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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.11.2024

Eine herzliche Spurensuche in Schweden

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Das Cover von „Als wir im Schnee Blumen pflückten“ von Tina Harnesk hat mich direkt angesprochen. Es strahlt Wärme und Harmonie aus und passt zum nordischen Schauplatz.
Die Geschichte hat zwei Erzählsträngen, ...

Das Cover von „Als wir im Schnee Blumen pflückten“ von Tina Harnesk hat mich direkt angesprochen. Es strahlt Wärme und Harmonie aus und passt zum nordischen Schauplatz.
Die Geschichte hat zwei Erzählsträngen, die sich im Laufe der Zeit verbinden. Zum einen trifft man auf Máriddja, die mithilfe ihres Handys und der Telefonistin Siré nach einem lange verlorenen Neffen sucht. Parallel geht es um Kaj und Mimmi, die mit eigenen Sorgen und Hoffnungen ringen.
Die Kapitel selbst hatten eine angenehme Länge und durch den flüssigen Schreibstil bin ich gut durch die Handlung gekommen. Auch die einzelnen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und so lebendig und eigenwillig beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie direkt zu kennen. Vor allem Máriddja hat mich doch immer wieder mal zum Schmunzeln gebracht. Die Autorin schafft es nicht nur die Menschen authentisch zu beschreiben, auch die Natur Schwedens kommt nicht zu kurz. Das hat mich irgendwie angesprochen und ich konnte mich bildlich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.
Die Handlung selbst ist aber eher ruhig und unaufgeregt, man darf also nicht zu viel Spannung erwarten. Es eignet sich also eher für entspannte Lesestunden, wenn man sich nach etwas Warmherzigem und Tiefgründigem sehnt.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

Ein emotionaler Roman über Schuld, Vergebung und verbotene Gefühle

Even If I fall
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„Even if I Fall“ war das erste Buch, das ich von Abigail Johnson gelesen habe und ich bin wirklich begeistert! Das Cover ist sehr ansprechend und der schmelzende Eiswürfel hat eine indirekte Verbindung ...

„Even if I Fall“ war das erste Buch, das ich von Abigail Johnson gelesen habe und ich bin wirklich begeistert! Das Cover ist sehr ansprechend und der schmelzende Eiswürfel hat eine indirekte Verbindung zur Geschichte. Zum einen macht Brooke, die Protagonistin, Eiskunstlauf und zum anderen kann die Annäherung zwischen Brooke und Heath wie ein schmelzender Eiswürfel betrachtet werden.
Brooke fand ich von Anfang an sehr sympathisch und auch die anderen Figuren fand ich sehr authentisch. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und klar. Sie hat wunderbar echte Charaktere geschaffen und eine Geschichte, in die ich mich direkt reinversetzen konnte. Sie hat die vielen Emotionen sehr nachvollziehbar und detailreich geschildert, wodurch ich mich irgendwie auch betroffen gefühlt habe.
Brooke ist die Schwester des Mörders von Cal, dem Bruder von Heath. Diese beiden nähern sich im Laufe des Romans an und sind dabei gefangen zwischen Familien, Schuld, Vergangenheit und ganz vielen Gefühlen. Man kann wirklich spüren, wie die, in dieser Situation eigentlich unübliche, Anziehung immer stärker wird und ich finde, dass die Geschichte gut ausgearbeitet ist. Die Thematik an sich ist für mich im New Adult Genre neu und ich fand das von Anfang an interessant und spannend. Jede Person in dieser Geschichte hat einen Form des Verlustes zu bewältigen und das tut jeder auf seine eigene Art.
Ich hätte es schön gefunden, wenn die Geschichte an manchen Stellen vielleicht auch aus Heaths Sicht geschildert worden wäre. So hätte man einen besseren Blick auf „beide Seiten“ bekommen. Auch war mir der Schluss dann irgendwie zu kurz. In den letzten paar Seiten passiert so viel auf einmal, dass hätte man vielleicht noch etwas ausbauen können.

Aber an sich ein wunderbarer und vor allem emotionaler Roman, den ich gerne weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Kein Roman wie jeder andere

GUY'S GIRL
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Der Roman „Guy‘s Girl“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Emma Noyes gelesen habe.
Der erste Blick auf das verspielt gestaltete Cover sagt nicht viel über den Inhalt aus und lässt vage eine romantische ...

Der Roman „Guy‘s Girl“ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Emma Noyes gelesen habe.
Der erste Blick auf das verspielt gestaltete Cover sagt nicht viel über den Inhalt aus und lässt vage eine romantische Liebesgeschichte vermuten.
Die Triggerwarnung der Autorin zu Beginn des Romans ist auf jeden Fall angebracht, denn der Inhalt der Folgt ist leider nicht für jeden einfach zu lesen. Ginnys Weg voller Selbstzweifel in ihrer Essstörung zeigt die Autorin auf nachfühlbarer Weise. In diesem Roman findet man somit nicht die 08/15 Liebesgeschichte, bei der man schon vorher genau weiß um was es geht. Während dem Lesen fühlt man, wie die Protagonisten auch, ein Auf und Ab der Gefühle. In ihrem noch junge Alter erleben die Freund so einiges. Mit der Freundesgruppe kann man sich als Leser identifizieren und der leichte und einfache Schreibstil der Autorin lässt einen den Roman in kürzester Zeit lesen. Ich hatte durch den schnellen Perspektivwechsel zu Beginn des Romans Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Nach ein paar Kapiteln habe ich dann den Zugang gefunden. Was mir persönlich noch etwas gefehlt hat, ist der Hintergrund für das Auslösen der Essstörung bei Ginny. Ich habe sie nicht als völlig authentischen Charakter annehmen können und es gibt ein paar Ungereimtheiten während des Handlungsverlaufes. Ich stelle mir z.B. die Frage, wieso ihre Freunde aus der WG, Menschen mit denen sie viel zu tun hat, nicht mitbekommen, dass sie nicht isst.
Aber alles in allem ein Roman mit einer wichtige Message und einem Thema, das man so nicht überall findet.

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Ein mitreißendes Leseerlebnis zwischen Freundschaft und Schicksal

i fell in love with hope
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So gut wie das wunderschön gestaltete Cover, hat mir auch die Geschichte von Sony, Hikari, Coeur, Neo und Sam gefallen. Die Story erinnert mich etwas an den „Club der roten Bänder“, denn auch hier verbringen ...

So gut wie das wunderschön gestaltete Cover, hat mir auch die Geschichte von Sony, Hikari, Coeur, Neo und Sam gefallen. Die Story erinnert mich etwas an den „Club der roten Bänder“, denn auch hier verbringen Freunde einen großen Teil ihres Lebens im Krankenhaus. Der Leser wird Teil der Gruppe und leidet in all den schweren Stunden mit den Freunden mit. Wirklich super fand ich den Schreibstil der Autorin. Sie schreibt anders und nicht ganz so gewöhnlich, denn ihre poetische Art voller Metaphern macht das Gelesene an manchen Stellen etwas schwerer verständlich. Man muss den Text oft genau lesen, wird aber bildhaft mitgenommen. Vielleicht könnten das manche als störend empfinden. Während dem Lesen habe ich mitgefiebert und ständig überlegt, wer Sam sein könnte. Manchmal hat mich das Unwissen über Sam aber irgendwie auch irritiert und beim Lesen gebremst. Doch je besser man die Charaktere im Laufe der Geschichte kennenlernt, desto besser kann man mit ihnen sympathisieren und mit jeder Szenen gibt alles etwas mehr Sinn. Trotz allem war die Geschichte für mich emotional und mitreißend. Für Alle, die kein Problem damit haben, beim Lesen mal das ein oder andere Tränchen zu verdrücken, ist das Buch also eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Ein inklusives Buch für junge Leser

Du! - Wer du bist und wie sich dein Körper verändert
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Bereits das Cover des Buches ist super schön und ansprechend gestaltet und jedes Kind wird sich bereits darauf in irgendeiner Form wiedererkennen. Genau so schön wie das Cover, sind auch die Illustrationen ...

Bereits das Cover des Buches ist super schön und ansprechend gestaltet und jedes Kind wird sich bereits darauf in irgendeiner Form wiedererkennen. Genau so schön wie das Cover, sind auch die Illustrationen im Inneren des Buches. Inhaltlich wird sehr umfangreich und vor allem für jüngere Kinder verständlich erklärt, was in der Pubertät so auf einen zukommen kann. Die Altersangabe von 7 Jahren stimmt angesichts der sehr einfachen Sprache. Für mich ist nur die Frage, ob ältere Kinder mit dem Buch auch etwas anfangen können, da es schon sehr kindlich geschrieben ist. Das tut jedoch dem Inhalt an sich keinen Abbruch. Die Erklärung beginnt im Babyalter und verläuft bis zur Pubertät- es wird also das Ziel verfolgt, den Kindern zu erklären, was sich beim Erwachsenwerden verändert. Themen wie das biologische Geschlecht aber auch Geschlechterrollen werden aufgegriffen. Doch es geht nicht nur um die äußerlichen Veränderungen der Pubertät, sondern auch um das, was im Inneren des Körpers passiert, wie sich die Psyche verändert und was Stimmungsschwankungen sind. Ich finde es schön, dass die kleinen Leser auch dazu aufgefordert werden, Grenzen von anderen Menschen zu erkennen und zu akzeptieren, aber euch ihre eigenen Grenzen ganz deutlich zu kommunizierten. Gut finde ich, dass immer wieder darauf hingewiesen wird, dass man sich bei Unsicherheiten und Fragen an eine erwachsene Person wenden solle, der man vertraut. Was ich besonders gelungen finde, ist die ist die inklusive Sprache und die Diversität in den Bildern. Dabei ist der Text trotzdem gut zu lesen und ich habe nicht das Gefühl, dass hier Inklusion „aufgezwungen“ wird, es fließt alles wunderbar natürlich in das Buch ein. Wichtig zu erwähnen ist, dass auch auf die gefahren von Medien eingegangen wird. Das ist für mich ein besonders wichtiges Thema und unsere Jüngsten müssen so gut wie möglich auf Gefahren im Internet vorbereitete werden. Leider kommt das im Buch etwas zu kurz, vermutlich würde sich aber auch ein Buch allein zu diesem Thema füllen lassen.

Alles in allem finde ich das Buch sehr gelungen. Es handelt sich hier jedoch nicht um ein Buch zu Aufklärung, sondern allein zum Thema Pubertät und Heranwachsen. Themen wie z.B. Aufbau von Geschlechtsorganen, Fortpflanzung, etc. müssen separat besprochen werden.

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