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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2017

Märchenhaft

Herrn Haiduks Laden der Wünsche
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Mit Herr Haiduks Laden der Wünsche hat Florian Beckerhoff einen märchenhaften Roman geschrieben.Es ist sein zweiter Roman. Der erste ist Frau Ella, den ich noch nicht gelesen habe, aber jetzt besteht ...

Mit Herr Haiduks Laden der Wünsche hat Florian Beckerhoff einen märchenhaften Roman geschrieben.Es ist sein zweiter Roman. Der erste ist Frau Ella, den ich noch nicht gelesen habe, aber jetzt besteht große Lust, das nachzuholen.
Herr Haiduks Laden steht in Berlin, Der Autor schreib,t er ist zwei Türen breit und drei Menschen lang, das ist doch eine nette Beschreibung. Wenn man sich dann noch vorstellt was da alles hinein passt, da kann ich mich gut hinein versetzen.
Ein Schriftsteller besucht Herr Haiduk und der erzählt ihm eine Geschichte um einen Lotto Jackpot Schein über 13 Millionen.
Da ist die stille Alma, die den Schein findet und den richtigen Besitzer sucht.
Eine wunderschöne Idee, wie Alma die vermeintlichen Anwärter auf den Schein befragt. Warum wollen sie das viele Geld, wer hat es verdient.
Die verschiedenen Charaktere und in dem Roman sind grandios
Das Ende passt sehr gut und rundet denn Roman ab.
Der Roman lässt mich etwas nachdenklich, zufrieden und amüsiert zurück.
Ein interessanter und guter Lesegenuss, den ich gerne weiter empfehlen kann.




Veröffentlicht am 30.09.2017

Ein Lesegenuss

Ich treffe dich zwischen den Zeilen
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Die Autorin Stephanie Butland ist für mich eine Neuentdeckung.
Eine nette Liebesgeschichte. Der Titel „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ verspricht einiges mehr, als man erst denkt.
Die Erscheinung ...

Die Autorin Stephanie Butland ist für mich eine Neuentdeckung.
Eine nette Liebesgeschichte. Der Titel „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ verspricht einiges mehr, als man erst denkt.
Die Erscheinung von Loveday sehe ich bildhaft vor mir, mit ihre Tattoos und Piercings. Sie ist eine junge Frau mit Geheimnissen und arbeitet in einer Buchantiquariat.
Der Chef Archie hat sie eingestellt, obwohl sie ein Buch stehlen wollte, da zwingt er sie einfach zu der Arbeit. Damit tut er ihr einen riesigen Gefallen. Er ist ein Unikum und wird zu Lovedays Familie.
Ihre glückliche Kindheit endet für sie mit 10 Jahren, dann geschieht eine Tragödie und sie kommt im Pflegefamilien.
Sie verschweigt das alles vor ihrem Chef und auch ihrem Freund. Sie ist misstrauisch und manchmal zu Recht.
Ihre Arbeit mit den Büchern machen ihr Spaß. Ich sehe mich neben ihr arbeiten.
Sie ist eine wunderbare Protagonistin mit gutem Charakter, mit Hoffnungen und Wünschen.

Die Autorin lässt sich viel einfallen um den Roman so richtig fesselnd, spannend und mit poetischen Momenten, zu gestalten. Sie hat es geschafft und mich gepackt. Die Übersetzerin Maria Hochsieder-Belschner hat wohl auch eine gute Arbeit geleistet
Ein liebenswerter Roman, den ich gerne gelesen habe und gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 30.09.2017

Guter Jugendroman

Und du kommst auch drin vor
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Von Alina Bronsky kenne ich schon zwei gute Romane. Da ist meine Erwartung groß gewesen. Der Roman „Und du kommst auch drin vor“zeigt die Freundinnen seit der ersten Klasse. Kim die ruhigere und Petrowna ...

Von Alina Bronsky kenne ich schon zwei gute Romane. Da ist meine Erwartung groß gewesen. Der Roman „Und du kommst auch drin vor“zeigt die Freundinnen seit der ersten Klasse. Kim die ruhigere und Petrowna die exotische kluge, beide 15 Jahre alt.
Der Roman wird von Kim erzählt.
Ihre Schulklasse wird zu einer Lesung in der Bibliothek verdonnert. Erschreckend wie wenige der Klassenkameraden sich für Bücher interessieren. Das habe ich auch schon beobachtet.
Kim entdeckt bei einer Lesung ihre Geschichte, sogar wie sie denkt erkennt sie darin.
Das macht sie nachdenklich. Sie kauft sich den Roman und es macht ihr Angst.
Ganz schön spannend wie sie versuchen Kontakt mit der unzugänglichen Autorin zu suchen.
Alina hat den Personen unterschiedliche Charaktere gegeben.
Alles ist sehr anschaulich beschrieben, von der Autorin habe ich auch nichts anderes erwartet.

Ich habe das Hörbuch gehört.
Die Sprecherin Jasna Fritz Bauer hat eine nette Stimme und konnte dem Roman gerecht werden.

Für mich ist es ein reines Jugendbuch,
Erwachsene können es zwar auch gut lesen, aber ich kann es hauptsächlich für Jugendlichen empfehlen.
Es ist mit 225 Minuten ein kurzer gelungener Hörgenuss.

Veröffentlicht am 29.09.2017

Was für eine Dramatik

Drei Tage und ein Leben
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Der Autor Pierre Lemaitre hat einen guten, fesselnden und direkten Schreibstil. Das Cover zeigt die verzweifelte Pose eines ängstlichen Jungen.
Der Roman spielt in einem kleinen französischen Ort.
Es ...

Der Autor Pierre Lemaitre hat einen guten, fesselnden und direkten Schreibstil. Das Cover zeigt die verzweifelte Pose eines ängstlichen Jungen.
Der Roman spielt in einem kleinen französischen Ort.
Es wird erst schön erzählt wie Antoine seine Zeit verbringt. Wie er seine Hütte im Baum baut und sogar für den Nachbarhund Odysseus eine Möglichkeit findet, ihn wie mit einer Seilbahn hoch zu bekommen.
Dann wird der Hund angefahren und der Nachbar erschießt ihn vor Antoines Augen, das ist ein Schock.
Damit beginnt jetzt ein Drama.
Aber das er Reni erschlägt, das hätte ich nicht gedacht.
Na gut, umbringen wollte er ihn nicht, es war ein tragischer Unglücksfall, ein Fehler, das er es vertuschen wollte.
Der Autor trifft jetzt perfekt den Zwiespalt, in dem der Junge steckt, eingefangen.
Der Roman dreht sich um die Ängste die er erlebt. Ein Alptraum in dem er jetzt leben muss. Allerdings fühle ich am meisten mit der Ungewissheit und Angst der Eltern, die eigentlich auch allein und ohne Trost dastehen.
Der Autor zeigt wie ein Ort mit so einem Problem umzugehen versucht und wie es 12 Jahre später dort aussieht und was aus Antoine geworden ist,
Der Roman lässt mich nachdenklich zurück.

Veröffentlicht am 23.09.2017

Tiroler Idylle

Nachts am Brenner
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Den Roman „Nachts am Brenner“ hat Lenz Koppensstätter mit gutem Schreibstil geschrieben.
Es fängt kurz vor Mitternacht mit einer idyllischen Beschreibung der Atmosphäre auf dem Bahnhof auf dem Brenner ...

Den Roman „Nachts am Brenner“ hat Lenz Koppensstätter mit gutem Schreibstil geschrieben.
Es fängt kurz vor Mitternacht mit einer idyllischen Beschreibung der Atmosphäre auf dem Bahnhof auf dem Brenner an. Das ist ein Niemandsland zwischen Österreich und Italien.
Dann werden zwei alte Männer ermordet. Commissario Grauner und sein Kollege neapolitanischer Kollege Saltapepe ermitteln
Dabei findet Grauner eine Verbindung zu dem Mord an seinen Eltern vor ungefähr zwanzig Jahren.
Er ist jetzt noch engagierter, denn bis jetzt wusste er nicht warum seine Eltern sterben mussten. Er hat Bedenken, ob sein Vater vielleicht mit den damaligen Umtrieben zu tun.
In diesem Roman bekommt man noch einen Eindruck von der Zeit nach dem Krieg.
Die Ermittlung gestaltet sich schwierig. Da hat man bis zuletzt keine Ahnung, wer der Täter ist. Für mich aber ungewohnt, denn eigentlich habe ich da meist den richtigen Riecher.Die Kriminalhandlung war ganz ok, mich haben Grauners Gedanken und seine Familie auch interessiert.
Der Autor hat es verstanden den Fall und die Landschaft bildhaft darzustellen.
Am Ende gab es dann noch eine Karte der Gegend, perfekt.
Es gibt viele Regionalkrimis, aber dieser hat noch einen besonderen Flair.
Ich habe ihn gerne gelesen und war gut unterhalten.