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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2024

Ein toller Jugend-Fantasyroman

Der Fluch der Schwestern (Die sechs Kraniche 0)
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Da ich bereits die anderen beiden Teile der „Die Sechs Kraniche“ mochte, freute ich mich wieder in die asiatische Welt voller Abenteuer und Magie eintauchen zu können. Auch dieses Mal hat mich das asiatische ...

Da ich bereits die anderen beiden Teile der „Die Sechs Kraniche“ mochte, freute ich mich wieder in die asiatische Welt voller Abenteuer und Magie eintauchen zu können. Auch dieses Mal hat mich das asiatische Setting von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die detaillierten Beschreibungen gaben der Geschichte eine besondere Atmosphäre und ließen mich in die Welt von Channi und Vanna eintauchen. Besonders Channis Charakter mochte ich sehr. Sie besaß trotz ihrer Bürde eine innere Stärke und Mut, was sie mir richtig sympathisch machte.

Die Handlung selbst war spannend, auch wenn sie Größtenteils – wie für einen Jugendroman typisch – etwas oberflächlich war. Besonders gelungen fand ich aber das unzertrennliche Schicksal der beiden Schwestern. Obwohl sie so unterschiedlich waren, konnte ihre Liebe zueinander sie stets zusammenhalten. Die eigentliche Romanze der Geschichte konnte damit nicht mithalten. Darüber hinaus mochte ich auch Channis tragische Erlebnisse. Ich musste des Öfteren mich über die unfaire Welt, in der die Geschichte spielt, ärgern und konnte mit Channi richtig mitfühlen. Mein persönliches Highlight? Channis schuppiger Begleiter, der sich nie zu Schade war, seine Meinung kund zu tun. Ich liebe ja solche Sidekicks.

Das Ende hatte es dann nochmals in sich und konnte mich richtig überraschen. "Der Fluch der Schwestern" ist ein toller Jugend-Fantasyroman, der trotz fehlender Tiefe eine starke und berührende Geschichte über Liebe und Zusammenhalt erzählt, ohne dabei in klassische Klischees abzudriften.

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Veröffentlicht am 14.06.2024

komplexe Charaktere und 2 fesselnde Handlungsstränge

Season Sisters – Sommerstürme
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In Band 2 der Reihe tauchen wir in das Leben der stillen und verantwortungsbewussten Summer ein, die wir im ersten Band schon kennenlernen durften. Summer hat eine starke Familienbindung und versucht durch ...

In Band 2 der Reihe tauchen wir in das Leben der stillen und verantwortungsbewussten Summer ein, die wir im ersten Band schon kennenlernen durften. Summer hat eine starke Familienbindung und versucht durch ihren unermüdlichen Einsatz die Familie zusammenzuhalten. Was ich besonders bewundernswert finde, bei der Vergangenheit, die die Schwestern teilen. Sie musste immer die Vernünftige sein aber als die kleine Phoebe, die mein Herz im Sturm eroberte, mit ihrem Vater Bryan, in ihr Leben treten, ändert sich für Summer alles. Sie muss sich öffnen, weiterentwickeln, Vorurteile überwinden und längst verdrängte Kindheitserinnerungen verarbeiten.

Dabei empfand ich das Zusammenspiel zwischen Summer und Bryan als ein besonderes Highlight der Geschichte. Die Entwicklung ihrer Beziehung ist herzerwärmend und zeigt, dass Gegensätze sich nicht nur anziehen, sondern auch einander ergänzen können. Ein wundervoller Gedanke ♡♡♡

Überraschenderweise kommt noch ein zweiter Erzählstrang aus der Vergangenheit hinzu. Die Autorin verwebt dabei geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart und baut eine mysteriöse Atmosphäre auf, die dem Buch eine zusätzliche Tiefe verleiht.

Band 2 ist ein gelungener Mix aus Familien- und Historiendrama. Dank Whitmores Fähigkeit, komplexe Charaktere und fesselnde Handlungsstränge zu erschaffen, bin ich nun richtig gespannt auf die Geschichten von Autumn und Winter.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Eine Found-Family-Geschichte, wie ich sie liebe

The Summer of Broken Rules
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Die Geschichte hat mich von Anfang an mit ihrem angenehmen Schreibstil und der sympathischen Hauptfigur Meredith gepackt. Es war berührend zu sehen, wie sie trotz des schweren Verlusts ihrer Schwester ...

Die Geschichte hat mich von Anfang an mit ihrem angenehmen Schreibstil und der sympathischen Hauptfigur Meredith gepackt. Es war berührend zu sehen, wie sie trotz des schweren Verlusts ihrer Schwester langsam wieder ins Leben zurückfindet, besonders während des Familientreffens auf Martha’s Vineyard. Die Einbindung des Fox-Familienspiels war genial und ich hatte Lust, selbst daran teilzunehmen. Die familiären Bindungen und Traditionen waren meiner Meinung nach gut dargestellt, obwohl eine Übersicht der Familie geholfen hätte, den Überblick über die vielen Charaktere zu behalten. Haltet also einen Notizblock bereit!

Jedoch trat die Liebesgeschichte zwischen Meredith und Wit für mich etwas in den Hintergrund. Wit blieb für mich als Figur etwas zu flach und ich konnte nicht nachvollziehen, was Meredith in ihm sah. Als jemand, der Verlust kennt, wirkten die Gefühle für ihn eher als eine Flucht vor Problemen. Dennoch gelang es der Autorin, eine leichte Sommergeschichte mit ernsten Themen wie Trauer und einen Neubeginn zu verbinden.

Insgesamt eine berührende Found-Family-Geschichte mit Nostalgie-Vibes und Tiefgang, bei der die Liebesgeschichte noch mehr Potenzial bietet. Dennoch eine Empfehlung für alle, die nach einer berührenden Sommerlektüre suchen.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Ein etwas anderer Klune

The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen
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Als Fan von Klune war ich gespannt auf sein neues Werk und freute mich erneut in eine Welt einzutauchen, die von seiner ruhigen Art geprägt ist. Doch überraschenderweise stieß ich anfangs auf Schwierigkeiten, ...

Als Fan von Klune war ich gespannt auf sein neues Werk und freute mich erneut in eine Welt einzutauchen, die von seiner ruhigen Art geprägt ist. Doch überraschenderweise stieß ich anfangs auf Schwierigkeiten, denn der quirlige Protagonist Nick hat mich zu Beginn eher genervt. Da Klunes Figuren bisher immer einen besonderen Reiz für mich hatten, gab ich nicht auf, um mit Nick warm zu werden. Mit Erfolg, denn plötzlich schaffte es der Autor mich doch zu berühren. Nicht zuletzt da ich mich in meine eigene Jugend zurückerinnern konnte, und einige Parallelen sah.

Die Story dreht sich um Nick, einen Teenager am Rande des Erwachsenseins, der mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert ist. Während seine Mitschüler sich mit den üblichen Problemen des Älterwerdens auseinandersetzen, kämpft Nick mit dem Verlust seiner Mutter, der ständigen Sorge um seinen Vater und den Alltag in einer Welt, in der Superhelden existieren. Darüber hinaus kämpft er noch mit ADHS, was nicht nur für ihn, sondern auf für mich die Welt besonders intensiv machte. Und auch wenn das genug schwere Themen sind, um eine interessante Geschichte zu erzählen, fügt Klune noch das sensible Thema der ersten Liebe hinzu. Leider wurde dieser Punkt bereits im Klappentext gespoilert woraufhin ich viele Wendungen kommen sah. Hier hätte meiner Meinung nach ein zurückhaltender Text dem Werk gut getan. Dennoch wurden meiner Meinung nach die einzelnen Themen gut ausgearbeitet und konnten mich zum Lachen, Weinen und Grübeln bringen, sodass ich mich auf die Fortsetzung sehr freue.

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Veröffentlicht am 05.05.2024

Eine interessante Geschichte mit einem außergewöhnlichen Setting

A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic
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Als ich "A Spark of Time" aufschlug, fand ich mich schnell in der Welt von Lilly wieder. Sie ist eine angenehme Hauptfigur, die ich gerne auf ihrem Abenteuer begleitete. Die Jagd nach der Kette gestaltete ...

Als ich "A Spark of Time" aufschlug, fand ich mich schnell in der Welt von Lilly wieder. Sie ist eine angenehme Hauptfigur, die ich gerne auf ihrem Abenteuer begleitete. Die Jagd nach der Kette gestaltete sich als spannend und brachte sie in einige brenzlige Situationen, doch ihre Entschlossenheit, nur mit dem Collier zurückzukehren, war bewundernswert.

In der Vergangenheit stieß Lilly auf Rayford, einen charmanten und hilfsbereiten Mann, der sie dazu brachte, über die Regeln des Zeitreisens nachzudenken. Dieser innere Konflikt war fesselnd und fügte der Handlung eine interessante Dimension hinzu. Das Setting rund um die Titanic und ihre Passagiere war gut aufgebaut und verlieh der Geschichte eine faszinierende Atmosphäre.

Die Liebesstory zwischen Lilly und Ray nahm einen großen Teil der Geschichte ein, was für mich persönlich gut umgesetzt wurde. Obwohl ich kein großer Fan von Kreuzfahrten bin, hat mich das Geschehen rund um den Untergang der Titanic und das Schicksal der Passagiere immer fasziniert, daher war es interessant, dies aus der Perspektive von Lilly zu erleben. Nicht zuletzt da man weiß, wie die Reise endet, empfand ich unterschwellig immer das Gefühl der Bedrohung. Mein persönliches Highlight: Viele der Figuren basieren auf echten Menschen, die die Überfahrt angetreten sind. Zu lesen, was mit ihnen geschah, hat mich nicht nur besonders fasziniert, sondern auch berührt.

A Spark of Time ist ein solider Einstieg in die Dilogie. Obwohl die Geschichte für meinen Geschmack etwas erwachsener hätte sein dürfen, habe ich Lilly gerne auf ihrer Zeitreise begleitet.

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