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Veröffentlicht am 09.06.2024

Ein Stück Zeitgeschichte mit starken Frauen

Die Bahnhofsmission
1

Bereits Band 1 konnte ich kaum aus der Hand legen, und nach einem eher offenen Ende habe ich natürlich dem Folgeband entgegengefiebert. Und soviel schon mal vorab: das Warten hat sich gelohnt.
37 Jahre ...

Bereits Band 1 konnte ich kaum aus der Hand legen, und nach einem eher offenen Ende habe ich natürlich dem Folgeband entgegengefiebert. Und soviel schon mal vorab: das Warten hat sich gelohnt.
37 Jahre sind vergangen und der 2. Weltkrieg steht kurz vor seinem Ende. Berlin liegt in Trümmern, und die Not der Überlebenden ist unbeschreiblich. Dazu kommen noch gestrandete Vertriebene und Kriegsheimkehrer.
Alice, eine der Protagonistinnen aus Band I, sucht eine neue sinnvolle Aufgabe und beschließt in Anbetracht der herrschenden unmenschlichen Zustände, wieder eine Bahnhofsmission als erste Anlaufstelle für alle Hilfesuchenden einzurichten. Durch einen glücklichen Zufall trifft sie auf alte Bekannte aus der Zeit der ersten Bahnhofsmission und kann auch auf Hilfe der russischen Besatzer zählen, so dass schnell ein einfaches Provisorium eingerichtet werden kann. Sogar ein Arzt unterstützt sie, der allerdings ein dunkles Geheimnis verbirgt.
In einem weiteren Handlungsstrang begegnen wir wieder Natalie, die mit ihrer Tochter zurück nach Berlin gekommen ist, um mit ihrer Vergangenheit abschließen zu können und ihre Freundin Alice wieder zu treffen. Ob das gelingen wird?
Veronika Rusch ist es gelungen, trotz der sehr bedrückenden, allgegenwärtigen Nachkriegsatmosphäre auch Raum für Hoffnung und Neubeginn zu schaffen. Die geschilderten Schicksale berühren einerseits, aber es gibt auch immer wieder Momente der Freude, die Mut machen und vor allem die Frauen zum Weitermachen anspornen. Gut gefallen hat mir auch, dass einige der Nebencharaktere aus Band 1 wieder mitwirken durften.
Auch dieser Teil hat mich wieder rundherum begeistern können und mir schöne Lesestunden beschert.
Trotz des für mich stimmigen Endes finde ich es sehr schade, dass kein 3. Teil in Planung ist. Genug Stoff dafür wäre auf jeden Fall vorhanden.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Eine warmherzige Geschichte

25 letzte Sommer
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Da allein schon das Cover von „25 letzte Sommer“ auf mich eine sehr beruhigende Wirkung hatte war ich natürlich auch neugierig auf den Inhalt.
In dieser Geschichte treffen zwei Männer zufällig aufeinander. ...

Da allein schon das Cover von „25 letzte Sommer“ auf mich eine sehr beruhigende Wirkung hatte war ich natürlich auch neugierig auf den Inhalt.
In dieser Geschichte treffen zwei Männer zufällig aufeinander. Beide befinden sich wohl in der zweiten Lebenshälfte, könnten aber in ihrem Wesen nicht unterschiedlicher sein. Dem Erzähler, einem gestressten „Ich-bin-überall-erreichbar“-Managertyp, steht der bodenständige und in sich ruhende Kartoffelbauer Karl gegenüber, der das Hier und Jetzt mit allen Sinnen genießt und ihn spontan auf seinen Hof einlädt. Dort beginnen philosophische Gespräche über das Leben und die Dinge, die es lebenswert machen.
Dieses Buch ist zwar nicht sehr umfangreich, gibt aber doch so viel: Impulse zum Nachdenken über das eigene Leben, zur Achtsamkeit sich und anderen gegenüber, zum Innehalten, um sich all der wunderbaren Momente gewahr zu werden, die uns umgeben und zur Dankbarkeit für all das.
Eigentlich sollte jeder Mensch in seinem Leben solch einen „Karl“ in der Nähe haben, der einen von Zeit zu Zeit mal wieder etwas erdet.
Eine wundervolle Geschichte voller Wärme, wie eine liebevolle Umarmung.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Hochspannendes Enträtseln eines uralten Geheimnisses

Das Verbot: Thriller
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Endlich gibt es einen neuen Teil der Zons-Reihe mit Spannung in doppelter Form – in der Gegenwart und im Zons des Jahres 1505.
„Das Verbot“ ist nicht nur der Name dieses wieder unglaublich spannenden Thrillers, ...

Endlich gibt es einen neuen Teil der Zons-Reihe mit Spannung in doppelter Form – in der Gegenwart und im Zons des Jahres 1505.
„Das Verbot“ ist nicht nur der Name dieses wieder unglaublich spannenden Thrillers, sondern auch eine ganz klare Ansage des Mörders, und wer sich nicht daran hält, stirbt.
Während Oliver Bergmann zunächst der Mord an einer Kinderpsychologin Kopfzerbrechen bereitet, ist es bei Bastian Mühlenberg ein toter Mönch mit einer lateinischen Botschaft. Beide Männer tappen zunächst völlig im Dunkeln, bis sich nach und nach erste Erkenntnisse ergeben. Aber der Weg bis dahin ist schon lang und steinig.
Auch bei diesem Band bleibt der Spannungsbogen in beiden Zeitebenen konstant hoch. Es fällt wie immer schwer, das Buch aus der Hand zu legen, denn für ein kurzes Kapitel bleibt immer noch Zeit. Vor allem, da die Neugierde, wie es weitergeht, immer siegt; gerade auch, wenn gerade wieder einmal ein Zeitsprung stattgefunden hat.
Mir hat „Das Verbot“ wieder einmal spannende Lesestunden beschwert und ich empfehle diesen Thriller uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 29.03.2024

Angriff auf die Lachmuskeln

Krieg der Seesterne
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Was ist denn in Fredenbüll los? Die Dorfidylle ist dahin und auf einmal herrscht Ausnahmezustand. Piet sieht UFOs, Elektrogeräte geraten außer Rand und Band, der Biodinkel schießt in die Höhe, Aluhutträger ...

Was ist denn in Fredenbüll los? Die Dorfidylle ist dahin und auf einmal herrscht Ausnahmezustand. Piet sieht UFOs, Elektrogeräte geraten außer Rand und Band, der Biodinkel schießt in die Höhe, Aluhutträger trommeln entrückt im Zeltlager und im Kornkreis liegt eine Leiche…
Ein neuer Fall für Thies und Nicole, der es in sich hat, denn über Nacht tummeln sich etliche merkwürdige Gestalten vor Piets Haus. Fredenbüll wird sogar zum Ziel von Kaffeefahrten. Und eine zweite Leiche lässt auch nicht lange auf sich warten.
Krischan Koch ist auch mit seinem 12. Teil der Fredenbüll-Reihe wieder ein äußerst unterhaltsamer Krimi mit viel Augenzwinkern gelungen. Spritzige Dialoge und der eine oder andere Schenkelklopfer wechseln sich mit aberwitzigen Szenen ab, und das Kopfkino läuft dabei auf Hochtouren. Das Wiedersehen mit den bereits bekannten und lieb gewonnenen Charakteren und vor allem der Hidden-Kist-Stammbesetzung ist sowieso immer wieder schön. Es gibt einen Haufen Verdächtige, doch die Spannung bleibt bis kurz vor Schluss.
Genau das gefällt mir an dieser Reihe und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 24.03.2024

Emotionale Lebenswege

Für immer, dein August (Mühlbach-Saga 2)
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Band 1 der Mühlbach-Saga „In Liebe, deine Lina“ hat mich bereits begeistern können und daher habe ich schon ungeduldig auf den 2. Band „Für immer, dein August“ gewartet. Um es gleich vorwegzunehmen: auch ...

Band 1 der Mühlbach-Saga „In Liebe, deine Lina“ hat mich bereits begeistern können und daher habe ich schon ungeduldig auf den 2. Band „Für immer, dein August“ gewartet. Um es gleich vorwegzunehmen: auch dieser Teil ist lesenswert.
Barbara Leciejewski gibt auch hier wieder Einblicke in ihre Familiengeschichte. Dieses Mal stehen Lotte, Linas Tochter, und August im Mittelpunkt, die Großeltern der Autorin. Wir begleiten diese beiden durch mehr als 30 Jahre und zwei Weltkriege und dürfen miterleben wie sich langsam aus einer Kinderfreundschaft eine große Liebe entwickelt.
Es ist wieder eine sehr emotionale Geschichte, die mich öfter zu Tränen gerührt hat. Familiengeschichte und fiktive Figuren sind mit den damaligen politischen Vorkommnissen gekonnt verbunden.
Barbara Leciejewski hat mit einfühlsamen Worten hier einen Teil des Lebenswegs ihrer Ur- bzw. Großeltern durch gute und schlechte Zeiten und mit Höhen und Tiefen geschildert, der mich beeindruckt hat. Danke, dass ich daran teilhaben durfte.

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