Profilbild von Kelo24

Kelo24

Lesejury Star
offline

Kelo24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kelo24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2024

Hochemotional

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
0

„Alles, was ich geben kann“ war mein erstes Buch der Autorin Rebecca Yarros. Es hat mich begeistern und mitreißen können, auch wenn es zeitweise keine leichte Lektüre war. Was für eine Achterbahn der Gefühle ...

„Alles, was ich geben kann“ war mein erstes Buch der Autorin Rebecca Yarros. Es hat mich begeistern und mitreißen können, auch wenn es zeitweise keine leichte Lektüre war. Was für eine Achterbahn der Gefühle – von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt ist jede Empfindung in diesem Roman enthalten!!
Die Autorin erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die das Leben bereits erheblich gebeutelt hat: Ella, alleinerziehende Mutter von Zwillingen, die sich „nebenbei“ um das B&B-Familienunternehmen kümmert und von der tödlichen Erkrankung ihrer Tochter überrollt wird und Beckett, der seinem verstorbenen Freund und Ellas Bruder Ryan versprochen hat, sich um sie zu kümmern.
Was Ella nicht weiß ist, dass sie bereits seit längerer Zeit eine Brieffreundschaft mit Beckett unter seinem Spitznamen „Chaos“ gepflegt hat, die zwischen beiden eine ganz besondere Beziehung hat entstehen lassen.
Es gäbe natürlich noch so viel mehr über den Inhalt zu berichten, aber ich möchte jetzt nicht spoilern. Rebecca Yarros Schreibstil ist sehr emotional und, wie ich schon eingangs geschrieben habe, durchlebt man beim Lesen alle Höhen und Tiefen mit. Sehr gefallen haben mir auch die Briefwechsel zwischen Ella und Chaos, die einen Einblick in ihre Vorgeschichte geben. Diesen folgt dann ein Kapitel aus Perspektive von einem der beiden Charaktere.
Beide Hauptcharaktere waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Vor allem vor Ella habe ich des Öfteren meinen Hut gezogen, wenn sie wieder in den vertracktesten Situationen auf der Suche nach einer Lösung war, die allen Seiten gerecht werden konnte, obgleich klar war, dass es die nicht geben würde. Ihre innere Zerrissenheit war dabei oft greifbar. Ab und zu war sie mir allerdings trotzdem einen Tick zu viel Drama-Queen.
Dieser Roman ist sicher keine Lektüre für zwischendurch, denn er beschreibt teilweise knallharte Erlebnisse, die sehr bewegen. Aber trotzdem gibt es auch hier immer wieder Lichtblicke und Hoffnungsschimmer.
„The last letter“ ist der Originaltitel dieses wundervollen berührenden Romans. Es braucht einige Zeit, um zum „last letter“ zu kommen, aber die Geschichte ist jede Seite mehr als wert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2024

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Der Betrachter: Thriller
0

Der 9. Fall für Laura Kern und ihren Kollegen Max Hartung ist wieder einmal eine harte Nuss. Diese Mal finden beide eine in eine winzige Holzkiste gezwängte Frauenleiche vor, die einen Schmetterlingsflügel ...

Der 9. Fall für Laura Kern und ihren Kollegen Max Hartung ist wieder einmal eine harte Nuss. Diese Mal finden beide eine in eine winzige Holzkiste gezwängte Frauenleiche vor, die einen Schmetterlingsflügel in der Hand hält. Genau dieses Motiv zeichnet detailgetreu kurze Zeit später eine Patientin der geschlossenen psychiatrischen Abteilung. Woher hat sie das Täterwissen?
Es bleibt natürlich nicht bei einer Leiche und die Ermittlungen laufen wieder auf Hochtouren. Einige Verdächtige, mal mehr und mal weniger vielversprechende Spuren und es scheint, dass der Täter dem Ermittlerteam immer eine Nasenlänge voraus ist. Der Spannungsbogen ist von Beginn an hoch und die Gänsehaut hält sich bis zum – wieder einmal – überraschenden Ende.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und durch die knackig kurzen Kapitel fliegt man nur so durch die Seiten und kann das Buch nur sehr schwer zwischendurch aus der Hand legen. Denn irgendwie geht immer noch ein Kapitel…
Mir hat „Der Betrachter“ spannende Lesestunden beschert und ich kann ich nur wärmstens weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2024

Ein Stück Zeitgeschichte mit starken Frauen

Die Bahnhofsmission
1

Bereits Band 1 konnte ich kaum aus der Hand legen, und nach einem eher offenen Ende habe ich natürlich dem Folgeband entgegengefiebert. Und soviel schon mal vorab: das Warten hat sich gelohnt.
37 Jahre ...

Bereits Band 1 konnte ich kaum aus der Hand legen, und nach einem eher offenen Ende habe ich natürlich dem Folgeband entgegengefiebert. Und soviel schon mal vorab: das Warten hat sich gelohnt.
37 Jahre sind vergangen und der 2. Weltkrieg steht kurz vor seinem Ende. Berlin liegt in Trümmern, und die Not der Überlebenden ist unbeschreiblich. Dazu kommen noch gestrandete Vertriebene und Kriegsheimkehrer.
Alice, eine der Protagonistinnen aus Band I, sucht eine neue sinnvolle Aufgabe und beschließt in Anbetracht der herrschenden unmenschlichen Zustände, wieder eine Bahnhofsmission als erste Anlaufstelle für alle Hilfesuchenden einzurichten. Durch einen glücklichen Zufall trifft sie auf alte Bekannte aus der Zeit der ersten Bahnhofsmission und kann auch auf Hilfe der russischen Besatzer zählen, so dass schnell ein einfaches Provisorium eingerichtet werden kann. Sogar ein Arzt unterstützt sie, der allerdings ein dunkles Geheimnis verbirgt.
In einem weiteren Handlungsstrang begegnen wir wieder Natalie, die mit ihrer Tochter zurück nach Berlin gekommen ist, um mit ihrer Vergangenheit abschließen zu können und ihre Freundin Alice wieder zu treffen. Ob das gelingen wird?
Veronika Rusch ist es gelungen, trotz der sehr bedrückenden, allgegenwärtigen Nachkriegsatmosphäre auch Raum für Hoffnung und Neubeginn zu schaffen. Die geschilderten Schicksale berühren einerseits, aber es gibt auch immer wieder Momente der Freude, die Mut machen und vor allem die Frauen zum Weitermachen anspornen. Gut gefallen hat mir auch, dass einige der Nebencharaktere aus Band 1 wieder mitwirken durften.
Auch dieser Teil hat mich wieder rundherum begeistern können und mir schöne Lesestunden beschert.
Trotz des für mich stimmigen Endes finde ich es sehr schade, dass kein 3. Teil in Planung ist. Genug Stoff dafür wäre auf jeden Fall vorhanden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 14.04.2024

Eine warmherzige Geschichte

25 letzte Sommer
0

Da allein schon das Cover von „25 letzte Sommer“ auf mich eine sehr beruhigende Wirkung hatte war ich natürlich auch neugierig auf den Inhalt.
In dieser Geschichte treffen zwei Männer zufällig aufeinander. ...

Da allein schon das Cover von „25 letzte Sommer“ auf mich eine sehr beruhigende Wirkung hatte war ich natürlich auch neugierig auf den Inhalt.
In dieser Geschichte treffen zwei Männer zufällig aufeinander. Beide befinden sich wohl in der zweiten Lebenshälfte, könnten aber in ihrem Wesen nicht unterschiedlicher sein. Dem Erzähler, einem gestressten „Ich-bin-überall-erreichbar“-Managertyp, steht der bodenständige und in sich ruhende Kartoffelbauer Karl gegenüber, der das Hier und Jetzt mit allen Sinnen genießt und ihn spontan auf seinen Hof einlädt. Dort beginnen philosophische Gespräche über das Leben und die Dinge, die es lebenswert machen.
Dieses Buch ist zwar nicht sehr umfangreich, gibt aber doch so viel: Impulse zum Nachdenken über das eigene Leben, zur Achtsamkeit sich und anderen gegenüber, zum Innehalten, um sich all der wunderbaren Momente gewahr zu werden, die uns umgeben und zur Dankbarkeit für all das.
Eigentlich sollte jeder Mensch in seinem Leben solch einen „Karl“ in der Nähe haben, der einen von Zeit zu Zeit mal wieder etwas erdet.
Eine wundervolle Geschichte voller Wärme, wie eine liebevolle Umarmung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.04.2024

Hochspannendes Enträtseln eines uralten Geheimnisses

Das Verbot: Thriller
0

Endlich gibt es einen neuen Teil der Zons-Reihe mit Spannung in doppelter Form – in der Gegenwart und im Zons des Jahres 1505.
„Das Verbot“ ist nicht nur der Name dieses wieder unglaublich spannenden Thrillers, ...

Endlich gibt es einen neuen Teil der Zons-Reihe mit Spannung in doppelter Form – in der Gegenwart und im Zons des Jahres 1505.
„Das Verbot“ ist nicht nur der Name dieses wieder unglaublich spannenden Thrillers, sondern auch eine ganz klare Ansage des Mörders, und wer sich nicht daran hält, stirbt.
Während Oliver Bergmann zunächst der Mord an einer Kinderpsychologin Kopfzerbrechen bereitet, ist es bei Bastian Mühlenberg ein toter Mönch mit einer lateinischen Botschaft. Beide Männer tappen zunächst völlig im Dunkeln, bis sich nach und nach erste Erkenntnisse ergeben. Aber der Weg bis dahin ist schon lang und steinig.
Auch bei diesem Band bleibt der Spannungsbogen in beiden Zeitebenen konstant hoch. Es fällt wie immer schwer, das Buch aus der Hand zu legen, denn für ein kurzes Kapitel bleibt immer noch Zeit. Vor allem, da die Neugierde, wie es weitergeht, immer siegt; gerade auch, wenn gerade wieder einmal ein Zeitsprung stattgefunden hat.
Mir hat „Das Verbot“ wieder einmal spannende Lesestunden beschwert und ich empfehle diesen Thriller uneingeschränkt weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere