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Veröffentlicht am 05.08.2024

Gaming + Fantasy = Ja bitte!

Eternity Online
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Eternity Online bedient alles, was sich mein Bücherherz im Moment wünscht. Online-Gaming und Fantasy, die schönste Kombination, die ich mir vorstellen kann! Als kleine Gamer-Maus kommen hier zwei Leidenschaften ...

Eternity Online bedient alles, was sich mein Bücherherz im Moment wünscht. Online-Gaming und Fantasy, die schönste Kombination, die ich mir vorstellen kann! Als kleine Gamer-Maus kommen hier zwei Leidenschaften für mich zusammen, Lesen und Zocken in einem. Daher war ich nicht nur gehyped, sondern ich hätte Purzelbäume schlagen können vor Freunde, als das Buch und ich dann endlich vereint waren und ich loslegen konnte mit dem Lesen.

Ich muss gestehen, dass das Geschehen anfangs ein bisschen an meinen Erwartungen vorbei gelaufen ist, woran ich allerdings selbst Schuld bin. Den Aspekt, dass die Figuren sich nicht an ihre persönliche Vergangenheit erinnern und damit folglich auch nicht realisieren, dass sie tot sind und sich nur in einer virtuellen Realität befinden, hatte ich so nicht ganz erfasst. Daher war ich etwas verwirrt, dass alle das Spiel so super ernst nehmen und sich nicht wie Gamer verhalten, sondern wie ganz normale Menschen, die dort einfach ihr Leben leben, Quests erledigen und ihrem Alltag nachgehen.

Lesende erkennen natürlich die Mechanismen dahinter, wenn manche NPCs immer nur die gleichen Dialoge abspulen oder man manches nicht kann, bis man ein Tutorial dazu durchgespielt hat. Dass die Hauptfigur das nicht sofort weiß, hat mich einiges an Gewöhnung gekostet, denn mir gefällt dieses „Die Lesenden wissen es, die Figuren checken es aber erst viel, viel später“-Konstrukt nicht immer. Hier konnte ich mich zum Glück damit arrangieren und habe mit Rob und seinen Freunden in Avataris viele spannende Stunden erlebt.
Der Spagat zwischen „Es ist eigentlich alles nur ein Spiel“ und „Für die Figuren ist es deren gelebte Realität“ fand ich sehr interessant und wirklich gut ausgearbeitet. Denn auch wenn man weiß, dass man sich ein einer virtuellen Welt befindet, gibt es noch jede Menge, was auch den Lesenden verborgen geblieben ist. Geheimnisse, die man aufdecken muss, Intrigen, denen man entkommen sollte, Gefahren, die nicht zu unterschätzen sind, übermächtige Gegner, die einem ans Leder wollen.

Das Ende lässt mich nicht los, denn so gern ich auch einen Einzelband in diesem Buch gesehen hätte, kann und möchte ich nicht glauben, dass das der Abschluss ein soll. Ich hoffe sehr, dass es mit der Truppe um Rob weiter geht, denn abseits des ganzen Abenteuerrollenspiel-Aspekts hat mich auch die Gruppendynamik extrem begeistert. Das war mal wieder so eine Art von Unterstützenden um den Protagonisten herum, die man sich auch als eigenen Freundeskreis wünschen könnte.

Für mich auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, vor allem wenn man sowohl dem Gaming und dem Genre Fantasy zugetan ist. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

Veröffentlicht am 05.08.2024

Gefällt mir!

Liebe, Stolz und andere Vorurteile
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„Liebe, Stolz und andere Vorurteile“ hat in mir ein kleines Fernweh geweckt. Ich war noch nie in England oder einem der Nachbarländer, die Schnitzeljagd in diesem Buch hat aber den großen Wunsch geschürt, ...

„Liebe, Stolz und andere Vorurteile“ hat in mir ein kleines Fernweh geweckt. Ich war noch nie in England oder einem der Nachbarländer, die Schnitzeljagd in diesem Buch hat aber den großen Wunsch geschürt, besser früher als später selbst mal die Orte zu erkunden, die das Vereinigte Königreich zu bieten hat.

Britt und ich mussten uns erst einmal mit einander anfreunden, denn als Buchmuffel hat sie nicht gerade große Parallelen zu mir. Auch wenn sie mir bis zuletzt keine Freundin geworden ist, würde ich dennoch sagen, dass wir uns ganz solide miteinander verstanden haben, was nicht zuletzt auch daran lag, dass ich den Aspekt der Schnitzeljagd sehr gelungen fand und Spaß daran hatte, das Abenteuer Schritt für Schritt zu verfolgen und mitzufiebern.

Stilistisch ist das Buch, auch wenn die Anspielung im Titel vermuten lassen könnte, dass es in große Fußstapfen treten möchte, recht einfach gehalten, was es zu einem kurzweiligen Leseerlebnis macht, bei dem man sich nicht allzu sehr anstrengen muss, um gedanklich am Ball zu bleiben. Das kam mir sehr entgegen, denn ein locker-leichtes Buch hat bei mir sehr viel bessere Chancen, schnell weggelesen zu werden, als ein komplizierter Schinken. Hier bin ich voll und ganz auf meine Kosten gekommen und habe dennoch nicht das Gefühl gehabt, unterfordert zu sein, das perfekte Level von Entspannung beim Lesen.

Insgesamt würde ich die Geschichte zwar nicht als Highlight verorten, aber kann dennoch sagen, dass ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und eine Leseempfehlung aussprechen möchte. Die Schnitzeljagd durch Großbritannien hat mir viel Spaß bereitet, vor allem dass Britt nicht nur die eigentlichen Aufgaben erfüllt, sondern sich schließlich auch selbst viel besser kennenlernt.

Veröffentlicht am 29.04.2024

Nicht ganz so deep wie erhofft

Time Shifters
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Was, wenn fürchterliche Ereignisse verhindert werden könnten? Was, wenn es eine Möglichkeit gäbe, die Zeit zurückzudrehen und den Lauf der Geschehnisse zu verändern? Was abgefahren und unmöglich klingt, ...

Was, wenn fürchterliche Ereignisse verhindert werden könnten? Was, wenn es eine Möglichkeit gäbe, die Zeit zurückzudrehen und den Lauf der Geschehnisse zu verändern? Was abgefahren und unmöglich klingt, ist in diesem Buch Realität, dank der Time Shifters.
Mir gefiel diese Idee unheimlich gut und da ich mit Büchern von Davide Morosinotto bisher sehr gute Erfahrungen gemacht habe, war mir klar, hier muss ich meine Nase etwas tiefer drin vergraben.

Was sehr spannend begann, ernüchterte mich dann aber bald wegen zweierlei Dingen, die ich so nicht vorausgesehen hatte. Einmal ist der Schreibstil sehr kurz und bündig gehalten, sehr trocken und prägnant. Ich hatte keine ausschweifende Poesie erwartet, aber dennoch hätte ich mich gefreut, etwas mehr emotional abgeholt zu werden.
Mit dem Stil einher geht auch mein zweiter Kritikpunkt: Mit den Figuren habe ich leider keine Verbindung aufbauen können. Sie schienen mir zu fern und nicht richtig greifbar, eben weil ich nicht richtig emotional eingebunden war. Das ruiniert zwar nicht die ganze Geschichte, aber wäre ein Punkt gewesen, der das Buch auf ein noch höheres Level gehoben hätte.

Nichtsdestotrotz mochte ich die Ideen, die hier verwoben wurden, genauso wie die Tatsache, dass natürlich auch Schwierigkeiten bei den Missionen auftauchen können. Einfach so in der Zeit herumpfuschen klingt viel einfacher, als es eigentlich ist..
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und empfand das Buch als lesenswert. Von mir gibt es eine Empfehlung für alle, die eine spannende Geschichte für zwischendurch suchen, die jedoch ohne größere emotionale Tiefe auskommen muss.

Veröffentlicht am 28.04.2024

Tolles Buch!

Written in Blood
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Written in Blood und ich hätten ein Dreamteam werden können, letztendlich hat es aber für ein Highlight nicht gereicht. Dennoch nehme ich schon mal vorweg, dass das Buch mir gut gefallen hat. Der Klappentext ...

Written in Blood und ich hätten ein Dreamteam werden können, letztendlich hat es aber für ein Highlight nicht gereicht. Dennoch nehme ich schon mal vorweg, dass das Buch mir gut gefallen hat. Der Klappentext klang blutig und spannend, teaserte eine düstere und fesselnde Geschichte zwischen den Buchdeckeln an.

Mir fiel der Einstieg leider nicht so leicht wie erhofft. Ich war recht orientierungslos und musste mich zunächst eine Weile zurechtfinden, als ich allerdings erst einmal eingetaucht war, flog die Geschichte so schnell dahin, dass ich mir fast noch mehr Details gewünscht hätte.

Ich mochte ganz besonders die Erzählstruktur, denn immer wieder wechselt die Perspektive zwischen dem Jetzt und dem Früher. Das ermöglicht den Lesenden einen umfassenden Einblick in die Vergangenheit der Protagonistin, die sie einen noch besser verstehen lässt.
Alka hat mich stetig durch das Geschehen geführt und ich hatte sie als Hauptfigur bald ins Herz geschlossen.

Die Atmosphäre ist angespannt und düster, genau wie man es beim Lesen des Klappentextes bereits erwartet. Das gefiel mir sehr gut, man rutschte langsam aber stetig in einen Sog, der mich am Ende nur zögernd wieder loslassen wollte. Das Buch bietet so viel Inhalt, dass ich mir auch gut einen Zweiteiler daraus hätte vorstellen können.

Für mich auf jeden Fall lesenswert, wenngleich leider kein Highlight.

Veröffentlicht am 21.01.2024

Wichtiges Buch

Talking to the Moon
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Talking to the Moon erzählt die Liebesgeschichte zweier Figuren, die ich echt schnell ins Herz geschlossen habe. Ich habe habe mich mit ihnen über die Welt gefreut, aber auch unendlich geärgert. Judy und ...

Talking to the Moon erzählt die Liebesgeschichte zweier Figuren, die ich echt schnell ins Herz geschlossen habe. Ich habe habe mich mit ihnen über die Welt gefreut, aber auch unendlich geärgert. Judy und Jaad werden, wie leider auch viele andere Menschen, viel zu oft mit Rassismus konfrontiert. Ich habe es gehasst, wie schrecklich teilweise mit ihnen umgegangen wird, habe zugleich aber auch geliebt, dass sie die Hoffnung nicht aufgeben. Dass sie sich nicht unterkriegen lassen und an ihren Werten und ihren Überzeugungen festhalten. Das ist eine der mutigsten und wertvollsten Sachen, die man in der heutigen Zeit tun kann.

Ihre Love Story war süß, ich habe gefühlt wie es geknistert hat und fand auch, dass sich alles in einem angenehmen Tempo vorwärts bewegt hat. Jaad und Judy passen gut zusammen und ich habe mich immer gefreut, wenn es romantische oder lustige Szenen zwischen ihnen gab. In manchen Momenten hätte ich mir gewünscht, dass Judy Jaad gegenüber etwas nachsichtiger ist, aber es kann nicht alles konfliktfrei ablaufen, das tun die wenigsten Liebesromane.

Mein Fazit:
Eine schöne wenn auch stellenweise bitter realistische Liebesgeschichte, die durch die Portion Alltagsrassismus, die einfließt, eine ernste Note bekommt, aber deshalb nur umso wichtiger ist.
Manchmal hätte ich mir bessere Kommunikation zwischen den Figuren gewünscht und dass Judy Jaad gegenüber nicht so hart ist. Aber im Großen und Ganzen auf jeden Fall ein Buch, was ich weiterempfehle!