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Veröffentlicht am 09.03.2024

Was für ein zauberhaftes Kinderbuch. Witzig, liebenswert & herrlich schräg.

Willkommen bei den Grauses 1: Wer ist schon normal?
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Als die neunjährige Ottilie in einer nebligen Nacht zu Beginn der Sommerferien nicht schlafen kann und aus dem Fenster blickt, sieht sie einen Wagen, der gegenüber vor der Nummer 13 hält. Fünf Personen ...

Als die neunjährige Ottilie in einer nebligen Nacht zu Beginn der Sommerferien nicht schlafen kann und aus dem Fenster blickt, sieht sie einen Wagen, der gegenüber vor der Nummer 13 hält. Fünf Personen steigen aus und verschwinden nacheinander in dem heruntergekommenen Haus, das schon seit längerer Zeit leer steht. Ob sie wohl dort einziehen? Hoffentlich ist es eine Familie mit Kindern, die ihre Freunde werden können. Ottilie heißt ihre neuen Nachbarn gleich am nächsten Tag mit einem Kuchen willkommen, allerdings öffnet ihr niemand die Tür. Irgendetwas stimmt mit diesen Grauses nicht, da ist sich Ottilie sicher. Zu dem Zeitpunkt ahnt sie jedoch nicht, wie anders ihre neuen Nachbarn wirklich sind.
Die Grauses sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus magischen Kreaturen, die aus einer Stadt für Andersartige Wesen kommen und fortan in der Menschenwelt leben sollen. Da wären zum einen die Eltern, Holger, der eine Felfe und Olga, die ein Dschinn ist. Der Junge Muh ist ein Dilldapp, Wölfchen ein Werwölfchen, ihre unsichtbare kleine Schwestern ein Geist und bei dem Opa handelt es sich um einen ständig schlecht gelaunten Schrat mit einer Blume auf dem Kopf. Nicht zu vergessen der Familienhund, der eigentlich ein Wischmopp ist. Zusammen müssen sie sich nun also in der Menschenwelt behaupten und dürfen sich dabei keine Fehltritte erlauben. Für jedes Vergehen kräht eine Krähe auf dem Dach und es gibt einen grauen Punkt auf der Liste. Und dann heißt es auch noch höllisch aufpassen, dass keine der verbotenen Wörter gesagt werden wie Angst, komisch oder seltsam. Wahrlich keine leichte Aufgabe, vor allem der Opa tut sich ziemlich schwer und sammelt einen Punkt nach dem anderen. Für Ottilie steht sofort fest, dass sie ihren neuen Freunden helfen muss. Ein aufregendes Abenteuer ist...

Da ich die Kinderbücher von der Sabine Bohlmann wahnsinnig gerne mag, habe ich mich gefreut wie ein Schneekönig als ich erfuhr, dass dieses Frühjahr eine neue Reihe von ihr startet. Die Grauses wollte ich natürlich unbedingt kennenlernen und um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin mal wieder absolut begeistert!
Die deutsche Bestsellerautorin hat erneut einen zauberhaften Kinderroman zu Papier gebracht, der in gewohnter Bohlmann-Manier daherkommt, was heißt: Abenteuerlich, humorvoll und mit ganz viel Herz und Fantasie, aber auch lehrreich und zum Nachdenken anregend.

Ohne moralischen Fingerzeig werden einem ganz nebenbei wichtige Themen und Werte nähergebracht wie Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Akzeptanz und Offenheit. Die Geschichte zeigt, dass es völlig normal und okay ist, anders zu sein, dass es toll ist, anders zu sein. Denn sind es nicht gerade unsere Besonderheiten, die unsere Welt so viel bunter und schöner macht? Gibt es ein Normal eigentlich? Zudem macht die Erzählung Mut, zu sich selbst zu stehen und anderen Menschen mit Freundlichkeit und Toleranz zu begegnen.
Es ist großartig mitzuerleben, wie sich Ottilie mit ihren ungewöhnlichen neuen Nachbarn anfreundet und wie die Grauses allmählich lernen, füreinander einzustehen und zu einer richtigen Familie zusammenwachsen. Dass es dabei drunter und drüber und ziemlich verrückt zugeht, könnt ihr euch sicher denken. Ob die Supermarkteinkaufszene, Opas Gartenverschönerungsaktion oder ein Vater, der gerne rosafarbene Glitzerröcke trägt – hier folgt einer originellen und witzigen Idee der nächsten. Langeweile kommt mit den Grauses definitiv nicht auf. Man muss diesen wunderlichen Haufen einfach lieben (sogar den grummeligen Schrat) und auch die sympathische Ottilie schließt man direkt ins Herz.

Die vielen wunderbaren schwarz-weiß Illustrationen von Daniel Steudtner runden das Ganze perfekt ab und lassen die Vorfreude auf den nächsten Band nur noch größer werden. Leider werden wir uns da nur noch ein Weilchen gedulden müssen, denn der zweite Teil wird voraussichtlich erst in einem Jahr erscheinen. Auf den freue ich mich schon sehr!

Fazit: Ein herrlich schräger Lesespaß für Jung und Alt!
„Willkommen bei den Grauses - Wer ist schon normal?“ ist eine fantasievolle, lustige und charmante Familiengeschichte ab 9 Jahren mit liebenswert-skurrilen Charakteren und wertvollen Botschaften. Ein rundum gelungener Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, mein Herz haben die Grauses im Sturm erobert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Ein bezauberndes Bilderbuch mit wunderschönen Illustrationen

Was ist, wenn mich ein Wal verschluckt?
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Bücher, die von der wunderbaren Rocio Bonilla bebildert wurden, sind aus meinem Bücherregal schon lange nicht mehr wegzudenken. Zuletzt durfte „Was ist, wenn mich ein Wal verschluckt?“ bei mir einziehen ...

Bücher, die von der wunderbaren Rocio Bonilla bebildert wurden, sind aus meinem Bücherregal schon lange nicht mehr wegzudenken. Zuletzt durfte „Was ist, wenn mich ein Wal verschluckt?“ bei mir einziehen und wie nicht anders zu erwarten war, wurde meine Sammlung auch dieses Mal um ein weiteres echtes Schätzchen bereichert.

„Was ist, wenn mich ein Wal verschluckt?“ ist das neueste auf Deutsch erschienene Bilderbuch des spanischen Erfolgsduos Susanna Isern und Rocio Bonilla und handelt von dem kleinen Jungen Noah, der mit einer blühenden Fantasie gesegnet ist. Er ist ein sehr glückliches Kind, aber manchmal spielt ihm seine lebhafte Vorstellungskraft einen Streich. Er malt sich dann immer die schlimmsten Dinge aus, die passieren könnten und beginnt sich viel zu viele Sorgen zu machen. Als eines Tages ein Schulausflug in den Wald ansteht, ist Noah am Morgen ganz nervös und möchte lieber zu Hause bleiben. Da hat seine Mutter eine Idee, wie sie ihrem Sohn seine Ängste nehmen kann. Sie setzt sich zu ihm aufs Bett und Noah fängt an ihr erzählen, was genau ihm Sorgen macht. Was ist, wenn ihm im Wald eine große Kiefer auf den Kopf fällt? Oder er ins Wasser fällt und von einem Wal verschluckt wird? Was ist, wenn er von Piraten entführt wird? Und was, wenn er plötzlich auf dem Mars landet? Es könnte ihm einfach so viel Schlimmes passieren! Seine Mutter aber weiß auf alles eine Antwort und versucht Noah mit kleinen Geschichten zu beruhigen. Es sind sehr kreative, verrückte und lustige Geschichten, in denen Eichhörnchen ausgezeichnete Krankenschwestern sind, Noah zusammen mit Piraten die größten Abenteuer erlebt und er im Bauch eines Wales auf viele bunte Fische, abenteuerlustige Meerjungfrauen und vielleicht sogar auf Pinocchio trifft. Noah ist beeindruckt davon, was er alles Tolles erleben kann und er erkennt, dass man eine Menge im Leben verpassen würde, wenn man sich über alles zu viele Gedanken macht.

Susanna Isern hat auch diesmal eine Geschichte geschrieben, in der sie ein Problem aufgreift, welches wohl viele aus dem Alltag kennen. Dieses „Was wäre, wenn…?“ , das einen manchmal überfällt und dazu führt, dass man aus Furcht auf Dinge verzichtet, die man eigentlich gerne tun möchte. Auf eine herzige und originelle Art und Weise führt uns die spanische Autorin vor Augen, dass man sich von seinen sorgenvollen Gedanken nicht zu sehr einschränken lassen sollte, da einem sonst sehr viel im Leben entgehen würde. Sie nimmt die Kindersorgen erneut ernst und verdeutlicht den Kleinen, dass ihre Vorstellungskraft ihre Superkraft ist.

Zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren ist das Buch in meinen Augen sehr gut geeignet. Die Textpassagen sind nicht zu lang und leicht verständlich und der liebenswerte, fantasievolle kleine Noah stellt eine ideale Identifikationsfigur dar.

Die unverwechselbaren, meist großformatigen Illustrationen von Rocio Bonilla sind wie gewohnt witzig, bunt und fröhlich und stecken voller Wärme und süßer Details. Sie setzen das Erzählte gekonnt in Szene und sind einfach herrlich anzusehen, vor allem die Gesichtsausdrücke sind mal wieder herzallerliebst.

Fazit: Susanna Isern und Rocio Bonilla haben ein weiteres gelungenes Bilderbuch ab 4 Jahren geschaffen, das Jung und Alt ein Lächeln ins Gesicht zaubert und Kindern Mut macht. „Was ist, wenn mich ein Wal verschluckt?“ ist eine herzerwärmende, humorvolle und wunderschön illustrierte Geschichte über Lebensfreude, Fantasie und Ängste, die zeigt, wie man Kindern liebevoll ihre Sorgen nehmen kann. Ich bin absolut begeistert von diesem zauberhaften Bilderbuch, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.03.2024

Ein wundervolles Buch! Fesselnd, bewegend, unterhaltsam und lehrreich.

Feuer in Dir
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Seit die 12-jährige Alma vor drei Monaten mit ihren Eltern in das kleine Städtchen Vierpunkt gezogen ist, bekommt sie regelmäßig Panikattacken und fühlt sich innerlich ganz dunkel, kalt und leer. Sie ...

Seit die 12-jährige Alma vor drei Monaten mit ihren Eltern in das kleine Städtchen Vierpunkt gezogen ist, bekommt sie regelmäßig Panikattacken und fühlt sich innerlich ganz dunkel, kalt und leer. Sie hat ihre „Alma-heit“ verloren, die Angst vor der Angst - ihre „Stürme“ - und großes Heimweh sind nun ihre ständigen Begleiter. Alma ist sich sicher: Die Stürme werden niemals aufhören, sie wird niemals Freunde finden und Vierpunkt wird sich niemals wie ein Zuhause anfühlen. Ihr Leben beginnt sich zu verändern, als sie eines Tages einen seltsamen Flyer findet, der für sie bestimmt zu sein scheint, und kurz darauf in dem kleinen Laden „Der Fünfte Punkt“ ein Teleskop entdeckt. Sie nimmt es mit und beobachtet, wie etwas vom Himmel fällt: Ein Sternling. Alma fühlt sich sofort mit dem Wesen verbunden und weiß, dass es an ihr liegt, es zu retten. Sie tritt dem Astronomie-Klub an ihrer Schule bei und lernt die beiden Kinder Shirin und Hugo kennen. Obwohl die drei völlig verschieden sind, freunden sie sich an und begeben sich gemeinsam auf die Suche nach dem Sternling. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt.

Bei einem Blick in die neue Woow Books-Verlagsvorschau ist mir „Feuer in dir“ direkt ins Auge gesprungen. Sowohl das Cover als auch der Klappentext haben mich sofort angesprochen, sodass schnell klar war, dass das Buch bei mir einziehen muss. Und um es gleich vorweg zu sagen: Dies war mein erstes Werk von Jess Redmann und es wird bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Die US-amerikanische Autorin hat mit „Feuer in dir“ einen wundervollen und außergewöhnlichen Kinderroman ab 11 Jahren geschrieben, der nicht nur ein fesselndes, unterhaltsames und magisches Mystery-Abenteuer ist, sondern der auch vieles über Astronomie lehrt und wichtige Themen anspricht.

In einer bildlichen, oft schon poetischen Sprache erzählt Jess Redman von der Bedeutung von Freundschaft und Ehrlichkeit, den Wundern des Universums und einer aufregenden Suche und Rettungsmission. Von psychischer Gesundheit, Selbstfindung, Mobbing, Mut und Vertrauen.
Als Leser*in begleitet man die 12-jährige Alma auf ihrem Weg und bekommt ihre Gefühlswelt und Entwicklung hautnah mit. Einfühlsam, ergreifend und – soweit ich das beurteilen kann – sehr realistisch beschreibt die Autorin Almas Panikattacken – ihre „Stürme“, sodass ihre Ängste und inneren Kämpfe greifbar sind und man sich auch als nicht-betroffende Person sehr gut in sie hineinversetzen kann. Ich habe Alma sofort in mein Herz geschlossen und nur zu gerne mitverfolgt, wie sie nicht nur neue Freunde findet, sondern auch ihr inneres Licht und den Glauben an sich selbst. Alma ist einfach eine großartige Protagonistin, sympathisch, mutig und entschlossen und etwas ganz Besonderes.

Auch die weiteren Charaktere sind liebevoll und authentisch gezeichnet, jeder ist auf seine Art und Weise einzigartig. Da hätten wir zum Beispiel den herrlich schrägen, sachlich-direkten Hugo (mein heimlicher Star) und die beliebte Shirin, die Alma im Astronomie-Klub kennenlernt und die gemeinsam mit ihr zu einem unschlagbaren Team zusammenwachsen.
Eine weitere wichtige Person ist der Junge Dustin, ein Mitschüler der drei, bei dem sich noch herausstellt, dass er in Wahrheit ziemlich anders ist, als zunächst gedacht.

Zusammen mit dieser bunten Figurentruppe erlebt man eine unvergessliche Zeit, die leider viel zu schnell wieder vorbei ist. Die Geschichte mag über 400 Seiten lang sein, allerdings sind diese dank der vielen kurzen Kapitel und der mitreißenden Handlung im Nu gelesen. Ich habe das Buch verschlungen und es am Ende rundum glücklich wieder zugeklappt.

Fazit: Mit „Feuer in dir“ hat der Woow Books Verlag ein weiteres echtes Wow-Buch herausgebracht, welches ich jedem nur ans Herz legen kann! Mich hat es komplett begeistert.
„Feuer in dir“ ist eine faszinierende und wunderschön erzählte Geschichte über ein starkes Mädchen, ungeahnte Freundschaften und das Licht, das wir alle in uns tragen. Ein spannendes, inspirierendes und lehrreiches Abenteuer voller Geheimnisse und Hoffnung, so leuchtend und magisch wie ein herabfallender Stern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.02.2024

Genauso wundervoll und zauberhaft wie der erste Band!

Indigo Wild – Mit Eis fängt man Monster
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Indigo Wild und ihr kleiner Bruder Quick haben ihr letztes Abenteuer gerade erst erfolgreich gemeistert, da kündigt sich auch schon das nächste an. In dem neuen Paket, das ihre Eltern geschickt haben, ...

Indigo Wild und ihr kleiner Bruder Quick haben ihr letztes Abenteuer gerade erst erfolgreich gemeistert, da kündigt sich auch schon das nächste an. In dem neuen Paket, das ihre Eltern geschickt haben, befindet sich eine weitere vom Aussterben bedrohte magische Kreatur: Die riesige geflügelte Mondbärin Kallisto. Von ihr erfahren die Kinder, dass ihre Eltern in dem dschungelisten Dschungel der Unbekannten Wildnis spurlos verschwunden sind. Zusammen mit Kallisto machen sich die Geschwister sofort auf die Suche nach den beiden. Doch schon ihre Reise durch das magische Portal verläuft nicht ohne Komplikationen. Ihre extrem neugierige Nachbarin Madame Grau landet mit ihnen in der Unbekannten Wildnis und auch dort erwarten die Drei eine Menge Herausforderungen und Gefahren. Ob es den Geschwistern wohl gelingen wird, ihre Eltern zu retten?

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil der „Indigo Wild“ – Reihe. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, die Bände können problemlos unabhängig voneinander gelesen werden. Um aber in den vollen Genuss der Bücher zu kommen, empfiehlt es sich, ihre Chronologie einzuhalten.
Da mir der erste Band im vergangenen Jahr so viel Freude bereitet hat, musste natürlich auch sein Nachfolger unbedingt bei mir einziehen. Ich war unheimlich gespannt, was mich wohl erwarten wird und ich wurde zum Glück auch nicht enttäuscht.

Pippa Curnick hat mal wieder ein hinreißendes Kinderbuch ab 8 Jahren gezaubert, in dem es so aufregend, lustig, bunt und verrückt zugeht, dass man daraus gar nicht mehr auftauchen möchte. Ich kann euch versichern: Langeweile kommt an keiner Stelle auf, im Geleebohnenweg Nummer 47 mit seinen vielen außergewöhnlichen Bewohner*innen ist einfach immer etwas los. Dieses Mal halten wir uns zwar nur recht kurz dort auf, allerdings tut das der Lesefreude keinerlei Abbruch. Mit der Unbekannten Wildnis, in die es uns schon nach kurzer Zeit gemeinsam mit Indigo Wild, ihrem gehörlosen Bruder Quick und der Mondbärin Kallisto verschlägt, hat die Autorin ebenfalls einen einzigartigen Ort erschaffen, der vor wundersamen magischen Wesen und Monstern nur so strotzt.
Mich hat es erneut fasziniert zu sehen, was sich die Pippa Curnick alles Tolles hat einfallen lassen. Ihrer Fantasie sind abermals keine Grenzen gesetzt, hier folgt wirklich einer kreativen Ideen der nächsten. Man mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören, fiebert durchweg mit den Protagonisten mit und fliegt nur so durch die Seiten.

Neben der Story kann das Buch auch optisch auf ganzer Linie überzeugen, angefangen beim knalligen Cover bis zur farbenfrohen Innengestaltung. Die zahlreichen Illustrationen von Pippa Curnick erstrahlen wie gewohnt in leuchtend schillernden Farben und sind mit viel Witz und Liebe zum Detail gezeichnet. Sie machen das Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis und da es einfach so viel zu entdecken gibt, wird es zu keiner Zeit langweilig.

Fazit: „Indigo Wild – Mit Eis fängt man Monster“ ist eine fantasievolle und turbulente Geschichte voller liebenswert-skurriler Figuren, wunderbaren Verrücktheiten und großartigen Illustrationen. Ein herrlich schräges, kunterbuntes Abenteuer, das einfach nur Spaß macht und nach mehr verlangt. Mich hat auch dieser Band absolut begeistern können. Auf meinen nächsten Besuch im Geleebohnenweg Nummer 47 freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 21.02.2024

Die perfekte Krimiunterhaltung für alle Agatha Christie-Fans!

Abenteuer-Express (Band 1) – Juwelendiebe im Highland Express
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Als der 11-jährige Henry von seinem Onkel Nat, einem Reisejournalisten, dazu eingeladen wird, gemeinsam mit an der letzten Fahrt des berühmten Highland-Express teilzunehmen, hält sich seine Begeisterung ...

Als der 11-jährige Henry von seinem Onkel Nat, einem Reisejournalisten, dazu eingeladen wird, gemeinsam mit an der letzten Fahrt des berühmten Highland-Express teilzunehmen, hält sich seine Begeisterung zunächst sehr in Grenzen. Er findet Züge langweilig und an Bord wird er bestimmt das einzige Kind sein. Der Highland-Express ist jedoch kein gewöhnlicher Zug. Er ist ein echter Luxuszug und dementsprechend ist auch seine Gästeschar. Henry vertreibt sich die Zeit damit, die schrägen Passagiere zu beobachten und entdeckt dabei die gleichaltrige Lenny, die die Tochter des Lokführers ist und als blinde Passagierin heimlich mitfährt. Als sich kurz darauf rätselhafte Diebstähle ereignen und plötzlich jeder an Bord zum Verdächtigen wird, setzen Henry und Lenny alles daran, den wahren Täter zu entlarven. Ob es ihnen wohl gelingen wird, den Fall rechtzeitig zu lösen?

Da mir meine bisherigen Werke von M. G. Leonard so gut gefallen haben und ich wahnsinnig gerne zu Detektivromanen greife, war ich augenblicklich Feuer und Flamme als ich von ihrer neuen Kinderbuchreihe „Der Abenteuer-Express“ hörte, welche sie zusammen mit Sam Sedgman geschrieben hat. Es war sehr schnell klar, dass der erste Band bei mir einziehen muss und ich sollte auch nicht enttäuscht werden. Ganz im Gegenteil, für mich hat es sich meine Fahrt mit dem Highland-Express als ein wahres Highlight entpuppt!

Wer gerne Kinderkrimis liest, die in der Manier eines klassischen Detektivromans daherkommen, landet mit „Juwelendiebe im Highland-Express“ einen echten Glückstreffer. Obwohl die Geschichte in der heutigen Zeit spielt, hat sie etwas Nostalgisches an sich und verströmt das Flair eines Agathie Christie-Krimis. Ich würde sie als eine moderne (und mordfreie) Version von „Mord im Orient-Express“ bezeichnen, gepaart mit abenteuerlichen Elementen a la Enid Blyton sowie interessanten Fakten über Eisenbahnen. Eine wunderbare Mischung, die nicht nur Kindern ab 10 Jahren mitreißt und begeistert, sondern auch Erwachsene.

M. G. Leonard und Sam Sedgman verstehen es, ihre Leserschaft von Beginn in den Bann zu ziehen. Die Story ist von Anfang bis Ende fesselnd und unterhaltsam und lässt einen ordentlich miträtseln. Geübte Krimileserinnen werden vermutlich nicht allzu lange im Dunkeln tappen, ich jedoch hatte tatsächlich bis zum Schluss keine Ahnung, wer der Täter sein könnte und wurde von der Auflösung überrascht. Der Fall ist wirklich äußert geschickt aufgebaut. Es gibt viele Verdächtige, falsche Fährten und immer wieder neue Hinweise, die es zu entschlüsseln gilt. Hilfreich dabei können auch Henrys Skizzen und Zeichnungen sein, die die Geschichte untermalen und die von der Illustratorin Elisa Paganelli angefertigt wurden.
Ganz nebenbei erfährt man dann auch noch eine Menge über Eisenbahnen ohne dass es lehrbuchmäßig wirkt oder langweilig wird. Man spürt die Begeisterung und Faszination der beiden Autor
innen für Züge richtig und kann eigentlich gar nicht anders als sie mit ihnen zu teilen.

Neben der Handlung überzeugt das Buch auch mit den zahlreichen verschiedenen Charakteren, die mit viel Liebe, Witz und Charme ausgearbeitet wurden. Henry und Lenny sind zwei liebenswerte und pfiffige Kinder, die gemeinsam ein großartiges Gespann und Ermittlerteam ergeben und sich sofort in das Leserherz schleichen. Es macht einfach nur großen Spaß, sie auf ihrer Spurensuche zu begleiten, man möchte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören und fliegt nur so durch die Seiten. Ich habe das Buch verschlungen und fiebere dem zweiten Band nun voller Vorfreude entgegen.

Fazit: „Juwelendiebe im Highland-Express“ ist ein spannender, humorvoller und atmosphärischer Kinderkrimi im Agatha-Christie-Stil vor besonderer Kulisse und das perfekte Lesefutter für alle Krimifans und Eisenbahn-Lieberhaber*innen. Ein aufregendes Abenteuer mit tollen Charakteren und einem mysteriösen Fall zum Mitraten. Ich kann nur sagen: Holt euch ein Ticket und Volldampf ins Abenteuer! Ich habe meine Fahrt mit den Highland-Express in vollen Zügen genossen und freue mich schon sehr auf die nächste Reise. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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