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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2024

Kultiges Fredenbüll

Krieg der Seesterne
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Fredenbüll kommt einfach nicht zur Ruhe.
Ungewöhnliches passiert und Piet spielt dabei eine Hauptrolle.
Er wurde als Alpha-Kontakt entlarvt. Sämtliche SF Filmstars stehen
vor seiner Haustür.
Dumpfes Trommeln ...

Fredenbüll kommt einfach nicht zur Ruhe.
Ungewöhnliches passiert und Piet spielt dabei eine Hauptrolle.
Er wurde als Alpha-Kontakt entlarvt. Sämtliche SF Filmstars stehen
vor seiner Haustür.
Dumpfes Trommeln hallt durch die Nacht und ein fahrerloses Auto rast durch Fredenbüll.
Es kommt noch schlimmer. Ein Toter liegt im Dinkelfeld in einem Kornkreis.
Thies und Nicole sind alarmiert. Als dann auch noch der
Bademeister Benny tot aufgefunden wird, merken sie, das sie mit ihren
üblichen Ermittlungsmethoden nicht weiter kommen.

Das Cover ist wunderschön und sehr passend. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat, kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Das Auffallende in diesem Krimi sind die Charaktere.
Sie sind so herrlich kauzig und verschroben. Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Pointiert, witzig und mit viel Situationskomik.
Der ausgeprägte Humor und der Sprachwitz machen die Geschichten um das
eingespielte Team Thies Detlefsen und Nicole Stappenbeck zu einem Leseerlebnis.
Lebensfroh, bodenständig und gewitzt gehen sie auf Mördersuche.
Es geht um heidnisches Brauchtum, Schamanen, Wunderheiler, Bio-Betrug und Aluhutträger.
Die Charaktere sind wie immer sehr originell und auch authentisch.
Der Schreibstil ist wunderbar und macht dieses Buch zu einem richtigen Leseerlebnis.
Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Kurzum, ein richtig guter Küsten-Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Dieses Buch hat mir wunderbare, außerirdische Lesestunden bereitet.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2024

Eine bittersüße Familiengeschichte

Nostalgia Siciliana
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Tita erreicht 26 Jahre nach dem Tod ihres Vaters ein folgenreiches Telefonat.
Ein Onkel ist gestorben und das Landgut in Sizilien soll verkauft werden.
26 Jahre war sie nicht mehr dort. Jetzt macht sie ...

Tita erreicht 26 Jahre nach dem Tod ihres Vaters ein folgenreiches Telefonat.
Ein Onkel ist gestorben und das Landgut in Sizilien soll verkauft werden.
26 Jahre war sie nicht mehr dort. Jetzt macht sie sich auf den Weg nach Marina de Ragusa, um das Landgut Magni zu retten.
Ihr Vater kam in den 1960 Jahren nach Deutschland, um Arbeit und auch um
sein Glück zu finden. Das war eine sehr harte Zeit.
Aber er wurde nicht nur beruflich sehr erfolgreich, er fand auch die Liebe seines Lebens. Die Sehnsucht nach Sizilien ließ ihn allerdings nie los. Jeden Sommer machte er
mit seiner Familie dort Urlaub.
Als Giovanni sehr früh und unerwartet starb, blieb seine Familie geschockt, für immer Sizilien fern.
Dieser Roman ist eine Liebeserklärung an einen Vater und an einen Sehnsuchtsort.
Alles ist atmosphärisch dicht beschrieben. Das liegt auch an dem Unglaublich
schönen Schreibstil der Autorin.
Eher ruhig, aber voller wunderbarer Details. Komplex, facettenreich, fast schon poetisch wird der Duft, das Aroma Siziliens mit all seinen Köstlichkeiten eingefangen.
Man spürt förmlich die starke Präsenz Siziliens. Die Schönheit der üppigen Pflanzen, der leuchtenden Blüten der Bougainvillea an den Haustüren, die Olivenbäume, Sukkulenten und Kakteen.
Aber auch die Schattenseiten. Halb verfallene Häuser und den Müll am Straßenrand.
Ärmlichkeit und nur Schwerstarbeit auf dem Feld.
Die Charaktere dieser Zeit werden brillant zum Leben erweckt, sind klar gezeichnet.
Haben eine starke Präsenz. Die Liebe zur Heimat, aber auch der schwere Weg auf der Suche nach Arbeit.
Es ist ein charmanter, heiterer bis melancholischer und auch ein sehr warmherziger Roman und vor allem eine bittersüße Liebeserklärung an Sizilien.

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Veröffentlicht am 16.02.2024

Wer Familie hat, braucht keine Feinde

Lil
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Der Roman Lil ist eine wunderbare Geschichte um eine starke Frau.
Lil ist eine brillante Geschäftsfrau, erfolgreich und unabhängig. Sie geht ihren Weg eigenwillig und gegen alle Gesellschaftlichen. Konventionen. ...

Der Roman Lil ist eine wunderbare Geschichte um eine starke Frau.
Lil ist eine brillante Geschäftsfrau, erfolgreich und unabhängig. Sie geht ihren Weg eigenwillig und gegen alle Gesellschaftlichen. Konventionen. Das bringt die oberen erlauchten Vierhundert gegen sie auf. Nur ihr Ehemann. Chev hat großes Verständnis. Die beiden führen eine gleichberechtigte Ehe. Als Chev stirbt, zeigt ihr Sohn Robert sein wahres Gesicht. Aber Lil lässt sich nicht unterkriegen. Ganz im Gegenteil.


Lil ist ein beeindruckendes Buch. Das Leben von Frauen im 19. Jahrhundert ist von Rechtlosigkeit geprägt. Sie dürfen weder über sich selbst bestimmen, noch am politischen Leben teilnehmen. Aus Eigenschaften wie Tugend und Fleiß wird ihnen die Rolle der Hausfrau und Mutter zugeschrieben. Leider gibt es für Lil weder Toleranz noch Menschlichkeit.

Ihr Schicksal wird wunderbar beschrieben. Erzählt wird nicht chronologisch, sondern es springt von einer Zeitebene in die andere.

Die Schreibweise ist sehr mitreißend, manchmal sarkastisch und dann wieder sehr feinfühlig. Fast schon poetisch. Jeder Satz sitzt, ist ein Erlebnis mit einer sagenhaften Präsenz.

Das Buch entwickelt einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann.

Ein schweres Thema wird grandios umgesetzt. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Die Charaktere sind sehr komplex gestaltet. Allen voran Sarah, die mit ihrem Hund Miss Brontë spricht.

Eine sehr tiefe und menschliche Geschichte über fehlende Gleichberechtigung und Toleranz.

Ein spannendes und sehr unterhaltendes Leseerlebnis!

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Veröffentlicht am 21.01.2024

Sehr gelungener 2. Band

Morgen ist ein neuer Tag
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In diesem sehr flüssigen und mitreißend geschriebenen
zweiten Band kommt das Lebensgefühl und der
Zeitgeist der 1960er Jahre wunderbar auf die Zeilen.
Beate Sauer beherrscht die Kunst,
eine fiktive Familie ...

In diesem sehr flüssigen und mitreißend geschriebenen
zweiten Band kommt das Lebensgefühl und der
Zeitgeist der 1960er Jahre wunderbar auf die Zeilen.
Beate Sauer beherrscht die Kunst,
eine fiktive Familie in historischen Ereignisse
dieser Zeit einzubinden. Dazu tragen ihre genausten
Recherchen und auch ihr wunderbarer Schreibstil bei.
Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sehr lebensnah.
Sie sprühen so vor Leben, dass man das Gefühl hat, sie wahrhaft zu kennen.
Der Roman erzählt nicht nur von politischen Erfahrungen. Sondern auch von den
Lebensgeschichten der jungen Frauen, von guten und auch von schmerzlichen Erlebnissen.
Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl, ein Teil
dieser Familie zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah.
Dieser Teil ist von einer erfrischenden Leichtigkeit, wobei ernste Töne auch vorhanden sind.
Aber genau diese Mischung bringt das Leseerlebnis.
Dieses Buch beinhaltet alles, was einen richtig guten Roman ausmacht.

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Veröffentlicht am 22.11.2023

Wunderbarer Dorfkrimi

Prost, auf die Pfennigfuchser
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Hauptkommissar Tischler hat es wirklich nicht leicht.
Seine Nachbarin ist sehr beunruhigt. Ihre Freundin
ist nicht zu einer gemeinsamen Wanderung des Frauenbundes
erschienen. Das ist sehr ungewöhnlich ...

Hauptkommissar Tischler hat es wirklich nicht leicht.
Seine Nachbarin ist sehr beunruhigt. Ihre Freundin
ist nicht zu einer gemeinsamen Wanderung des Frauenbundes
erschienen. Das ist sehr ungewöhnlich für die Filialleiterin
einer Privatbank. Da die alte Dame nicht locker lässt, schaut
Tischler, mit ihr nach dem Rechten.
Es stellt sich schnell heraus, dass Frau Zettelwieser tot ist.
Leider ist es kein Unfall, sondern Mord.
Tischler steht unter Druck und zusätzlich ist seine Nachbarin
wild entschlossen, ebenfalls zu ermitteln.

Das ist der achte Krimi aus dieser Reihe.
Es ist wie ein nach Hause kommen.
Brunngries und seine Bewohner sind so toll beschrieben.
Durch den atmosphärisch dichten Erzählstil
entsteht ein wunderbares, humorvolles Leseerlebnis, das einen
oft zum Schmunzeln bringt.
Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt.
Die Mischung zwischen Krimi und erstklassigen Milieubeschreibungen machen den Krimi zu einem Leseerlebnis.
Auch die Mischung zwischen Dorfleben und dem Privatleben den Hauptcharakteren ist sehr gelungen.
Der Schreibstil ist nicht nur fließend, er ist auch pointiert und scharfsinnig, einfach umwerfend.
Dadurch wird alles sehr intensiv und besonders realistisch.
Ich habe ich mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt,
habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.
Ein richtig guter bayerischer Dorfkrimi mit sehr viel Lokalkolorit.
Besser geht es nicht!

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