anfangs schwach, dann spannend
54 MinutenAls Schüler und Lehrer die Aula nach einer Ansprache verlassen wollen, sind die Türen verschlossen. Ein Schüler eröffnet das Feuer und knallt Lehrer und Mitschüler ab. Tyler greift seine Schule an und ...
Als Schüler und Lehrer die Aula nach einer Ansprache verlassen wollen, sind die Türen verschlossen. Ein Schüler eröffnet das Feuer und knallt Lehrer und Mitschüler ab. Tyler greift seine Schule an und schießt mal gezielt, mal wahllos in die Menge. Aus der Sicht von vier Jugendlichen entfaltet sich der Amoklauf, bis die letzte Kugel verschossen ist.
Anfangs fand ich das Buch eher mau. Die Figuren fand ich verwirrend und hatte durch die Schreibweise das Gefühl, einen Jugendroman in der Hand zu halten. Aber dann nahm die Geschichte an Fahrt auf, die Charaktere nahmen Gestalt an, Unklarheiten wurden bereinigt und man hielt einen erschütternden, beängstigenden Roman in den Händen, der so spannend war, dass man ihn nicht weglegen konnte. Ich begreife angesichts diesen Leids nicht, wieso die USA an ihren Waffengesetzen festhält. Die Sprache ist passend, da die Geschichte aus Sicht der Jugendlichen erzählt wird und es liest sich flüssig. Etwas irritierend fand ich die eingeschobenen Nachrichten. Die sind meiner Meinung nach unnötig.
Alles in Allem lesenswert, aber es lässt einen auch ratlos zurück, denn man kann diese Dinge nicht ändern. Und angesichts dessen, dass jemand wie Trump die Wahl gewonnen hat und somit Hass, Gewaltverherrlichung und Rachegelüste von ganz oben gefördert werden, finde ich dieses Buch besonders erschreckend.