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Veröffentlicht am 06.05.2024

Geschichte mit Sogwirkung, ganz viel Liebe und einem Wermutstropfen

Soul Food
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Das Buch lässt sich wirklich super leicht lesen. Die Kapitel sind alle zwischen 2 und 6 Seiten lang, was einen tollen Sog entwickelt. Als Mensch, der mit längeren Kapiteln manchmal struggelt, fand ich ...

Das Buch lässt sich wirklich super leicht lesen. Die Kapitel sind alle zwischen 2 und 6 Seiten lang, was einen tollen Sog entwickelt. Als Mensch, der mit längeren Kapiteln manchmal struggelt, fand ich das total angenehm und ich konnte das Buch fast in einem Rutsch lesen.

Die Protagonistin Emoni und alle anderen wichtigen Figuren, wie ihre Großmutter und ihre beste Freundin, sind einfach herzensgute Menschen und die Liebe in ihren Beziehungen zueinander ist greifbar. Ich habe beim Lesen ein gutes Gefühl bekommen für die Herausforderungen einer alleinerziehenden Teenager-Mutter, die in einer rassistischen Welt lebt und von Anfang an Geldsorgen hat. Positiv fand ich auch, dass Themen wie die Hintergründe von Kriminalität in ärmeren Vierteln sowie Kolonialismus nebenbei zumindest kurz aufgegriffen wurden.

Ich persönlich fand es immer schlimm, wenn detailliert beschrieben wurde, wie tote Tiere zubereitet werden. Damit gerechnet habe ich zwar, aber es hätte ja auch nicht unbedingt sein müssen. Dass grundlegende Gedanken zu Tierrechten/Antispeziesismus in Büchern mit einem gewissen gesellschaftskritischen Anspruch trotzdem oft fehlen, ist für mich einfach ein Wermutstropfen.

Insgesamt ist es aber ein tolles Buch über die Suche nach der eigenen Bestimmung im Leben, junge Elternschaft und gegenseitige Unterstützung. Es kommt ohne großartige Romantik und damit auch ohne Spice aus, was ja völlig okay ist. Ein Buch, dass sicher auch für jüngere Menschen gut geeignet ist.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Komplex, herausfordernd, aber begeisternd

Die Mütter
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Das Buch fordert die eigene Akzeptanz für Leerstellen ordentlich heraus. Wie auch in „Die verschwindende Hälfte“ wechseln die Perspektiven teils rasant. Trotzdem gibt es ganz viele Stellen, die von der ...

Das Buch fordert die eigene Akzeptanz für Leerstellen ordentlich heraus. Wie auch in „Die verschwindende Hälfte“ wechseln die Perspektiven teils rasant. Trotzdem gibt es ganz viele Stellen, die von der lesenden Person selbst gefüllt werden müssen, moralische Urteile werden, insofern überhaupt gewollt, höchstens sanft angestoßen.
Für mich ist der Schreibstil total schwer zu fassen und zu beschreiben, aber irgendwie fasziniert und begeistert er mich. Brit Bennet schafft es erneut, die Komplexität des Lebens in eine schöne Form zu fassen, die zum Weiterlesen animiert, aber auch Lesepausen verträgt.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Kleine Hoffnungsschimmer in dunklen Zeiten

Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht
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Das Buch ist für alle, die Gedankenanstöße zur eigene Wirksamkeit brauchen in einer Welt, deren Komplexität ohnmächtig machen kann. Gabriele von Arnim wählt der Reihe des Kjona-Verlags entsprechend die ...

Das Buch ist für alle, die Gedankenanstöße zur eigene Wirksamkeit brauchen in einer Welt, deren Komplexität ohnmächtig machen kann. Gabriele von Arnim wählt der Reihe des Kjona-Verlags entsprechend die Form eines Briefes an ihre Enkel. Das hindert beim Lesen aber nicht daran, sich selbst angesprochen zu fühlen.

Die gut 70 Seiten lesen sich schnell weg. Ich war beim Lesen ambivalent - oft haben mir ihre Perspektive und die gewählten Beispiele zu möglicher Selbstwirksamkeit Zuversicht gegeben. An manchen Stellen habe ich aber auch einen innerlichen Widerstand verspürt, weil alle genannten Möglichkeiten natürlich ziemlich im Klein-Klein verbleiben und die Ebene einer Systemkritik fehlt. Andererseits finde ich nicht, dass das dem Buch wirklich zum Vorwurf gemacht werden kann, schließlich sind das nun einmal die einzigen Bereiche, in denen wir konkret und mit entsprechend direktem Feedback selbst wirksam sein können.

Die Autorin findet an einigen Stellen auch klare Worte für ihre Generation und die allgemeine Haltung ebendieser den aktuellen Problemen gegenüber. Der Text ist aber nicht aufwiegelnd geschrieben und ich mochte ihn insgesamt sehr gern. Er ist keine Gesellschaftskritik, sondern eine kurzweilige Lektüre für Menschen, die neben aller Systemkritik positive Gedanken und Hoffnung suchen.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

So gut, dass es dieses Buch gibt!

Wie Farben im Regen
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Vorweg: Das Buch hat für seine Existenz 5 Sterne verdient! Ich bin so unbeschreiblich glücklich, dass es für Menschen existiert, die sich so oft alleine fühlen müssen. ❤️‍🩹 Die Geschichte ist super sanft ...

Vorweg: Das Buch hat für seine Existenz 5 Sterne verdient! Ich bin so unbeschreiblich glücklich, dass es für Menschen existiert, die sich so oft alleine fühlen müssen. ❤️‍🩹 Die Geschichte ist super sanft und wie schon bei den beiden Vorgängern sind alle Charaktere einfach so lieb und respektvoll. Ich finde, die Trilogie ist wie Heartstopper in Textform. Ich habe meine subjektive Bewertung weiter unten angesetzt, weil es für mich keine Sogwirkung entwickelt hat. (Habe parallel „Iron Flame“ gelesen, wahrscheinlich lag es auch daran. 🤣) Die Geschichte kommt ohne gepushtes Drama aus, was sie für mich manchmal etwas zäh machte. Sie ist aber einfach so gut für‘s Herz und ich habe etliche Male gelächelt oder Tränen in den Augen gehabt, dass ich es allen ans Herz lege, die gerade Trost oder eine Umarmung brauchen bzw. einfach mal was Schönes lesen möchten.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Nicht zu aufwühlend, dafür sehr sanft

Wie Wellen im Sturm
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Eine sanfte, leicht zu lesende Geschichte über die erste (queere) Liebe, persönliches Wachstum und vor allem Freund*innenschaft. Ich mochte die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander richtig gerne. ...

Eine sanfte, leicht zu lesende Geschichte über die erste (queere) Liebe, persönliches Wachstum und vor allem Freund*innenschaft. Ich mochte die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander richtig gerne. Der Roman richtet sich meiner Meinung nach an ein eher junges Publikum, er wird jetzt nicht sonderlich spicy, aber das ist völlig okay so und ich hab ihn trotzdem gern gelesen.

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