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Veröffentlicht am 04.01.2024

Mord in der Wachau

Ein tödlicher Jahrgang
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Beate Maxian hat neben ihrer Sarah Pauli Reihe, die immer in Wien spielt, nun einen weiteren Schauplatz für ihre Krimis gefunden: die Wachau. Ich wohne ja selbst nur 10 km von der Region, die UNESCO Weltkulturerbe ...

Beate Maxian hat neben ihrer Sarah Pauli Reihe, die immer in Wien spielt, nun einen weiteren Schauplatz für ihre Krimis gefunden: die Wachau. Ich wohne ja selbst nur 10 km von der Region, die UNESCO Weltkulturerbe ist, entfernt und war sehr gespannt auf die Geschichte.

Mit Lou Conrad hat die Autorin eine neue Ermittlerin erschaffen, die als ehemalige Inspektorin beim LKA Niederösterreich, in ihren Heimatort Marienkirchen zurückkehrt. Dort hat sie ihre Liebe zu Feinkostspezialitäten und Schmankerln aus der Region zu ihrem Beruf gemacht. Sie führt ein Delikatessengeschäft und hilft auch ab und zu ihren Eltern auf deren Weingut, die es vorgezogen hätten, dass sie den Familienbetrieb übernimmt. Lou lebt allerdings lieber mit ihrem Hund Michelin alleine in einem kleinen Winzerhäuschen. Doch die "Ermittlergene" lassen sich nicht so schnell abstellen, denn als ein Weinberg in Flammen steht, lässt die Neugier sie nicht los. Vor Ort trifft sie auf ihre ehemalige Vorgesetzte und die Leiche des Top-Winzers der Region, Martin Haller. Das Timing ist äußerst schlecht, denn gerade hat der Weinherbst begonnen und die Wachau wird von vielen Urlaubern geradezu überrannt. Da macht sich ein toter Winzer nicht so gut...
Als auch noch Lous frühere Freundin Mona verschwindet und sich ihr Mann Fabio große Sorgen macht, brechen die beiden nach Südtirol auf, wo es die letzte Spur von Mona gibt. Aber auch einige Geschäfte des ermordeten Martin Haller führen ins benachbarte Italien und zu einem ganz bestimmten Hof....
Kurz kommt auch Lou selbst ins Visier der Polizei, denn ihre Schnüfflernase hält sie nicht davon ab privat zu ermitteln.

Lou ist, wie Sarah Pauli, eine sehr sympathische Figur mit einer großen Leidenschaft. Lou liebt das ruhige Leben und den Genuss, den Kontakt zu ihren Kunden, die hochwertigen Produkte, die sie in ihrem Delikatessenladen verkauft und ihren Berner Sennenhund Michelin. Diesen habe ich sofort ins Herz geschlossen und er darf auch im Krimi eine ganz besondere Rolle spielen.

Beate Maxian hat unsere wunderschöne Wachau sehr bildhaft eingefangen und beschrieben. Die Hänge mit den Weinreben, die darunter fließende Donau, Burgen und Schlösser entlang des Flusses, die wunderbare Atmosphäre im Ort und deren Einwohner, sowie das kulinarische Leben der Region. Der Dorftratsch kommt dabei ebenfalls nicht zu kurz. Durch ihren Settingwechsel nach Südtirol bekommen wir auch aus dieser Region sehr bildgewaltige Beschreibungen. Der goldene Weinherbst in beiden Gebieten lässt das Urlauberherz beim Lesen sofort höher schlagen.


Wir erfahren auch einige Dinge rund um die Weinherstellung und den verschiedenen Weinsorten, genauso wie über besondere Schmankerln aus der Gegend, wie die Wachauer Marille und deren Verarbeitungsmöglichkeiten (Marillenschnaps, süße Marillenknödel, Marillenmarmelade, Marillenlikör, Marillensenf usw.), und genießen eine deftige Jause bei einem der vielen Heurigen, die die Wachau bietet.

Der kulinarische Krimi steht hier im Vordergrund und die Spannung tritt doch das eine oder andere Mal in den Hintergrund. Trotzdem hat die Autorin mit einigen überraschenden Wendungen und mit der Vielschichtigkeit der Charaktere immer wieder für mitreißende Szenen gesorgt. Vorallem zum Ende hin kommt es zu einem fesselnden Countdown, der mir sehr gut gefallen hat.
Auf den letzten Seiten des Buches gibt es noch eine Auflistung der verschiedenen Weinsorten.

Fazit:
Ein kulinarischer Krimi zum Miträtseln, der in meiner Heimat spielt und deshalb für mich etwas Besonderes ist. Die Spannung tritt jedoch oftmals etwas in den Hintergrund, während die bildhafte Beschreibung der beiden Gegenden (Wachau und Südtirol) sehr bildgewaltig dargestellt wird. Ein netter Auftakt einer neuen Reihe, die ich natürllich weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 19.12.2023

Hinter den Kulissen

Mörderwalzer
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Mittlerweile sind wir beim elften Band der Salzburg Krimis von Manfred Baumann angelangt.
In "Mörderwalzer" sind wir diesmal in geschichtsträchtiger Umgebung, nämlich in Schloss Leopoldskron. 1918 wurde ...

Mittlerweile sind wir beim elften Band der Salzburg Krimis von Manfred Baumann angelangt.
In "Mörderwalzer" sind wir diesmal in geschichtsträchtiger Umgebung, nämlich in Schloss Leopoldskron. 1918 wurde es von Regisseur Max Reinhard gekauft, der es generalrenovierte. Beim Aufkommen des Nationalsozialismus musste Max Reinhard flüchten und das Schloss fiel den Nazis in den Händen. Nach Ende des Krieges ging es an die Republik Österreich, die es den Erben von Max Reinhard übergaben. Diese verkauften es und heute ist es im Besitz der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Salzburg Seminar und ein Hotel. So viel zur kleinen Geschichtsstunde...;)

In diesem idyllischen Ambiente findet eine TV Benefiz-Veranstaltung statt. Moderatorin und Investigative Journalistin Leona Trill führt durch die Sendung. Die engagierte, aber nicht unbedingt beliebte Moderatorin, wird in einer Drehpause beim Schlossweiher tot aufgefunden. Sie wurde mit zahreichen Schlägen auf den Hinterkopf getötet. War die Moderatorin einem neuen Skandal auf der Spur? Oder war es ein persönliches Motiv?
Martin Merana und sein Team haben es diesmal besonders schwer, denn sie müssen aus 163 potentiellen Verdächtigen, die die Veranstatung besucht haben, den Täter oder die Täterin finden.

Wie schon in den letzten Bänden steht der "Sightseeing" Aspekt mehr im Vordergrund, als der eigentliche Mordfall. Die Ermittlungsarbeiten gehen nur langsam voran und werden erst im letzten Drittel wirklich spannend. Die im Klappentext angesprochenen Themen, wie Energiekrise und weitere Umweltthemen werden nur kurz angeschnitten. Dafür erfahren wir viel über die Geschichte des Schlosses und auch Näheres über die tote Moderatorin.
Dieser Band hat mir wieder etwas besser, als der letzte gefallen, trotzdem rückt für mich der Kriminalfall seit einiger Zeit immer mehr in den Hintergrund, was mir nicht so gut gefällt.

Das Buch habe ich bereits im Oktober gelesen und mit 4 Sternen bewertet. Heute würde ich weniger geben....aber zur Zeit bin ich auch extrem kritisch gestimmt.

Fazit:
Ein typischer Baumann Krimi mit viel regionaler Geschichte und aktuellen Themen. Letztere kommen meiner Meinung nach etwas zu kurz. Ein gut geschriebener, aber nicht besonders packender Regionalkrimi.

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Veröffentlicht am 11.12.2023

Mord an Klimaaktivisten

Im Herzen so kalt (Ein Fall für Maya Topelius 1)
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Die deutsche Autorin, die seit 2020 mit ihrem Mann in Schweden lebt, hat mit "Im Herzen so kalt" den Grundstein für ihre neue Krimireihe rund um Maya Topelius gelegt.

In Östersund, im Norden Schwedens, ...

Die deutsche Autorin, die seit 2020 mit ihrem Mann in Schweden lebt, hat mit "Im Herzen so kalt" den Grundstein für ihre neue Krimireihe rund um Maya Topelius gelegt.

In Östersund, im Norden Schwedens, wird ein Umweltaktivist erschossen. Gefunden wird die Leiche von der kleinen Frida, die auf ihrem Heimweg von der Schule, wie gewohnt die Abkürzung durch den Wald nimmt.

In Stockholm sitzt unterdessen Kriminalinspektorin Maya Topelius mit ihren Freundinnen Sanna und Emely beisammen. Maya ist beunruhigt, denn ihre sonst so toughe Freundin Sanna ist in sich gekehrt und verschließt sich vor ihren Freundinnen. Doch bevor Maya mit Sanna über ihre Probleme sprechen kann, werden sie und ihr Kollege Pär Stenqvist nach Östersund geschickt. Sie sollen die örtliche Polizei bei der Auflösung des Falles unterstützen, die den Mord am Umweltaktivisten Mats Anderberg als Jagdunfall einstufen wollen. Die Kollegen vor Ort sind jedoch alles andere als erfreut und geben sich gegenüber den beiden Stockholmer eher wortkarg. Es dauert nicht lange und es gibt einen weiteren Toten. Hat dieser Todesfall mit dem ermordeten Umweltaktivsiten zu tun oder war dies wirklich ein Unfall?

Der Einstieg ist spannend, denn wir begleiten Frida auf ihrem Heimweg und sind dabei, als sie den toten Mann findet. Generell habe ich sehr gern aus ihrer Perspektive gelesen. Frida ist ein neugieriges Mädchen, das gerne Detektiv spielt und mit ihrer Freundin einige Ideen ausheckt, die nicht ganz ungefährlich sind.

Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, nämlich aus der von Maya, Frida und Pär. Maya ist eine sympathische und toughe Polizistin, die oftmals auch gefährliche Alleingänge wagt. Muss ich bei Krimis und Thriller nicht unbedingt haben, aber solche Szenen werden immer wieder als Spannungselemente eingesetzt und haben auch in diesem Fall die Auflösung ins Rollen gebracht. Mayas Interaktion mit der kleinen Frida hat mir sehr gut gefallen.
Pär ist für Maya ein perfekter väterlicher Partner, der sie mit seiner ruhigen Art erdet.

Mayas Freundin Sanna und ihre persönliche Geschichte spielt zwar anfangs keine wirkliche Rolle, doch einige Ansätze helfen Maya bei der Auflösung des Falles.
Die örtliche Polizei wird teilweise etwas "dümmlich" dargestellt, was mir nicht so gut gefallen hat. Dass die Polizisten jedoch auf Distanz gehen und sich nicht unbedingt mit den Stockholmern austauschen wollen, kann ich gut verstehen. Wer möchte schon jemanden vorgesetzt bekommen, der den eigenen Fall übernimmt? Leider blieben die beiden Östersunder Polizisten Hilding und Sonny trotzdem ziemlich blass.

Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen und ist äußerst bildhaft. Ich konnte mir die Figuren, als auch die Schauplätze sehr gut vorstellen. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und der Perspektivenwechsel erzeugt mehr Spannung.
Das letzte Drittel ist fesselnd und endet in einem rasanten Finale, welches mir gut gefallen hat. Alle Fragen wurden beantwortet und nur eine kleine Privatsache blieb für den kommenden Band noch offen.

Sandra Åslund greift so einige Themen auf, die insgesamt etwas zu viele geworden sind. Es sind gesellschaftliche und politische Themen, wie sexuelle Belästigung, persönliche Traumata und um Umweltschutz (Kahlschlag der Wälder).
Im Nachwort hat Sandra Åslund noch einiges an Literatur zum Klimaschutz und der Abholzung aufgelistet. Man denkt als Mitteleuopäer immer, dass besonders in Skandinavien die Wälder geschützt werden, doch die Autorin zeigt hier einige Wahrheiten auf, die dieses Bild zerstören.
Zusätzlich findet man noch ein Glossar und ein schwedisches Rezept.

Fazit:
Ein Reihenauftakt, der mir sehr im Gedächtnis geblieben ist und einige wichtige Themen aufgegriffen hat. Auch der Kriminalfall ist größtenteils spannend und rasant geschrieben. Einige kleine Schwächen sind auf jeden Fall ausbaufähig. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den Folgeband.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Als Wien noch Filmmetropole war

Mord im Filmstudio
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Im achten Fall des historischen Cozy-Crime Reihe rund um Ernestine und Anton geht es diesmal ins Schönbrunner Schlosstheater. Als die "Listo Film" Komparsen sucht, ist Ernestine nicht zu halten und meldet ...

Im achten Fall des historischen Cozy-Crime Reihe rund um Ernestine und Anton geht es diesmal ins Schönbrunner Schlosstheater. Als die "Listo Film" Komparsen sucht, ist Ernestine nicht zu halten und meldet sich und Anton sofort an. Die beiden werden auch ausgewählt und dürfen im Stummfilm "Der Rosenkavalier" in historische Kostüme schlüpfen, was Anton so gar nicht behagt. Er fühlt sich in den seidenen Kniebundhosen mit den lilafarbenen Schleifchen alles andere als wohl.
Schon am zweiten Drehtag passiert der titelgebende Mord und die Hauptdarstellerin Louise Toupie wird tot in ihrer Garderobe aufgefunden; um ihren Hals ein roter Seidenschal. Die unter den Kolleg:innen unbeliebte und divenhafte Schauspielerin hat jede Menge Neider und scheint auch keine Kostverächterin gewesen zu sein. Die Anzahl der Verdächtigen ist deswegen nicht gerade gering.
Antons Schwiegersohn Erich Felsberg wird mit dem Mordfall betraut, während Ernestine sich im Schlosstheater umhört. Erich benötigt dringend ein Erfolgserlebnis, denn die antisemitischen Sprüche seines Kollegen Pinter werden immer schlimmer. Zusätzlich kommen beide als Nachfolger ihres Chefs in Frage, was die Rivalität noch zusätzlich anheizt.

Die liebevoll gezeichneten Figuren sind immer ein Garant für schöne und amüsante Lesestunden. Ernestine Kirsch und Anton Böck sind einfach ein unverwechselbares Ermittlerpärchen, das man sofort ins Herz schließt. Natürlich darf auch wieder Antons Liebe zu den Wiener Mehl- und Nachspeisen nicht fehlen.
Beate Malys Romane sind immer sehr gut historisch recherchiert und bringen mir das historische Wien sehr nahe. Sehr oft fange ich zu googlen an und erfahre etwas über interessante Gebäude, die leider nicht mehr stehen oder Dinge, die in Vergessenheit geraten sind.
Der zunehmende Antisemismus wird in der Reihe immer mehr Thema und ich bin neugierig, wie es in den folgenden Bänden weitergehen wird.

"Mord im Filmstudio" ist nicht der stärkste Band der Reihe. Es gibt einige lose Fäden, die im Sand verlaufen. Das Ende konnte mich ebenfalls nicht richtig überzeugen, denn es war für mich nicht ganz stimmig. Trotzdem war es wieder eine wundervolle Zeitreise ins Wien der späten Zwanziger Jahre.

Das Cover vom Emons Verlag ist wieder ein richtiger Hingucker! Ich liebe diese im Jugendstil gehaltenen Buchcover ganz einfach!

Fazit:
Diesmal begeben wir uns mit unserem Ermittlerpärchen in die Wiener Stummfilm-Ära. Historisch wieder wundervoll recherchiert und erzählt, jedoch fand ich diesmal das Ende des Krimis nicht ganz stimmig.

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Veröffentlicht am 21.11.2023

Wohlfühlroman mit Tiefgang

Unser Sommer am Meer
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In Oceanside war ich bereits mit "Die Bucht der Wünsche". Hierzu habe ich leider auch noch keine Rezension geschrieben, habe ich gerade festgesellt...ups.

Hope Godwin hat ihren Zwillingsbruder, der in ...

In Oceanside war ich bereits mit "Die Bucht der Wünsche". Hierzu habe ich leider auch noch keine Rezension geschrieben, habe ich gerade festgesellt...ups.

Hope Godwin hat ihren Zwillingsbruder, der in Afghanistan kämpfte, verloren. Er war ihr einziger noch lebender Verwandter und die beiden standen sich sehr nahe. Der Schmerz sitzt tief und Hope, die ihren Namen zurecht trägt, versucht einen Neuanfang. Als Lehrerin bewirbt sie sich um eine Versetzung und landet in Oceanside. Sie zieht in ein kleines Häuschen, das sie gemietet hat und versucht sich abzulenken. Da spricht sie ihr Vermieter Preston an, ob sie nicht im hiesigen Tierheim aushelfen möchte. Er arbeitet selbst dort und ist immer auf der Suche nach freiwilligen Helfern. Im Tierheim trifft sie auf den völlig verstörten Hund Shadow und auf Cade, der sich ebenfalls sehr wortkarg gibt. Hope beginnt sich mit Shadow zu befassen und versucht den Hund zu resozialisieren und sein Vertrauen zu gewinnen.
Cade war, wie ihr Bruder, Soldat und wurde aufgrund einer Verletzung ehrenhaft entlassen. Er hat allerdings seine Erlebnisse und den Verlust seiner zwei Freunde bis heute nicht verkraftet. So treffen zwei tief verletzte Menschen und ein verstörter Hund aufeinander....

Hope ist eine sehr sympathische junge Frau, die sich sofort in mein Herz geschlichen hat. Die tiefe Trauer um ihren Zwillingsbruder lässt sie oftmals verzweifeln. Trotzdem nimmt sie die Kraft und schenkt diese ihren Schüler:innen und den Tieren im Tierheim. Sie kümmert sich neben dem Unterricht um Schüler in beratender Funktion und versucht mit viel Geduld Shadows Vertrauen zu gewinnen. Beides klappt nicht immer so, wie Hope sich dies wünschen würde....

Cade ist anfangs nicht so einfach zu greifen. Nicht nur sein Einsatz in Afghanistan hat ihn seelisch zerstört. Er hat davor auch noch mit seinen Eltern gebrochen. Sowohl Hope, als auch Cade haben ganz schön viel Ballast mit sich herumzutragen. Hope und Cade sind wunderbar authentisch dargestellt. Sie sind tief drinnen verletzt und wagen einen Neuanfang.

Der Schreibstil liest sich wieder, trotz der Schwere der Themen, leicht und man fliegt nur so durch die Seiten. Die unerwartenden Wendungen lassen Spannung aufkommen und regen auch zum Nachdenken an. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden, gestaltet sich dann auch anders, als wir erwarten. Mir hat sie jedoch sehr gut gefallen. Sie wirkt realistisch und wurde gefühlvoll erzählt.


Fazit:
Dieser Roman gehört wieder zu denen von Debbie Macomber, die ich sehr gerne gelesen habe und weiterempfehle. Nicht alle ihre Geschichten konnten mich abholen, aber "Unser Sommer am Meer" gehört definitiv dazu. Wohlfühlroman mit Tiefgang.

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