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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2024

Mystisch, gruselig und doch auch Humorvoll

Krähennacht
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„Krähennacht“ von Alexandra Kolb ist ein wirklich einzigartiges Werk mit einem ganz besonderen Leseerlebnis. Es handelt sich dabei zwar bereits um den zweiten Band, das Buch kann aber ohne Probleme ohne ...

„Krähennacht“ von Alexandra Kolb ist ein wirklich einzigartiges Werk mit einem ganz besonderen Leseerlebnis. Es handelt sich dabei zwar bereits um den zweiten Band, das Buch kann aber ohne Probleme ohne Vorwissen gelesen werden. Das Wichtigste aus „Rindviehdämmerung“ wird erklärt und die hauptsächliche Handlung ist sowieso eine Neue. Genremässig ist das Buch gar nicht so leicht einzuordnen, die gewählte Bezeichnung Alpen Mystery trifft es aber schon ganz gut. Darüber hinaus arbeitet die Autorin aber auch mit einer ordentlichen Brise Humor, welcher auch gerade durch die Verwendung des bayerischen Dialekts transportiert wird. Wer damit nichts anfangen kann, sollte besser nicht zu "Krähennacht" greifen. Neben zahlreichen Dialogen und Gedankenmonologen auf gut bayerisch, gibt es auch noch vielfältige Einblicke in die Besonderheiten der Gegend und natürlich des Murnauer Moos. Der locker eingebaute Lokalkolorit gefiel mir ausgesprochen gut. Aber auch die heraufbeschworene Atmosphäre spricht sehr für die Lektüre. Spannend und mystisch geht es die ganze Zeit zu, hin und wieder wird es auch richtig gruselig. Alles in allem bleiben die Horrorszenarien aber im Rahmen, was mir sehr Recht war. Der Schreibstil liest sich durchgehend flüssig und trägt durch bildhafte Beschreibungen viel zur Stimmung bei. Auch die Figurenzeichnung gefiel mir gut. Nicht alle sind dabei sympathisch, dafür aber umso authentischer dargestellt. Hauptfigur Kathi, aus deren Perspektive häufiger erzählt wurde, mochte ich aber von Beginn an. Insgesamt kann ich dieses wahrlich besondere Buch durchaus weiterempfehlen. Lasst euch inhaltlich einfach überraschen und auf eine besondere Reise ins Moor entführen!

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Must-Read für Fans von Spannung

Krähentage
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Mittlerweile überlege ich gut ob ich wirklich noch eine neue Reihe beginne. Bei „Krähentage“ von Benjamin Cors bin ich aber froh es doch getan zu haben. Also greift zu, es lohnt sich! Bei "Krähentage" ...

Mittlerweile überlege ich gut ob ich wirklich noch eine neue Reihe beginne. Bei „Krähentage“ von Benjamin Cors bin ich aber froh es doch getan zu haben. Also greift zu, es lohnt sich! Bei "Krähentage" handelt sich um einen wirklich atemberaubende Thriller mit hohem Tempo, einem authentischen Ermittlungsteam und jeder Menge überraschender Turns. Gerade zum Ende hin ist die Spannung kaum noch auszuhalten und da auch noch einige Fragen offen sind bin ich schon jetzt unheimlich neugierig auf den nächsten Band. Die Handlung ist stellenweise nichts für schwache Nerven und spart auch nicht mit unappetitlichen Details. Für mich blieb aber noch alles im Rahmen, denn der Fokus lag überwiegend auf den Ermittlungen und der Teamfindung. Die doch sehr verschiedenen Charaktere lernen wir in ihrem ersten Fall unterschiedlich gut kennen. Ich denke aber im weiteren Verlauf der Reihe wird das Privatleben aller Teammitglieder noch näher beleuchtet werden. Der Schreibstil gefiel mir ausgesprochen gut, da er sich flüssig las und für eine dichte Atmosphäre sorgte. Über den Fall bzw. die Fälle möchte ich gar nicht viel verraten. Nur so viel, es gibt interessante Einblicke in die Tätersicht und auch als geübte Krimileserin konnten mich die Entwicklungen durchgehend überraschen. Hier ist absolut nichts vorhersehbar. Deshalb vergebe ich für diesen starken ersten Band, volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.05.2024

Intensiv und düster- Ein Dorf im Porträt

Die Schönheit der Rosalind Bone
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„Die Schönheit der Rosalind Bone“ von Alex McCarthy ist ein beeindruckender, wenn auch kein leichter Roman. Auf nur 160 Seiten entfaltet die Autorin eine erstaunlich vielschichtige Handlung. Zwar hätte ...

„Die Schönheit der Rosalind Bone“ von Alex McCarthy ist ein beeindruckender, wenn auch kein leichter Roman. Auf nur 160 Seiten entfaltet die Autorin eine erstaunlich vielschichtige Handlung. Zwar hätte ich mir stellenweise ein paar Seiten mehr gewünscht, um bei manchen Figuren noch mehr in die Tiefe gehen zu können. Dennoch ist der Plot insgesamt in sich stimmig und letztlich rund. Besonders gelungen fängt die Autorin die Atmosphäre und die ungeschriebenen Regeln des Ortes Cwmcysgod ein. Dabei zeichnet sie überwiegend ein vernichtendes Menschenbild, nur die Entwicklung von wenigen Figuren macht letztendlich etwas Hoffnung. Thematisch ist die Geschichte finde ich emotional herausfordernd. Auch wenn der Kindesmissbrauch nur angedeutet wird, ist er und auch der Umgang des Dorfes damit einfach heftig zu lesen. Ein weiteres großes Thema des Buches ist zudem noch Misogynie und auch deshalb ist der Titel sehr treffend gewählt. Unterschiedliche Perspektiven geben vielfältige Einblicke und fangen ein breites Spektrum ein. Auch der Schreibstil der Autorin trägt viel zum Erfolg der Geschichte bei. Ihr Tonfall ist dabei eine einzigartige Mischung aus klarer Nüchternheit und doch voller poetischer Sprachbilder und feinen Nuancen. Ich brauchte zwar etwas um mich daran zu gewöhnen, dann gefiel mir der Stil aber ausgesprochen gut. Allgemein gewann der Roman aufs Ende zu an Stärke. Und so vergebe ich für das Gesamtwerk verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.05.2024

Treffender Titel - Unterhaltsam, aber doch voller Nuancen

Funny Story
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„Funny Story“ von Emily Henry war für mich ein richtiger Wohlfühlroman. Er beginnt mit der wirklich witzigen, oder doch eher absurden Trennungsgeschichte, durch welche Daphne und Miles Mitbewohner:innen ...

„Funny Story“ von Emily Henry war für mich ein richtiger Wohlfühlroman. Er beginnt mit der wirklich witzigen, oder doch eher absurden Trennungsgeschichte, durch welche Daphne und Miles Mitbewohner:innen werden. Was dann folgt hat mich dann aber positiv überrascht. Die Autorin erzählt nämlich eine vielschichtige Geschichte, voller einzigartig authentischer Figuren. Egal ob Haupt- oder Nebencharaktere, alle wirken überaus lebendig und bringen ihre eigene Persönlichkeit mit. Auch wenn die Atmosphäre humorvoll und einladend ist, geht es doch auch um ernste Themen wie Selbstfindung, Freundschaft und Eltern-Kind-Beziehungen. Das zauberhafte amerikanische Kleinstadtsetting bietet dafür die perfekte Kulisse und mit Bibliothekarin Daphne stellt uns Emily Henry wieder mal eine sympathische bücherliebende Figur zur Seite. Der Schreibstil liest sich gewohnt flüssig und ich bin nur so durchs Buch geflogen. Insgesamt passte für mich einfach alles, inklusive Ende. „Funny Story“ ist ein wunderbar moderner Liebesroman mit viel Witz und starken Charakteren. Natürlich vergebe ich dafür 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 07.05.2024

Vielfältige Blickpunkte, empowerende Texte

Unlearn Patriarchy 2
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Zunächst einmal kann ich leider keinen Vergleich zum ersten Band von Unlearn Patriarchy anstellen, da ich diesen (bisher) nicht kenne. Da die 13 Essays aber völlig unabhängig voneinander gelesen werden ...

Zunächst einmal kann ich leider keinen Vergleich zum ersten Band von Unlearn Patriarchy anstellen, da ich diesen (bisher) nicht kenne. Da die 13 Essays aber völlig unabhängig voneinander gelesen werden können stellt dies kein Problem dar. Die Themen wurden auf jeden Fall bunt gemischt ausgewählt, sprechen aber alle super wichtige Themenfelder unseres Alltags an. Jede Autorin weiß wovon sie schreibt und so ist hier jede Menge Expertise zu finden. Logischerweise unterscheiden sich die Schreibstile untereinander, gut lesbar sind aber alle. Gemeinsam sind ihnen außerdem die starken Emotionen, welche sie beim lesen auslösen. Es ist toll das Feminismus stets solidarisch gedacht wird. Trotz der benannten Ungerechtigkeiten war „Unlearn Patriarchy 2“ für mich eine äußerst inspirierende Lektüre, welche ich aus ganzem Herzen weiterempfehlen mag. Natürlich vergebe ich dafür 5 Sterne und hoffe auf eine Fortsetzung der Reihe!

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