Cheerleading trifft New Adult
Cheer for LoveElla reist nach einer schmerzhaften Trennung für ihr Auslandssemester in die USA und begegnet dort Hudson, einem charismatischen Footballspieler, der sie sofort aus dem Gleichgewicht bringt. Zwischen beiden ...
Ella reist nach einer schmerzhaften Trennung für ihr Auslandssemester in die USA und begegnet dort Hudson, einem charismatischen Footballspieler, der sie sofort aus dem Gleichgewicht bringt. Zwischen beiden entsteht eine intensive (körperliche) Verbindung, die Ella zwingt, sich ihren alten Verletzungen, neuen Gefühlen und der Frage zu stellen, ob sie bereit ist, wieder zu vertrauen.
Die Grundidee des Buches hat mich sofort begeistert. In vielen New-Adult-Romanen verliebt sich die Protagonistin in den typischen männlichen Sportler aber hier steht mit Ella endlich einmal eine junge Frau im Mittelpunkt, die selbst für ihren Sport brennt. Ihr Cheerleading ist nicht nur ein hübsches Detail, sondern ein echter Teil ihrer Identität. Auch das Setting – neues Land, neue Uni, neue Menschen – hat mich direkt überzeugt und neugierig auf die Geschichte gemacht.
Besonders gelungen fand ich den Sportanteil insgesamt. Sowohl Ellas Cheerleading als auch Hudsons Football spielen eine wichtige Rolle und bilden ein glaubwürdiges, lebendiges Umfeld für die Handlung.
Hudson mochte ich als Figur sehr, weil er nicht nur der ambitionierte College-Sportler ist, der von einer Profikarriere träumt, sondern jemand, der auch akademische Ziele verfolgt und nach dem College weiterstudieren möchte.
Allerdings hatte ich mit Ella als Protagonistin zunehmend Schwierigkeiten. Für mich wirkt ihr Verhalten Hudson gegenüber oft unentschlossen und teilweise sogar spielerisch. Sie kann sich lange nicht entscheiden, was sie eigentlich will. Das steht im Kontrast zu dem Bild, das das Buch sonst von ihr zeichnet: stark, cool, reflektiert. Dieses Hin und Her führt zu unnötigem Drama, das sich für mich etwas gewollt angefühlt hat. Das ist mir persönlich oft einfach ein bisschen zu anstrengend.
Dazu kommt, dass viele Entwicklungen sehr vorhersehbar waren. Natürlich gehört ein gewisses Maß an Erwartbarem zum Genre, aber hier war es für meinen Geschmack etwas zu offensichtlich.
Trotz dieser Kritikpunkte war Cheer for Love für mich insgesamt ein sehr schöne und mitreißende Story. Die sportliche Atmosphäre, das schöne Setting und der Schreibstil machen das Buch zu einer Empfehlung für alle, die Sport-Romance lieben und vielleicht nicht so schnell von Protagonisten genervt sind, wie ich