre wenn wir alles was uns nervt verschwinden lassen könnten?

Der Junge, der die Welt verschwinden ließ
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Ben Millers „Der Junge, der die Welt verschwinden ließ“ ist ein sehr ansprechend gestaltetes Kinderbuch, mit einem tollen Cover und schönen Illustrationen auf den Innenseiten.

Es erzählt die Geschichte ...

Ben Millers „Der Junge, der die Welt verschwinden ließ“ ist ein sehr ansprechend gestaltetes Kinderbuch, mit einem tollen Cover und schönen Illustrationen auf den Innenseiten.

Es erzählt die Geschichte von Harrison, einem weltraumbegeisterten Achtjährigen mit einem zu Wutausbrüchen neigenden Temperament.

Auf einem Kindergeburtstag, auf dem aus Harrys Sicht ziemlich viel schiefläuft, erhält er von einer sehr eigenartigen Geburtstagsanimateurin ein ebenso eigenartiges Partygeschenk, das auf den ersten Blick wie ein tiefschwarzer Ballon aussieht, sich aber recht schnell als Harrisons eigenes schwarzes Loch entpuppt. In den nächsten Tagen wirft Harrison alles, was ihn ärgert - von Brokkoli über aggressive Hunde bis hin zu Schultyrannen - in den gefräßigen Abgrund, der ständig gefüttert werden möchte, doch nichts was darin verschwindet, kehrt zurück und so muss Harry schließlich feststellen, dass es in einiges was er unbedacht verschwinden ließ, gerne zurückhätte.

Und so entwickelt sich die Geschichte zu einem urkomischen, absurden und weltumspannenden Abenteuer, in dem Harrison versucht, den Schaden, den er unbedarft angerichtet hat, rückgängig zu machen. Es gibt auch eine "Moral von der Geschichte", die Kindern vermitteln soll, dass wir lernen müssen, uns unseren Gefühlen, auch den negativen zu stellen und dass man sich überlegen sollte, was man sich wünscht, denn möglicherweise gibt es auch Nachteile. Das alles kommt jedoch nicht mit dem Holzhammer, sondern auf witzige, kindgerechte und manchmal auch ein wenig erschreckende Weise.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Weniger durch den Alltag hetzen

Die Sekundenochs
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Ein tolles Buch, das sofort nach dem Auspacken gelesen werden musste, und dann noch einmal zum Einschlafen und am Liebsten morgens nochmal, aber da war keine Zeit zum Trödeln
Das schöne bunte Cover ist ...

Ein tolles Buch, das sofort nach dem Auspacken gelesen werden musste, und dann noch einmal zum Einschlafen und am Liebsten morgens nochmal, aber da war keine Zeit zum Trödeln
Das schöne bunte Cover ist mit einem Poster umwickelt, auf dem es Vieles aus der Geschichte zu entdecken gibt. Die Geschichte selber ist vielen Eltern und Kindern aus dem Leben gegriffen, denn wenn Kinder gerne noch eine Weile herumtrödeln, weil sie grade etwas viel Interessanteres zu tun haben (oder eben auch mal gar nichts), als Anziehen oder Zähneputzen drängen die Erwachsenen immer zur Eile, weil der Tag so vollgepackt ist und Zeit knapp ist.

Davon kann auch Smilla ein Lied singen, ständig heißt es schnell, schneller, rucki-zucki, ratzfatz, dalli-dalli oder hoppi-galoppi. Und dann taucht auf einmal Tjörge unter ihrem Bett auf, der sein ganzes Leben mit herumtrödeln, aufschieben und langsam machen verbracht hat. Tjörge ist ein Sekundenoch und weil er erstmal nicht mehr nach Hause kann, wirbelt er Smillas Leben gaaaanz langsam durcheinander.

Die Sekundenochs ist ein wunderbares Buch mit tollen Zeichnungen zu den kurzen Texten, das verdeutlicht, wie wichtig es ist, nicht nur durch den Alltag zu Hetzen, sondern sich auch mal Zeit zu nehmen um alles um sich herum viel intensiver wahrzunehmen.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

Solide Krimikost

Mord stand nicht im Drehbuch
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„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist ein klassischer Who-dunnit Detektivroman mit einem interessanten Ermittlerpaar, in das der Autor sich selbst als Charakter einbringt und die Grenzen zwischen seinem realen ...

„Mord stand nicht im Drehbuch“ ist ein klassischer Who-dunnit Detektivroman mit einem interessanten Ermittlerpaar, in das der Autor sich selbst als Charakter einbringt und die Grenzen zwischen seinem realen Leben und der Fiktion verwischt.

Das Ermittlerduo aus Privatdetektiv und Schriftsteller, das bereits zum vierten Mal in einem Buch von Anthony Horowitz ermittelt, steht zu Beginn des Buches am Ende seiner Zusammenarbeit, weil Horowitz keine Lust mehr hat, ein weiteres Buch über den verschlossenen und eigenwilligen Hawthorne zu schreiben.

Dann allerdings wird Horowitz des Mordes an einer Theaterkritikerin namens Harriet Throsby beschuldigt, die eine vernichtende Kritik über ein Theaterstück von Horowitz geschrieben hat.

Hawthorne übernimmt den Fall, um Horowitz' Unschuld zu beweisen. Im Laufe der Ermittlungen tauchen sie in die Welt des Theaters ein und decken Geheimnisse, Rivalitäten und verborgene Motive unter den Schauspielern und der Crew des Stücks auf. Hawthornes scharfe Beobachtungsgabe bringt neue Aspekte und am Ende die Auflösung des Falles hervor.

Die Dynamik zwischen Hawthorne und Horowitz, die den Reiz der ersten drei Bücher ausmachte, kommt meiner Meinung nach in diesem Teil ein wenig zu kurz, da Horowitz seine eigenen Gedanken aufgrund des Zeitdrucks, unter dem die Ermittlungen stehen, nicht so sehr entfalten kann. Dadurch entsteht der Eindruck, dass er Hawthorn bei der Lösung des Falles nur hinterhertrottet.

Obwohl Teil vier schwächer ist als die Vorgänger, ist die Geschichte spannend und wendungsreich und lässt am Ende auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen.

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