Tress lebt auf einer ziemlich ereignislosen Insel. Der König hat allen Menschen verboten, ihre Heimat zu verlassen. Doch Tress gelingt tatsächlich die Flucht, denn sie muss ihren Liebsten aus den Fängen ...
Tress lebt auf einer ziemlich ereignislosen Insel. Der König hat allen Menschen verboten, ihre Heimat zu verlassen. Doch Tress gelingt tatsächlich die Flucht, denn sie muss ihren Liebsten aus den Fängen der Zauberin retten. Die Fahrt über die Meere ist lebensgefährlich. Es gibt Seeschlachten und Piraten und eine skrupellose Kapitänin. Ja, es gibt viele spannende Abenteuer für Tress, die im Verlauf der Reise immer mutiger und schlauer wird.
Der Autor hat eine wirklich grandiose Welt erschaffen, die man sich gut vorstellen kann. Vor allem die gefährlichen Sporen, die die Meere statt Wasser füllen und die auch vom Himmel regnen können, sind eine tolle Idee.
Leider gibt es auch ziemlich langweilige Passagen, die das Lesevergnügen schmälern. Wer gerne Märchen liest, der ist hier trotzdem richtig.
Benjamin Stevenson hat hiermit einen guten, klassischen, englischen Krimi verfasst. Es gibt einen begrenzten, aber nicht zu kleinen Kreis an Verdächtigen. Es gibt viele Motive. Es gibt eine ausgefallene ...
Benjamin Stevenson hat hiermit einen guten, klassischen, englischen Krimi verfasst. Es gibt einen begrenzten, aber nicht zu kleinen Kreis an Verdächtigen. Es gibt viele Motive. Es gibt eine ausgefallene Todesart und zur Auflösung finden sich alle Beteiligten brav in der gemütlichen Bibliothek ein, wo alles noch einmal von Grund auf erklärt wird.
In diesem Fall heißt der Ich-Erzähler Ernest Cunningham. Er reist zu einem Familientreffen in ein verschneites Skiressort, das schon bald völlig im Schneesturm versinkt und von der Außenwelt abgeschnitten ist. Papa Cunningham ist schon vor Jahren bei einem krummen Ding ums Leben gekommen, doch nicht nur deshalb ist der Name Cunningham kein Renommee. Ernest versucht dem schlechten Ruf mit einem ehrbaren Beruf zu entkommen. Er schreibt Leitlinien für angehende (Krimi-)Autoren. Mit ziemlich viel Schalk im Nacken berichtet er nun im Nachhinein von diesen makabren Tagen im Schnee, die mit Leichen gespickt sind und bei denen viele Geheimnisse nach und nach gelüftet werden.
Der Schreibstil des Autors ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Es ist eine stete Gratwanderung zur selbstgefälligen Geschwätzigkeit, die manchmal schon ein klein wenig nervt. Allerdings ist die Kriminalhandlung extrem gut ausgedacht und absolut raffiniert. Mich hat es überrascht, dass mich insgesamt doch die Spannung eingefangen hat und ich unbedingt die Lösung lesen wollte. Deswegen kommt von mir eine klare Leseempfehlung, doch wie gesagt, das Buch ist sehr speziell!
Hauptkommissar Völxen muss miterleben, wie auf dem Nachbarhof eine alte Scheune bis auf die Grundmauern niederbrennt. Bei den Löscharbeiten wird eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche gefunden.
Diese ...
Hauptkommissar Völxen muss miterleben, wie auf dem Nachbarhof eine alte Scheune bis auf die Grundmauern niederbrennt. Bei den Löscharbeiten wird eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche gefunden.
Diese Scheune bewohnte seit einigen Wochen ein reicher Manager, der nach einem Trip mit halluzinogenen Pilzen sein Leben von Grund auf ändern wollte. Abkehr vom Konsum, Hinwendung zur Natur. Er vertiefte den Kontakt zu seinem unehelichen Sohn und dessen Gruppe von radikalen Umweltschützern. Diese stehen nun bei den Verdächtigen in vorderster Front, aber auch andere Mitglieder der Familie hätten ein gutes Motiv.
Die Handlung verläuft etwas zäh, denn die Mordermittlung besteht aus erster Linie aus Befragungen. Interessant sind dagegen die absolut unterschiedlichen Charaktere und das Flair von Landidyll, das dem Tatort anhaftet. Ganz zum Schluss ergibt sich noch ein überraschender Ermittlungsansatz, mit dem man nicht rechnen konnte. 4 Lesesterne für ein Buch, das zwar ein wenig zu ruhig daherkommt, aber dennoch nette Lesestunden beschert.
Shay wird in einer Gemeinschaft groß, die in der Deutung des Vogelflugs göttliche Zeichen zu erkennen glaubt. Um den Unterhalt für sich und ihren Vater zu verdienen, arbeitet sie als Falknerin, übernimmt ...
Shay wird in einer Gemeinschaft groß, die in der Deutung des Vogelflugs göttliche Zeichen zu erkennen glaubt. Um den Unterhalt für sich und ihren Vater zu verdienen, arbeitet sie als Falknerin, übernimmt aber auch zusätzlich noch Botengänge. Sie läuft trittsicher über Londons Dächer, fliegt fast wie ein Vogel in dieser Höhe. Weil das Geld vorne und hinten nicht reicht, nimmt sie zusätzlich noch einen kleinen Job als Souffleuse in einem Theater an. Die Schauspieler sind Jungen, die der Theaterbesitzer mit mehr oder minder unlauteren Mitteln von der Straße eingefangen hat. Nach der Vorstellung müssen einige Kinder noch zum Privatvergnügen der Reichen herhalten.
Shay freundet sich schnell mit dem Star des Ensembles an. Die beiden müssen fliehen, als sie einen Adligen böse austricksen, um Kampfhähne zu befreien. Doch das ganze Land gerät immer mehr wegen der großen Kluft zwischen Arm und Reich in Aufruhr. Shay gerät sogar zwischendurch in Gefangenschaft, weil sich mit ihrer Wahrsagekraft gut Geld verdienen lässt. Der Roman endet in einem düsteren Finale.
Generell muss man sagen, dass sich dieses Buch inhaltlich in vier sehr unterschiedliche, leider nicht ganz so harmonisch ineinandergreifende Teile gliedern lässt.
Shays Leben als Vogeldeuterin - Shay als Teil der Theaterkompanie - Shay gefangen im Käfig - Shay im finalen Kampf
Während der Anfang noch sehr mystisch ist, geht das Geschehen langsam über in eine Gesellschaftskritik und mündet in eine gewaltsame Revolution. Weil der Schreibstil nicht einheitlich ist, bedauerlicherweise auch einige Längen bietet, ist es schwer in den Lesefluss zu kommen. Man weiß nicht recht, worauf der Autor abzielt. Beeindruckend allerdings ist, wie genau die Charaktere der Hauptpersonen skizziert sind und welche Entwicklung die einzelnen durchlaufen. Einen Leseeindruck in Bewertungspunkte zu fassen, fällt schwer, weil sich gute und schlechte Passagen abwechseln.
Ja, es gibt wieder etwas zu ermitteln für das Dreamteam Lykke Teit, die unkonventionelle Kommissarin aus Dänemark, und Rudi Lehmann, dem versierten Kommissar aus Deutschland.
In einem Berliner Bunker werden ...
Ja, es gibt wieder etwas zu ermitteln für das Dreamteam Lykke Teit, die unkonventionelle Kommissarin aus Dänemark, und Rudi Lehmann, dem versierten Kommissar aus Deutschland.
In einem Berliner Bunker werden bei Kartografierungsarbeiten die Leichen einer vor dreißig Jahren ermordeten Familie gefunden.
Und es geschehen mehrere skurrile Morde an alleinstehenden Personen unter Beteiligung einer toten Taube und einer Schreibmaschine. Das Setting ist schon sehr spannend aufgebaut, aber trotzdem reicht dieser Krimi nicht an Band 1 heran. Hier läuft die Arbeit der Polizei einfach zu glatt.
Man erfährt auch einige private Details über Rudi, doch Lykke sucht immer noch nach dem Hundebesitzer, der den Tod ihrer Tochter verursacht hat. Vielleicht hat sie in Band 3 das Glück, mit ihrer traurigen Vergangenheit abzuschließen.
Wie immer ist der Schreibstil von Dennis Jürgensen gut lesbar, aber diesmal bleibt er leider doch sehr an der Oberfläche.