Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2024

Ein toller Auftakt einer neuen fantastischen Reihe. Bin richtig begeistert!

Das Geheimnis von Nox 1: Licht, Schatten – Flederratten!
0

Fill Willekin wohnt gemeinsam mit seinem Vater in dem Dorf Rundling und führt ein ganz normales Tagling-Leben. Er geht zur Schule, trifft sich mit seinen Freunden Leila und Borre und hilft seinem Vater ...

Fill Willekin wohnt gemeinsam mit seinem Vater in dem Dorf Rundling und führt ein ganz normales Tagling-Leben. Er geht zur Schule, trifft sich mit seinen Freunden Leila und Borre und hilft seinem Vater im Garten, in dem sie seit Generationen Quatscheln anbauen. Wie alle Taglinge fürchtet und meidet auch Fill die Nacht und ist immer rechtzeitig zu Hause, ehe die Sonne untergegangen ist. Es ist ihnen sogar strengstens untersagt nachts draußen zu sein. Der Tag gehört den Taglingen und die Nacht ist für die Nachtlinge gemacht, so ist es schon seit ewigen Zeiten. Doch dann entwischt eines Abends Fills Kater Tax durchs offene Fenster und verschwindet in der Finsternis. Trotz des Verbots und seiner Furcht folgt der Junge dem Kater und ist ganz fasziniert von der Dunkelheit um ihn herum. Es wird jedoch nicht bei diesem einen Ausflug in die Nachtwelt Nox bleiben. Als Fill das Medaillon seiner verstorbenen Mutter verliert und sich auf die Suche danach begibt, lernt er das Nachtling-Mädchen Issa kennen. Gemeinsam mit ihr und dem sprechenden Glühwürmchen Glyxi erlebt er eine Menge aufregende und gefährliche Abenteuer…

Schon rein optisch ist dieses Buches ein Genuss, angefangen bei dem wunderhübschen Cover bis zur außergewöhnlichen und liebevollen Innengestaltung. Gleich zu Beginn gibt es kurze Steckbriefe und Bilder von den wichtigsten Charakteren, am Ende befindet sich ein mehrseitiges Kompendium der Tag- und Nachtwesen und die Handlung wird von stimmungsvollen schwarz-weiß Zeichnungen von Lisa Forsch begleitet. Ein echtes Highlight aber ist die Aufmachung der Seiten. Je nachdem zu welcher Zeit die Ereignisse spielen, ändert sich die Farbe des Papiers. Während das Tagesgeschehen weiße Buchseiten hat, haben die Kapitel, die nachts spielen, dunkle. Mir hat diese Unterscheidung richtig gut gefallen, da sie einfach nur perfekt zur Story passt und das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.

Auch die Geschichte begeistert vom ersten Moment an. Claudia Scharf hat mit „Das Geheimnis von Nox 1: Licht, Schatten – Flederratten!“ ein bezauberndes Kinderbuch geschrieben, welches nicht nur Kinder ab 10 Jahren zu fesseln und faszinieren vermag, sondern auch Erwachsene.

Als Leser*in begleitet man den sympathischen, mutigen und aufgeweckten Fill auf seinen Erlebnissen, lernt zunächst sein Leben als Tagling näher kennen und erhält Eindrücke von seinem Heimatort und Alltag. Man schließt den Jungen dabei sofort ins Herz, genauso wie die weiteren Figuren, auf die man während dieser Zeit trifft wie Fills beste Freunde Leila und Borre und seinen Vater Glenn. Doch auch die Personen, die einem im Nachtreich Nox begegnen, muss man mögen. Das sprechende Glühwürmchen Glyxi beispielsweise und das Nachtling-Mädchen Issa, mit denen unser Held so einige Abenteuer und Überraschungen erleben wird.
Es macht einfach nur großen Spaß, in die von Claudia Scharf erschaffene Fantasywelt einzutauchen, in der es so abenteuerlich, geheimnisvoll, lustig und verrückt zugeht, dass man sie gar nicht mehr verlassen möchte. Man trifft auf verzauberte Gegenstände, die ihren eigenen Kopf haben, begegnet magischen Wesen wie Gewitterziegen und Makikobolden und wird an lauter faszinierende Orte mitgenommen. Es gibt einfach so viel zu entdecken, sodass man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören mag und viel zu schnell am Ende angelangt ist. Wie gut, dass es sich hierbei um den Auftakt einer Reihe handelt und es voraussichtlich ab Herbst 2024 weitergehen wird. Auf den zweiten Teil freue ich mich schon sehr!

Fazit: Mit dem ersten Band von „Das Geheimnis von Nox“ legt Claudia Scharf ein wundervolles Kinderbuchdebüt vor, welches ich nur wärmstens empfehlen kann. Ich bin begeistert von diesem tollen Reihenauftakt! „Das Geheimnis von Nox 1: Licht, Schatten – Flederratten!“ ist eine spannende, unterhaltsame und fantasievolle Geschichte mit liebenswerten Charakteren und einer zauberhaften Innengestaltung. Ein packendes Abenteuer voller Magie, Freundschaft und Geheimnisse. Einfach das perfekte Lesefutter für alle Fantasyfans ab 10 Jahren. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2024

Ein so zauberhaftes Buch! Spannend, witzig, fantasievoll und wundervoll illustriert

Die Knarzer
0

Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf und alle Erwachsenen sind spurlos verschwunden. Wie würdest du dich wohl fühlen? Und was würdest du tun? Luzie Dungfeld ist genau das passiert. Laut einer mysteriösen ...

Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf und alle Erwachsenen sind spurlos verschwunden. Wie würdest du dich wohl fühlen? Und was würdest du tun? Luzie Dungfeld ist genau das passiert. Laut einer mysteriösen Nachricht, die an der Tür der Schule hängt, sind die Erwachsenen für immer weg. Die meisten Kinder in Schnüffstedt sind absolut begeistert. Keine Schule mehr, keine Schlafenszeit, Süßigkeiten und Fernsehgucken ohne Ende – es dauert nicht lange und die Stadt versinkt im totalen Chaos. Luzie jedoch hat ein ganz ungutes Gefühl bei der Sache und will unbedingt herausfinden, was geschehen ist. Als sie kurz darauf vier Ungeheuer unter ihrem Bett entdeckt, zögert sie nicht lange und folgt ihnen. Sie landet in einer geheimnisvollen Welt unter ihrem Bett, in der alles auf den Kopf gestellt ist: Das Netnurd, dem Land der Knarzer. Als Luzie herausfindet, dass diese hässlichen, schmutzigen und mülliebenden Kreaturen die Schnüffstedter Erwachsenen entführt haben, steht für sie sofort fest, dass sie sie befreien muss. Gemeinsam mit ihren Freunden tüftelt sie einen Knarzerfangplan aus. Ob ihre Rettungsmission wohl gelingen wird?

Da „Der Weihnachtosaurus“ eine absolute Herzensreihe von mir ist, habe ich mich auf Tom Fletchers neuen Kinderroman „Die Knarzer“ tierisch gefreut. Ich hatte entsprechend hohe Erwartungen an das Buch und was soll ich sagen, sie konnten komplett erfüllt werden! An die Weihnachtosaurus-Bücher reicht „Die Knarzer“ für mich zwar nicht heran, aber Tom Fletcher hat zweifellos erneut unter Beweis gestellt, was für ein genialer Geschichtenerzähler er ist und dass sein Einfallsreichtum keine Grenzen kennt.

Der britische Autor hat wirklich ein Händchen dafür, seine Leserschaft von den ersten Seiten an in den Bann zu ziehen. Er spricht uns Leserinnen immer wieder direkt an, gibt zwischen einigen Kapiteln manchmal kleine Sneak Peeks darauf, was noch kommt und bringt einen mit seinem humorvollen Erzählstil immer wieder zum Schmunzeln. Fürchten wird sich hier sicherlich niemand. Die Geschichte beschert einem manchmal zwar leichte Gänsehaut (vor allem zu Beginn, als plötzlich sämtliche Erwachsenen unauffindbar sind), aber da Tom Fletcher die Stimmung geschickt auflockert, bleibt der Gruselfaktor stets altersgemäß. Kinder ab 9 Jahren werden die Story garantiert lieben und begeistert verschlingen, doch auch für erwachsene Leserinnen ist sie das pure Vergnügen.

Tom Fletcher hat einfach mal wieder eine herrliche Welt erschaffen, in der es so aufregend, lustig, liebevoll und verrückt zugeht, dass man aus ihr gar nicht mehr auftauchen mag. Luzie ist eine wundervolle Protagonistin, sie ist sympathisch, vernünftig, mutig und klug, eine echte Heldin. Man schließt sie sofort ins Herz und auch die weiteren Figuren muss man einfach mögen. Luzies Freunde beispielsweise, der schräge Normann, der der König der Abzeichen ist, und die freche kleine Ella. Es gibt sogar ein kurzes Wiedersehen mit William Trudel und Brenda Pein aus „Der Weihnachtosaurus“, worüber ich mich riesig gefreut habe. Und dann wären da natürlich noch die widerlichen und sehr ulkig sprechenden Knarzer, die sowohl für unheimliche und eklige als auch für amüsante Momente sorgen.

Gemeinsam mit den vielen verschiedenen Charakteren erlebt man ein rasantes und magisches Abenteuer, das nicht nur großen Spaß macht, sondern das auch wichtige Werte und Botschaften vermittelt wie Freundschaft, Familie, Mut, Akzeptanz und Umweltschutz. Das zeigt, dass man anderen mit Empathie und Respekt begegnen sollte, auch wenn sie fremd und anders sind, und dass man so gut wie alles schaffen kann, wenn man nur fest an sich glaubt.

Auch die Gestaltung des Buches ist rundum gelungen. Das Cover mit dem coolen Guckloch und den goldenen Applikationen ist ein echter Hingucker und passt perfekt zum Inhalt. Das Innenleben kann sich aber ebenfalls sehen lassen. Shane DeVries, die bereits „Der Weihnachtosaurus“ bebildert hat, hat den Text mit zahlreichen supersüßen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die die Geschichte wunderbar zum Leben erwecken und die Seiten nur so dahinfliegen lassen.

Fazit: „Die Knarzer“ ist eine spannende, fantasievolle und witzige Gruselgeschichte voller stinkender Monster und Überraschungen. Ein schaurig-schöner und herzerwärmender Lesegenuss für Jung und Alt. Großartig erzählt und zauberhaft illustriert. Ein wirklich ganz tolles Kinderbuch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Ich habe es vom ersten Moment an geliebt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2023

Ein zauberhaftes und wunderschön illustriertes Bilderbuch über das Thema Aufräumen

Die zauberhaften Drei (3). Abrakadabra und schon ist aufgeräumt!
0

Seit dem letzten Vollmond herrscht in dem Hexenhaus der zauberhaften Drei das reinste Chaos. Überall liegen die Zauberhüte von Bär Hoggs herum, sodass Poki, das Stinktier, nicht saubermachen kann, und ...

Seit dem letzten Vollmond herrscht in dem Hexenhaus der zauberhaften Drei das reinste Chaos. Überall liegen die Zauberhüte von Bär Hoggs herum, sodass Poki, das Stinktier, nicht saubermachen kann, und das Kaninchen Fips kann seinen Besen und seinen Zauberstab nicht finden. Wie sollen sie dieses Kuddelmuddel nur rechtzeitig beseitigen, die Hexe Hinkeldinkel wollte doch heute zum Abendessen kommen. Aufs Aufräumen hat nur irgendwie niemand von ihnen Lust. Poki reicht es schließlich, keinen Tag länger hält er es in diesem Durcheinander aus. Die drei Freunde beschließen kurzerhand, sich ein neues Zuhause zu suchen. Sie schreiben der Hexe Hinkeldinkel schnell noch eine Nachricht, um ihr Treffen zu verschieben, dann schnappen sie sich ihren fliegenden Teppich und los geht die Reise. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass es gar nicht so leicht ist einen neuen passenden Wohnort zu finden. Bei den Einhörnern geht es zwar sehr lustig zu, nur hätten sie dort kein richtiges Dach über den Kopf. Bei den Nixen am Fluss wiederum ist es zu nass und windig und das Haus von Elfenjunge Melvin ist viel zu klein. Und außerdem vermissen die drei ihr Hexenhaus. Sollen sie doch wieder zurückkehren? Und Ordnung schaffen? Vielleicht ist aufräumen ja doch ganz einfach und kann sogar Spaß machen...

Es handelt sich hierbei um den dritten Teil von „Die zauberhaften Drei“. Die Bände sind unabhängig voneinander lesbar, man kann also problemlos mit diesem Band starten.
Nachdem mir die beiden Vorgänger so viel Freude bereitet haben, habe ich mich auf das neue Abenteuer von Hoggs, Poki und Fips sehr gefreut. Und wie nicht anders zu erwarten, bin ich erneut begeistert.

Stefanie Dahle hat uns wieder einmal ein entzückendes Bilderbuch gezaubert, in welchem sie sich einer weiteren wichtigen Thematik widmet: Das Aufräumen. Verpackt in einer aufregenden, fantasievollen und herzigen Geschichte wird jungen Kindern dieses leidige Thema spielerisch nähergebracht. Unsere drei Freunde werden auf ihrer Reise einige gute Tipps erhalten, mit denen sich das Chaos leichter beseitigen lässt. Mit Musik im Hintergrund und gemeinsam als Team ist das Aufräumen gleich viel weniger langweilig und kann sogar richtig Spaß machen. Und wenn es endlich wieder ordentlich in der Rumpelkammer ist, fühlt man sich doch auch sofort wohler und ist stolz darauf, was man geschafft hat.
Zum Vorlesen für geübte Zuhörer*innen ab 3 Jahren ist das Buch in meinen Augen gut geeignet. Der Text ist kindgerecht, verständlich und nicht zu lang und ergibt gemeinsam mit den Illustrationen ein perfektes Zusammenspiel.

Von Stefanie Dahles wunderbaren Bildern könnte ich nun mal wieder endlos schwärmen. Sie sind farbenfroh, märchenhaft und voller liebevoller Details und laden zum Hineinträumen, Entdecken und Wohlfühlen ein.

Fazit: „Die zauberhaften Drei - Abrakadabra und schon ist aufgeräumt“ ist ein zauberhaftes Bilderbuch, das Kindern ab 3 Jahren zeigt, dass das Aufräumen auch Spaß machen kann und es zu Hause doch am allerschönsten ist. Eine lustige und warmherzige Geschichte mit einem liebenswerten tierischen Freunde-Trio und wunderschönen Illustrationen. Mich hat auch dieser Band von Beginn an verzaubert, über ein weiteres Wiedersehen mit Hoggs, Poki und Fips würde ich mich sehr freuen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2023

So ein wundervolles Weihnachtsbilderbuch! Herzerwärmend, magisch & traumhaft schön illustriert

Die Weihnachtskinder und der magische Spielzeugladen
0

Luis, Hans und Levi, bekannt als die Gebrüder Klaus, sind die besten Spielzeugmacher weit und breit. Jedes Kind wünscht sich ein Spielzeug aus ihrem Geschäft. Denn ihre Spielwaren umgibt ein besonderer ...

Luis, Hans und Levi, bekannt als die Gebrüder Klaus, sind die besten Spielzeugmacher weit und breit. Jedes Kind wünscht sich ein Spielzeug aus ihrem Geschäft. Denn ihre Spielwaren umgibt ein besonderer Zauber, ein einzigartiges Funkeln, welches bewirkt, dass jedes Spielzeug zu dem Kind findet, das es sich am meisten gewünscht hat und zu dem es am besten passt. Ganz versteckt hinter einer Tür, liegt sie: Die geheime Werkstatt der drei Brüder. Jeder von ihnen hat eine andere Aufgabe: Luis baut das Spielzeug, Hans kontrolliert es und Levi fügt die Magie hinzu.
Ihr Neffe Niko, der bei ihnen aufgewachsen ist, liebt den Spielzeugladen seiner drei Onkel. Seit er alt genug ist, arbeitet er jeden Tag in dem Geschäft mit und bedient die vielen Kunden und Kundinnen, die sie täglich besuchen.
Hin und wieder fallen ihm aber auch ein paar Kinder auf, die nur sehnsüchtig durch das Schaufenster schauen, aber niemals hereinkommen, um etwas zu kaufen. An Heiligabend beschließt Niko ihnen heimlich zu folgen. Als er erfährt, dass die Kinder alleine in unterirdischen Räumen leben und sich noch nie ein Spielzeug leisten konnten, ist Niko entsetzt. Er schwört sich daraufhin, dass er allen Kindern in der Stadt ein Geschenk machen wird, damit sie glücklich sind und wenn es auch für einen Tag ist. Er erzählt seinen Onkel von seiner Idee und diese sind sofort bereit ihm zu helfen. Gemeinsam machen sie sich ans Werk und verpacken das Spielzeug in mehreren riesigen Säcken. Diese wiederum laden sie auf einen großen Weihnachtsschlitten, den die Gebrüder selbst hergestellt haben und der von ein paar fliegenden Rentieren gezogen wird. Doch eine Sache hat niemand von ihnen bedacht: Wie soll Niko in die Häuser hineinkommen? Ob es ihm wohl gelingen wird, seinen Weihnachtsplan zu verwirklichen?

Als großer David Litchfield- und Weihnachts-Fan habe ich mich riesig auf dieses Buch gefreut und was soll ich sagen, ich liebe es. Der englische Illustrator und Autor hat mit „Die Weihnachtskinder und der magische Spielzeugladen“ etwas absolut Bezauberndes erschaffen, eine märchenhafte schöne Entstehungsgeschichte vom Weihnachtsmann. Es ist eine magische Erzählung über einen liebenswerten und mitfühlenden Jungen, dem es an nichts fehlt und den es schmerzt zu sehen, dass nicht jedes Kind ein liebevolles Zuhause hat.

Stimmungsvoll und mit viel Herz und Fantasie erzählt David Litchfield von dem glücklichen Gefühl, anderen ein Geschenk zu machen, von Nächstenliebe, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, aber auch von Kindesarmut. Man begleitet den entschlossenen Niko auf seinem nächtlichen weihnachtlichen Abenteuer, schließt ihn und die weiteren Charaktere sofort ins Herz und fiebert mit ihnen mit. Als Leserin und Zuhörerin wird einem richtig warm ums Herz, es ist einfach so berührend und wundervoll zu sehen, wie Niko alles daran setzt, anderen eine Freude zu bereiten und wie er dabei tatkräftig Unterstützung erhält.

Neben der Story begeistert dieses Buch aber vor allem mit der Gestaltung. Diese ist wirklich ein Traum und einzigartig. Die zahlreichen atmosphärischen und nostalgischen Illustrationen von David Litchfield sind ein leuchtend buntes Farbspiel und stecken voller Magie und Wärme. Sie erwecken die Geschichte zum Leben, fangen den Geist von Weihnachten gekonnt ein und ergeben mit den Comicelementen ein perfektes Zusammenspiel.

Fazit: „Die Weihnachtskinder und der magische Spielzeugladen“ ist eine herzerwärmende und magische Weihnachtsgeschichte über die Entstehung des Weihnachtsmannes und den Zauber von Weihnachten. Ein wunderschön illustrierter Bilderbuchschatz ab 4 Jahren, der Jung und Alt berührt, verzaubert und zum Träumen einlädt. Ich bin total verliebt in dieses zauberhafte Schätzchen, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2023

Ein wunderbarer weihnachtlicher Lesespaß für die ganze Familie!

Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
0

Kennst du schon den Grumpel? Nur wenige haben je von ihm gehört, denn es gibt nur einen einzigen auf der Welt. Theodor Grumpel, wie sein voller Name lautet, ist ein zotteliger und überaus griesgrämiger ...

Kennst du schon den Grumpel? Nur wenige haben je von ihm gehört, denn es gibt nur einen einzigen auf der Welt. Theodor Grumpel, wie sein voller Name lautet, ist ein zotteliger und überaus griesgrämiger und unfreundlicher Kerl, der ganz allein in einem windschiefen Häuschen lebt. Dort genießt er seine Ruhe und kann nichts und niemanden leiden. Na ja, fast. Er liebt seinen Stock und Pullover und Rosenkohl, aber das war es dann auch eigentlich schon. Die Liste von Dingen, die er nicht ausstehen kann, ist dagegen ziemlich lang. Und am meisten hasst er Weihnachten. Diese ganze Fröhlichkeit überall, der Gesang und Glitzer, all das ist ihm ein absoluter Graus. Als es eines Tages in der Adventszeit keinen Rosenkohl im Gemüseladen mehr zu kaufen gibt, rastet der Grumpel völlig aus. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht, mit Weihnachten muss endlich Schluss sein! Der Grumpel beschließt daher, höchstpersönlich zum Nordpol zu reisen, um dort das Weihnachtsfest zu sabotieren. Doch schon nach wenigen Stunden Fußmarsch wird er von einer Schar Häschen aufgehalten, die ihn um Hilfe bitten. Obwohl er es eigentlich gar nicht möchte, hilft er ihnen und verbringt mit ihnen und Oma Bär sogar einen „So-tun-als-ob-Schneetag“. Die Freundlichkeit, die ihm dabei entgegengebracht wird und dieses ungewohnte warme Gefühl in seinem Inneren verwirren den Grumpel. Höchste Zeit, dass er seine Reise fortsetzt! Das Häschen Puschelchen heftet sich jedoch hartnäckig an seine Fersen und lässt sich partout nicht abwimmeln. Ob es den Grumpel wohl dennoch gelingen wird, seinen furchtbar fiesen Plan umzusetzen?

Von Alex T. Smith habe ich bereits seine zwei vorherigen Adventskalenderbücher gelesen („Maximilian und der verlorene Wunschzettel“ und „Maximilian und das große Weihnachtswunder“) und richtig geliebt. Auf sein neues weihnachtliches Vorlesebuch „Der Grumpel“ habe ich mich daher sehr gefreut. An Maximilian reicht dieses für mich zwar nicht ganz heran, aber ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Was für ein cooles Adventskalenderbuch mit herrlichem Shrek- und Grinch-Charme!

Den Grumpel muss man einfach ins Herz schließen. Er ist auf seine Art und Weise liebenswert und einzigartig und bringt einen mit seiner großen Grummeligkeit immer wieder zum Lachen. Vor allem zu Beginn, als er noch ein absoluter Griesgram ist und so gut wie nichts und niemanden leiden kann. Er und das kleine Häschen Puschelchen ergeben daher ein entzückendes Gespann, denn dieses flauschige Kerlchen ist wohl das genaue Gegenteil vom Grumpel, quirlig, fröhlich und Weihnachten liebend wie es ist. Es macht total viel Spaß die beiden zu begleiten und dabei mitzuverfolgen, wie der Grumpel immer mehr auftaut und zu erkennen beginnt, was er die ganze Zeit über verpasst hat. Wie schön es ist, Freunde zu haben und Weihnachten zu feiern.

Lebendig, warmherzig und voller Humor erzählt Alex T. Smith von der Reise und Wandlung des weihnachtsmuffeligen, grummeligen Grumpels und erinnert uns daran, was Weihnachten wirklich ausmacht. Und obwohl die Idee der Story nicht neu ist und die Handlung einige Parallelen zum Grinch aufweist, vermag sie trotzdem mitzureißen und zu überraschen. Da fällt es einem gar nicht so leicht, pro Tag nur ein Kapitel zu lesen. Als Adventskalenderbuch lässt es sich allerdings auch nicht perfekt nutzen, da es 27 Kapitel hat und diese unterschiedlich lang sind. Die Abschnitte am Anfang lassen sich aber gut zusammenfassen, sodass einen das Buch dennoch prima durch die Vorweihnachtszeit begleiten kann.

Untermalt wird die Geschichte von den vielen stimmungsvollen Illustrationen des Autors. Seine meist ganzseitigen Bilder sind wie gewohnt witzig, farbenfroh und voller liebevoller Details und laden zum Verweilen und Schmunzeln ein.

Fazit: „Der Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan“ ist eine turbulente, lustige und herzerwärmende Weihnachtsgeschichte über eine hinreißend mürrische Hauptfigur und die wahre Bedeutung von Weihnachten. Ein wunderbar erzähltes und bezaubernd illustriertes Vorlesebuch ab 6 Jahren, das Jung und Alt gleichermaßen verzaubert und das Herz erwärmt. Ich bin begeistert von diesem tollen weihnachtlichen Kinderbuch, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere