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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2023

ein wunderbarer Frauenroman

Die Dienstagsfrauen
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Die "Dienstagsfrauen" von Monika Peetz hat mir ausgesprochen gut gefallen, obwohl das Cover doch einen seichten Frauenroman erwarten ließ. Ein Frauenroman ist es wirklich geworden , aber schon mit einer ...

Die "Dienstagsfrauen" von Monika Peetz hat mir ausgesprochen gut gefallen, obwohl das Cover doch einen seichten Frauenroman erwarten ließ. Ein Frauenroman ist es wirklich geworden , aber schon mit einer konkreten Aussage,nämlich der, dass man auf solch einer anstrengenden Pilgerreise nicht nur an seine körperlichen Grenzen kommt, sondern auch viel über sich selbst und seine Mitstreiter erfährt. Die Dinge, die vorher wichtig waren, bekommen eine andere Bedeutung,die Beziehungen werden manchmal neu konzipiert und echte Freundschaften überstehen vieles.

Das Buch wurde sehr flüssig, mit viel Wortwitz und Situationskomik geschrieben, aber auch die ernsten Momente kamen nicht zu kurz.Die Darstellung der einzelnen Personen fand ich sehr gelungen und treffend und bekam richtig Lust mit dieser Truppe mitzuwandern. Die Landschaften, durch die die fünf Frauen wanderten, wurden auch sehr reizvoll geschildert, wie auch die Kommerzialisierung des Wahlfahrtsortes Lourdes.

Die Beschreibung des Inhalts dieses Buches erspare ich mir, alles wichtige steht im Klappentext und in anderen Rezensionen meiner Vorgänger.

Für mich ein durchweg positives Leseerlebnis, dass mich darüber nachdenken lässt,ob so eine Pilgerreise vielleicht auch für mich mal in Frage kommt.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

ein leichter und witziger Unterhaltungsroman

Kein Wort zu Papa
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"Kein Wort zu Papa" ist der 5. Band um die Hauptprotagonistin Christine.Dieser Band spielt wieder auf Norderney und es wird ab und zu Bezug genommen auf den 3. Band "Urlaub mit Papa", ich finde aber, dass ...

"Kein Wort zu Papa" ist der 5. Band um die Hauptprotagonistin Christine.Dieser Band spielt wieder auf Norderney und es wird ab und zu Bezug genommen auf den 3. Band "Urlaub mit Papa", ich finde aber, dass dieses Buch auch unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden kann, da viel erklärt wird.

Christine,mittlerweile Ende 40,befindet sich monentan in einer für sie unbefriedigenden Situation. Ihr Freund ist beruflich für eine Zeit in Schweden, sodass sie sich nur sporadisch sehen, ihre Arbeit im Verlag ist auch zu Ende und die Wohnung gefällt ihr auch nicht mehr, sie kann sich aber nicht aufraffen, ihre persönlichen Sachen zu ordnen und eine Entscheidung herbeizuführen.In diese Situation platzt die Nachricht ihrer Freundin Marlene, dass sie aus ihrem Urlaub aus Dubai nicht zurückkommen kann und Christine doch bitte ihre Pension auf Norderney weiterführen möchte, bis sich die Sache in Dubai klärt.Christine, die überhaupt nicht weiß,welche Gründe Marlene in Dubai zurückhalten und auch nur vage Informationen von ihrem Rechtsanwalt erhält, erklärt sich bereit ihrer Freundin zu helfen . Mit Hilfe ihrer jüngeren Schwester Ines, will sie die Pension führen. Nur dumm, dass die Pension Halbpension anbietet und beide Frauen nicht kochen können.Außerdem kommt es immer wieder zu Missverständnissen, da Christine den wahren Grund von Marlenes Abwesenheit nicht erzählen darf und ihre Familie, sprich Mama und Papa auch nichts davon erfahren dürfen.Als diese dann beide auf Norderney ankommen , ist das Chaos perfekt.

In gewohnter Manier bietet Dora Held hier wieder einen leichten Unterhaltungsroman, der sich gut für einen Urlaub eignet. Mir sind die Geschichten um Christine mittlerweile ans Herz gewachsen, weil sich immer wieder etwas in ihrem Privatleben tut und die Situationen, in die sie hineinstolpert immer wieder erfrischend sind. Die agierenden Personen werden humorvoll und treffend beschrieben und die Schreibweise ist flüssig und unterhaltsam. Wer einen leichten Unterhaltungsroman sucht, der sich zum Entspannen eignet, ist hier an der richtigen Adresse.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

die Gefahren im Netz

Mädchenfänger
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Etwas skeptisch ließ ich mich wieder auf ein Buch von Jilliane Hoffman ein, da ich nach Cupido doch etwas enttäuscht von ihren Nachfolgern war. Mit "Mädchenfänger", ihrem neusten Werk, konnte die Schriftstellerin ...

Etwas skeptisch ließ ich mich wieder auf ein Buch von Jilliane Hoffman ein, da ich nach Cupido doch etwas enttäuscht von ihren Nachfolgern war. Mit "Mädchenfänger", ihrem neusten Werk, konnte die Schriftstellerin mich wieder fesseln und an ihren Anfangserfolg anknüpfen.

Mit einem Thema, das zwar nicht neu , aber nicht minder aktuell ist,beschäftigt sich die Schriftstellerin in ihrem neuen Buch"Der Mädchenfänger".Die Gefahren, denen unsere Kinder in Chatrooms ausgesetzt sind.Mit über 1000 vermissten Kindern in Deutschland und fast 1 Millionen in den Staaten, wenn man die Dunkelziffer mitrechnet, ein Thema,was nie an Aktuallität verliert. Handelt es sich doch nicht nur um Ausreisser, sondern auch vielfach um Kinder,die einem Verbrechen zum Opfer fielen und das nicht selten durch Personen ,die sie in irgendwelchen Foren kennengelernt haben, so wie Lainey, ein dreizehnjähriger Teenager aus Florida,die sich sehr einsam und nicht angenommen fühlt.Ihre Mutter und ihr Stiefvater sind umgezogen und Lainey hat dadurch ihre beste Freundin nicht mehr in unmitttelbarer Nähe. Ihre Mutter ist mit ihrer ältesten Schwester total überfordert, die mit Drogen und kriminellen Handlungen auf sich aufmerksam macht.Ihr kleiner Bruder, der leibliche Sohn ihres Stiefvaters,den Lainey nicht ausstehen kann, ist der Prinz der Familie, für sie bleibt da nicht viel Platz.Um so glücklicher ist sie als sie im Chatroom den "süssen 17,-jährigen Zach, alias El Capitan"kennenlernt. Sie macht sich 3 Jahre älter und schickt ihm auf Anfrage ein Bild von ihr,auf dem sie auch tätsächlich älter wirkt. Als Zach um ein Date bittet, ist sie überglücklich.Doch dieses Treffen endet nicht so, wie sie es sich dachte, sie wird von einem Mann,der keinerlei Ähnlichkeit mit Zach hat verschleppt und in einem dunklen Raum gefangen gehalten und misshandelt.
Bobby Dees,Spezial Agent des CAC(Crimes Against Children) wird mit diesem Fall beauftragt.Ihm liegen vermisste Kinder sehr am Herzen und er kann sich gut in die Gefühle der Eltern hineinversetzen, da seine eigene Tochter Kathy, selbst seit einem Jahr vermisst wird.Seine Rückführquote liegt sehr hoch, allerdings findet er die Kinder nicht immer lebend.
Auch jetzt werden grausam zugerichtete Mädchenleichen gefunden.In der Not verbündet sich Bobby sogar teilweise mit einem Journalisten,dem der"Picassomörder"Bilder mit abgebildeten Mordopfern schickt, die Hinweise auf den Fundort geben. Die Zeit drängt den Mörder zu finden, da die Morde an Grausamkeit zunehmen. Als Bobby ein Bild eines Mordopfers in die Hände bekommt, das seiner Tochter Kathy verblüffend ähnlich sieht, erkennt er, dass der Picassomörder es auf ihn abgesehen hat.

Spannend und sehr nachvollziehbar erzählt die Schriftstellerin den Lesern die Geschichte von Lainey. Jede Mutter,oder auch Vater weiss um die Gefahren des Internet und verfolgt nun atemlos diese Geschichte eines pupertierenden Mädchens, deren Treffen grausam endet. Der Leser fühlt sich angesprochen und kann nachvollziehen., wie einfach es für Verbrecher ist, in diesem Medium ihre Opfer zu finden.Die Identität der Personen ist nicht nachvollziehbar, jeder kann seine Angaben fälschen und gerade Pubertierende sind ideale Opfer, da die Chatrooms von ihnen bevölkert werden und ihr Vertrauen in die Welt noch groß ist.

Mich hat dieser Thriller sehr nachdenklich zurückgelassen und mir so manche Gänsehaut beschehrt. Auch dass die Autorin auf alzu blutige Beschreibungen verzichtet hat, hat mir gut gefallen. Alles in allem ein wieder gelungenes Buch dieser Autorin, die hoffentlich noch viele dieser Art folgen läßt.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

Frau Klönne trifft mit ihren Themen immer ins Schwarze

Farben der Schuld
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Gisa Klönnes "Farben der Schuld" begeisterte mich wieder genauso wie die Vorgängerbände. Die Schriftstellerin besitzt die Gabe mit ihren Themen immer ins Schwarze zu treffen und Spannung aufzubauen ohne ...

Gisa Klönnes "Farben der Schuld" begeisterte mich wieder genauso wie die Vorgängerbände. Die Schriftstellerin besitzt die Gabe mit ihren Themen immer ins Schwarze zu treffen und Spannung aufzubauen ohne ihre Geschichte mit blutrünstigen Details zu spicken.Im Gegenteil, die Autorin zeigt auf, dass Verletzungen der Psyche grausamer sein können, als körperliche Grausamkeiten . Sie zerstören den Menschen und lassen in ihm einen Hass gären, der fatale Folgen haben kann.

Die Themen , die Gisa Klönne in ihrem Buch wählt, handeln von Schuld und mangelnder Verantwortung. Was mich aber am meisten begeistert hat war, dass diesmal die Kinder von Priesters ein Ohr finden. Dass die katholische Kirche durch das Zölibat eine Doppelmoral vertritt, ist schon häufig als Buchstoff verwendet worden. Wie sich aber die Kinder, die aus Beziehungen mit Priestern stammen, fühlen, die ständig verleugnet werden und deren Existenz einen ständigen Makel darstellt, diese Seite wird viel zu wenig beleuchtet. Oder ist dies etwa beabsichtigt,weil, was nicht sein kann, das nicht sein darf ?

Auch die Figuren der Judith Krieger und Manni Korzilius, der ermittelnden Kommissare, die wir schon aus den Vorgängerbänden kennen, haben mich wieder begeistert. Judith Krieger, die immer noch an den Folgen ihres letzten Falles zu knacken hat, der damit endete, dass Judith einen Mörder erschoss, wird vielschichtig und gut nachvollziehbar beschrieben und passt gut in das allgemeine Thema Schuld. Aber auch die Machtlosigkeit mancher Eltern ihren Kindern gegenüber, die ihnen entglitten sind und selbst bindungslos und tief veletzt ihr Leben versuchen zu ordnen, wurde gut dargetellt.

Ein Buch ,welches mich nachdenklich und begeistert zurücklässt und das ich gerne weiterempfehle an Leser, die nicht nur den grausamen Kick suchen, sondern sich gern mit ambivalenten Themen auseinandersetzen.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

wir stehen knietief im Sumpf

Das München-Komplott
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Von robby-lese gern
Wolfgang Schorlau ist Garant für spannende und realitätsnahe Politthriller, wie er schon in seinen Vorgängerbänden bewiesen hat. Mit seinem neuen Buch "Das München-Komplott" trifft ...

Von robby-lese gern
Wolfgang Schorlau ist Garant für spannende und realitätsnahe Politthriller, wie er schon in seinen Vorgängerbänden bewiesen hat. Mit seinem neuen Buch "Das München-Komplott" trifft er wieder voll ins Schwarze und verquickt Realität mit einer spannenden fiktiven Story.Die Idee , die er in diesem Buch umsetzt ist so genial, erschreckend und nachvollziehbar, das man sich kaum vollstellen kann, dass sie nur fiktiven Ursprungs ist.Durch die aktuellen politischen Ereignisse, die der Autor in seinen Büchern aufgreift, fesselt er den Leser, dem es dann schwer fällt, die Grenze zwischen Realität und Fantasie zu erkennen, da der Autor dies geschickt in das Geschehen transportiert.
Auch das Privatleben des Stuttgarter Ermittlers Dengler wird wieder sehr spannend und amüsant geschildert.Seine Freunde, die immer häufiger in die Ermittlungen mit einbezogen werden,wachsen dem Leser von Buch zu Buch mehr ans Herz.Hoffen wir auf noch viele weitere Bücher dieses Autors, der sich meiner Meinung nach mit jedem Buch steigert.

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