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Veröffentlicht am 21.02.2024

Klufti zwischen Urzeitaffe "Udo" und den "Sozialmedien"

Affenhitze (Kluftinger-Krimis 12)
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"Affenhitze" ist der zwölfte Band der Kluftinger-Reihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr. Bei Kaufbeuren im Allgäu herrscht reges Treiben. Der Ministerpräsident hat sich angekündigt und Klufti als Interims-Polizeipräsident ...

"Affenhitze" ist der zwölfte Band der Kluftinger-Reihe von Volker Klüpfel und Michael Kobr. Bei Kaufbeuren im Allgäu herrscht reges Treiben. Der Ministerpräsident hat sich angekündigt und Klufti als Interims-Polizeipräsident hat alle Hände voll zu tun. Der Anlass ist kein geringerer als Knochenfunde in einer Tongrube. Der Sensationsfund des Urzeitaffen "Udo", der als erster den aufrechten Gang beherrschen sollte. Das würde alles bisherige Wissen der Menschheit über den Haufen werfen. Doch justament als der hochrangige Politiker vor Ort zum großen Empfang ist, wird der Grabungsleiter tot in der Grube aufgefunden. Ein Mann, der viele Feinde hatte. Und dann lebt auch noch nahe des Grabungsfeldes eine Glaubensgemeinschaft, der die Grabungen ein Dorn im Auge waren. Kluftinger und sein Team sind wieder einmal gefordert für Recht und Ordnung im Allgäu zu sorgen. Das Autorenduo Klüpfel / Kobr lässt ihren kauzigen Ermittler diesmal im Hitzesommer agieren. Gewohnt trifft dieser wie immer zielsicher alle möglichen Fettnäpfchen. Auf Höhe der Zeit beschäftigt er sich sogar mit den neuen "Sozialmedien", wie er es nennt. Dabei bleibt es nicht aus, dass der Leser etliche lustige Pointen erlebt wenn Kluftinger sich Freunde im Facebook zulegt. Während Hefele diesmal eher eine Randerscheinung ist, kommt es natürlich auch in diesem Band zu gewohnten Konfrontationen mit Dr. Langhammer oder seinem Mitarbeiter Richie Maier. Obwohl einige Handlungsstränge in diesem Band lose enden, ist dem Autorenduo wieder ein besserer Band als zuletzt gelungen. Zwar hat Klufti und sein Team mittlerweile einige Abnutzungserscheinungen, aber das Besondere an diesen Krimis sind die komischen Einlagen. Und von denen sind doch wieder so einige in diesem Buch, die einen zum Lachen bringen. Wie immer ist dabei der Krimi eher Beiwerk. Die Reihe lebt von den Protagonisten. In Summe konnte mich "Affenhitze" wieder besser unterhalten als der Vorgängerband "Funkenmord".

Veröffentlicht am 13.02.2024

Ermittlungen beidseits des Mains

Todesruf
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"Todesruf" ist der 22. Band der Julia-Durant-Reihe von Daniel Holbe (veröffentlicht unter dem Namen von Andreas Franz). Mitten an Weihnachten wird die Frankfurter Kommissarin mit einem neuen Fall konfrontiert. ...

"Todesruf" ist der 22. Band der Julia-Durant-Reihe von Daniel Holbe (veröffentlicht unter dem Namen von Andreas Franz). Mitten an Weihnachten wird die Frankfurter Kommissarin mit einem neuen Fall konfrontiert. Eine Prostituierte wird mit schweren Verletzungen aufgefunden, im Krankenhaus verlangt sie nach Julia Durant, die in ihren Anfängen in Frankfurt bei der Sitte war. Doch fast zeitgleich wird die Mordkommission zu einem weiteren Tatort gerufen, dort aufgefunden eine Frauenleiche. Es gibt Überschneidungen und so muss die Kripo von Offenbach und Frankfurt zusammenarbeiten. Julia trifft dabei auf Peter Brandt, mit dem sie eine lange Vergangenheit verbindet. In diesem mittlerweile 22. Band der Reihe trifft der Leser wieder auf viele alte Bekannte aus den Vorgängerbänden. Wer wie ich diese Krimis seit Anbeginn liest, dem sind all die Figuren sehr vertraut. Und doch ergeben sich weitere Veränderungen im Leben von Julia Durant. Sie will nochmal vor den Traualtar, aber für ihren Chef und Lebensgefährten stehen ebenfalls große Veränderungen ins Haus. Dies ist teils interessant wie auch das Leben der Ermittler sich weiterentwickelt, teils wirkt es aber der Spannung des Krimis entgegen. So ist "Todesruf" für mich zwar solide Krimikost, die man gern liest, aber kein Band der Reihe mit höchstem Spannungsniveau. Da gab es schon bessere Bänder der Reihe. Trotz dieser Schwächen dieses Bandes mag ich die Reihe nach wie vor und lese sie gerne.

Veröffentlicht am 27.01.2024

Rendezvous mit fatalen Folgen

Als die Nacht am tiefsten war
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"Als die Nacht am tiefsten war" ist der neunzehnte Band der Alexander-Gerlach-Reihe von Wolfgang Burger. Der Heidelberger Kriminalrat Gerlach ist seit einiger Zeit wieder Single und hat sich neu verliebt. ...

"Als die Nacht am tiefsten war" ist der neunzehnte Band der Alexander-Gerlach-Reihe von Wolfgang Burger. Der Heidelberger Kriminalrat Gerlach ist seit einiger Zeit wieder Single und hat sich neu verliebt. Mit der Juristin Nora Vestergaard will er ein gemeinsames Wochenende im Hotel verbringen. Doch am nächsten Morgen wacht er im Hotelzimmer mit einem Brummschädel auf und kann sich an nichts erinnern. Nora ist verschwunden und im Bad findet er Blutflecken. Was war geschehen? Als er auf dem Rückweg nach Heidelberg auch noch einen schweren Autounfall hat, verdichten sich die Hinweise, dass es jemand auf sein Leben abgesehen hat. Auf eigene Faust und außer Dienst versucht er Nora zu finden und zu klären was wirklich in der Hotelnacht geschehen ist. Wolfgang Burger schickt seinen Ermittler mittlerweile zum neunzehnten Mal ins Rennen. Doch diesmal ermittelt er zum ersten Mal außerhalb seiner dienstlichen Befugnisse. Blind vor Liebe agiert er teilweise außerhalb jeglicher Befugnisse und gefährdet dadurch sogar seinen Job. Unterstützt von zwei Mafiosi und seiner Tochter Sarah wird fleißig ermittelt, erst spät zieht er seine Kollegen hinzu. Burger zeichnet dabei ein völlig anderes Bild des gewohnten Kriminalrates, denn so unprofessionell agiert er in diesem Band zum ersten Mal in der Reihe. Dies ist ungewohnt neu. Aber der Krimi hat trotzdem einen guten Spannungsbogen und letztendlich fand ich es interessant auch einen anderen Alexander Gerlach kennenzulernen. Einen der sich aber letztendlich doch seiner Tugenden bewusst wird. Das die Tochter Sarah nach und nach in der Reihe immer mehr an Bedeutung als zukünftige Polizistin gewinnt gefällt mir da ebenfalls. In Summe habe ich diesen Heidelberger Krimi wieder genossen und ich denke diese Reihe ist für weitere Fälle gut.

Veröffentlicht am 13.01.2024

Man sagt, die Kamera lügt nie ...

Spiel der Lügner
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"Spiel der Lügner" ist der zweite Band aus der Ffion-Morgan-Reihe von Clare Mackintosh. Die walisische Detective Ffion Morgan muss diesmal in den Reihen einer Reality-Show ermitteln. Sieben Kandidaten ...

"Spiel der Lügner" ist der zweite Band aus der Ffion-Morgan-Reihe von Clare Mackintosh. Die walisische Detective Ffion Morgan muss diesmal in den Reihen einer Reality-Show ermitteln. Sieben Kandidaten sind im Stile von Big Brother oder Dschungelcamp gemeinsam in einem umzäunten und abgeschirmten Lager in den walisischen Bergen. Sie denken sie nehmen an einem Survival-Camp teil, doch dann erfahren sie das Kleingedruckte ihrer Verträge. Es geht darum ihre tiefsten Geheimnisse zu offenbaren, Geheimnisse die nie ans Licht kommen sollten, und wenn doch dann das weitere Leben der Kandidaten völlig auf den Kopf stellen. Clare Mackintosh greift in diesem Krimi die Elemente des Trash-TV auf. Was fasziniert viele Menschen seit Jahren andere voyeuristisch zu beobachten, was lockt sie dabei vor die TV-Bildschirme? Auch in dieser Reality-Show sitzt dahinter ein Produzent, dem der eigentliche Mensch egal ist. Er will mit der Zurschaustellung seiner Kandidaten nur das große Geld machen. Doch irgendwann liegt auch der Strick um seinen Hals. Die Story wird in kurzen Kapiteln erzählt, dabei macht die Autorin auch immer wieder kleine Zeitsprünge in bereits Geschehenes zurück. Dies erfordert beim Lesen teils erhöhte Aufmerksamkeit, um den Faden nicht zu verlieren. Die Idee hinter diesem Kriminalroman ist sehr gut, leider hat der Erzählstrang aber teils Längen. Dadurch dauert es bis sich ein Spannungsbogen aufbaut, der aber gegen Ende gutes Niveau erreicht. Dies reicht aber nicht um auf voller Länge zu überzeugen. So ist "Spiel der Lügner" für mich eine solider zweiter Band der Reihe mit kleinen Schwächen, aber trotzdem lesenswert.

Veröffentlicht am 29.12.2023

Der Beginn der Legende von Ulf Palnatoki

Millennium Kingdom: Der Wikinger
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"Der Wikinger" ist der erste Band der Millennium Kingdom Reihe von Tonny Gulløv. Alles beginnt im Prolog mit dem alten Ulf Schnellfuß, der eigentlich gar nicht mehr hier sitzen sollte um seine Geschichte ...

"Der Wikinger" ist der erste Band der Millennium Kingdom Reihe von Tonny Gulløv. Alles beginnt im Prolog mit dem alten Ulf Schnellfuß, der eigentlich gar nicht mehr hier sitzen sollte um seine Geschichte mitteilen zu können. Aber Thor hat anscheinend seine schützende Hand über ihn gehalten und so erzählt der alte Greis seine Lebensgeschichte beginnend im Jahre 937 in Britannien als er im Alter von 13 Jahren in die Sklaverei kommt und sein weiteres Leben auf der Ruderbank eines Wikingerschiffes fristet. Tonny Gulløv lässt den Leser dabei am weiteren Leben des jungen Ulf teilhaben und beginnt damit seine Millennium Reihe, die seine persönliche Interpretation der Geburt Dänemarks darstellt. Es ist eine Zeit, in der die verschiedensten Könige und Jarls sich das Land teilen und sich gegenseitig bekriegen. Ulf ist jung, störrisch, von Hass erfüllt und aufmüpfig. So erlebt man ihn über lange Strecken des Buches ständig am Fluchen und Rebellieren, was aber teils schon ein wenig zu viel des Guten ist. Es braucht daher eine gewisse Zeit um in die Geschichte einzutauchen, in das raue Leben der Wikinger. Dann aber wird der Leser zu blutigen Kämpfen und spannenden Momenten mitgenommen. Man erlebt wie der junge Ulf, zwar immer noch von sich selbst maßlos überzeugt, einen Reifeprozess zum Krieger vollzieht. Und dies alles unter den Augen von König Gorm, dem späteren ersten Königs Dänemarks. So wie sich der junge Ulf entwickelt, so entwickelt sich auch die Story dieses Buches. Anfangs noch etwas zäh steigert sich diese stetig um letztendlich dann einen doch in seinen Bann zu ziehen. Am Ende will man wissen wie es mit Ulf, dem jungen Krieger, im nächsten Band weitergehen wird.