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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2024

Spannender Krimi aus dem historischen Wien

Mord in der Wiener Werkstätte
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Anfang des 20. Jahrhunderts lag auch die Kunst fast ausschließlich in Männerhänden. Die Befähigung für Architektur und Möbeldesign wurde Frauen völlig abgesprochen, lediglich Stoffmuster, Postkarten und ...

Anfang des 20. Jahrhunderts lag auch die Kunst fast ausschließlich in Männerhänden. Die Befähigung für Architektur und Möbeldesign wurde Frauen völlig abgesprochen, lediglich Stoffmuster, Postkarten und Keramiken durften Frauen herstellen. Immer wieder bin ich froh, nicht in der damaligen Zeit gelebt zu haben.

Mit „Mord in der Wiener Werkstätte“ ist der Autorin ein treffendes Bild der damaligen Gesellschaftsverhältnisse wunderbar gelungen. Die Armut der arbeitenden Bevölkerung, insbesondere der Frauen, die so wenig Geld verdienten, dass vielen nur übrigblieb, ihren Körper zu verkaufen oder sich mit Diebstählen über Wasser zu halten, die Vetterlswirtschaft, in der unfähige Beamte den Polizeiapparat im Kaiserreich blockierten. Eine Zeit, in der Fingerabdrücke noch als Humbug und moderner Firlefanz galten.

Wohltuend setzt sich da Max von Krause ab. Der verarmte Adelige, der als Kommissar über keinerlei Standesdünkel verfügt und der Meinung ist, dass „alle Menschen, egal, welchen gesellschaftlichen Rang sie innehatten, sollten ein und denselben Eingang nutzen können.“ Max ist es auch, der die junge Lili mit einer Ermahnung davonkommen lässt, als diese beim Stehlen auf dem Markt erwischt wird. Eine ehrliche Arbeit soll sie sich suchen und prompt wird sie in der Wiener Werkstätte als Putzfrau eingestellt.

Max und Lili, zwei so gegensätzliche Charaktere aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Denn eine der Frauen aus der Wiener Werkstätte wird erschlagen aufgefunden und Lili fühlt sich berufen, den sympathischen Kommissar bei seiner Arbeit zu unterstützen.

Lilis erfrischende Sichtweise und der aufgeschlossene Max ergänzen sich ausgezeichnet. Ich bin problemlos in die Handlung eingetaucht, habe mitgelitten und gebangt und wollte nicht, dass die Geschichte endet.

Ein spannender Krimi, sympathische Protagonisten, eine lebendige Erzählweise, ich hoffe sehr, dass es weitere Krimis mit diesem „Ermittlerteam“ geben wird.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Kulinarischer Krimi aus Bella Italia

Bellinilügen
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Während ich bei Regen auf den nebelverhangenen Lago Maggiore starre, ermittelt Doro Ritter bereits zum fünften Mal am idyllischen Gardasee.

Eine alte Dame wird ermordet und Doro kann das Ermitteln wieder ...

Während ich bei Regen auf den nebelverhangenen Lago Maggiore starre, ermittelt Doro Ritter bereits zum fünften Mal am idyllischen Gardasee.

Eine alte Dame wird ermordet und Doro kann das Ermitteln wieder einmal nicht lassen. Dabei wollte sie doch nur eine Freundin besuchen und sie bei der Gestaltung eines Kunstprojekts unterstützen.

Bei dem Versuch, einen vermeintlich Unschuldigen zu entlasten, kommt Doro dem wahren Täter näher als ihm lieb ist und muss wieder einmal um ihr Leben fürchten.

Ein spannender Fall, ganz viel Italien Feeling und wie immer jede Menge leckeres Essen, diese Eigenschaften zeichnen die Krimis von Gudrun Grägel aus und machen mich zum Fan der ersten Stunde. Ich hätte auch gerne eine Spitzenköchin wie Doro als Freundin, die sich beim Kochen wunderbar entspannen kann und ihre Freunde mit einem Menu d’Amore verwöhnt. Ersatzweise finden sich am Ende des Buches ein paar Rezepte und zumindest den Aperitif „Dorini“ möchte ich unbedingt mal ausprobieren 😉.

Ich möchte jetzt auch gerne in der Sonne sitzen, auf den See schauen und mit einem Bellini auf den gelungenen Fall anstoßen.

Sehr gerne empfehle ich Bellinilügen und die gesamte Reihe weiter und bin schon gespannt auf die nächsten Abenteuer von Doro und ihrem geliebten Vincent.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Berührende Lovestory

Und mitten im Sommer die Liebe
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Bisher kannte ich Susanne Fletemeyer nur als „Krimiautorin mit Schwein“, aber mit „Und mitten im Sommer die Liebe“ hat sie mich sehr überrascht. Was für eine wunderschöne, berührende Geschichte.

Ich möchte ...

Bisher kannte ich Susanne Fletemeyer nur als „Krimiautorin mit Schwein“, aber mit „Und mitten im Sommer die Liebe“ hat sie mich sehr überrascht. Was für eine wunderschöne, berührende Geschichte.

Ich möchte auch einen besten Freund wie Erik, der trotz Krankheit an seine Freundin Luisa gedacht hat und wie es für sie nach seinem Tod weitergehen soll. Erik war für Louisa und ihre Tochter Familienersatz und fordert sie auf, sich mit 5 Männern zu treffen, die er für sie ausgesucht hat. Vom Steuerberater über einen Yogalehrer bis hin zu einem Alpakazüchter ist alles dabei.

Was für eine witzige Idee, die dem Tod des besten Freundes ein wenig die Tragik nimmt und mich gleich wieder schmunzeln lässt. Ich habe gemeinsam mit Luisa die Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft und bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis 😉.

Für wen würdest du dich entscheiden? Und brauchen wir nicht alle einen Erik in unserem Leben?

Louisas Erlebnisse sind so herrlich komisch, dass ich froh bin, nicht selbst auf der Suche zu sein. Ich habe jede einzelne Seite mit Freude gelesen und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

Bravo und bitte mehr davon, liebe Susanne Fletemeyer

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Venedig sehen und sterben, frei nach Tatjana Kruse

Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande
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Im Rahmen der langen Kriminacht in Leipzig hatte ich das Vergnügen, dass die Autorin ein paar Szenen aus dem Buch vorgelesen hat. Ich glaube, Tatjana Kruse könnte auch aus einem Telefonbuch vorlesen und ...

Im Rahmen der langen Kriminacht in Leipzig hatte ich das Vergnügen, dass die Autorin ein paar Szenen aus dem Buch vorgelesen hat. Ich glaube, Tatjana Kruse könnte auch aus einem Telefonbuch vorlesen und es würde lebendig und spannend klingen, aber Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande ist auch beim Selbstlesen unheimlich witzig und lässt mich im Vaporetto durch Venedig sausen.

Der Tag beginnt alles andere als vergnüglich für Astrid Vollrath, die ihren Partner beim Fremdgehen in Flagranti erwischt. Kurz entschlossen reist sie nach Venedig, mitten im Hochsommer und ohne Gepäck, ich muss schon wieder schmunzeln. Astrid tröstet einzig der Umstand, dass sie sich „nie Hagens Namen in meine verlängerte Rückseite habe tätowieren lassen. Sonst hätte ich jetzt vermutlich auf dem Zugklo versucht, mir mit einer Nagelschere die Pobacke zu amputieren.“

Gestärkt mit dem Zuspruch ihrer Mitreisenden und etliche Bloody Marys später, erreicht Astrid die Stadt der Gondeln, Dogen und Paläste und was sie hier erlebt, ist mal wieder eine wahre „Krimödie“, diese Mischung aus Krimi und Comedy, für welche Tatjana Kruse inzwischen bekannt ist.

Dieses Buch enthält Piranhas, Kinder und viele Männer in weißen Leinenanzügen. Astrid, die rationale Steuerberaterin entwickelt in Venedig James Bond-Eigenschaften und ich komme kaum zum Luftholen, eine komische Situation jagt die nächste.

Der Bodycount an Leichen ist hoch in diesem Buch und die meisten sterben an sehr irrwitzigen Todesursachen, ich frage mich, ob man an der Seite dieser Autorin wohl sehr gefährlich lebt. 😉

Tagebuch einer Wasserleiche aus dem Canale Grande hat mich begeistert. Hier bleibt wenig Zeit für eine gemütliche Gondelfahrt, die Handlung reißt mich in einen Strudel an Emotionen und nur sehr zögerlich klappe ich das Buch am Ende zu, ich möchte noch ein wenig in Astrids Venedig verweilen.

Ich empfehle dieses Buch für alle, die nicht an einer akuten Zwerchfellentzündung leiden. 🤣

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Spannender Griechenland Krimi

Kretisches Rätsel
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Dieses Jahr ist erstmals ein Urlaub in Griechenland geplant und ich bin schon sehr gespannt, ob das Essen so lecker wird, wie im Athena, dem Restaurant, welches von Vater und Bruder von Kommissar Michalis ...

Dieses Jahr ist erstmals ein Urlaub in Griechenland geplant und ich bin schon sehr gespannt, ob das Essen so lecker wird, wie im Athena, dem Restaurant, welches von Vater und Bruder von Kommissar Michalis Charisteas betrieben wird.

Es ist September auf Kreta und in wenigen Tagen soll die Hochzeit von Michalis mit seiner Hannah stattfinden, eine riesige griechische Hochzeit. Damit ihr Sohn sich ganz den Vorbereitungen widmen kann, hat Mama Loukia ihren Schwager und Vorgesetzten von Michalis beauftragt, ihren Sohn von schwierigen Fällen fernzuhalten. Doch das Verbrechen hat keine Ehrfurcht vor einer Hochzeit und so sieht sich der Kommissar plötzlich mit einer Mordermittlung konfrontiert.

Es geht um Archäologie, Neid, Gier und Eifersucht und dazwischen will die schwierige Verwandtschaft bespasst werden. Kein einfacher Fall für Michalis und seine Kollegen.

Sehr gut gefallen hat mir das Personenverzeichnis gleich zu Beginn des Buches, damit ich die handelnden Personen trotz teilweise ähnlich klingender Namen besser zuordnen kann 😏.

Kretisches Rätsel ist bereits der sechste Fall für das Ermittlerteam, welches mir nebst familiärem Umfeld immer mehr ans Herz wächst. Die Spannung bleibt durchgängig erhalten und immer wieder schickt der Autor die Kommissare und auch mich auf falsche Spuren.

Dazwischen bleibt immer wieder Zeit zum Durchatmen bei einem Frappé und um die grandiose Landschaft zu genießen.

Sehr gerne empfehle ich „Kretisches Rätsel“ weiter und freue mich schon auf neue Fälle mit „meinen“ Ermittlern 😍

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