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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2024

Typisch britischer Krimiklassiker

Mord in der Charing Cross Road
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Sally Merton arbeitet als Buchhändlerin in der antiquarischen Buchhandlung der Brüder Heldar in der Charing Cross Road 200. Eines Abends kommt es zu einem Disput zwischen ihr und dem unbeliebten Kollegen ...

Sally Merton arbeitet als Buchhändlerin in der antiquarischen Buchhandlung der Brüder Heldar in der Charing Cross Road 200. Eines Abends kommt es zu einem Disput zwischen ihr und dem unbeliebten Kollegen Mr. Butcher. Als dieser am nächsten Morgen mit einem Messer im Rücken, ermordet aufgefunden wird, stellt sich natürlich die Frage, wer den verhassten Kollegen ermordet hat. Die Polizei hat schnell zahlreiche Verdächtige, denn Gründe Mr. Butcher zu töten hatten viele. Sally beginnt zusammen mit Juniorchef Johnny den wahren Mörder zu suchen.

„Mord in der Charing Cross Road“ von Henriette Hamilton ist ein neu aufgelegter Krimiklassiker. Ich liebe alte britische Krimiklassiker muss aber zugeben, dass die Autorin für mich bisher eine Unbekannte war. Dadurch, dass das Buch vor ca. 65 Jahre geschrieben wurde, spiegelt es die damalige Zeit sowie die Arbeit in einer antiquarischen Buchhandlung gut wieder. Für meinen Geschmack ist der Autorin ein wunderbarer Krimi, dieser Zeit, gelungen, der gleichzeitig auch Auftakt zu einer Reihe mit dem Ermittlerduo Sally und Johnny war. Es ist der typische englische Klassiker. Wer allerdings einen spannungsgeladenen Krimi / Thriller sucht, ist hier an der falschen Adresse.

Zu Beginn des Buches werden die zahlreichen Charaktere und Protagonisten vorgestellt. Danach beginnt die Autorin, mit den einzelnen Motiven und Beziehungen. Die Figuren sind fast alle durchweg liebenswürdig und entsprechend der damaligen Zeit. Dabei werden u.a. kriegstraumatisierte Kollegen oder arme, hart arbeitende, Kriegswitwen und deren Leben erzählt. Im Großen und Ganzen ist der Schreibstil angenehm zu lesen, an der ein oder Stelle war zwar das ein oder andere Wort, das etwas sperrig für mich war, aber dieser Zeit entspricht.

Das retro Buchcover mit der Bücherwand im Hintergrund, dem gelben Petticoat-Mädchen und dem weißen Geist passt perfekt zum Buch und gefällt mir sehr gut. Es stimmt einen gleich auf die Geschichte ein und sollte ein kleiner Eyecatcher in der Buchhandlung sein. Sehr gut gefallen hat mir auch das beigefügte Lesezeichen.

Mein Resümee: „Mord in der Charing Cross Raod“ ist ein sehr gelungener, typischer, britischer Krimiklassiker und ich bin froh, dass er neuentdeckt wurde. Ich hoffe die weiteren Bücher der Reihe werden ebenfalls wieder neu aufgelegt. Das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt und ich vergebe gerne die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Gelungenes Krimidebüt

Mord im Antiquitätenladen
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Eines Morgens findet der Antiquitätenhändler Siggi Malich einen Toten in seinem Geschäft. Als die gerufene Polizei (in Form vom doppelten Gunnar) endlich eintrifft, fehlt allerdings von der Leiche jede ...

Eines Morgens findet der Antiquitätenhändler Siggi Malich einen Toten in seinem Geschäft. Als die gerufene Polizei (in Form vom doppelten Gunnar) endlich eintrifft, fehlt allerdings von der Leiche jede Spur. Da es ohne Leiche auch keinen Tatort gibt, rückt die Polizei schnell wieder ab. Doch Siggi ist sich sicher, er hat sich den Toten im Sessel, wie vom doppelten Gunnar behauptet, nicht bloß eingebildet. Kurzentschlossen beginnt er auf eigene Faust mit den Ermittlungen. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei von seiner neue Putzhilfe Doro und seinem Freund Anton, einem gut vernetzter Antiquitätenhändler.

„80 €- Waldi“ alias Waldi Lehnertz ist ein Antiquitätenhändler aus der Eifel und den Meisten aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bekannt. Mit „Mord im Antiquitätenladen“ ist er nun unter die Krimiautoren gegangen. Für meinen Geschmack ist ihm ein gutes Cozy-Crime-Debüt gelungen.

Das Buch war Dank des flüssigen und angenehmen Schreibstil gut zu lesen. Die Protagonisten und deren Charaktere sind sehr gut darstellt und man kann sie sich lebhaft vorstellen. Jeder für sich ist ein liebenswürdiges Unikat. Waldi ist es gelungen einen unterhaltsamen und humorvollen Wohlfühlkrimi zu schreiben, bei dem es mir trotz des etwas flacherem Spannungsbogen nie langweilig war.

Das schlichte Buchcover mit den verschiedenen dezent gezeichneten Antiquitäten passt perfekt zum Buch.

Mein Resümee: „Mord im Antiquitätenladen“ war ein gelungener, kurzweiliger und humorvoller Cozy-Crime. Er hat mir sehr viel Spaß gemacht hat und meine Erwartungen erfüllt hat, deshalb vergebe ich die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 21.04.2024

Gelungener britischer Antiquitäten-Krimi

Der falsche Vogel
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Freya Lockwood lebt in London und ist Mutter einer in den USA lebenden Tochter. In jungen Jahren war Freya eine sehr erfolgreiche Antiquitätenfahnderin. In dieser Zeit hat sie zusammen mit ihrem Mentor ...

Freya Lockwood lebt in London und ist Mutter einer in den USA lebenden Tochter. In jungen Jahren war Freya eine sehr erfolgreiche Antiquitätenfahnderin. In dieser Zeit hat sie zusammen mit ihrem Mentor Arthur Crockleford einige Abenteuer erlebt, bis zu einem katastrophalen Ereignis in Kairo. In dessen Folge kam es zum Bruch mit Arthur. Der plötzliche Tod ihres alten Mentors, zwingt sie trotz aller Verbitterung in ihr Heimatdorf zurückzukehren und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Trotz ihrer Vorbehalte beginnt sie Ihrer Tante Carole zuliebe den Tod ihres Mentors zu untersuchen und die von ihm hinterlassenen Rätsel zu lösen.

C.L. Miller ist es wunderbar gelungen die einzelnen Protagonisten und deren Charaktere schön auszuarbeiten und man kann sich diese lebhaft vorstellen. Die Kapitel des Krimis sind in der jeweiligen Ich-Perspektive der an der Handlung beteiligten Personen geschrieben. Was mir verschiedene Sichtweisen auf die Geschichte ermöglicht hat. Das Buch war u.a. auch Dank des flüssigen und angenehmen Schreibstils rasch gelesen. Für meinen Geschmack ist es der Autorin gut gelungen den Spannungsbogen über die ganze Geschichte aufrecht zu erhalten. Es hat Spaß gemacht die Verwandlung von Freya von der öden Ex-Frau und Mutter hin zu ihrem alten Ich, der taffen Antiquitätenfahnderin, zuzusehen. Besonders gut gefallen hat mir Ihre Tante Carole, eine schillernde Persönlichkeit und ein wahres Goldstück.

Das leuchtend gelbe Buchcover mit dem „Martin-Brothers-Vogel“ ist ein Eyecather und passt hervorragend zur Story.

„Der falsche Vogel“ von C. L. Miller hat mir sehr gut gefallen und meine Erwartungen an einen britischen Krimi erfüllt. Es ist ein kurzweiliger, spannender und unterhaltsamer Krimi. In meinen Augen ist er für Fans des Genres eine klare Kaufempfehlung. Ich hoffe der 2. Band lässt nicht all zu lange auf sich warten.

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Veröffentlicht am 09.04.2024

Gelungener Küstenkrimi

Mord unterm Reetdach
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Kristan Dennermann ist ein Immobilienmakler auf Sylt, der das prächtige Anwesen des Sylter Urgesteins Hinnerk Petersen verkaufen soll. Als Petersen aber spurlos verschwindet, beginnt Dennermann sich Sorgen ...

Kristan Dennermann ist ein Immobilienmakler auf Sylt, der das prächtige Anwesen des Sylter Urgesteins Hinnerk Petersen verkaufen soll. Als Petersen aber spurlos verschwindet, beginnt Dennermann sich Sorgen zu machen. Bei der Suche nach seinem Bekannten, stolpert Kristan über dessen Leiche, die im Garten des Luxus-Anwesen liegt. Als die Polizei eintrifft, wird Kristan von Hauptkommissar Kröger sofort als Mordverdächtigen eingestuft. Um sich von diesem Verdacht reinzuwaschen, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln.

Das Buch war u.a. Dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils sehr rasch gelesen. Dem Autor Eric Weissmann ist es für meinem Geschmack sehr gut gelungen, den Spannungsbogen über die ganze Geschichte aufrecht zu erhalten. Der Schluss hat mich überrascht. Die einzelnen Personen und deren Charakter sind schön ausgearbeitet und man kann sie sich lebhaft vorstellen. Z.B. Kristan ist ein liebenswürdiger, von der Vergangenheit gequälter, völlig vernarrter Besitzer des „Prince of Wales“ einem echten britischen Corgi. Seine kompetente Sekretärin Hella alias „Honeypenny“ ist mehr Freundin als Mitarbeiterin. Aber auch der alte mürrische Freund Simon oder seine Kundin Eleonore Goosejacob, eine in Geld schwimmende skrupellose (?) Millionären und Luxus-Immobilien-Sammlerin, sind gut gelungen.

Das Buchcover mit den typischen Nordsee – Motiven: Leuchtturm, Düne und Reethaus passen perfekt zum Handlungsort (Sylt) und der Geschichte.

Mein Resümee: „Mord unterm Reetdach“ von Eric Weissmann ist ein sehr kurzweiliger, unterhaltsamer Krimi mit sehr liebenswerten Protagonisten. Für Fans dieses Genres ist dies eine sehr gelungene und gute Lektüre. Für mich eine klar Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.02.2024

Gelungener Cosy-Crime

Das Mörderarchiv
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Frances Adams erhält als junges Mädchen auf einem Jahrmarkt die Prophezeiung, dass sie ermordet werden wird. Niemand außer Frances glaubt an diese Vorhersagung, doch sechzig Jahre später wird Frances Adams ...

Frances Adams erhält als junges Mädchen auf einem Jahrmarkt die Prophezeiung, dass sie ermordet werden wird. Niemand außer Frances glaubt an diese Vorhersagung, doch sechzig Jahre später wird Frances Adams tatsächlich ermordet. Da keiner sie ernst nahm hat Frances selber vorgesorgt. So hat sie auf ihrem Landgut Gravesdown ein ganz besonderes Archiv angelegt, ein Mörderarchiv. Zu jeder Person die in ihrem Leben vorkommt sammelt sie Daten, Fakten und mögliche Beweise. Außerdem soll ihr Testament sicherstellen, dass der Mörder gefasst wird, denn nur wer den Mörder findet wird Alleinerbe ihres gesamten Vermögens. Wird es ihrer Großnichte Annabelle Adams, genannt Annie, gelingen den Mörder zu finden oder ist der zwielichtige Stiefneffe Saxon schneller?

„Das Mörderarchiv“ von Kristen Perrin hat einen flüssigen und angenehmen Schreibstil. Die Geschichte verläuft in zwei Zeitebenen. Das aktuelle Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Annie erzählt. Die zweite Zeitebene handelt von Frances. Durch ihre Tagebucheintragungen, erfährt man sehr viel über sie, ihre Jugendzeit, ihre damaligen Freunde und über die Familie Gravesdown.

Die Charaktere der einzelnen Protagonisten sind sehr gut dargestellt und man kann sie sich bildlich vorstellen.

Das Buchcover mit dem pinken Cadillac im Vordergrund und dem dezenten herrschaftlichen Anwesen im Hintergrund passt hervorragend zur Geschichte.

Mein Fazit: Ein unterhaltsamer, witziger und spannender Cosy Crime aus England, der für mich eine klare Kaufempfehlung ist.

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