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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2025

Mehr Tiefe

Seelenschwur
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Zunächst hat mir das Thema wirklich sehr gut gefallen. Das Wesen der Läufer ist wirklich sehr interessant und man bekommt alle Infos, die man braucht, um die Story zu verstehen, es gibt keine Ungereimtheiten ...

Zunächst hat mir das Thema wirklich sehr gut gefallen. Das Wesen der Läufer ist wirklich sehr interessant und man bekommt alle Infos, die man braucht, um die Story zu verstehen, es gibt keine Ungereimtheiten oder unverständliche Handlungen.

Besonders gut gefällt mir, dass Vlats Sicht erklärt und eingebracht wird, besonders in Hinblick auf die Veränderungen im Laufe der Zeit (Technik etc.). Es entstehen einige spannende Diskussionen mit Hanna.

Ich muss aber leider sagen, dass mir einige Handlungsstränge zu kurz waren. Besonders das Aufeinandertreffen von Vlat und Hanna und das Vertrauen fassen der beiden ging mir zu schnell. Da hätte ich mir eine ausführlichere Handlung und vielleicht zunächst längere "Gegenwehr" von Hanna gewünscht.

Ich habe außerdem nicht mit so viel Gewalt bzw "Brutalität" gerechnet, was aber für mich jetzt nicht schlimm war. Einfach etwas, auf das ich nicht so vorbereitet war, passt aber zur Story.

Der Schreibstil ist angenehm und auch die Sicht aller Leute zu lesen ist mal eine schöne Abwechslung. Manchmal springt es sehr schnell hin und her, man kommt aber immer hinterher und weiß immer, wessen Sicht man gerade liest.

Alles in allem ein sehr spannender Ansatz und eine durchdachte Story, die ein wenig mehr Tiefe gut vertragen kann! Ich freue mich auf Band 2.

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Veröffentlicht am 03.05.2024

Gute Themenauswahl

The Happiness Blueprint
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Das Buch handelt von Klara, die Hals über Kopf die Firma, ein kleines Bauunternehmen, von ihrem Vater übernehmen muss. Und von Alex, der sich die Schuld am Tod seines Bruder gibt und unter Depressionen ...

Das Buch handelt von Klara, die Hals über Kopf die Firma, ein kleines Bauunternehmen, von ihrem Vater übernehmen muss. Und von Alex, der sich die Schuld am Tod seines Bruder gibt und unter Depressionen leidet. Und wie der Zufall es will, bewirbt sich Alex in der Firma von Klara.

Der Beginn des Buches zieht sich in die Länge. Es braucht ca. ein Drittel des Buches, bis Klara und Alex aufeinandertreffen. Ja, Vorgeschichten sind wichtig, aber mir gefällt es besser, wenn sie dennoch kurzgehalten werden und Prägnant sind.

Gut gefallen mir die Themen. Es wird ein guter Mix aus Witz und Ernsthaftigkeit geschaffen, da unter anderem Verlust, Depression, Krebs, Diabetes und Autismus angerissen werden.

Klara als eine Protagonistin gefällt mir wirklich super. Ihre kleinen Eigenheiten, die manchmal doch verplant Art lassen sie so sympathisch wirken, dass ich sie direkt ins Herz geschlossen habe. Gleichzeitig beweist sie immer wieder Stärke und Mut. Sie hilft anderen Menschen selbstlos, selbst Alex, ohne überhaupt zu hinterfragen, was der Grund für die Bitte sein könnte.

Alex ist auch ein wirklich sympathischer Charakter. Seine Schuldgefühle sind nachvollziehbar, genau wie seine lange Trauerphase um seinen Bruder. Ich denke wir alle hätten uns selbst auch zumindest eine Teilschuld gegeben. Durch Klara schafft er es, aus seinem Trott auszubrechen. Ich liebe es, dass beide sich gegenseitig weiterbringen und sich helfen, aus eigenem Antrieb noch besser zu werden.

Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, besonders in Alex' Kapiteln, da die Sätze oft mittendrin beginnen und das "Ich" vorne weggelassen wird. Das gefällt mir persönlich gar nicht. Ansonsten gut zu lesen.

Abschließend muss ich sagen, dass der lange Anfang mich wirklich etwas abgeschreckt hat. Am Ende gab es noch einmal völlig unnötiges Drama, das man sich wirklich hätte sparen können, da es absolut unlogisch war, aber das waren zum Glück nur einige Seiten. Ein gutes Buch, eine wirklich schöne Geschichte, die wichtige Themen unserer Gesellschaft behandelt. Ich hab es wirklich gern gelesen und mehrmals schmunzeln müssen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Emotional aber langatmig

Northern-Hearts-Reihe, Band 2 - Somebody to Hold.
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Vor dem zweiten Teil der Dilogie habe ich mich ehrlich gesagt lang gedrückt...und beim Lesen habe ich auch gemerkt, warum.
An sich hat es mir erstmal total gut gefallen, dass es nun hauptsächlich um Lene ...

Vor dem zweiten Teil der Dilogie habe ich mich ehrlich gesagt lang gedrückt...und beim Lesen habe ich auch gemerkt, warum.
An sich hat es mir erstmal total gut gefallen, dass es nun hauptsächlich um Lene geht und nicht mehr aus Emils und Freyas Sicht geschrieben ist.
Der Anfang war prinzipiell gut gestaltet, besonders durch Fin, der im Kletterpark ständig nur dasteht und anscheinend Höhenangst hat, wurde es schnell spannend. Die beiden lernen sich kennen und man möchte wissen, was hinter Fins Höhenangst steckt, die offensichtlich einen tiefergehenden Auslöser hat.
Aber ich muss ehrlich sagen, dass Lene mich mit ihrem Verhalten einfsch nur genervt hat. Ja, Emil ist mit der Freundin seines toten Bruders zusammen, ja, das mag komisch sein. Aber muss man deshalb wirklich so penetrant gemein sein zu beiden? Umso weniger Sinn hat es für mich gemacht, dass Lene dann am Ende doch auf einmal einen Sinneswandel hatte...Ihre sture Art auch später Fin gegenüber war wirklich anstrengend und ich hätte es verstanden, wenn weder Emil noch Fin noch Lust auf sie gehabt hätten. Ja, jeder trauert anders und genau das soll wahrscheinlich damit gezeigt werden. Trotzdem war es für mich als Leserin wirklich unglaublich nervig und vor allem hat es mich echt teilweise nur aufgeregt.
Die Geschichte um Lene und Fin und besonders um Fins Vergangenheit war allerdings sehr spannen, traurig, emotional und tiefgründig gestaltet, das kann man nicht anders sagen. Viele Momente haben mich berührt und schlucken lassen.
Trotzdem war die Story für mich zu langgezogen, es gab irgendwie zu viele Nebenhandlungen.
Ich muss also leider sagen, dass mich der zweite Teil wirklich nicht so abholen konnte, wie der erste, trotz eines sehr guten Ansatzes und sehr guter und wichtiger Themen zwischendurch.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Gute Idee, schwierige Umsetzung

Cry Island – Im Schatten verborgen. Wartet auf dich. Das Grauen.
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Die Idee für das Buch ist wirklich gut. Mit der Umsetzung habe ich mich dann tatsächlich etwas schwer getan.
Der Beginn ist wirklich spannend, man bekommt direkt Lust auf mehr, besonders als es um die ...

Die Idee für das Buch ist wirklich gut. Mit der Umsetzung habe ich mich dann tatsächlich etwas schwer getan.
Der Beginn ist wirklich spannend, man bekommt direkt Lust auf mehr, besonders als es um die ersten Geschichten und Gerüchte über Cry Island geht.
Auf der Insel selbst geht mir dann alles irgendwie zu schnell und vor allem zu geradlinig. Es wird sehr schnell klar, welche Personen zu den Guten und welche zu den Schlechten gehören. Es gibt keine großartigen Plottwists mehr und irgendwie fehlt es der Story dadurch an Tiefe. Alles zielt genau auf das absehbare Ende hin, ohne Schlenker oder falsche Fährten. Dadurch baut sich auch keine richtige Spannung auf, da nichts wirklich Aufregendes passiert und man eh schon die ganze Zeit im Hinterkopf hat, was vor sich geht und vor allem durch wen.
Auch die Beziehungen der Protagonisten sind sehr oberflächlich und vor allem schnell entstanden. Vertrauen wird zu Personen gefasst, ohne sie überhaupt ansatzweise zu kennen.
Abschließend muss ich also leider sagen, dass die Idee wirklich gut ist, die Umsetzung mir aber nicht wirklich gefallen hat.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Schönes Konzept, Umsetzung nicht wie erhofft

Bleib bei mir, Sam
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Julie hat ihren Freund Sam bei einem Unfall verloren. Aus Sehnsucht ruft sie ihn noch ein letztes Mal an, bevor sie ihn versuchen möchte zu vergessen. Doch plötzlich nimmt Sam ab.

Der Grundgedanke der ...

Julie hat ihren Freund Sam bei einem Unfall verloren. Aus Sehnsucht ruft sie ihn noch ein letztes Mal an, bevor sie ihn versuchen möchte zu vergessen. Doch plötzlich nimmt Sam ab.

Der Grundgedanke der Geschichte hatte für mich total Potenzial. Ich muss aber sagen, dass ich unfassbar schwer in die Geschichte reinkam, obwohl man direkt mitten rein startet. Aber irgendwie wollte ich nicht so richtig warm werden, schon gar nicht mit den anderen Charakteren wie beispielsweise Mika. Ich konnte ihre Reaktionen auf Julies Verhalten (Fernbleiben der Beerdigung etc) absolut nicht verstehen, weil doch jeder anders trauert. Den Streit konnte ich daher sogar nicht nachvollziehen und fand den Teil etwas überzogen beziehungsweise ungerechtfertigt von Mikas Seite.
Ansonsten hat sich die Story irgendwie sehr gezogen, ich kam nicht so richtig rein.
Als Sam das erste Mal ans Handy ging, war es echt spannend und ich hab mich echt drauf gefreut, was die Story wohl bringt. Aber da kam irgendwie nichts.
Den Hintergrund der Story verstehe ich durchaus, aber irgendwie war ich zwischendurch ziemlich verwirrt, was genau mir das Buch sagen will. Es zeigt auf jeden Fall, dass das Leben weitergeht und man nicht an der Vergangenheut festhalten soll. Aber zwischendurch hatte ich das Gefühl, Sam will gar nicht, dass Julie weiterzieht, wobei er das ja oft sagt.
Die ganze Handlung hat sich für mich sehr gezogen und es kam nie so richtig der Punkt, an dem ich dachte "ah ja, das ist die Message", was ich schade fand.
An sich ein sehr schönes Buch, aber für mich leider nicht so tiefgründig und ergreifend wie erhofft.

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