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Veröffentlicht am 15.10.2025

Sehr herzlich!

Mumpelmoff und das Wunder am Schloss
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„Mumpelmoff und das Wunder am Schloss“ ist ein außergewöhnlich schönes Kinderbuch, das irgendwo zwischen Bilderbuch und Vorlesebuch liegt. Die vielen Illustrationen führen sanft von einer bebilderten Geschichte ...

„Mumpelmoff und das Wunder am Schloss“ ist ein außergewöhnlich schönes Kinderbuch, das irgendwo zwischen Bilderbuch und Vorlesebuch liegt. Die vielen Illustrationen führen sanft von einer bebilderten Geschichte zu einem echten Vorleseerlebnis und schaffen damit einen idealen Übergang für Kinder ab etwa vier oder fünf Jahren.

Das Buch ist in zehn Kapitel gegliedert, die sich wunderbar zum abendlichen Vorlesen eignen. Jede Geschichte steht für sich, spielt aber in derselben fantasievollen Welt, in der Mumpelmoff gemeinsam mit seinem Freund Kleinmeins, einem leuchtenden Luftballon, kleine Abenteuer erlebt. Die Erzählungen sind ruhig, liebevoll und unaufgeregt. Gerade das macht sie so angenehm, denn sie laden zum Eintauchen, Zuhören und Entspannen ein.

Der Sprachstil von Bo Starker ist etwas ganz Besonderes. Die vielen Wortneuschöpfungen sind originell, klingen herrlich schräg und machen das Vorlesen zu einem kleinen Abenteuer. Kinder haben großen Spaß daran, die neuen Wörter zu hören, und Erwachsene werden beim Vorlesen regelmäßig gefordert; aber immer mit einem Lächeln.

Mumpelmoff selbst ist eine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Etwas tapsig, manchmal unsicher, aber voller Herz und Fantasie. Seine Geschichte handelt von Freundschaft, Mut und der Frage, wie man zu sich selbst stehen kann, ohne sich zu verstellen.

Ein ganz eigener Zauber liegt in den Illustrationen. Sie sind detailreich, warm und stimmungsvoll, fangen das märchenhafte Setting perfekt ein und laden zum Entdecken ein. Jede Seite wirkt wie ein kleines Kunstwerk, das man gerne länger betrachtet.

„Mumpelmoff und das Wunder am Schloss“ ist ein Buch, das berührt, ohne laut zu sein. Es erzählt mit leisen Tönen von Freundschaft, Selbstvertrauen und dem Glück, anders sein zu dürfen. Ein wundervolles Vorlesebuch, das sich perfekt für gemütliche Abende eignet und garantiert lange im Herzen bleibt.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Für Fans von Hobby-Horsing

Die Hobby-Horsing-Kids, 1, Ein Steckenpferd für Lotta
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In dem Buch begleiten wir die Grundschülerin Lotta, die mit ihren Freundinnen Hannah und Leya das Hobby-Horsing liebt. Während ihre Freundin Leya mit mehreren schicken Steckenpferden aus einem wohlhabenden ...

In dem Buch begleiten wir die Grundschülerin Lotta, die mit ihren Freundinnen Hannah und Leya das Hobby-Horsing liebt. Während ihre Freundin Leya mit mehreren schicken Steckenpferden aus einem wohlhabenden Zuhause kommt, muss Lotta mit ihrem etwas abgenutzten Pferd „Luzie“ auskommen. Ihre Mutter, alleinerziehend und sehr umweltbewusst, legt Wert auf Nachhaltigkeit; was Lotta zwar versteht, aber manchmal doch schwer findet.

Als die drei Mädchen an einem Hobby-Horsing-Turnier teilnehmen, prallen Freundschaft, Ehrgeiz und unterschiedliche Lebenswelten aufeinander. Lotta muss lernen, mit kleinen Rückschlägen umzugehen und zeigt dabei viel Stärke und Herz.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, die Kapitel sind kurz und klar aufgebaut. Auch die Illustrationen sind liebevoll, wenn auch sparsam eingesetzt. Besonders gelungen ist die authentische Darstellung von Lottas Gedankenwelt; ihre Unsicherheiten, aber auch ihr Gerechtigkeitssinn und ihr Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Etwas schade fand ich, dass Lottas Mutter stellenweise etwas überzeichnet wirkt; ihre Reaktionen sollen vermutlich humorvoll und „anders“ sein, wirken aber manchmal ein wenig konstruiert. Auch das Thema Geld und Umweltbewusstsein hätte man etwas feinfühliger einbauen können.

Trotzdem bleibt das Buch eine rundum schöne Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und die Bedeutung von Fairness; verpackt in einem modernen, kindernahen Setting. Für Kinder, die Pferde und insbesondere Hobby-Horsing lieben, ist es sicher ein echtes Highlight.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Farbenfroh und warmherzig

Löwe sucht einen Freund - oder: Ich hab dich zum Fressen gern
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Was für ein wunderschön illustriertes und fröhliches Bilderbuch. Schon auf den ersten Seiten hat mich der bunte, verspielte und gleichzeitig sehr detailreiche Illustrationsstil total begeistert. Alles ...

Was für ein wunderschön illustriertes und fröhliches Bilderbuch. Schon auf den ersten Seiten hat mich der bunte, verspielte und gleichzeitig sehr detailreiche Illustrationsstil total begeistert. Alles wirkt so lebendig, fröhlich und liebevoll gestaltet und man entdeckt auf jeder Seite neue kleine Details, über die man sich freuen kann.

Die Geschichte dreht sich um einen Löwen, der in eine neue Stadt zieht. Eigentlich ist alles perfekt. Er hat eine gemütliche Wohnung, einen Sessel, alles ist eingerichtet. Doch dann merkt er schnell, dass etwas fehlt. Auf den Hinweis seiner Mutter hin wird ihm klar, dass er noch keine Freunde gefunden hat.

Also macht er sich auf die Suche und das auf ganz charmant chaotische Weise. Als Erstes trifft er ein Zebra mit Einkaufstüten und sagt freundlich: „Ich hab dich zum Fressen gern.“ Das Zebra erschrickt natürlich fürchterlich und verliert vor lauter Schreck sogar alle Streifen. Diese Szene ist wirklich sehr witzig und liebevoll dargestellt. Ähnlich läuft es auch mit den anderen Tieren. Der Löwe meint es gut, wirkt aber durch seine Größe und sein Auftreten eher furchteinflößend.

Besonders schön ist, dass die Geschichte eine feine Botschaft transportiert. Freundschaft entsteht nicht immer auf den ersten Blick und manchmal muss man erst verstehen, wie man auf andere wirkt. Der Löwe lernt, dass Freundlichkeit auch davon abhängt, wie man sie zeigt, und dass man sich manchmal einfach ein Herz fassen und offen auf andere zugehen muss.

Am Ende findet er durch eine süße Plakataktion schließlich neue Freunde und die Geschichte endet warmherzig und positiv. Genau so, wie man es sich für ein Kinderbuch wünscht.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt. An manchen Stellen wirkt die Handlung etwas konstruiert. Das „Ich hab dich zum Fressen gern“ beim Zebra ist wirklich charmant, aber spätere Szenen, wie die mit dem Eichhörnchen, das Kopfhörer trägt, fühlen sich etwas bemüht an. Kinder wird das vermutlich gar nicht stören, Erwachsene merken es eher.

Trotzdem ist das Buch rundum empfehlenswert. Es erzählt eine liebevolle Geschichte über Freundschaft, Missverständnisse und das Anderssein und ist eingebettet in fröhlich bunte Illustrationen, die sofort gute Laune machen.

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Veröffentlicht am 08.12.2023

Das etwas andere Gespenster-Vorleseabenteuer

Huuu-Berta - Das kleinste Gespenst von allen
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Mögen eure Kinder gruselige Geschichten? Oder darf es lieber etwas ruhiger zugehen? Das heutige Buch ist eigentlich für beide Kindervorlieben gut geeignet. Es geht um "Huuu-Berta - Das kleinste Gespenst ...

Mögen eure Kinder gruselige Geschichten? Oder darf es lieber etwas ruhiger zugehen? Das heutige Buch ist eigentlich für beide Kindervorlieben gut geeignet. Es geht um "Huuu-Berta - Das kleinste Gespenst von allen"
Huuu-Berta lebt mit anderen Gespenstern zusammen in einem Gespenster-Hochhaus. Die anderen Gespenster dort sind aber viel größer als sie, denn Gespenster wachsen wenn sie Menschen erschrecken. Huuu-Berta konnte sich bisher immer darum drücken auf Menschen zu treffen. Als ihre Tante Grusella das mitbekommen gibt es kein zurück: Huuu-Berta muss in die Menschenwelt ...
"Huuu-Berta" ist eine Vorlesebuch für Kinder ab ca. 5 Jahren. Der Schreibstil ist locker, frech und mit vielen direkten Anreden gespickt. Das Vorlesen hat uns großen Spaß gemacht.
Die Geschichte selbst ist lebhaft und humorvoll und es kommt wirklich zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Huuu-Berta und ihre beste Freundin Fledermaus Flitzi sind total sympathische Hauptcharaktere. Auch die Tante Grusella, die Huuu-Berta in die Menschenwelt schickt, ist nicht so böse wie es erscheinen mag. Die Geschichte ist immer wieder untergründig mit kleinen Botschaften und witziges Details gespickt - das hat uns sehr gut gefallen.
"Huuu-Berta" ist wirklich mal ein ganz anderes Gespensterbuch. Und das nicht nur inhaltlich sondern auch optisch. Huuu-Berta ist nämlich nicht nur sehr klein, sondern trägt auch noch Latzhose, witzige Zöpfe und Sonnenbrille.
Die Illustrationen sind genauso cool wie die Geschichte und tragen maßgeblich zur dieser bei.
Als nettes Extra gibt es am Ende des Buches noch Rezepte und Aufgaben für die Kinder, um einen eigenen Grusel-Ausweis zu bekommen - eine tolle Idee!
Insgesamt mochten wir "Huuu-Berta" und ihr Abenteuer unheimlich gerne. Die Geschichte bot für uns die perfekte Mischung aus Abenteuer- und Freundschaftsgeschichte. Wir hoffen schon sehr auf Band 2.

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Veröffentlicht am 24.09.2023

Juhu, es ist Weihnachten im Zoo

Das große Weihnachtsfest im Zoo
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Wir haben mit Ignaz und Direktor Ungestüm bereits Zähne geputzt und eine wilde Faschings-Sause erlebt. Da wollen wir auch das gemeinsame Weihnachtsfest nicht verpassen.

Direktor Ungestüm hat für dieses ...

Wir haben mit Ignaz und Direktor Ungestüm bereits Zähne geputzt und eine wilde Faschings-Sause erlebt. Da wollen wir auch das gemeinsame Weihnachtsfest nicht verpassen.

Direktor Ungestüm hat für dieses Jahr eine ganz besondere Idee: ein Geschenke-Ring. Alle Tiere im Zoo sind eingeweiht - nur Ignaz erfährt es erst in letzter Minute. Ohje, was soll er nun Gisela Giraffe schenken? Nur gut, dass diese seine rote Fliege immer so bewundert hat....

Das diesjährige Weihnachtsfest im Zoo steht im Fokus der Geschichte. Der angedachte Geschenke-Ring funktioniert am Ende nicht so gut wie erwartet, da alle Tiere sehr großzügig sind und ihr Liebstes weggeben. Am Ende bekommen zwar alle ein tolles Geschenk, aber wirklich glücklich sind sie nicht. Natürlich haben Ignaz und Zoodirektor Ungestüm dafür eine Lösung parat.

Sophie Schoenwald und Günter Jakobs sind einfach ein Dreamteam. Die wundervollen Illustration gepaart mit einer herzlichen und anregende Geschichte. Der Schreibstil ist leichtgängig vorzulesen und mit vielen Dialogen gespickt. Die Illustrationen sind humorvoll, kindgerecht und ausdrucksstark.

Die Geschichte an sich folgt erstmal einen einfachen Schema. Ignaz besucht alle Tiere im Zoo und schaut was sie geschenkt bekommen haben. Schnell stellt er fest das kein Tier so richtig glücklich mit seinem Geschenk ist. Das macht einfach Spaß, denn die Autorin ist wirklich kreativ geworden bei den einzelnen "Geschenksituation". Kinder ab 4 haben hier ihre helle Freude.

Insgesamt ist auch der dritte Band der Ignaz-Zoo Reihe ein voller Erfolg für uns. Wir mögen die lustige Geschenke-Tausch-Geschichte sehr und ich bin mir sicher, dass ich das Buch in der Vorweihnachtszeit noch oft vorlesen werde.

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