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Veröffentlicht am 26.04.2024

Unterstützung für Borowski

Heiner ist tot
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Bei einem Spaziergang am Strand findet Karin den Postboten Heiner tot im Strandkorb. Sofort informiert sie Elsbeth und Ursel, die anderen beiden rüstigen Rentnerinnen ihrer WG. Als absolute Tatort-Fans, ...

Bei einem Spaziergang am Strand findet Karin den Postboten Heiner tot im Strandkorb. Sofort informiert sie Elsbeth und Ursel, die anderen beiden rüstigen Rentnerinnen ihrer WG. Als absolute Tatort-Fans, die keine Folge der sonntäglichen Sendung verpassen, beginnen sie mit eigenen Ermittlungen.

Ich habe die drei sympathischen und lebensfrohen Damen sofort in mein Herz geschlossen. Eine schöne Vorstellung, seinen Lebensabend in der Gesellschaft von Freundinnen in einer gemeinsamen WG zu verbringen. Mit ihrem Umgang untereinander erinnern sie mich stark an die TV-Sendung „Golden Girls“. Irgendwie haben die Damen es geschafft, dass für mich der Fall in den Hintergrund getreten ist.

Jette Jakobi schreibt in einer lockeren und spritzigen Art mit viel Humor. Der Schönberger Strand und die Umgebung riefen zudem Erinnerungen an mehrere Urlaube in mir wach. Bei diesem ersten Fall des Ostsee-Mordclubs fühlte ich mich bestens unterhalten und ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Ermittlungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2024

Verzwickter Fall für Liv Lammers

Gefährlicher Sog
2

Auf Sylt wird Timur Roters, der ein Wohngruppe Jugendlicher mit problematischer Kindheit betreut, tot aufgefunden. Die Leiche weist 23 Messerstiche auf und nicht nur diese Tatsache bereitet der Kommissarin ...

Auf Sylt wird Timur Roters, der ein Wohngruppe Jugendlicher mit problematischer Kindheit betreut, tot aufgefunden. Die Leiche weist 23 Messerstiche auf und nicht nur diese Tatsache bereitet der Kommissarin Liv Lammers und ihrem Team im weiteren Verlauf Kopfzerbrechen.

Ich mag die Bücher von Sabine Weiss sehr, egal ob Krimi oder historischer Roman. Die Reihe mit Liv Lammers verfolge ich schon von Beginn an und sie und einige ihrer Kollegen sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. In diesem achten Band allerdings hadere ich mit Liv und ihrem Verhalten, sowie auch mit dem ihres Kollegen Andreas. Die Jugendlichen der Wohngruppe geben mir ebenso Rätsel auf wie die Reaktionen der Ehefrau des Opfers.

Die Vorurteile, die dieser Wohngruppe von allen Seiten entgegengebracht werden, zeigen ein bekanntes Verhalten unserer Gesellschaft auf. So hat die Autorin ein aktuelles Thema für ihren Krimi aufgegriffen. Mir waren diese Jugendlichen aber zu sehr problembehaftet und teilweise zu krass in ihrem Verhalten. Es mag sein, dass ich hier zu realitätsfern bin.

Wie gewohnt schreibt Sabine Weiss in einem flüssigen und leicht verständlichen Stil. Durch verschiedene Perspektiven und einigen Wendungen weiß sie auch Spannung zu erzeugen und zu halten.

Ich fand diesen Krimi aber um einiges schwächer als die Vorgänger und daher gibt es von mir nur vier Sterne.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 27.03.2024

Ferien in Griechenland

Ferien wie blubbernder Eistee
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Luzy freut sich auf die Ferien auf der griechischen Heimatinsel ihres Freundes Jannis. Und Opa Peter reist mit dem Esel Tzatziki ebenfalls an. Luzy freut sich auf die unbeschwerte Zeit.

Kristina Kreuzer ...

Luzy freut sich auf die Ferien auf der griechischen Heimatinsel ihres Freundes Jannis. Und Opa Peter reist mit dem Esel Tzatziki ebenfalls an. Luzy freut sich auf die unbeschwerte Zeit.

Kristina Kreuzer hat die Charaktere so liebevoll und mit viel Herzwärme beschrieben, dass ich sie einfach alle in mein Herz schließen musste. Auch die Beschreibungen der griechischen Insel sind so bildhaft und hören sich an wie das pure Paradies. Ich fühlte die Sonne auf meinem Gesicht, das noch kühle Meer an meinen Füßen, den Wind in den Haaren und konnte die vielen Kräuter der Insel riechen. Aber auch im Paradies gibt es Probleme. Die jungen Leute ziehen lieber auf das Festland oder eine größere Insel und das Heimatdorf von Jannis droht auszusterben. Auch Jannis Eltern sehen nur noch die Möglichkeit, ihre Plantage zu verkaufen. Luzy wäre nicht Luzy, wenn sie nicht versuchen würde, das zu verhindern. Ob sie das schafft und wenn ja wie, müsst ihr selber nachlesen, denn ich verrate es nicht.

Das bunte Cover von Friederike Ablang, die auch die Illustrationen an jedem Kapitelanfang gezeichnet hat, verspricht einen unbeschwerten Urlaub mit Sonnenschein, unbeschwerten Strandtagen am Meer und blubberndem Eistee. Trotz aller auftretenden Probleme erleben die Kinder auch Tage mit ganz normalen Urlaubsaktivitäten auf dieser schönen griechischen Insel.

Dies ist bereits der dritte Band der Reihe, was mir gar nicht bewusst war. Durch geschickt eingeflochtene Informationen zu dem bisherigen Geschehen hatte ich aber keinerlei Verständnisprobleme. Mir hat der Ausflug in die griechische Sonne gut gefallen.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Eine ganz besondere Geschichte mit ganz besonderen Charakteren

Das Mädchen mit dem Porzellangesicht
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Im Jahr 1888 wird der Puppenmacher Kazuki Kobayashi Vater der kleinen Tochter Miyo. Vor Jahren hat er leider einen nicht ganz eindeutigen Vertrag mit einem dubiosen Anwalt abgeschlossen. Da dieser nun ...

Im Jahr 1888 wird der Puppenmacher Kazuki Kobayashi Vater der kleinen Tochter Miyo. Vor Jahren hat er leider einen nicht ganz eindeutigen Vertrag mit einem dubiosen Anwalt abgeschlossen. Da dieser nun die Tochter fordert, muss Kobayashi seine schöne Tochter verstecken. Hierfür muss er eine ganz besondere Porzellanmaske schaffen. Damit beginnt Miyos Leidenszeit.

Die Protagonisten sind teilweise sehr speziell. Es handelt sich um Menschen, Tiere und durch KI gesteuerte Roboter. Sie reichen von liebenswert über seltsam bis mega fies und bösartig. Alles in allem eine facettenreiche Mischung. Mit Miyo habe ich gelitten, sie aber auch bewundert. Trotz ihres ganzen Leids, das sie ertragen musste, behält sie ein gutes Herz und findet in kleinen Dingen ihre Freude und Hoffnung. Neben Miyo waren mir die Roboter am sympathischsten, denn sie waren oft menschlicher als die Menschen.

Mit dem Schreibstil habe ich zu Beginn ziemlich gehadert, aber irgendwann störte mich dieser nicht mehr. So eine Geschichte habe ich bisher noch nie gelesen. Sowohl das Thema als auch die Protagonisten fand ich besonders. Mir fehlte es in der Geschichte nur etwas an Tiefe und manche Szenen wurden mir zu zügig abgehandelt. Ein paar Seiten mehr hätten dieser Geschichte m. E. gutgetan.

In diesem speziellen Fall muss ich einfach auch noch auf das Cover zu sprechen kommen. Der dunkelblaue Einband mit den silbrigen und feinen Illustrationen und ebensolcher Schrift wirkt sehr hochwertig und macht das Buch neben der einzigartigen Geschichte zu etwas Besonderem.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Verzwickter Frankreich-Krimi

Mörderisches La Rochelle
1

Auf einem abgelegenen Parkplatz wird ein durch Kopfschüsse getötetes Ehepaar in seinem Auto aufgefunden und nicht weit entfernt liegt ein ebenfalls erschossener Radfahrer. Diese Konstellation gibt dem ...

Auf einem abgelegenen Parkplatz wird ein durch Kopfschüsse getötetes Ehepaar in seinem Auto aufgefunden und nicht weit entfernt liegt ein ebenfalls erschossener Radfahrer. Diese Konstellation gibt dem Kommissar Chevalier in seinem Fall einige Rätsel auf. Gibt es ein verbindendes Element zwischen den Opfern oder war der Radfahrer nur ein Zeuge, der beseitigt werden musste?

Chevalier war mir auf Anhieb sympathisch! Er ist nicht nur ein gründlicher Ermittler, sondern auch ein liebevoller Vater und Ehemann, der trotz dieser Mordfälle noch Zeit für seine Familie abzwackt. Sein Team ist aufgrund persönlicher Vorkommnisse etwas abgelenkt und sein neuer Vorgesetzter behindert die Ermittlungen eher, als dass er hilfreich wäre.

Jean-Claude Vinet hat einen ruhigen Schreibstil, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Der Plot weist zahlreiche Wendungen auf. Mit jeder neuen Information meinte ich, den Mörder ausgemacht zu haben, aber so schnell wie ich ihn/sie verdächtigte, so schnell musste ich die Person wieder von der Liste streichen. Und am Ende war alles ganz anders als vermutet.

Mir hat diese Mischung aus Ermittlungen, Privatleben sowie Beschreibungen von Landschaft und kulinarischen Köstlichkeiten sehr gut gefallen. Letztere und das Cover mit der Hafeneinfahrt von La Rochelle weckten Urlaubserinnerungen bei mir. Gerne werde ich auch in Zukunft mit Chevalier und seinem Team ermitteln.

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