Mit dem Band „Riviera Express – Dynamit in der Villa Nobel“ eröffnet Stephan R. Meier die Krimireihe mit dem Commissario Tomas Gallo.
Ausführlich berichtet der Autor über den Commissario, erläutert ganz ...
Mit dem Band „Riviera Express – Dynamit in der Villa Nobel“ eröffnet Stephan R. Meier die Krimireihe mit dem Commissario Tomas Gallo.
Ausführlich berichtet der Autor über den Commissario, erläutert ganz genau seine Herkunft und den bisherigen Werdegang. Genauso umfangreicht stellt er die übrigen Beamten des Teams vor und da er diese Beschreibungen immer wieder wiederholt, ziehen sich die Seiten des Krimis in die Länge.
Der Mordfall selbst ist spektakulär, doch die Polizei tappt lange im Dunkeln; es fehlen Beweise und Zeugen. Es ist schon bemerkenswert, dass der Commissario den Fall lösen kann.
Interessant erzählt der Autor über das Leben auf der schönen Riviera und ihre Sehenswürdigkeiten. Er vermittelt viel Wissenswertes über die Villa Nobel und das Leben von Alfred Nobel und seiner Familie.
Fazit: ein interessanter Fall, die Handlung nicht zuletzt durch viele Wiederholungen in die Länge gezogen.
Auf der Rückseite des Buchcovers ist der folgende Satz zu lesen:
„Ein radikal gegenwärtiger Roman über die abgründigen Beziehungen zwischen Söhnen und ihren Müttern.“
Mein Interesse an dem Roman wurde ...
Auf der Rückseite des Buchcovers ist der folgende Satz zu lesen: „Ein radikal gegenwärtiger Roman über die abgründigen Beziehungen zwischen Söhnen und ihren Müttern.“
Mein Interesse an dem Roman wurde sofort geweckt. Ich wollte mehr darüber lesen, über das Gelesene nachdenken und mit den eigenen Erfahrungen als Mutter vergleichen.
In dem Roman gibt es eigentlich nur zwei solche Beziehungen, davon nur eine, die in der Gegenwart spielt.
Über Philipp, den Sohn von Eva Patarak, lese ich im ersten Teil des Buches, mit dem Titel „Eva“. Philipp hat sein Studium abgebrochen, lebt auf Kosten seiner Mutter, die als Verkäuferin in einem Kräuterladen angestellt ist. Der arbeitslose Sohn verbringt ganze Tage vor dem PC in seinem Zimmer. Er hat keine Zeit für seine Mutter und will nicht mit ihr sprechen.
Gleichzeitig lenkt die Autorin die Aufmerksamkeit des Lesers auf einen anderen Sohn und seine Mutter. Es sind der römische Kaiser Nero und seine Mutter Agrippina, beide kommen in dieses Buch aus der Antike. Agrippina spielte eine bedeutende Rolle in dem Römischen Reich, verhalf ihrem Sohn Nero an die Macht zu kommen, und hat zum Schluss einen hohen Preis dafür bezahlt.
In dem zweiten Teil mit dem Titel „ab ovo“ übernimmt die Rolle der Hauptfigur die Altphilologin Silke Aschauer, eine Latein-Lehrerin, die sich stark für Tacitus „Annalen“ interessiert. Silke kann aufgrund seiner schweren Krankheit keine Kinder bekommen. Womöglich deswegen interessiert sie sich brennend für das Leben von Mutter und Sohn Patarak und, wie Eva Patarak behauptet, spioniert sie die beiden aus.
In dem drittel Teil „als ob“ wurde der arbeitsreiche Tag der Justizministerin geschildert, über ihren steilen Karriereweg und über ihre Familie gesprochen. Der Mann der Justizministerin, ihre Tochter und Sohn freuten sich jedes Mal auf einen gemeinsamen Tag mit der Frau und Mutter.
So viel zu dem literarischen Inhalt des Buches, das von seinem Leser höchste Konzentration verlangt. Denn die Geschichten wurden weder chronologisch noch linear erzählt. Das mehrsträngige Erzählen, in dem ein ständiger Wechsel zwischen Personen und den Zeitebenen stattfindet, macht diese anspruchsvolle Lektüre nicht gerade leseleicht.
Dabei geht es in dem Buch nicht nur um verhängnisvolle Mütter-Sohn-Beziehungen. Drei unterschiedliche Frauenschicksale in der Gegenwart, realistisch dargestellt, machen auf die Rechte der Frau in unserer Gesellschaft aufmerksam.
Die Autorin spricht viele brisante politische Themen an, erwähnt Probleme, die von der Antike bis aktuell existieren. Es sind Probleme, die uns alle beschäftigen und die gelöst werden wollen. Ein Buch mit solch brisanten Thematik dürfte m. E. nicht nur dem ausgewählten Kreis der Liebhaber des „schweren Kosten“ zugänglich sein, es sollte auch gerne und mit größtem Interesse von allen Lesern gelesen werden.
Ich fand das Buch interessant, aber insgesamt sehr schwer zu lesen. Der anspruchsvolle Schreibstil empfand ich an vielen Stellen des Buches als zu kompliziert. Auch der Wechsel zwischen den Personen und Zeitebenen war sehr oft verwirrend. Fazit: interessant, jedoch schwer zugänglich.
Amberlough - eine Stadt, in der die Menschen ihr Leben genießen können, jeder auf seine Art und Weise. So wie Aristide Makricosta, ein gefeierter Star des Bumble Bee Nachtklubs, der seine Connections für ...
Amberlough - eine Stadt, in der die Menschen ihr Leben genießen können, jeder auf seine Art und Weise. So wie Aristide Makricosta, ein gefeierter Star des Bumble Bee Nachtklubs, der seine Connections für Schmuggelgeschäfte nutzt. Cordelia Lehane, die Tänzerin im selben Nachtklub, ist sein Mädchen für alles. Auf Aristides Wunsch spielt sie Cyrils neue Freundin, nicht zuletzt um die beiden Geliebten; Aristide und Cyril; vor den neuen Machthabern zu schützen. Und letztendlich Cyril DePaul, der Geheimagent, der eine waghalsige Entscheidung trifft um sie alle drei in der neuen Welt abzusichern.
Denn die befürchteten Ospies sind auf dem Vormarsch.
Eine faszinierende Geschichte, die in einer fiktiven Stadt spielt und stark an die Geschichte des 1920-er Jahre erinnert. Eigentlich könnte sie überall auf der Welt passieren; überall dort, wo es Umstürze, Revolutionen, Machtkämpfe gab und immer noch gibt. Während ein Teil der Bevölkerung den übermäßigen Wohlstand genießt, versuchen die anderen über die Runden zu kommen. Mit der neuen Macht ändert sich vieles, und das nicht immer zum Besseren. Auf solche radikalen Veränderungen müssen die Protagonisten des Romans vorbereitet sein
Zuerst habe ich mich schwer mit dem Roman getan. Eine fiktive Welt, mit vielen fiktiven Orten und fremd klingenden Namen. Eine gewöhnungsbedürftige Sprache, schockierende Szenen. Viele Charaktere, besonders am Anfang der Geschichte, schwer zuzuordnen. Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse und man fiebert mit den Protagonisten mit.
Eine kürze Einführung in die politische Lage und Geschichte Amberlough wäre bestimmt von Vorteil. Auch ein Personenverzeichnis hätte die Handlung übersichtlicher gemacht.
„Amberlough – Stad der Sünde“ ist der erste Teil der Trilogie von Lara Donelly.
Die Kurzbeschreibung und die hochspannende Leseprobe haben mich neugierig auf den neuesten Thriller von Alexander Hartung gemacht.
„Gehe mit den Toten“ fängt mit einem perfiden Mord an:
ein vermummter ...
Die Kurzbeschreibung und die hochspannende Leseprobe haben mich neugierig auf den neuesten Thriller von Alexander Hartung gemacht.
„Gehe mit den Toten“ fängt mit einem perfiden Mord an:
ein vermummter Täter, der sich offensichtlich sehr gut im Hause des Opfers auskennt, und sein Opfer- der einflussreiche Wirtschaftsboss Döhring, der mit mehreren Messerstichen getötet wurde. Die gut beschriebene Szene wirkt theatralisch: der nichtsahnende Döhring ist allein zu Hause, genervt von der lauten Musik, die er selbst nicht angemacht hatte, erschrocken vom Anblick des Täters – stirbt, während im Hintergrund die letzten Takte der Carmen Oper laufen.
Der Mord sorgt für große Aufruhr, die Frankfurter Kripo beginnt mit den Ermittlungen. Lara Plank, seit fünf Jahren im Dienst, geht dabei sehr motiviert vor. In einigen Alleingängen macht sie Entdeckungen, welche den Mord an Döhring im ganz anderen Licht als vermutet darstellen. Doch ihr Chef warnt sie vor Konsequenzen ihrer Disziplinlosigkeit, droht ihr sogar mit der Suspendierung. Daraufhin bittet Lara ihren vorzeitig pensionierten Kollegen Simon um Hilfe und zusammen ermitteln sie weiter.
Der Mordfall selbst ist sehr spannend. Bei den Ermittlungen tauchen immer wieder neue Indizien auf, die die Spannung eigentlich konstant halten müssten. Auch Lara und Simon stoßen in dem Zusammenhang auf weitere Verbrechen auf, die bisher nicht vollständig aufgeklärt wurden. Diese Wendungen und die ständig wachsende Zahl der neuen Charaktere führen dazu, dass die Handlung leicht unübersichtlich wird und demzufolge an Spannung verliert.
Auch die Gespräche zwischen Lara und Simon, in denen die beiden ihre bisherigen Ermittlungserfolge und neue Entdeckungen besprechen, sorgen nicht gerade für die temporeiche Handlung und Erhöhung der Spannung.
Der Thriller ist insgesamt durchwachsen: mit einigen explosiven Szenen sorgt der Roman für spannende Unterhaltung, während die langatmigen Besprechungen und die wachsende Zahl der Beteiligten das Interesse an der Handlung deutlich mindern.
So empfand ich diesen Thriller als einen verwirrenden Mordfall, der durch die unzählige Menge an Akteuren verkompliziert wurde. Die ehrgeizige und eigensinnige Lara Plank konnte mich nicht wirklich überzeugen, auch Simons Beweggründe bleiben für mich nicht nachvollziehbar.
„Gehe mit den Toten“ ist im Januar 2024 im Verlag EditionM erschienen.
Mira und Anke könnten nicht unterschiedlicher sein. Wie der Titel des Romans von Thesche Wulff ankündigt, sind die beiden Schwestern wie Ebbe und Flut,
„die ständig ihre Kräfte messen wollten. Die eine ...
Mira und Anke könnten nicht unterschiedlicher sein. Wie der Titel des Romans von Thesche Wulff ankündigt, sind die beiden Schwestern wie Ebbe und Flut, „die ständig ihre Kräfte messen wollten. Die eine hielt die dicksten Treibgutbrocken am Boden oder ließ sie sogar im Sand versinken, während die andere sie in den Wellen wiegte oder wütend zerschmetterte.“ (9)
Anke lebt mit ihrer Familie auf der Insel Amrum, Mira besitzt dort das alte Kapitänshäuschen, das sie von ihrem Patenonkel Ocko geerbt hat. Nun verlangt Anke, dass Mira das Häuschen abreißen lässt und nimmt keine Rücksicht auf die Pläne und Gefühle ihrer Schwester.
Der Auftakt der Geschichte klingt vielversprechend; besonders interessant fand ich Miras Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit ihrem Patenonkel Ocko und an seine Geschichten über die Nordsee und dort lebende geheimnisvolle Wesen. Es sind gerade diese fantasievollen Geschichten, die diesen Teil des Romans sehr interessant machen, denn sie scheinen zudem eine besondere Rolle in Miras Vergangenheit gespielt zu haben.
Eine besondere Rolle scheint auch die Geschichte über das Leben von Josefine zu haben. Die Autorin erzählt über das Schicksal der Kleinen, so wird Josefine genannt, die ohne ihre Mutter aufwachsen musste. Die Geschichte über die Kleine beginnt im Jahre 1948 und wirkt wie ein modernes Aschenputtel Märchen; man staunt, dass sie doch in der jüngsten Vergangenheit spielt. Schade nur, dass sie langatmig erzählt wurde; unzählige Details, deren Zusammenhang mit der Haupthandlung nicht erkennbar ist, ermüden und stören den Lesefluss.
Der Roman „Schwestern wie Ebbe und Flut“ erzählt eine bewegende Familiengeschichte über mehrere Generationen hinweg. Die komplizierte Schwesternbeziehung spielt hier m.E. eine untergeordnete Rolle, auch die Orte des Geschehens wechseln ständig, die Insel Amrum und die Nordsee sind nicht die einzige Schauspielplätze des Romans.
Die zum Teil langatmige Erzählweise und viele unbedeutende Details haben mein Interesse an der Geschichte gemindert. Zum Schluss präsentiert die Autorin ein bewegendes, zu Tränen rührendes Finale, das jedoch nicht alle Unklarheiten beseitigt.
Diese Familiengeschichte lässt mich mit dem Gefühl einer leichten Enttäuschung zurück.