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Veröffentlicht am 02.05.2024

Zu viele Verlierer

Die Verlierer
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Ein Mann meldet seine Frau als vermisst. Allerdings erst nach 11 Tagen. Die Frau wäre im Urlaub vom Campingplatz aus joggen gegangen und nicht zurückgekommen. Er hätte sich nichts dabei gedacht, da sie ...

Ein Mann meldet seine Frau als vermisst. Allerdings erst nach 11 Tagen. Die Frau wäre im Urlaub vom Campingplatz aus joggen gegangen und nicht zurückgekommen. Er hätte sich nichts dabei gedacht, da sie Monate vorher ähnliches schon einmal getan hat. Sein Stiefsohn ist ebenfalls nicht erreichbar. Der Bruder der Frau vermutet einen Doppelmord, um an das vorhandene Vermögen zu kommen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig.

Ich weiß nicht so recht, wie ich das Buch einordnen soll. Es gibt Ermittlungen, aber es ist eigentlich kein richtiger Krimi. Auf dem Einband steht Psycho Spannung, aber es ist kein Thriller. Und die meiste Zeit über fehlt so ziemlich komplett jede Spannung für mich. Trotzdem hat das Buch irgendwas an sich. Die Geschichte, wie sich Kinder fühlen, wenn sich die Eltern trennen und das Umgangsrecht mehr als schwierig ist oder stark eingeschränkt, berührt sehr. Auch wie lange solche Sachen nachwirken und das Leben der Kinder beeinflussen. Genau das ist die Stärke an dem Buch. Am Ende gibt es noch zwei Wendungen, aber in Richtung Krimi konnten sie das Buch für mich nicht verbessern. Das ist insofern schade, weil das Buch unter diesen Voraussetzungen vielleicht nicht die richtigen Leser finden wird. Denn was die Verliere in diesem Fall - die Kinder - angeht, wünsche ich dem Buch viele Leser

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Interessant

Die Sehenden und die Toten
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Carla ist mit ihrer Tochter von Hamburg ins ruhige Wendland gezogen. Statt Mordermittlungen bearbeitet sie nun einfache Delikte. Doch dann wird ein toter Junge gefunden und sie wird für die Ermittlungen ...

Carla ist mit ihrer Tochter von Hamburg ins ruhige Wendland gezogen. Statt Mordermittlungen bearbeitet sie nun einfache Delikte. Doch dann wird ein toter Junge gefunden und sie wird für die Ermittlungen herangezogen bzw. ihr wird sogar die Leitung übergeben. So kommt sie wieder mit ihrer schwierigen Vergangenheit in Berührung und ihr ganz privates Umfeld wird mehr als ihr lieb ist hineingezogen

Mir hat das Buch gut gefallen. Gerade die ersten Kapitel habe ich förmlich verschlungen. Ich kenne die Gegend ein wenig und konnte quasi alles sehr gut nachvollziehen und hatte ständig Bilder vor Augen. In der Mitte zogen sich die Ermittlungen dann ein wenig und die Spannung ließ etwas nach. Auch die extrem vielen privaten Probleme von Carla waren mir manchmal ein wenig zu viel. Gegen Ende gibt es dann eine Menge mehr Verdächtige und interessante Wendungen. Und ganz zum Ende hatte ich das Gefühl, es deutet sich eine Fortsetzung an. Alles in allem ist für mich das Buch ein guter Krimi und ich würde auch eine Fortsetzung lesen.

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Veröffentlicht am 26.04.2024

Guter Beginn

Die Stille der Flut
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Lina wird von Osnabrück nach Aurich versetzt, um in der dortigen Polizeiinspektion undercover zu ermitteln. Es wird vermutet, dass es einen Kollegen gibt, der interne Ermittlungsergebnisse an einen holländischen ...

Lina wird von Osnabrück nach Aurich versetzt, um in der dortigen Polizeiinspektion undercover zu ermitteln. Es wird vermutet, dass es einen Kollegen gibt, der interne Ermittlungsergebnisse an einen holländischen Drogenclan weitergibt. Doch gleich am ersten Tag wird Lina mit einem neuen Fall konfrontiert. Ein 16-jähriges Mädchen wird im Watt tot aufgefunden und schnell stellt sich heraus, dass es Mord war

Das Buch ist der erste Teil einer Reihe für die beiden Ermittlerinnen Lina und Kea. Es ist jeweils aus Sicht der beiden Frauen geschrieben. So erhält man als Leser die unterschiedlichen Ansichten zu dem Fall und zu den privaten wie dienstlichen Verstrickungen. Besonders am Anfang und auch wieder am Ende war das Buch für mich ein wenig zu kurz und knapp geschrieben. Die Ermittlungen im großen Mittelteil dagegen fand ich richtig gut und auch etwas ausführlicher. Es gibt lange Zeit sehr viele mögliche Verdächtige und so bleibt die ganze Sache offen. Auch der Maulwurf wurde noch nicht enttarnt, so dass man auf die Fortsetzung angewiesen ist. Diese würde ich gern lesen

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Unterhaltsam

Schatten über Monte Carasso
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Ambrogio soll eine Kur machen, um abzunehmen und sportlicher/gesünder zu werden. Moira soll ihn begleiten und sie fahren in eine schön gelegene Wellnessklinik im Tessin. Die Kur schlägt an, auch wenn Ambrogio ...

Ambrogio soll eine Kur machen, um abzunehmen und sportlicher/gesünder zu werden. Moira soll ihn begleiten und sie fahren in eine schön gelegene Wellnessklinik im Tessin. Die Kur schlägt an, auch wenn Ambrogio nebenbei einiges tut, wovon seine Ärztin nichts wissen sollte. Doch dann verschwindet eine Patientin. Erst nach Tagen und auf Druck kann die Polizei die Suche intensivieren. Als ein Mitarbeiter der Klinik verschwindet, werden die Ermittlungen umfangreicher. Moira ist mittendrin, soll dolmetschen, geht aber auch wieder eigene Wege.

Das Buch ist ein unterhaltsamer Regionalkrimi, der 3. Teil der Reihe. Man kann ihn aber völlig unabhängig von den Vorgängerbüchern lesen und versteht alles. Era punktet vor allem mit der schönen Landschaft des Tessins (Stichwort: u. a. tibetische Hängebrücke), mit den Menschen und dem guten Essen und Trinken. Er punktet ebenfalls mit der Figur des Ambrogio, der sehr speziell und sehr eigenwillig, damit aber auch sehr humorvoll ist. Insgesamt ist das Buch sehr gut lesbar. Allerdings fehlte mir für den Krimi bis fast zum Ende ein wenig die Spannung. Die reinen Ermittlungen liefen irgendwie neben dem privaten her. Das Ende allerdings birgt dann einige Überraschungen. Wer Cosy Crime mag, dem kann ich das Buch wirklich empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.04.2024

Bretagne mal anders

Hummer to go
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Frank hat in Berlin eine sehr erfolgreiche Firma. Er und seine Mitarbeiter sehen sich Urlaubsfotos von Leuten an, die sonst niemand haben, der sich das antut. Eines Tages verliebt er sich spontan in die ...

Frank hat in Berlin eine sehr erfolgreiche Firma. Er und seine Mitarbeiter sehen sich Urlaubsfotos von Leuten an, die sonst niemand haben, der sich das antut. Eines Tages verliebt er sich spontan in die Exfrau eines Kunden. Einziger Anhaltspunkt ist, dass sie jeden Sommerurlaub in der Bretagne verbringt. Frank beschliesst sofort, er lässt alles stehen und liegen und fährt in die Bretagne. Doch erstens ist es nicht so einfach, seine Traumfrau zu finden. Und zweitens geht auch daheim einiges schief und er steht plötzlich fast mittellos da. Einzig sein besonderes Haustier Hugo hilft ihm da weiter...

Das Buch ist ein hübscher Sommerroman, der die Bretagne leider immer stark verregnet zeigt. Ansonsten ist er mit viel schrägem Humor geschrieben und lässt sich entsprechend gut lesen, wenn man das Ganze nicht allzu ernst nimmt. Das besondere Haustier ist sehr sympathisch. Das Buchcover aber auch. Auch wenn Möwen eher wenig vorkommen. Ich hatte die ganze Zeit ein Kopfkino mitlaufen und denke, dass das Buch bald verfilmt wird. Denn es bietet sich wirklich dafür an. Soviel aberwitzige Vorfälle muss man sich erst mal einfallen lassen. Der Humor kommt also beim Lesen auf keinen Fall zu kurz. Genau richtig für Urlaub am Strand.

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