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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2024

Zwiegespalten

Das Joshua-Profil
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Fitzek hat es geschafft, mit diesem Buch einen Zwiespalt bei mir zu erzeugen. Obwohl man Cosmo hassen möchte, wird es einem nicht gerade leicht gemacht. Er ist, meines Erachtens, einer der interessantesten ...

Fitzek hat es geschafft, mit diesem Buch einen Zwiespalt bei mir zu erzeugen. Obwohl man Cosmo hassen möchte, wird es einem nicht gerade leicht gemacht. Er ist, meines Erachtens, einer der interessantesten Charaktere, die Fitzek je auf Papier gebracht hat. Mit so viel Tiefe.
Die allgemeine Handlung war jedoch nicht vollkommen überzeugend. Der Weg zur Auflösung war zwar durchaus spannend und fesselnd, jedoch hat mich das Ende nicht packen können.
Während die Enden von Fitzek natürlich nie ganz realistisch sind, fand ich dieses jedoch sehr unglaubwürdig und auch etwas unlogisch.
"Das Joshua-Profil" wurde nicht mein neuer Lieblings-Fitzek, doch man kann es dennoch lesen, und eine wilde Fahrt genießen.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Ausbaubar

Schlafenszeit – Albträume erwachen, wenn diese Tür sich schließt
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„Schlafenszeit“ von Jason Rekulak ist ein Buch, das in seiner Grundidee vielversprechend klang, aber letztlich nicht ganz die Erwartungen erfüllt, die ich an eine fesselnde Geschichte stelle.

Gleich ...

„Schlafenszeit“ von Jason Rekulak ist ein Buch, das in seiner Grundidee vielversprechend klang, aber letztlich nicht ganz die Erwartungen erfüllt, die ich an eine fesselnde Geschichte stelle.

Gleich vorweg kann ich sagen, dass man, sofern man dazu in der Lage ist, dieses Buch eher auf Englisch lesen sollte. Die deutsche Übersetzung wirkt gezwungen, und stümperhaft, da sich manche Dialoge einfach nicht richtig übersetzen lassen.

In einem interessanten Setting entfaltet sich die Geschichte, in welcher die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwommen werden.

Die Charaktere sind zwar soweit ganz interessant und bringen verschiedene Facetten mit, doch manchmal fehlt es ihnen an der nötigen Tiefe, sodass es für den Leser schwierig ist, eine echte emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Einige der Dialoge wirken etwas klischiert und tragen nicht immer zur Entwicklung der Handlung bei, was dazu führt, dass die Interaktionen zwischen den Figuren oft flach und wenig überzeugend erscheinen.

Die Stimmung des Buches erzeugt eine gewisse Spannung, die den Leser in die Geschichte hineinzieht. Dennoch leidet die Erzählweise an Längen, die den Lesefluss hemmen und das Lesevergnügen trüben können. Es gibt zweifellos Momente, die wirklich fesseln und den Puls höher schlagen lassen, aber auch Passagen, die sich ziehen und das Interesse mindern, was den Gesamteindruck etwas schmälern kann.

Auch konnte mich das Ende nicht vollkommen überzeugen, und ließ mich doch etwas unbefriedigt zurück.

Insgesamt ist „Schlafenszeit“ ein unterhaltsames Buch, das einige gute Ideen und Ansätze bietet, aber nicht immer die nötige Tiefe oder Konsistenz hat, um als herausragend zu gelten. Für Leser, die an einer leichten, spannenden Lektüre interessiert sind und sich nicht scheuen, über kleinere Schwächen hinwegzusehen, könnte es dennoch einen Blick wert sein. Es bietet eine ansprechende Möglichkeit, in eine Welt einzutauchen, die sowohl vertraut als auch unheimlich ist, und regt dazu an, über die eigenen Ängste und Erinnerungen an die Kindheit nachzudenken.

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Veröffentlicht am 06.05.2024

Mittelmäßig

The Family Guest
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Mit „The Family Guest“ hat Nelle Lamar einen Thriller erschaffen, dessen Grundkonzept zwar ganz interessant war, jedoch leider über mittelmäßig nicht hinaus ging.

Direkt positiv anmerken kann ich, dass ...

Mit „The Family Guest“ hat Nelle Lamar einen Thriller erschaffen, dessen Grundkonzept zwar ganz interessant war, jedoch leider über mittelmäßig nicht hinaus ging.

Direkt positiv anmerken kann ich, dass der Schreibstil flüssig zu lesen war. Er war meiner Meinung nach ziemlich simpel gehalten, wodurch er gerade jüngeren Lesern ganz gut gefallen könnte. An manchen Stellen klang es aber etwas hölzern.

Von einem „psychologischen“ Thriller, würde ich hier nicht sprechen. Um ehrlich zu sein, kam mir diese Geschichte eher wie ein Drama mit Thriller-Elementen vor, als wie ein richtiger Thriller.

Enttäuschenderweise muss ich auch anmerken, dass jede einzelne Handlung absolut vorhersehbar war, besonders, wenn man schon einige Thriller gelesen hat.

Nichts konnte mich überraschen. Direkt nach den ersten 2-3 Kapiteln wusste ich, in welche Richtung es gehen würde. Nach 41 % habe ich auch schon eine Theorie zur Auflösung aufgestellt, mit der ich sogar letztendlich richtig lag.

Die erste Hälfte zog sich für meinen Geschmack etwas zu sehr. Nicht wirklich viel ist passiert. Erst danach hat es etwas an Fahrt aufgenommen, und doch noch mein Interesse erweckt. Jedoch schlug die Story dann eine ganz andere Richtung ein, und die vorherigen Geschehnisse treten in den Hintergrund.

Man muss der Autorin zugutehalten, dass sie definitiv weiß, wie man Charaktere schreibt, die das Publikum hassen wird. Selten habe ich eine so starke Abneigung beim Lesen verspürt.

Leider haben mir die Charaktere im Allgemeinen nicht sonderlich zugesagt. Nur Will und die Oma fand ich sympathisch. Generell ist das Verhalten kindisch, und zeitweise ziemlich nervig.

Auch war ich mehr an Natalies Vergangenheit und Anabels Tod interessiert als an der Geschichte rund um Tanya. Eigentlich habe ich dieses Buch nur für diese beiden „Nebenstories“ weitergelesen.

Es wurde nicht geschafft, eine angespannte Atmosphäre aufzubauen, auch wenn die Versuche hierfür definitiv vorhanden waren. Spannung kam ebenfalls nicht groß auf.

Eine Kleinigkeit, die mich ebenfalls gestört hat, war, dass man sich dazu entschieden hat, dieses (doch sehr häufig vorkommende) „Dear“ nicht zu übersetzen. Man hätte einfach „Lieblings“ draus machen können.

Das Ende war zwar absolut vorhersehbar und keineswegs schockierend oder überraschend, dennoch war es relativ gut umgesetzt. Dasselbe gilt für den Epilog, den ich ebenfalls genauso erwartet hatte.

Mein Fazit lautet also, dass „The Family Guest“ ein mittelmäßiger „Thriller“ ist, den ich nur dank seines Schreibstiles, der akzeptablen Seitenanzahl, und den Nebenstorys zu Ende gelesen habe. Jüngeren Lesern, oder Leuten, die noch nicht viel Thriller-Erfahrung haben, könnten jedoch eine ganz gute Zeit mit diesem Buch verbringen.

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Veröffentlicht am 02.03.2024

Nicht mein Favorit

Splitter
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Die Geschichte um den Protagonisten Marc Lucas, der nach einem Autounfall an Amnesie leidet und sich mühsam an sein früheres Leben erinnert, ist packend und geheimnisvoll. Fitzeks Schreibstil ist wie immer ...

Die Geschichte um den Protagonisten Marc Lucas, der nach einem Autounfall an Amnesie leidet und sich mühsam an sein früheres Leben erinnert, ist packend und geheimnisvoll. Fitzeks Schreibstil ist wie immer mitreißend und sorgt für eine konstante Spannung, die bis zum Ende des Buches anhält.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vielschichtig, besonders Marc Lucas als Hauptfigur ist ein interessanter Protagonist, dessen Zerrissenheit und Verzweiflung authentisch wirken.
Allerdings muss ich zustimmen, dass die Geschichte an manchen Stellen etwas wiederholend wirkt. Die Spannungskurve flacht stellenweise ab. Zudem konnte mich das Ende des Buches nicht vollständig überzeugen. Es wirkte für mich einfach zu unglaubwürdig und unlogisch.
Die Geschichte ist spannend und gut erzählt, jedoch gibt es einige Schwächen im Finale. Trotzdem ist das Buch empfehlenswert für alle, die gerne Psychothriller mit einer düsteren Atmosphäre und überraschenden Wendungen mögen.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Erwartungen nicht ganz erfüllt

Auris
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Nachdem ich die Geschichte rund um Matthias Hegel in einer Audible-Werbung gesehen hatte, wurde meine Neugier geweckt – spontan habe ich mich dazu entschieden, das Buch einfach mal mitzunehmen und ihm ...

Nachdem ich die Geschichte rund um Matthias Hegel in einer Audible-Werbung gesehen hatte, wurde meine Neugier geweckt – spontan habe ich mich dazu entschieden, das Buch einfach mal mitzunehmen und ihm eine Chance zu geben.

Der Schreibstil hat mir durchaus gut gefallen – er erinnert stellenweise an Sebastian Fitzek, was für mich definitiv ein Pluspunkt ist. Flüssig zu lesen, spannend aufgebaut, handwerklich gut gemacht. Leider konnte mich die Handlung selbst dann aber nicht ganz so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte.

Ich hatte erwartet, dass sich die Geschichte stärker auf die Figur Matthias Hegel konzentriert und man mehr über ihn und seine Vergangenheit erfährt. Doch genau das blieb für meinen Geschmack etwas zu sehr im Hintergrund. Die eigentliche Story war zwar keineswegs schlecht – sie hatte ihre spannenden Momente –, aber insgesamt hat sie mich leider nicht vollständig überzeugen können.

Auch die Charaktere wirkten auf mich zum Teil etwas unausgereift oder blass, als hätten sie noch mehr Tiefe vertragen können. Besonders interessant fand ich tatsächlich die Nebenhandlung rund um Jula und ihren Bruder – diese Stränge haben mich am meisten angesprochen und mein Interesse geweckt.

Alles in allem war es kein schlechtes Buch, aber es hat mich auch nicht so gepackt, dass ich den Drang verspüre, die Reihe weiterzulesen. Momentan sehe ich keinen Anlass, die nächsten Teile anzugehen.

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