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Veröffentlicht am 02.04.2024

Noch besser als der Vorgänger

Und Großvater atmete mit den Wellen
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1943 ist der Zweite Weltkrieg in vollem Gange. Die Brüder Konrad und Sverre aus Norwegen arbeiten als Matrosen auf einem Handelsschiff, das von Japanern torpediert wird und untergeht. Beide können sich ...

1943 ist der Zweite Weltkrieg in vollem Gange. Die Brüder Konrad und Sverre aus Norwegen arbeiten als Matrosen auf einem Handelsschiff, das von Japanern torpediert wird und untergeht. Beide können sich auf unterschiedliche Weise nach Java retten. Konrad lernt im Krankenhaus die Norwegerin Sigrid kennen und lieben. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn beide landen in verschiedenen japanischen Gefangenenlagern und müssen täglich versuchen, irgendwie zu überleben

Das Buch ist sozusagen der zweite Teil der Reihe um eine Familiengeschichte. Im ersten Teil ging es um die Großmutter, hier geht es in erster Linie um den Großvater. Ich fand die Geschichte noch wesentlich besser und vor allem wesentlich berührender als der erste Teil. Hier ging es ausschließlich um die Historie. Viele Fakten über die Internierungen von Zivilisten durch die Japaner im Zweiten Weltkrieg waren mir neu. Es ist sehr gut beschrieben, was sie durchleiden mussten. Aber ebenso, dass es immer Menschen gab, die sich für andere einsetzen und auch unter Lebensgefahr helfen. Das macht das Buch sehr hoffnungsvoll. Es lässt sich wunderbar lesen und bekommt von mir die absolut volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Sehr viel Capri

Der blaue Salamander
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Im Beichtstuhl in der Kirche wird die Leiche von Rosalinda gefunden. Sie hat eine kleine Boutique und verkauft Ledersachen. Schnell ist mit dem Straßenfeger Salvatore ein Verdächtiger gefunden. Doch der ...

Im Beichtstuhl in der Kirche wird die Leiche von Rosalinda gefunden. Sie hat eine kleine Boutique und verkauft Ledersachen. Schnell ist mit dem Straßenfeger Salvatore ein Verdächtiger gefunden. Doch der Polizist Rizzi glaubt nicht daran, dass er der richtige Schuldige ist. Rizzi beginnt weitere Ermittlungen zusammen mit seiner Kollegin Antonia und bald stoßen sie auf die Spur der verschwundenen berühmten Handtasche, die sich der Blaue Salamander nennt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde, die Reihe steigert sich mehr und mehr. Zum einen sind die Ermittler, auch wenn sie Ecken und Kanten haben, sehr sympathisch. Zum anderen spielt natürlich Capri und seine Bewohner eine riesengroße Rolle und macht sehr viel von dem Charme des Buches aus. Unabhängig davon gibt es realistische Ermittlungen und auch wenn die Spannung nicht superhoch ist, lässt sich das Buch sehr gut lesen und ist ein traditioneller Krimi, der in der oberen Liga mitspielt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Empfehlenswert

Das Wunder vom Little Bighorn
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Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, möchte ich anmerken, dass ich durchweg den Begriff „First Nation“ verwenden werde. Ich weiß, dass er vorwiegend in Kanada gebraucht wird und nicht von allen ...

Bevor ich zur eigentlichen Rezension komme, möchte ich anmerken, dass ich durchweg den Begriff „First Nation“ verwenden werde. Ich weiß, dass er vorwiegend in Kanada gebraucht wird und nicht von allen akzeptiert wird. Doch ich empfinde es bei der Rezension einfacher und verständlicher, wenn ich nur einen Begriff verwende, statt zwischen Dakota/Lakota/Sioux usw. zu wechseln.

Mir war der Autor des Buches vorher völlig unbekannt. Ich bin mit den Büchern von Liselotte Welskopf-Henrich aufgewachsen und habe sich auch als Erwachsener nochmals gelesen. Erst hier im Vorwort wurde mir klar, wie Welskopf-Henrich den Namen des Autors verwendet und auch verschiedene von ihm aufgezeichnete Begebenheiten in ihren Büchern eingearbeitet hat, so dass sein Vermächtnis auf moderne Art weitergeben wird.

Das Buch ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt. So geht es um die Anfänge der First Nation, einigen ihrer Regeln oder um die Heilige Pfeife des Weißen Büffelskalbs. Es geht um das Aufzeigen der Veränderungen, die mit dem Auftauchen des weißen Mannes und dem Bruch vieler Verträge einhergingen.

Die jeweilige aufgeschriebene Geschichte über diverse Rituale und Überlieferungen erhalten oft noch eine anschließende Erklärung und Ergänzung aus Sicht des Autors.

Mit dem Kurzroman „Maiden Chief“ konnte ich nicht so wirklich viel anfangen. Es ist eine interessante Geschichte, die vom Stil her allerdings sehr idealisiert, teilweise schwülstig bis kitschig ist und am Ende sogar stark an Karl May (Zuwendung zur christlichen Religion) erinnert. Trotzdem ist es gut, dass sie veröffentlicht und bekannt gemacht wird. Denn das für mich Interessante an der Geschichte ist, dass dort detailliert die Sitten und Bräuche speziell der Sioux aufgeführt werden und man so aus erster Hand viel Wissenswertes erfährt, das unbedingt erhalten werden muss. So kann man über die in meinen Augen stilistischen „Mängel“ (immerhin ist der Kurzroman rund 100 Jahre alt) hinweglesen.

Die auf die Geschichte folgenden kurzen Kapitel - sei es über die Büffel, den Ursprung der First Nation oder verschiedene andere Fakten - sind dann wieder eher sachlich und vermitteln sehr viele Details.
Heraus sticht natürlich die Schlacht am Little Bighorn. Bisher wurde sie fast ausschließlich aus Sicht der Sieger (auch wenn die Armee die Schlacht verloren hat, am Ende war sie der Sieger) beschrieben. Hier kommt endlich die andere Seite zu Wort und so kommen auch andere Fakten zutage.

Alles im allem kann ich das Buch wirklich sehr empfehlen. Es gibt Einsichten in das wirkliche Leben, es macht einen unbekannten Autor bekannt – und ich hoffe auf einen großen Leserkreis. Vor allem verklärt es weder noch idealisiert (bis auf den Kurzroman).
Besonders erwähnen möchte ich die für meine Begriffe außerordentlich gute Übersetzung, die dem modernen Leseempfinden sehr entgegenkommt, aber gleichzeitig die Poesie des Originals erhält.

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Veröffentlicht am 11.03.2024

Realistisch und berührend

Ich, meine fürchterlich nette Familie und andere Katastrophen
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Martha ist 14 und lebt mit ihren beiden Halbbrüdern und ihre Mutter zusammen in Berlin. Da ihre Halbbrüder jeweils aus anderen Beziehungen kommen, hat sie also sozusagen eine Großfamilie mit verschiedenen ...

Martha ist 14 und lebt mit ihren beiden Halbbrüdern und ihre Mutter zusammen in Berlin. Da ihre Halbbrüder jeweils aus anderen Beziehungen kommen, hat sie also sozusagen eine Großfamilie mit verschiedenen Ersatzvätern, entsprechenden Großeltern und weiteren Angehörigen. Im Ergebnis ziemlich kompliziert, denn alle diese Verwandten wollen ein wenig ihrer Zeit haben. So hat sie eigentlich fast nie Ruhe und Zeit für sich. Denn auch bei der Betreuung ihrer Brüder ist sie stark eingespannt. Und ihren eigenen Vater kennt sie nicht. Als ihre Mutter eine neue Beziehung eingeht, muss die ganze Familie nach Frankfurt umziehen. Für Martha eine Katastrophe...

Den Vorschlag des Buches für eine Auszeichnung finde ich absolut gerechtfertigt. Zum einen ist da die schöne Ausstattung mit den wunderbaren Katzenbildern. Zum anderen ist es inhaltlich absolut gelungen. Ich habe ehrlich gesagt nie so im Detail darüber nachgedacht, was eine so große Patchworkfamilie für Kinder bedeutet. Ich war froh, wenn diese Familien gut funktioniert haben und sich die Kinder mit den neuen Partnern verstehen. Aber, was da noch alles dranhängen könnte, habe ich wirklich nicht zu Ende gedacht. So habe ich über das Buch viel Neues gelernt. Es ist unheimlich realistisch für die heutige Zeit. Gleichzeitig ist es aber auch berührend, wie Martha versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Sie ist eine sehr sympathische Hauptfigur. Auch ihre pubertären Probleme sind gut dargestellt. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.03.2024

Spannend

Mörderfinder – Stimme der Angst
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Max Bischoff ist auf der Beerdigung seines ehemaligen Mentors und trifft dort eine Frau, die seiner großen Liebe Jennifer unheimlich ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Doch die „zweite ...

Max Bischoff ist auf der Beerdigung seines ehemaligen Mentors und trifft dort eine Frau, die seiner großen Liebe Jennifer unheimlich ähnlich sieht. Aber Jennifer ist seit fünf Jahren tot. Doch die „zweite Jennifer“ ebenfalls große Probleme und Max versucht, ihr dabei zu helfen. Kurz danach wird sowohl seine Partnerin Jana wie auch er selbst entführt und auf seinen ehemaligen Kollegen wird ein Mordversuch unternommen. Die Dinge überschlagen sich...

Das Buch ist sehr spannend und ich habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Auch wenn man glaubt, etwas zu wissen, ist es bei dem Autor üblich, dass man am Ende noch mit einigen völlig überraschenden Wendungen zu tun haben wird. Genau das macht den Reiz der Reihe aus. Ansonsten ist für mich auch Marvin immer ein Highlight mit seinen schrägen und flotten Sprüchen, so dass das Buch auch noch einen gewissen Witz hat. Alles in allem gibt es von mir ein absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf eine Fortsetzung.

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