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Veröffentlicht am 15.04.2024

Nicht zu aufwühlend, dafür sehr sanft

Wie Wellen im Sturm
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Eine sanfte, leicht zu lesende Geschichte über die erste (queere) Liebe, persönliches Wachstum und vor allem Freund*innenschaft. Ich mochte die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander richtig gerne. ...

Eine sanfte, leicht zu lesende Geschichte über die erste (queere) Liebe, persönliches Wachstum und vor allem Freund*innenschaft. Ich mochte die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander richtig gerne. Der Roman richtet sich meiner Meinung nach an ein eher junges Publikum, er wird jetzt nicht sonderlich spicy, aber das ist völlig okay so und ich hab ihn trotzdem gern gelesen.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Tierischer Krimi, etwas weniger mitreißend als der 1. Teil

Das Strahlen des Herrn Helios
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Ein tierischer Krimi mit witzigen und kreativen Elementen einer Welt, in der es keine Menschen zu geben scheint, aber alle Tiere zusammenleben. Lässt sich leicht lesen, wurde zwischendrin richtig spannend. ...

Ein tierischer Krimi mit witzigen und kreativen Elementen einer Welt, in der es keine Menschen zu geben scheint, aber alle Tiere zusammenleben. Lässt sich leicht lesen, wurde zwischendrin richtig spannend.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Charaktere zwar etwas unnahbar, aber trotz allem ein tolles Buch

Sechzehn Wörter
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Das Buch liest sich wirklich gut und schnell, auch wenn ich zu den Figuren keine richtige Bindung aufbauen konnte. Verschiedene persische Wörter werden geschickt in den Text eingebunden und in einem der ...

Das Buch liest sich wirklich gut und schnell, auch wenn ich zu den Figuren keine richtige Bindung aufbauen konnte. Verschiedene persische Wörter werden geschickt in den Text eingebunden und in einem der nächsten Kapitel übersetzt. Das alles passiert sprachlich total elegant und organisch im Laufe der Handlung. Die Geschichte bekommt am Ende einen derartigen Twist, dass es sich eigentlich lohnen würde, das Buch mit dem Wissen gleich nochmal von vorn zu lesen. Ich denke, ich hätte mir für die Charaktere noch etwas mehr Glück/Liebe gewünscht, andererseits soll es vielleicht auch einfach nicht darum gehen, sondern um die Komplexität des Lebens der Protagonistin als Deutsch-Iranerin.

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Veröffentlicht am 15.04.2024

Ein Buch, das etwas Zeit benötigt

Herumtreiberinnen
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Für den zweiten Roman von Bettina Wilpert habe ich etwas mehr Zeit als beim ersten gebraucht, um reinzukommen. Nach dem ersten Drittel entwickelten die drei Handlungsstränge aber einen Sog. Die Autorin ...

Für den zweiten Roman von Bettina Wilpert habe ich etwas mehr Zeit als beim ersten gebraucht, um reinzukommen. Nach dem ersten Drittel entwickelten die drei Handlungsstränge aber einen Sog. Die Autorin arbeitet wie schon bei ihrem ersten Buch ohne direkte Rede. Das ist für mich anfangs immer etwas gewöhnungsbedürftig, macht den Schreibstil aber auch besonders und rasanter. Die Geschichten der drei Figuren, besonders die aus der NS- bzw. DDR-Zeit, sind bedrückend, aber wichtig. Kein Wohlfühlbuch, dafür eines, das mir widerständige Geschichte und Einblicke in die beiden Regimes in Romanform gewährt hat.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Kann aufgrund vieler Nebenhandlungen dem thematischen Anspruch nicht gerecht werden

Gin Boom
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Ich kritisiere gern und lautstark die Allgegenwärtigkeit von Alkohol - im Leben wie auch in Büchern. Was nicht nur als normal angesehen, sondern von Nichttrinker*innen sogar regelrecht eingefordert wird, ...

Ich kritisiere gern und lautstark die Allgegenwärtigkeit von Alkohol - im Leben wie auch in Büchern. Was nicht nur als normal angesehen, sondern von Nichttrinker*innen sogar regelrecht eingefordert wird, macht mich sehr wütend. Umso interessierter war ich an dieser Geschichte, die mit persönlicher Erfahrung Abhängigkeit und ihre Folgen in den Blick nimmt.

Und dass Verena Titze weiß, wovon sie schreibt, ist deutlich spürbar. Es gibt entlang dieser Haupthandlung wirklich starke Momente rund um Rückfall, Entzug und die Anstrengungen in einem Alltag voller Alkoholnormalität.

Schade ist nur, dass gleichzeitig unglaublich viele Nebenschauplätze eröffnet wurden: Konsens, sexualisierte Gewalt, vielleicht häusliche Gewalt, Suizid, Hustle Culture und weitere. Zusätzlich gibt es so viele Figuren, die aufgrund der Kürze des Buches aber auch nur wenig Tiefe bekommen und die wir als Lesende irgendwie zusammenbringen müssen.

Denn zwischen einigen gibt es Verbindungen, die teilweise fast krimiartig angedeutet werden. Und an der Stelle hat mich die Geschichte leider ziemlich verloren. Auf so wenigen Seiten geht das Hauptthema Alkoholmissbrauch schlicht unter, wenn so viele weitere Themen und Figuren hinzukommen. Keine der Figuren, inklusive der Protagonistin, konnte ich so richtig in der Tiefe begreifen, weil dafür einfach der Raum und auch die Emotionalität fehlte. Manche Textpassagen wie die Tagebucheinträge empfand ich zudem als sprachlich unpassend zum Alter der Hauptfigur.

So bleibe ich doch etwas unzufrieden zurück und werde das Buch nicht lange im Gedächtnis behalten. Das bedaure ich bei einem so wenig beachteten Thema wirklich sehr. Die guten Ansätze der Autorin können mit der inhaltlichen Dichte und dem rasanten Tempo der Geschichte nicht mithalten, sodass ich mich am Ende gefragt habe, wo denn nun eigentlich der Fokus liegen sollte. Es ist auf jeden Fall eine extrem schnelle Lektüre und wer die in Kombination mit Denkanstößen rund um den Stand von Alkohol in unserer Gesellschaft sucht, kann sich den Roman sicherlich einmal ansehen.

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