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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2024

Cosy Crime im schönen Dänemark

Lobster, Mord und Meeresrauschen – Tante Tilli ermittelt
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„Lobster, Mord und Meeresrauschen - Tante Tilli ermittelt“ - der Titel sowie das Bild einer Küstenlandschaft macht neugierig auf den Inhalt. Tante Tilli flieht vor ihrem geldgierigen Neffen und seiner ...

„Lobster, Mord und Meeresrauschen - Tante Tilli ermittelt“ - der Titel sowie das Bild einer Küstenlandschaft macht neugierig auf den Inhalt. Tante Tilli flieht vor ihrem geldgierigen Neffen und seiner Idee, die Tante ins Altenheim zu bringen, nach Dänemark. Zwar war ursprünglich Las Vegas angedacht, aber das Schicksal wollte, dass sie in den Ort reiste, in dem gerade eben die Leiche ihres geschiedenen Mannes aus dem Hafenbecken gefischt wurde. Tante Tilli ist eine rüstige Seniorin, die in dem Küstenort schnell Bekanntschaften macht. Was ist mit ihrem geschiedenen Mann passiert, war es Mord oder ein Unfall? Wie entwickelt sich die Beziehung zu dem zuerst sehr spröden, dann aber sympathischen, Nachbarn? Welche Rolle spielt der benachbarte Bio-Bauer und die befreundete Restaurantbesitzerin? Diesen Fragen geht Tilli nach, auf ihrer direkten Art kommt sie so manchem Geheimnis auf die Spur. Das Buch lässt sich flüssig lesen, Tilli ist für ihr Alter sehr fit und taff, das hat mir gut gefallen. Der Mordfall spielt in der ganzen Geschichte eher eine Nebenrolle, wobei die Lösung durchaus überraschend ist. Insgesamt ist das Buch in meinen Augen ein typischer Cosy-Crime-Roman, zwischendurch teilweise etwas ausschweifend und manchmal zu sehr ins Detail gehend. Aber das Buch lässt sich angenehm und ohne Anstrengung lesen und hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Mal was anderes, sehr unterhaltsam

Puppenmord
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Bei dem Buch „Puppenmord“ von Tom Sharpe handelt es sich um ein schon älteres Werk, verfasst wurde es 1976 und es ist der erste Band der Henry Wilt Reihe. Henry Wilt ist Hilfslehrer an einer Berufsschule ...

Bei dem Buch „Puppenmord“ von Tom Sharpe handelt es sich um ein schon älteres Werk, verfasst wurde es 1976 und es ist der erste Band der Henry Wilt Reihe. Henry Wilt ist Hilfslehrer an einer Berufsschule in der englischen 🇬🇧 Peripherie. Der Mittdreißiger unterrichtet seit zehn Jahren angehende Maurer, Fleischer und Installateuren in Literatur. Verheiratet ist er mit Eva, die sich mit allerhand neumodischen Hobbys beschäftigt und Henry gerne als Schwächling bezeichnet. Bei seinen Hunderunden spielt der frustrierte Wilt mit Mordgedanken an seiner Frau Eva. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Story recht harmlos, das ändert sich allerdings an dem verhängnisvollen Partyabend bei den neuen Freunden seiner Frau. Auf der Party wird Wilt von der Gastgeberin in eine peinliche Situation mit einer aufblasbaren Gummipuppe gebracht. Diese Begebenheit lässt Wilt nun ernsthafter über die Ermordung seiner Frau nachdenken, da sie schließlich an allem Schuld ist. Und was wäre ein besseres Übungsobjekt für einen Mord und dem anschließenden Verschwinden der Leiche als eine lebensgroße Gummipuppe. Beim Puppenmord handelt es sich um eine englische Komödie mit dem bekannten, schwarzen Humor. Das muss man mögen, teilweise ist die Sprache derb und geschmacklos. Im Gegenzug sind die Charaktere der Protagonisten toll herausgearbeitet, insbesondere der Kommissar und die Berufsschulkollegen werden fein dargestellt und hier finden sich auch sehr witzige Dialoge. Die Geschichte ist überzogen, die Beschreibung der Situationen wird übertrieben komisch dargestellt. Dennoch passt die Schreibweise mit der Geschichte sehr gut zusammen und lässt sich wunderbar lesen. Die Entwicklung von Henry Wilt vom langweiligen Berufsschullehrer zu einem durchaus sympathischen und klugen Mann ist faszinierend. Mir persönlich hat das Lesen des Buchs große Freude gemacht, fühlte mich toll unterhalten und werde mir auch die weiteren Bücher über Henry Wilt zulegen. Aber erst nach einer Pause, zu viel Tom Sharpe auf einmal wäre mir wahrscheinlich „too much“.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Gute Unterhaltung

Schreib oder stirb
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Den Thriller „Schreib oder Stirb“ von Sebastian Fitzek und Micky Beisenherz habe ich trotz vieler negativer Rezensionen gerne gelesen. Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich mir das Buch bewusst nicht ...

Den Thriller „Schreib oder Stirb“ von Sebastian Fitzek und Micky Beisenherz habe ich trotz vieler negativer Rezensionen gerne gelesen. Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich mir das Buch bewusst nicht Print-Ausgabe gekauft habe, da ich das Cover schrecklich finde. Nichts, was ich mir gerne ins Regal stellen möchte. Aber da mir aber die beiden Autoren durchaus sympathisch sind und ich neugierig auf ihr gemeinsames Werk war, habe ich mir das EBook gegönnt. Und tatsächlich nicht bereut. Das Buch liest sich angenehm flüssig, die Geschichte um den Literaturagenten David Dolla ist spannend 🫣 erzählt und der Humoranteil meiner Meinung nach genau richtig dosiert. Trotz des eingestreuten Humors bleibt das Buch ein fesselnder Thriller mit einer spannenden Story bis zum Ende hin und verkommt nicht zu einer lustigen Komödie. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und war sehr an der Auflösung der Story interessiert. Für mich hat die Kombination eines Fitzek-Thrillers mit dem teilweisen bissigen Humor von Micky Beisenherz gut gepasst. Wer jedoch mit einer anderen Erwartung an das Buch herangeht oder mit der Art des Humors wenig anfangen kann, wird vielleicht enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Kompakt, verständlich und ein echter Denkanstoß

Warum ich keinen Alkohol mehr trinke
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Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen und fand es insgesamt wirklich interessant. Bas Kast schreibt angenehm ruhig und verständlich, ohne belehrend zu wirken. Man merkt, dass er sich intensiv ...

Ich habe das Buch ziemlich schnell durchgelesen und fand es insgesamt wirklich interessant. Bas Kast schreibt angenehm ruhig und verständlich, ohne belehrend zu wirken. Man merkt, dass er sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, aber trotzdem bleibt alles gut nachvollziehbar erklärt.
Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und seinen persönlichen Erfahrungen. Dadurch wirkt das Ganze nicht trocken, sondern eher wie ein ehrlicher Erfahrungsbericht mit fundiertem Hintergrund. Ich musste beim Lesen öfter über mein eigenes Verhalten nachdenken, gerade weil vieles so alltäglich ist.
Man darf aber nicht erwarten, komplett neue oder super tiefgehende Infos zu bekommen. Das Buch ist eher ein kompakter Überblick. Für mich war das okay, aber wer sich schon viel mit dem Thema beschäftigt hat, wird hier wahrscheinlich nicht allzu viel Neues finden.
Was ich etwas schade finde, ist der Preis für die wenigen Seiten. Da hätte ich mir entweder mehr Inhalt oder einen günstigeren Preis gewünscht.
Trotzdem hat sich das Lesen für mich gelohnt. Es ist ein gutes Buch für alle, die sich ohne großen Aufwand mal bewusst mit ihrem Alkoholkonsum auseinandersetzen möchten.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Packender Trip in die Wildnis mit kleinen Schwächen

Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück
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„Der Ausflug – Nur einer kehrt zurück“ von Ulf Kvensler ist für mich ein Thriller, der vor allem von seiner starken Naturkulisse lebt. Die Geschichte rund um vier Freunde, die im abgelegenen Norden Schwedens ...

„Der Ausflug – Nur einer kehrt zurück“ von Ulf Kvensler ist für mich ein Thriller, der vor allem von seiner starken Naturkulisse lebt. Die Geschichte rund um vier Freunde, die im abgelegenen Norden Schwedens wandern gehen und dabei immer tiefer in eine gefährliche Situation geraten, hat mich schnell neugierig gemacht. Besonders gut fand ich, wie sich die Spannungen innerhalb der Gruppe langsam aufbauen und wie aus einem harmlosen Urlaub Schritt für Schritt eine echte Ausnahmesituation wird. Die Landschaft ist so eindringlich beschrieben, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, selbst mitten in der Wildnis zu stehen.
Trotzdem hatte das Buch für mich auch ein paar Schwächen. Gerade im Mittelteil zog sich die Handlung stellenweise etwas und nicht jede Szene hat die Spannung wirklich oben gehalten. Manche Beschreibungen waren mir etwas zu ausführlich, was das Tempo gebremst hat. Und das Ende hat mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurückgelassen, weil es für mich nicht ganz rund wirkte. Insgesamt ist es ein gut lesbarer Thriller mit einer starken Idee, der mich solide unterhalten hat, aber nicht komplett begeistern konnte.

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