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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Wunderschönes, aufklärendes Kinderbuch

Wenn meine Haare sprechen könnten
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Seid mal ehrlich:
Wer von euch kennt sich wirklich mit seiner eigenen Haarstruktur aus? 👩🏽
Und jetzt mal ganz ehrlich… wer kennt sich mit Afro-Haaren aus? 👩🏿‍🦱
Vermutlich nur die wenigsten.

Gerade diese ...

Seid mal ehrlich:
Wer von euch kennt sich wirklich mit seiner eigenen Haarstruktur aus? 👩🏽
Und jetzt mal ganz ehrlich… wer kennt sich mit Afro-Haaren aus? 👩🏿‍🦱
Vermutlich nur die wenigsten.

Gerade diese für viele fremde – und unglaublich schöne – Haarstruktur führt leider dazu, dass Menschen ungefragt die Haare anderer anfassen. Besonders oft trifft es Kinder. Und genau auf dieses Thema machen Dayan Kodua und der Gratitude Verlag mit dem Buch Wenn meine Haare sprechen könnten aufmerksam.

Wir begleiten die 7-jährige Akoma durch ihren Schulalltag. Dort erlebt sie die Grenzüberschreitung, dass ihre Haare einfach angefasst werden. Das lässt sie nicht los, und sie sucht das Gespräch mit ihrer Mutter. Gemeinsam mit ihr – und mit uns als Leser:innen – lernt Akoma mehr über Afro-Haare, die Herkunft verschiedener Frisuren und darüber, wie eng all das mit Identität verbunden ist. Schritt für Schritt findet sie den Mut, Grenzen zu setzen und "Nein" zu sagen.

Ich persönlich habe die Geschichte sehr gerne gelesen, und auch die Kinder in meiner Kita haben aufmerksam zugehört. Besonders spannend fanden sie die diverse Darstellung der Figuren – Akoma und ihre Familie, aber auch Mitschüler:innen, die ganz unterschiedlich aussehen. Ein Kind mit Vitiligo wurde zum Beispiel sofort neugierig kommentiert. Die wunderschönen Illustrationen von Nicole Gebel tragen viel zur Wirkung des Buches bei.

Zusätzlich gibt es für die älteren Leser, wie Eltern, Erzieher und Lehrer noch weitere Seiten mit interessanten Informationen über die Haar-Kultur Schwarzer Menschen, verschiedene Hairstyles oder auch Wissenswertes über verschiedene Haarstrukturen.

Das Buch schafft damit eine wunderbare Grundlage für Verständnis – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Es zeigt, wie wichtig Grenzen und Akzeptanz sind. Und auch Kinder, die nicht zur Schwarzen Community gehören, lernen hier, wie wertvoll es ist, persönliche Grenzen zu setzen und die Grenzen anderer zu respektieren.

Ich wünsche mir, dass noch viel mehr Kinder solche Geschichten hören – damit Vielfalt nicht erklärt werden muss, sondern selbstverständlich wird.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Eine berührende Geschichte

A Poet's Heart (Broken Artists, Band 1)
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Ich durfte dieses Buch auf beide Weisen erleben – physisch [Eigenkauf] und als Hörbuch. Und was soll ich sagen... die Kombi war perfekt! Ich hatte sowohl sie wunderschöne Aufmachung des Buches vor Augen, ...

Ich durfte dieses Buch auf beide Weisen erleben – physisch [Eigenkauf] und als Hörbuch. Und was soll ich sagen... die Kombi war perfekt! Ich hatte sowohl sie wunderschöne Aufmachung des Buches vor Augen, mit den ganzen Liedern und Textnachrichten. Aber gleichzeitig die wundervollen Stimmen der Sprecher im Ohr. Wenn ihr die Möglichkeit dieser Kombi habt, nutzt sie! Es ist einfach anders berührend. ✨️

𝗪𝗼𝗿𝘂𝗺 𝗴𝗲𝗵𝘁’𝘀?
„A Poet’s Heart“ von Rebekka Weiler erzählt die Geschichte von Yva, die in Stockholm wohnt und durch mehr oder weniger Zufall direkt in der Wohnung neben der WG ihres besten Freundes landet. Dort begegnet sie Fenn, einem wortkargen Musiker mit gebrochener Seele. Zwischen ihnen entsteht eine leise, tiefgehende Verbindung – erst über Musik, dann über Worte. Doch Fenn trägt ein Geheimnis mit sich, das nicht leicht zu erklären ist…

𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗠𝗲𝗶𝗻𝘂𝗻𝗴:
Wie gesagt, die Aufmachung des Buches ist einfach wunderschön. Von Cover und Farbschnitt hin zur Innengestaltung. Es ist einfach wunderschön, von innen und von außen! Aber ich hatte ja auch das audiovisuelle Erlebnis und die Sprecher Nina-Carissima Schonrock & Julian Horeyseck haben Yva und Fenn einfach unglaublich gut wiedergegeben. Die perfekten Stimmen für die beiden!
Bei Yva hatte ich ab und zu das Gefühl, sie doch nur oberflächlich zu kennen. Aber dennoch waren die Szenen mit ihr alle so intensiv – durch Rebekkas wunderschönen Schreibstil wie auch Ninas mitfühlender Erzählstimme. Und diese Emotionalität zieht sich durch das gesamte Buch. Ich habe wirklich sehr mitgefühlt, mit beiden.
Besonders der Plottwist hat mich gepackt. Es war so logisch, aber ich war genauso ahnungslos wie Yva. Doch ich habe ihn geliebt. Er bringt so viele Erkenntnisse mit sich und man taucht damit in ein weiteres Thema ein, das einen nur berühren kann.
Generell werden einige Themen in dem Buch angesprochen, die Leben prägen – leider viele negativ. Doch Yva zeigt, wie man dennoch stark sein kann. Genau wie Fenn. Die beiden haben mein Herz und alles Glück der Welt verdient! Deshalb: Lest ihre Geschichte! 💕

Danke an Lübbe Audio für das Reziexemplar des Hörbuchs! Meine Meinung wurde nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 26.03.2024

Ein unwiderstehliches Leseerlebnis voller Charme und Herz

Unwritten Love (Unwritten, Bd. 1)
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"Unwritten Love" von Teresa Sporrer ist eine unwiderstehliche Lovestory, die einen mit ihrem Charme und ihrer Herzlichkeit in ihren Bann zieht. Das Buch erzählt die Geschichte von Livia, einem selbstbewussten ...

"Unwritten Love" von Teresa Sporrer ist eine unwiderstehliche Lovestory, die einen mit ihrem Charme und ihrer Herzlichkeit in ihren Bann zieht. Das Buch erzählt die Geschichte von Livia, einem selbstbewussten Bookgirlie mit einer (großen) Prise Gremlin, und Julian, einem anfänglich arrogant wirkenden Schauspieler, der jedoch mehr zu bieten hat, als man zunächst annimmt.



Livia als Hauptfigur ist eine Figur, mit der sich vermutlich viele LeserInnen identifizieren können. Ihre Leidenschaft für Bücher und ihre liebenswert grummlige Art machen sie zu einer sympathischen Protagonistin. Julian hingegen durchläuft im Verlauf der Geschichte eine faszinierende Entwicklung, die ihn von einem scheinbar arroganten Star zu einem liebenswerten und einfühlsamen Menschen macht. Besonders berührend ist die Beziehung zwischen Julian und seiner Schwester Charlotte, die dem Leser zeigt, dass hinter Julians Fassade mehr steckt, als man auf den ersten Blick vermuten würde.



Teresas Schreibstil ist einfach großartig und ich liebe ihn. Ihr Humor ist treffend und bringt den Leser immer wieder zum Schmunzeln (oder eher totlachen), während sie gleichzeitig auch ernste Themen anspricht, ohne dabei die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren. Das Buch ist eine perfekte Mischung aus Romantik, Komödie und Tiefe, die für ein rundum gelungenes Leseerlebnis sorgt.



Und genauso wunderschön wie der Inhalt ist auch das Cover und der ansprechende Farbschnitt des Buches, was einem direkt ins Auge springt und dazu beiträgt, dass man sich bereits beim ersten Anblick in die Geschichte verliebt.



Insgesamt ist "Unwritten Love" von Teresa Sporrer eine lustige und wirklich sehr schöne und humorvolle Lovestory, die das Herz berührt und den Leser mit einem großen Lächeln zurücklässt. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach einem Buch sind, das nicht nur unterhält, sondern auch das Herz erwärmt.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Toller Auftakt

Lucid Night – Was, wenn wir nicht träumen?
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"Lucid Night" bietet endlich mal wieder etwas Abwechslung im Bereich Fantasy. Zwar liebe ich Drachen, Fae, Hexen, Vampire und Co., aber dennoch freue ich mich über jede neue Art von Fantasy-Elementen. ...

"Lucid Night" bietet endlich mal wieder etwas Abwechslung im Bereich Fantasy. Zwar liebe ich Drachen, Fae, Hexen, Vampire und Co., aber dennoch freue ich mich über jede neue Art von Fantasy-Elementen. Das war auch ein Grund, weshalb ich dieses Buch direkt gelesen habe als ich die Möglichkeit dafür hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Ria und Selena sind zwei selbstbewusste junge Frauen, die traumwandeln können. Dabei sollte das gar nicht möglich sein, denn sie sind ja weiblich. Eigentlich können das nur Männer. Als das bekannt wird, bricht Chaos aus. Die beiden jungen Frauen werden, obwohl sie sich nicht kennen und in unterschiedlichen Ländern leben, vor ähnliche Herausforderungen gestellt und doch sind sie so anders. Beide stehen jedoch vor der Frage: Was ist richtig und was ist falsch?
Das Buch liest sich wirklich gut. Der einfache und lockere Schreibstil lässt einen geradezu über die Zeilen fliegen. So habe ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen. Die unterschiedlichen Perspektiven der Protagonistinnen sind dabei wirklich interessant und regen dazu an, sich selbst die Frage zu stellen, welche Wahrheit nun tatsächlich die richtige ist.
Die Idee mit dem luciden Träumen ist wirklich toll und die daraus entstehende Traumwelt kann man sich wirklich gut vorstellen. Genauso interessant ist der Aufbau der Traumkomission. Die Hirarchien, die dort herrschen, sowie Intrigen und Geheimnisse sind wirklich toll ausgearbeitet.
Es ist auch sehr angenehm, dass die Lovestory sich nicht in den Vordergrund drängt. Sie ist vorhanden, aber webt sie sich geschickt in die Hauptstory ein und lenkt nicht ab. Hier auch zu erwähnen: Es gibt queere Charaktere.
Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Aussehen (ich meine, seht euch das Cover an!) und Inhalt haben vollkommen überzeugt und ich hatte eine wirklich tolle Leseerfahrung! Hier gibt es eine ganz klare Empfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Eine gefühlvolle Reise

XX - my rose, my thorn
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Die XX-Reihe von Maria O'Hara und Don Both beginnt mit einem eindringlichen und emotionalen Auftakt, der die Leserinnen und Leser auf eine intensive Reise durch die Welt der Liebe und des Schmerzes mitnimmt. ...

Die XX-Reihe von Maria O'Hara und Don Both beginnt mit einem eindringlichen und emotionalen Auftakt, der die Leserinnen und Leser auf eine intensive Reise durch die Welt der Liebe und des Schmerzes mitnimmt. Der erste Teil dieser Reihe ist nichts für schwache Nerven, denn die Autorinnen scheuen sich nicht davor, die tiefsten Emotionen und dunkelsten Ängste ihrer Charaktere schonungslos offenzulegen. Es ist eine Geschichte, die dazu einlädt, sich vollkommen auf die Gefühlswelt der Protagonisten einzulassen und die eigenen Emotionen zu erkunden.

Ein herausragendes Merkmal dieses Buches ist der einzigartige Schreibstil, der aus der Perspektive des Protagonisten direkt an seine Partner gerichtet ist. Diese unkonventionelle Erzählweise ermöglicht es den Lesern, sich noch tiefer in die Gefühlswelt der Charaktere hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Emotionen hautnah mitzuerleben. Dadurch wird die Intensität der Geschichte noch weiter verstärkt und die Leserinnen und Leser werden förmlich in den Sog der Gefühle hineingezogen.

Es ist wichtig zu betonen, dass dieser Roman Triggerwarnungen enthält, da er Themen behandelt, die für manche Leserinnen und Leser belastend sein könnten. Die Autorinnen scheuen sich jedoch nicht davor, auch die dunkelsten Seiten der menschlichen Psyche zu erkunden, und das Ergebnis ist eine Geschichte, die sowohl verstört als auch fasziniert.

Trotz der emotionalen Intensität und der schweren Themen gelingt es Maria O'Hara und Don Both, auch Momente der Hoffnung und des Glücks in die Geschichte zu weben. Man fiebert mit den Charakteren mit, hofft auf ihr Glück und leidet mit ihnen, wenn sie Schmerz und Verlust erfahren. Es ist eine Achterbahnfahrt der Emotionen, die die Leserinnen und Leser bis zur letzten Seite gefangen hält und noch lange nach dem Zuklappen des Buches nachhallt.

Insgesamt ist der erste Teil der XX-Reihe von Maria O'Hara und Don Both ein beeindruckendes und mitreißendes Leseerlebnis, das einem noch lange in Erinnerung bleibt. Mit einem einzigartigen Schreibstil und einer fesselnden Handlung gelingt es den Autorinnen, die Leserinnen und Leser auf eine unvergessliche Reise durch die Höhen und Tiefen der menschlichen Gefühlswelt mitzunehmen.

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