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Veröffentlicht am 02.02.2024

Freundschaft und Liebe über die Jahre

Cross The Line
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Einmal wäre fast mehr aus ihrer Beziehung geworden, aber dann sind Noelle und Archie doch nur gute Freunde geblieben. Trotzdem überrascht es Noelle ganz schön, als sie plötzlich die Einladung zu Archies ...

Einmal wäre fast mehr aus ihrer Beziehung geworden, aber dann sind Noelle und Archie doch nur gute Freunde geblieben. Trotzdem überrascht es Noelle ganz schön, als sie plötzlich die Einladung zu Archies Hochzeit erhält. Heißt das, dass es gar keine Chance mehr für ihre Gefühle gibt?

Die Geschichte spielt in verschiedenen Lebensphasen der Protagonisten, wie ich es bei Penelope Ward schon oft gelesen habe. Der erste Teil beginnt in der Gegenwart, ist aber geprägt von Rückblicken zum Sommer vor sieben Jahren, als die beiden sich näherkamen. Später gibt es einen weiteren Zeitsprung, der die Dynamik zwischen den Charakteren noch mal verändert – dazu will ich aber auch nicht zu viel verraten. Obwohl ich die einzelnen Abschnitte schon gut fand, gab mir die große Zeitspanne auch das Gefühl, dass ihre Beziehung ewig auf der Stelle tritt. Besonders die Zeit beim Zeitsprung war für mich auch gar nicht greifbar und das hat mich aus der Geschichte geworfen.

Es fällt mir auch schwer, etwas über die Charaktere und ihre Entwicklung zu sagen, ohne auf die wichtigen Ereignisse in ihrem Leben einzugehen. Sie stehen sich schon nahe, aber es kommt irgendwie immer etwas dazwischen, sodass nie mehr draus werden kann, obwohl man schon spüren kann, dass sie es sich beide wünschen. Ansonsten haben sie auch mal andere Beziehungen, aber man hat ja gewisse Erwartungen an einen Liebesromanen und denkt sich daher schon seinen Teil. Außerdem haben sie noch berufliche Träume: Während Noelle schon früh dem entsprechenden Karriereweg nachgeht, braucht Archie noch ein bisschen, um seine eigenen Ziele mit den Erwartungen seiner Eltern unter einen Hut zu bringen.

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Veröffentlicht am 02.02.2024

Schlechte Lügner und zielstrebige Athleten

Belladaire Academy of Athletes - Liars
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Für Nika ist es sehr wichtig, an der Belladaire Academy of Athletes dazuzugehören, aber beinahe alle anderen sind ziemlich wohlhabend und es gehört für sie dazu, einen Sportwagen in der Garage stehen zu ...

Für Nika ist es sehr wichtig, an der Belladaire Academy of Athletes dazuzugehören, aber beinahe alle anderen sind ziemlich wohlhabend und es gehört für sie dazu, einen Sportwagen in der Garage stehen zu haben und regelmäßig Luxusmarken zu shoppen. Also behauptet Nika spontan, dass sie natürlich auch reich ist. Doch Ambrose kommt ihrem Geheimnis auf die Spur und nutzt sein Wissen, um von Nika einen Gefallen einzufordern.

Nika fand ich schon anstrengend. Es ist schnell ersichtlich, dass sie von ihren neuen Freunden unbedingt akzeptiert werden will und sie sieht keine andere Möglichkeit, als vorzugeben, dass sie ebenfalls reich ist, obwohl sie eigentlich mit einem Stipendium an die Belladaire Academy gekommen ist. Was mich daran gestört hat war nicht nur, dass sie ständig neue Lügen erzählt, sondern auch, wie schlecht sie damit umgeht. Zwar plant sie nicht wirklich, immer mehr Lügen zu erzählen, aber sie steckt schon viel zu tief drin und sollte sich mal Gedanken über die Konsequenzen machen. Wenn man so viel lügt, dann sollte man vielleicht irgendwie auf die Idee kommen, etwas mehr darauf zu achten, dass sie nicht sofort auffliegen.

Also kurz: Sie ist auch einfach zu blöd zum Lügen. Aber anscheinend sind die reichen jungen Sportler zu leichtgläubig und zweifeln nie an ihren Aussagen. Dabei hat mich dann schon etwas gewundert, dass sie weder widersprüchliche Dinge erzählt noch sonst etwas, bei dem ihre Freunde stutzig werden. Und das, obwohl sie kaum nachdenkt, bevor sie den Mund aufmacht.

Ihre Beziehung zu Ambrose ist kompliziert. Er ist ihrem Geheimnis auf die Schliche gekommen und ist normalerweise zu nett, um sie bloßzustellen oder zu erpressen, aber er steht unter sehr viel Druck und weiß sich nicht anders zu helfen. Sein Handlungsstrang hat mir schon ein wenig besser gefallen als der von Nika, denn obwohl ich auch seine Aktionen nicht immer in Ordnung fand, konnte ich seine Ängste besser nachvollziehen und auch das Gewicht der Erwartungen seiner Eltern auf seinen Schultern fühlen. Er steht im Schatten seines Bruders und ganz egal, wie gut er ist und wie viel er trainiert, für seine Eltern ist es nie genug und es bedrückt ihn auch sehr, wie auch alle anderen sie ständig vergleichen - und Ambrose schneidet bei diesen Vergleichen immer schlecht ab.

Trotzdem kommen die beiden sich näher, denn Ambrose erpresst Nika zwar, aber er will sie gleichzeitig auch beschützen. Und da er Nikas Geheimnis ja kennt, kann sie ihm auch ihre Gefühle anvertrauen. Ich fand ihre Geschichte nicht ganz überzeugend, obwohl ich sie zusammen eigentlich auch ganz süß fand.

Bei Nika fand ich es außerdem schade, dass neben all ihren Lügen auch ihr Sport gar keine Rolle mehr gespielt hat. Während Ambrose wirklich alles gibt, ist in Nikas Kopf kein Platz für irgendwas außer ihrer Lügen und ihrer Gefühle für Ambrose, sogar ihre Freundschaften kann sie nicht wirklich genießen, weil sie so ein schlechtes Gewissen hat und auch Angst, aufzufliegen.

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Veröffentlicht am 29.01.2024

Verbotene Fähigkeiten, komplizierte Gefühle und gefährliche Existenzen

Stolen Crown – Die Magie des dunklen Zwillings
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In einer dystopischen Welt sind Zwillinge streng verboten, weil sie dunkle und gefährliche magische Kräfte entwickeln. Avi ist so ein Zwilling und teilt ihr Leben heimlich mit ihrer Schwester Ana, doch ...

In einer dystopischen Welt sind Zwillinge streng verboten, weil sie dunkle und gefährliche magische Kräfte entwickeln. Avi ist so ein Zwilling und teilt ihr Leben heimlich mit ihrer Schwester Ana, doch es ist höchstens ein halbes Leben. Sie sehnt sich nach mehr, sowohl für sich selbst als auch für ihre Schwester. Als Ana erkrankt, bleibt Avi keine andere Wahl und sie geht ein großes Risiko ein, woraus unerwartete Konsequenzen folgen.

Avis Gefühle zu ihrem geteilten Leben haben mir am besten gefallen: Sie hat Schuldgefühle, weil das Leben ihrer Schwester eingeschränkt ist, sie ist ein bisschen neidisch und auch die Beziehung zu Anas Freund Henri ist kompliziert. Avi muss auch ihm gegenüber so tun, als wäre sie Ana, aber sie weiß auch, dass Henri eigentlich zu ihrer Schwester gehört und ihre Gefühle nicht erwidert werden. Gleichzeitig liebt sie Ana natürlich und würde alles für sie tun.

Als sie sich auf einen riskanten Deal einlässt, um an das Geld für Anas Behandlung zu kommen, eröffnen sich ihr ganz neue Möglichkeiten und sie beginnt zu hoffen, dass sie bald auch frei sein kann. Doch davor macht ihr ruhiges Leben im Verborgenen eine große Wende und sie steht plötzlich im Rampenlicht und muss sich Vorurteilen und Hass stellen.

Aber sie findet auch zum ersten Mal in ihrem Leben eigene Freunde und Verbündete. Sie arbeitet für Fürst Nevan, dessen erster Soldat Ren sich unerwartet in ihr Herz schleicht. Er fordert sie heraus und gibt ihr außerdem das Gefühl, dass sie aufgrund ihrer Fähigkeiten kein Monster ist, sondern auch etwas Besonderes. Ren hat außerdem eine eigene Perspektive, die ich auch ganz interessant fand, aber ich fand auch, dass man die Geschichte auch ohne seine Kapitel hätte erzählen können, oder man hätte mehr rausholen sollen, weil Rens Perspektive nichts Eigenes erzählt: Es geht da selten um Ren, sondern wieder nur um Avi.

Die Mischung aus Dystopie und Magie, um die Existenz der Fae zu begründen, fand ich eher seltsam und leider konnte mich das Worldbuilding insgesamt nicht überzeugen. Ich fand es schon gut, dass die Geschichte auf einen Einzelband ausgelegt ist, aber ich fand, dafür wollte man zu viel auf einmal erzählen, was die Handlung etwas chaotisch gemacht hat. Es war anders, als ich bei der Inhaltsbeschreibung erwartet hätte, was nicht unbedingt etwas Schlechtes ist, aber jedes Mal, wenn die Handlung wieder eine andere Richtung einschlug, hat es mir nicht wirklich gefallen. Training, Reisen, magische Spiele und fantastische Gefahren, Intrigen und Politik, dazu noch komplizierte Gefühle. Ich kann aber auch nicht genau sagen, warum mir diese Mischung nicht so gut gefallen hat, obwohl die einzelnen Abschnitte teilweise schon spannend fand.

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Veröffentlicht am 14.01.2024

Ein holpriger Start für eine chaotische Crew

Star Bringer
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Eben noch hat Prinzessin Kali sich gefreut, dass sie in offizieller Funktion ihren Heimatplaneten verlässt, um sich den Stand der Forschung zur sterbenden Sonne anzusehen. Doch dann wird die Raumstation ...

Eben noch hat Prinzessin Kali sich gefreut, dass sie in offizieller Funktion ihren Heimatplaneten verlässt, um sich den Stand der Forschung zur sterbenden Sonne anzusehen. Doch dann wird die Raumstation angegriffen und sie landet mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe auf einem ungewöhnlichen Raumschiff. Plötzlich sind sie auf der Flucht und kämpfen ums Überleben, dabei gibt es auch in dieser chaotischen Crew einige Uneinigkeiten …

Einige der Charaktere an Bord haben ihre eigenen Perspektiven: Prinzessin Kali, die junge Hohepriesterin Rain, Söldner Ian und die frisch entflohene Gefangene Beckett.

Obwohl sie nun unerklärlicherweise als Hochstaplerin gesucht wird, ist Kali als Prinzessin ein Symbol für die Regierung und alles Schlechte, was ihren Reisegefährten zugestoßen ist. Auch wenn sie sich wirklich viel Mühe gibt, mit den ungewöhnlichen Umständen zurechtzukommen, zu allen freundlich ist und über die meisten Ungerechtigkeiten gar nicht Bescheid wusste, fällt es ihr nicht leicht, von allen akzeptiert zu werden. Niemals hätte Ian gedacht, dass er sich ausgerechnet für die Kronprinzessin interessieren würde, schließlich kann er die Herrscherfamilien nicht ausstehen und Kali ist auch noch so verklemmt. Außerdem hat Ian eine Mission, die für ihn an erster Stelle steht und kann sich daher keine Ablenkungen leisten.

Rain ist Kali schon ähnlich und hat ein paar Unsicherheiten, ansonsten ist sie ein eher blasser Charakter, der sich auch besonders durch ihre Beziehung zu Beckett auszeichnet. Diese ist natürlich knallhart, aber wird weicher, wenn es um Rain geht. Ich fand beide sowohl einzeln als auch zusammen nicht besonders interessant, es gab stattdessen Nebencharaktere ohne Perspektive, über die ich gerne mehr erfahren hätte.

Schon der Klappentext erinnert ein wenig an ein andere SciFi-Jugendbuch-Reihe, doch ich hatte gehofft, dass es sich im Buch noch anders entwickelt. Auch wenn es viele Unterschiede gibt, fallen auch viele Parallelen auf, das beginnt mit der Gruppe aus jungen Erwachsenen, die etwas sexuell aufgeladen sind, dem Humor im Schreibstil und auch Ähnlichkeiten in der Handlung: Flucht, Aliens, Auserwählte … Da will ich nicht zu sehr ins Detail gehen. Aber da kann man sich auch gern selbst eine Meinung bilden, ob das zu viel ist oder vielleicht liest man auch gerne eine ähnliche Handlung nochmal.

Ansonsten fand ich das Abenteuer ganz nett, aber ich fand es insgesamt einfach sehr durchschnittlich. Die Charaktere fand ich ganz okay, aber das Abenteuer zwischen den Welten war vorhersehbar und es gibt eher wenig Worldbuilding, wenn auch mit dem Versprechen auf mehr. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht, aber es war kein besonders starker Start in die Reihe.

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Neue Geschichten aus dem Whitestone Hospital

Whitestone Hospital - Tough Choices
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Der dritte Band um die jungen Ärzte im Whitestone Hospital schließt wieder nahtlos an das Ende des Vorgängers an und die Protagonisten haben angesichts der aktuellen Katastrophe alle Hände voll zu tun. ...

Der dritte Band um die jungen Ärzte im Whitestone Hospital schließt wieder nahtlos an das Ende des Vorgängers an und die Protagonisten haben angesichts der aktuellen Katastrophe alle Hände voll zu tun. Trotzdem bleibt immer Zeit für neue Liebe!

Zwischen Maisie und Grant herrscht schon eine starke Anziehung, aber beide sind eher zurückhaltend. So sind es Zufälle und die ganzen Katastrophen, die sie einander näher bringen. Ihre Liebesgeschichte ist süß und meistens einfach, das meiste Drama findet um sie herum statt, zum Beispiel im Krankenhaus. Das heißt aber auch nicht, dass es keine Turbulenzen gäbe. Unter anderen macht Grants reiche Familie ihm Druck, denn er ist Krankenpfleger aus Überzeugung und seine Familie erwartet, dass er mehr aus seinem Leben macht.

Ich mag die vielen Freundschaften und fand es auch schön, dass auch die anderen Charaktere, die in den Vorgängern schon ihre Liebesgeschichten hatten, wieder vorkommen und ihre Geschichten auch noch nicht komplett abgeschlossen sind. So haben sie auch kleine Handlungsstränge, die man gespannt verfolgt. Und auch das Pärchen von „Saved Dreams“ steht schon bereit, es gab schon einige Andeutungen, die neugierig gemacht haben. Ich bin gespannt, welchen Dramen sich die verschiedenen Protagonisten im nächsten Band stellen müssen!

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