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Veröffentlicht am 29.04.2024

Leben und leben lassen

Was geht, Annegret?
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Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt, wie das alles läuft. Annegret ist 69 und ihr Mann (20 Jahre älter) ist verstorben. Sie muss ihr Haus in Ostfriesland verlassen und kommt ...

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich war gespannt, wie das alles läuft. Annegret ist 69 und ihr Mann (20 Jahre älter) ist verstorben. Sie muss ihr Haus in Ostfriesland verlassen und kommt in der WG ihrer Enkelin in Berlin unter. Allein das ist ein Kulturschock, doch es geht noch weiter. Denn die WG lebt vegan, geht containern, hält viel von LGBTQ+ usw. Annegret fuchst sich rein, lernt Leute kennen und lieben, studiert und setzt sich ein. Für Annegret freut es mich wirklich. Sie ist über ihren Schatten gesprungen und hat ihr Weltbild verändert. Denn alles worauf der Roman auf humoristische Art aufmerksam machen möchte, ist wichtig. Jetzt kommt für mich das große ABER, was mir den Roman leider vermiest hat. Die WG in die Änni hineinkommt macht vieles mit erhobenem Zeigefinger und ich hatte mehr als einmal Mitleid mit Annegret. Ich hab von allem schon häufig gehört und bin der Meinung: Leben und leben lassen. Ich bilde mir gern selbst eine Meinung und hole mir dazu auch gern Informationen. Aber die Jugendlichen sahen es direkt als Affront gegen ihren Lebensstil, als Änni einmal Rouladen gemacht hat. Zwischen den Zeilen - sie ist ja blöd, wenn sie das nicht weiß. Sie drücken ihr ihren Lebensstil auf. Die Erklärungen kommen nach und nach, aber ich hatte im ersten sichtlich zu beißen. Dabei ist es nur die WG die mir so gegen den Strich geht, aber das eben richtig. Denn sie sind auch die einzigen die gendern... ähm ja. Ich kenne keinen, der das in der Umgangssprache macht - wirklich nicht. Auch das las sich ziemlich nervig. Alle anderen Figuren sind liebeswert und so schön vielseitig - man hat sie lieb gewonnen.
Leider kann ich dem Buch nur 3 von 5 ⭐geben - Änni ist eine tolle agile Oma und es ist locker und witzig geschrieben, aber das drumherum ist anstrengend und mir einfach too much.

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Viel los im Osten

EAST. Welt ohne Seele
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EAST ist mein erstes Buch von Jens Henrik Jensen und ich war sehr gespannt. Denn der Klappentext klingt erst mal spannend,

Im Groben und Ganzen geht es darum, dass der CIA Agent Jan Jordi Kazanski einen ...

EAST ist mein erstes Buch von Jens Henrik Jensen und ich war sehr gespannt. Denn der Klappentext klingt erst mal spannend,

Im Groben und Ganzen geht es darum, dass der CIA Agent Jan Jordi Kazanski einen Auftrag in Krakau erledigen soll. Kazanski ist aber nach dem Tod seiner Familie abgestürzt und bekommt somit eine letzte Chance, die Knoten in Krakau zu entwirren. Dabei laufen ihm alte Bekannte über den Weg und am Ende ist es doch schwieriger als erwartet den Fall zu lösen.



Hatte der Klappentext noch überzeugt, war ich vom ersten Teil des Buches eher genervt. Es kamen unzählig viele Namen vor, es gab keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Kapiteln - man springt dann einfach mal von Polen in die Ukraine und zurück. Es hat mich also nicht abgeholt und ich musste mich durchbeißen. Der Schreibstil ist an sich in Ordnung, es ging mir eher um die Geschichte. Viele Rückblenden in den kalten Krieg und viele Verzweigungen und Verwirrungen haben es mir schwer gemacht.

Die Grundgeschichte um Kazanski fand ich okay und hab mich immer gefreut, wenn wir wieder bei ihm waren und er seinen Job machen konnte. Alles andere gehörte zur Geschichte, war für mich aber too much. Die ganzen Details und Namen nahmen einfach überhand. Ich hätte es nicht gebraucht.

Die Recherche war gut, das kann ich sagen, aber wen es nicht interessiert, für den kann es sehr zäh werden. Das hätte man anders einbauen können.

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Das Buch ist okay, aber ich werde es nicht noch mal in die Hand nehmen.

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Veröffentlicht am 10.11.2022

Hatte viel Potential

The School for Good and Evil, Band 1 - Es kann nur eine geben. Filmausgabe zur Netflix-Verfilmung
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Alle 4 Jahre werden in Galvadon 2 Kinder entführt und kommen an die Schule für Gut und Böse. Doch zurück kommen sie - wenn überhaupt - nur in Märchenbüchern. Daher ist der Tag der Entführung ...

Alle 4 Jahre werden in Galvadon 2 Kinder entführt und kommen an die Schule für Gut und Böse. Doch zurück kommen sie - wenn überhaupt - nur in Märchenbüchern. Daher ist der Tag der Entführung gefürchtet, nur eine möchte sogar an die Schule: Sophie - eine der Haupthandelnden. Ihre "Freundin" Agatha möchte eigentlich nicht entführt werden, trotzdem landen sie beide an der Schule, aber anders als erwartet und sind mittendrin in ihrem Märchen. Über all dem was an der Schule für Gut und Böse passiert, wacht der geheimnisvolle Schulmeister.

Die Geschichte birgt einen tollen Ansatz - wie kommen die Figuren in die Märchen - macht aber für mich zu wenig daraus. Vor allem zu Beginn wird man mit überspitzten Klischees geradezu überschüttet - zwischen Gut und Böse gibt es nichts. Die Handlung ist sehr sprunghaft. An manchen Stellen war ich ziemlich verwirrt, dass jetzt plötzlich wieder ein anderer Handlungsstrang aufgegriffen wurde. Es fehlten für mich häufig Erklärungen und Hintergründe - die Hoffnung, dass es später erklärt wird, ist oft enttäuscht worden. Man hat sich vieles zusammenreimen können und am Ende hat es ein Gesamtbild ergeben, aber doch waren meine Erwartungen höher als das was abgeliefert wurde. Die Sprache ist blumig und lässt sich flüssig lesen. Es ist mir aber wie gesagt zu sprunghaft und entscheidende Szenen kommen mir persönlich zu kurz. Auch die Entwicklung einiger Nebencharaktere ist für mich nicht gut nachvollziehbar. Die der Hauptcharaktere war vorhersehbar aber auch nicht immer logisch und sehr sprunghaft.

Für mich ein Buch, welches ich nicht unbedingt noch mal lese. Vielleicht irgendwann. Da es ein mehrteiliges Werk ist, gibt es natürlich einen Cliffhanger. Er macht schon neugierig, wie es weiter geht.
Alles in allem ein Buch, das viel Potential verschenkt hat, aber okay ist.

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