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la_sagne

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2025

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Das Leben ist ungerecht
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Miriam Höller kannte ich vorher nicht, mich hat nur die Leseprobe überzeugt. Und so habe ich diese Person ganz unvoreingenommen kennen gelernt. Miriam erzählt von ihrer tragischen Lebensgeschichte, um ...

Miriam Höller kannte ich vorher nicht, mich hat nur die Leseprobe überzeugt. Und so habe ich diese Person ganz unvoreingenommen kennen gelernt. Miriam erzählt von ihrer tragischen Lebensgeschichte, um anderen Mut zu machen.
Gewungenermaßen setzt sie sich mit dem Tod und Weiterleben nach Verlust auseinander, als sie einen schweren Unfall hat, der ihre Karriere beendet ud kurz danach auch ihren Partner verliert.
Das ist teilweise sehr emotional und auch schwer zu verarbeiten, aber ich fand es gut, auch mal mit den Schattenseiten des Lebens konfrontriert zu werden. Die Autorin war immer überzeugt alles mit eisenem Willen, Mut und Disziplin schaffen zu können, aber gegen die Endlichkeit und Grausamkeit des Lebens kommt man nicht an.
Ich konnte einige Anregungen mitnehmen, auch wenn ich das sehr positive und motivierende manchmal etwas drüber fand. Auf jeden Fall eine Empfehlung und Hut ab vor der Kraft der Autorin ihre Geschichte zu teilen und anderen Mut zu geben.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Informativ, aber etwas zu wenig objektiv

Wallis Simpson
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Edward VIII und Wallis Simpson waren eines der royalen Skandalpaare. Die Abdankung Edwards wird vor allem darauf zurückgeführt, dass er die geschiedene Wallis Simpson heiraten wollte, was er als König ...

Edward VIII und Wallis Simpson waren eines der royalen Skandalpaare. Die Abdankung Edwards wird vor allem darauf zurückgeführt, dass er die geschiedene Wallis Simpson heiraten wollte, was er als König nicht gedurft hätte. Somit wurde Wallis ein Hassobjekt.

Ich kenne mich mit der neueren Geschichte europäischer Königshäuser sehr schlecht aus und beziehe mein Wissen vor allem aus „the Crown“, weswegen ich neugierig darauf war, die echte Wallis etwas näher kennen zu lernen.
Das Ziel habe ich mit diesem Buch erreichen können und auch einiges über Edward VIII gelernt. Mir persönlich war es aber etwas zu wenig objektiv und zu sensationslüstern. Das finde ich schade, denn ich war gerade deswegen an diesem Buch interessiert, weil ich mir belastbare historische Informationen zu den Skandalgeschichten gewünscht habe. Sicherlich sind Wallis und Edward eher spleenig (um es vorsichtig auszudrücken), aber das wird auch ohne gehässige Kommentare gut deutlich. Allgemein war mir die Sprache etwas zu salopp und modern für eine ernstzunehmende Biographie.
Man merkt aber auf jeden Fall, dass die Autorin viel recherchiert hat und kann so Einiges erfahren.
Hier hätte ich mir aber mehr Quellenangaben und Anmerkungen zu weiterführenden Informationen gewünscht. Was mir gut gefallen hat, ist die große Anzahl von Fotos.
Eine Empfehlung für an royaler Geschichte interessierte Leute, die sich an der saloppen Ausdrucksweise nicht stören.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Etwas überfrachtet

Am Himmel die Flüsse
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Der Aufbau dieses Romans ist ungewöhnlich.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, das verbindende Element ist die Reise eines Wassertrop-fens. Es geht um den antiken Herrscher Assurbanipal, der in einer riesigen ...

Der Aufbau dieses Romans ist ungewöhnlich.
Es gibt mehrere Handlungsstränge, das verbindende Element ist die Reise eines Wassertrop-fens. Es geht um den antiken Herrscher Assurbanipal, der in einer riesigen Bibliothek Schriftta-feln in Keilschrift gesammelt hat. Dann um Arthur, der sich im London des 19. Jahrunderts von der Starße hochgearbeitet hat und im British Museum Keilschrift entschlüsselt.
Und auch um Narin, die in der Jetztzeit von Dschiadisten verschleppt wird. Dazu auch noch Za-leekhah, die in einer verzweifelten Situation Nen näherkommt.

Das alles ist mit sehr vielen dramatischen Ereignissen verwickelt und leider auch teilweise über-frachtet. IS-Terror, Depression, Völkermord, Fragen danach wem kulturelles Erbe gehört/gehören kann, Organhandel, die schwierige Lage Homosexueller, Völkermord… Das war mir ein bisschen zu viel.
Trotzdem habe ich es gern gelesen, ich mag einfach Shafaks Schreibweise und ihre Art eine Atmosphäre zu schaffen.

Veröffentlicht am 26.04.2024

Gute Mischung

Der Vertraute
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In diesem Buch verbindet Bardugo historische Fakten und Fantasy. Was wäre, wenn es die Magie, die die Inquisition verfolgt, wirklich gegeben hätte?
Madrid, Ende des 16. Jahrhunderts. Die Inquisition ...

In diesem Buch verbindet Bardugo historische Fakten und Fantasy. Was wäre, wenn es die Magie, die die Inquisition verfolgt, wirklich gegeben hätte?
Madrid, Ende des 16. Jahrhunderts. Die Inquisition herrscht in Spanien. Im Volk wird Magie mit einer Mischung aus Furcht und Faszination betrachtet.
Das Küchenmädchen Luzia Cotado ist magiebegabt, verbirgt dies jedoch vor ihrer Herrin. Als ihre Begabung entdeckt wird, gerät sie mitten in gerät sie in den Fokus verschiedener Personen, die sich einen Vorteil von ihr erhoffen.

Mir gefiel es gut, wie Historisches und Fiktion verwoben wurde. Die Welt ist stimmig und auch die Figuren sind lebendig beschrieben. Die Atmosphäre ist schön; die Handlung gerade am Anfang spannend und kann mit einigen unerwarteten Wendungen punkten. Manchmal sind jedoch die Beschreibungen so ausufernd, dass die Spannung auf der Strecke bleibt.
Insgesamt ein gut lesbares Buch mit schöner Atmosphäre.

Veröffentlicht am 07.01.2024

Abseits der Heldengeschichten

Essex Dogs
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Den Autor kenne ich von seinen Sachüchern und war gespannt, wie er sich als Romanautor macht. Er nimmt Leser*innen mit zum Juli 1346, als englische Soldaten an der Normandieküste landen, um die Ansprüche ...

Den Autor kenne ich von seinen Sachüchern und war gespannt, wie er sich als Romanautor macht. Er nimmt Leser*innen mit zum Juli 1346, als englische Soldaten an der Normandieküste landen, um die Ansprüche Eduards III auf französisches Land durchzusetzen.
Hauptpersonen sind eine Gruppe von 10 Söldnern, den Essex Dogs, unter dem Kommando von Loveday. Sie hoffen auf reiche Beute und riskieren tagtäglich für die Kameraden.

Dan Jones zeigt, wie der Krieg abseits von Heldengeschichten großer Männer geführt wird. Er erzählt zwar auch von mehr oder weniger heldenhaften Kämpfen, aber auch von zermürbender Warterei, Ungeziefer, der Trauer um gefallene Kameraden, Drogensucht und Konflikte mit Vorgesetzten.

Es ist nicht durchgehend spannend, aber man bekommt einen sehr viel autentischeren Einblick in das Leben einfacher Soldaten der Zeit als in vielen anderen historischen Romanen.
So ganz aus seiner Haut kann der Autor nicht, er kann es sich nicht verkneifen ab und an eher Informationen zu vermitteln als die Geschichte voranzutreiben. Das Ende hat mich auch nicht vollends überzeugt. Für meinen Geschmack blieb zu viel offen. Es wäre durchaus noch jede Menge Stoff für ein weiteres Buch vorhanden.
Insgesamt ein empfehlenswertes Buch für jene, die sich dafür interessieren, was im Krieg abseits der Geschichte großer Schlachten und Kriegsherren passiert sein könnte.

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