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Veröffentlicht am 01.04.2018

Rache an der Ostsee – wie eine Dorfgemeinschaft durcheinander gerät

Ostseerache
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In einem kleinen Dorf in der Nähe der Ostsee geschehen grauenvolle Dinge, als die junge Frau Flora in ihren Geburtsort zurückkehrt, um sich um ihre schwer kranke Mutter zu kümmern. Als sie im Dorf ankommt, ...

In einem kleinen Dorf in der Nähe der Ostsee geschehen grauenvolle Dinge, als die junge Frau Flora in ihren Geburtsort zurückkehrt, um sich um ihre schwer kranke Mutter zu kümmern. Als sie im Dorf ankommt, schlägt ihr sofort die Abneigung der Dorfbewohner – ihrer ehemaligen Nachbarn und Freunden – entgegen. Flora wünscht sich nichts sehnlicher, als irgendwo sesshaft werden zu können und der Anonymität der Großstadt entfliehen zu können. Doch mit dem Hass und der Abneigung konfrontiert, beginnt sie an ihrem Vorhaben zu zweifeln. Dies alles hängt mit einem Vorfall von vor zwölf Jahren zusammen, bei dem Flora beschuldigt wurde ihren Freund Simon umgebracht zu haben. Seitdem war sie in psychologischer Behandlung. Doch Flora kann sich seither nicht an den Vorfall erinnern – eine retrograde Amnesie wird ihr attestiert. Für die Dorfbewohner ist sie jedoch die Täterin. Und als ein neuer Mord passiert, rückt sie natürlich als erste ins Licht der Verdächtigungen.
Pia Korittki und das K1 aus Lübeck ermitteln in dem neuen Mordfall und versuchen das Dorfleben zu verstehen, um den Täter oder die Täterin überführen zu können. Dabei stößt Pia natürlich auf den alten Fall und bleibt mit ihrer typischen Hartnäckigkeit an dem alten „scheinbar“ gelösten Fall dran. Natürlich zum Missfallen des Leiters des Kommissariats Manfred Rist. Nebenbei tauchen in weiteren Seitensträngen immer mehr Dorfbewohner auf und werden mit ihrer Vergangenheit charakterisiert, sodass etliche Motive offengelegt werden und der wahre Mörder erst ganz zum Schluss der Geschichte in Erscheinung trifft. Darin ist die Autorin Eva Almstädt mittlerweile richtig talentiert drin: so viele Nebenstränge aufzubauen, dass der Leser fast selber wie die Kommissare verzweifelt, um welchen Mörder es sich schlussendlich handeln kann.
Als weitere Nebengeschichte wird natürlich auch Pias Privatleben weitererzählt. Sie bekommt die Möglichkeit die Karriereleiter weiter hinaufzuklettern. Allerdings nur mit der Bedingung, dass sie wieder in Vollzeit arbeitet. Doch ihr kleiner Sohn scheint sie im Moment wieder sehr stark zu brauchen, da sein Vater mit seiner neuen Frau eine kleine Tochter bekommen hat und ein kleiner Geschwisterkampf entbrennt. Den einzigen Minuspunkt, den ich an dieses Buch vergeben kann, ist die Entwicklung von Pias Beziehung zu ihrem Freund Lars. Die beiden haben eine Hochzeit geplant und ich als langjähriger Leser der Reihe hatte mich auf ein zwischendurch- Happy-End für eine meiner Lieblingskommissarin gefreut, ja zum Teil sogar dahin gefiebert – doch dann kommt alles anders als gedacht und lässt mich so wie Pia sehr ratlos und lückenhaft zurück. Ob es an ihrem 13. Fall liegt? Vom Kriminalfall her ist der Krimi jedoch wieder sehr überzeugend gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Handlung
  • Spannungsbogen
  • Cover
Veröffentlicht am 25.02.2018

Magische Todesopfer in londoner Jazzclub

Schwarzer Mond über Soho
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Peter Grants zweiter Fall als magischer Polizeilehrling führt ihn in die londoner Jazzclubs. Auf mysteriöse Weise kommen in diesen immer wieder Menschen um, und scheinbar ist immer wieder Magie im Spiel. ...

Peter Grants zweiter Fall als magischer Polizeilehrling führt ihn in die londoner Jazzclubs. Auf mysteriöse Weise kommen in diesen immer wieder Menschen um, und scheinbar ist immer wieder Magie im Spiel. Ein Fall für Peter zum Ermitteln und zum weiteren Entwickeln seiner magischen Fähigkeiten. Seine Kollegin Lesley kann ihn dabei dieses Mal jedoch nur wenig unterstützen, da sie sich gesundheitlich immer noch vom ersten Fall erholen muss.
Peter trifft bei seinen Ermittlungen auf immer wieder neue magische Geschöpfe. Natürlich auch wieder auf die unterschiedlichen Flüsse von London mit ihren Machtspielchen, aber auch auf eine Frau, die Jagd auf männliche Genitalien macht, mit denen er klarkommen muss. Besonders spannend ist das Buch, weil viele Verfolgungsjagden von Peter verlangt werden (auch mit einem gestohlenen Krankenwagen).

Die Geschichte schließt nahtlos an das Ende des ersten Teils an, weswegen es nur sinnvoll ist, die Reihe von Beginn an zu lesen. Ansonsten hat man als Leser bei den vielen unterschiedlichen Personen fast keine Chance einen Überblick zu behalten. Dafür bleiben der Schreibstil und der schwarze Humor des Autors erhalten, was wieder für einige Unterhaltung sorgt.

Veröffentlicht am 18.02.2018

Ein Zauberlehrling bei der Polizei

Die Flüsse von London
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"Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort' und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch" ...

"Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort' und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch" (Goethe)

Auch wenn dieses Zitat nicht in "Die Flüsse von London" rezitiert wird, so hat der Autor sich doch vielleicht das Gedicht als Muse angenommen. Peter Grant - Polizeiconstable in London - möchte die Karriereleiter der Metropolitan Police weiter raufklettern, als ihm eines Tages bei einem Mordfall ein mysteriöser Geist erscheint. Da nicht viele Menschen auserwählt sind Geister sehen zu können bzw. ihre Fae wahrzunehmen, scheint Peter der perfekte Kandidat zu sein, seine Karriere in einer Spezialeinheit der Polizei fortzuführen und als polizeilicher Zauberlehrling von dem einzigen anderen Mitglied der Sektion ausgebildet werden - Inspector Nightingale. Und so kommt es, dass Peter einen ganz anderen Weg als geplant einschlägt und dabei das erste Mal besonderen Kontakt hat mit weiteren magischen Wesen und den Flussgöttern, die so ihre eigenen Strategien in der Stadt verfolgen. Peter erkennt dabei, dass viel mehr Magie in London wirkt, als er bisher gedacht hat.

Der erste Band der wunderbaren und sehr humorvollen Reihe um Peter Grant führt den Leser in die magische Seite Londons sowie dessen Polizeitstrukturen ein und schafft damit eine Brücke über zwei Welten: das modernen London und derzeitige Technologien sowie mysteriöse und magische Rituale, Zaubersprüche, Zauberwesen und Fabeln. Dabei ist der besondere britische schwarze Humor während der ganzen Handlung präsent: Ich selbst musste mich erst ein wenig an diesen Humor und den damit verbundenen äußerst scharfsinnigen Schreibstil gewöhnen. Nachdem mir das aber nach der Hälfte des Buches gelungen ist, finde ich das dieser die besondere Prise Salz dieser Reihe ausmacht!

Veröffentlicht am 20.01.2018

Mal wieder eine Hochzeit und ein Todesfall

Alte Sünden
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Eigentlich sollte es ein unvergesslich wunderschöner Tag im Leben der Kommissare Fernando und Jule von K1 in Hannover werden - denn die beiden wollten sich das Ja-Wort geben. Ein unvergesslicher Tag wird ...

Eigentlich sollte es ein unvergesslich wunderschöner Tag im Leben der Kommissare Fernando und Jule von K1 in Hannover werden - denn die beiden wollten sich das Ja-Wort geben. Ein unvergesslicher Tag wird es dann auch, jedoch eher im negativen Sinne, als der Pfarrer, der die beiden trauen sollte tot in seinem Haus aufgefunden wird. Die Kommissare um den Leiter Völxen nehmen die Ermittlungen auf, wobei er versucht Fernando und Jule durch Schreibtischarbeit und unnötige Fortbildungen zum Umgang mit Haustieren bei Hausdurchsuchungen von dem Fall fern zu bleiben. Doch dann stößt Jule bei Ermittlungen zu einem alten Fall von einem verschwundenden Mädchen auf Verbindungen zum Mord des Pfarrers Santiago und auf dessen ganz privaten Seiten und ist somit wieder voll involviert.

Alte Sünden ist ein solider Krimi um das Ermittlungsteam von Völxen aus Hannover mit den bekannten Charakteren, ihren Eigenarten, einem angenehmen Schreibstil und einer spannenden Geschichte und schließt damit gut an die Vorgängerbände an. Durch die privaten Verbindungen zum Fall braucht es jedoch zu Beginn des Buches einige Seiten, bis der Plot an Spannung gewinnt.

Veröffentlicht am 22.10.2017

Eine Frau mit chemischen Waffen

The Chemist – Die Spezialistin
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Juliana Fortis ist auf der Flucht - seit drei Jahren flieht sie vor ihrem letzten Arbeitgeber, bleibt nicht lange an einem Ort und versucht ihre Identitäten und Äußerlichkeiten zu verschleiern. Bis zu ...

Juliana Fortis ist auf der Flucht - seit drei Jahren flieht sie vor ihrem letzten Arbeitgeber, bleibt nicht lange an einem Ort und versucht ihre Identitäten und Äußerlichkeiten zu verschleiern. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt, an dem ihr Arbeitgeber ihr einen Deal vorschlägt:: ein letzter Auftrag und sie ist wieder ein freier Mensch. Für Juliana klingt das fast schon zu verlockend, doch nachdem sie die vorliegende Akte studiert hat, geht sie das Wagnis ein und möchte den Auftrag ausführen. Sie war als Chemikerin tätig und hat mich ihrem Wissen und ihrer Forschung chemische Substanzen entwickelt, um Menschen zu foltern und somit ihre Geheimnisse zu entlocken. Alles unter dem Deckmantel der Geheimhaltung, einer speziellen Einheit zur gesellschaftlichen Sicherheit und dem Staatsschutz. Zumindest hat sie das bis dahin gedacht. Doch ihr letzter Auftrag ändert alles, da sie im Verlauf ihrer Ermittlungen dahinter kommt, dass es wieder nur ein Plan war sie zu exekutieren. Doch dann trifft sie auf Daniel und Kevin Beach. Und mit diesen beiden Brüdern beginnt sie den Spieß umzudrehen, um vielleicht doch noch ein normales Leben führen zu können.

Stephanie Meyer hat nach den erfolgreichen Biss-Büchern ein ganz anderes Buch geschrieben. Ich muss dabei gestehen, dass ich tatsächlich zwei Anläufe gebraucht habe, um in die Geschichte und ihre Charaktere hineinzufinden. Der Schreibstil ist, wie gewohnt von der Autorin, sehr gut leserlich und eingängig. Was es mir schwer gemacht hat, war die spezielle Erzählweise, die verschiedenen Szenenwechsel gerade zu Beginn des Buches, und die verzwickten Beschreibungen des völlig aus der Bahn geworfenen Lebens der Juliana Fortis. Doch wenn man sich als Leser die Zeit nimm, wie ich es beim zweiten Mal gemacht habe, und das Buch eben nicht mit der Geschichte um Bella und Edward vergleicht, sondern sich auf die neue Protagonistin einlässt, dann stellt man fest, dass es der Autorin erneut sehr gut und transparent gelungen ist ein spannendes Buch mit interessanten Charakteren zu gestalten.