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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Grenzfall

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Ich habe bisher alle „Grenzfälle“ von Anna Schneider gelesen und mit großer Begeisterung verschlungen.
Dieser Teil ist der erste, bei dem es mir (zu Beginn jedenfalls) schwer fiel, weiterzulesen ...

Ich habe bisher alle „Grenzfälle“ von Anna Schneider gelesen und mit großer Begeisterung verschlungen.
Dieser Teil ist der erste, bei dem es mir (zu Beginn jedenfalls) schwer fiel, weiterzulesen und dranzubleiben.
Verschiedene Handlungsstränge gehören bei diesen Büchern dazu, jedoch fand ich es dieses Mal sehr durcheinander. Bis ungefähr in die Hälfte des Buches, wird das Unwetter ausufernd beschrieben. Natürlich hilft dies dabei, die Lage anschaulich darzustellen und die Vorstellungskraft der LeserInnen anzuregen.
Jedoch lässt der im Klappentext erwähnte Todesfall lange auf sich warten. So dauert es bis ca. in die Hälfte des Buches bis tatsächlich etwas passiert.
Ich persönlich finde es schade, dass die eigentlich spannende Story viel zu kurz kommt und in der zweiten Hälfte des Buches zu schnell abgehandelt wird.
Das Buch endet abrupt mittendrin, so dass die Handlungsstränge offen bleiben. Für die Protagonisten Jahn und Krammer ist dies nicht weiter schlimm, jedoch hätte ich mir für die Charaktere, die ausschließlich in diesem 6. Teil vorkommen, ein weniger abruptes Ende gewünscht.

Wäre dies mein erster Grenzfall gewesen, würde ich mir überlegen, ob ich die vorherigen bzw. nachfolgenden Teile lesen würde.
Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf die Fortsetzung und hoffe hier auf einen ähnlich guten Teil wie zu Beginn der Reihe.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Hochmut kommt vor dem Fall

Blutbuße
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Im schwedischen Are wird die Investorin Charlotte Wretlind ermordet. Sie war in einem Hotel abgestiegen, um von dort den Abriss und Neuaufbau eines neuen Hotelkomplexes in Storlien zu koordinieren. ...

Im schwedischen Are wird die Investorin Charlotte Wretlind ermordet. Sie war in einem Hotel abgestiegen, um von dort den Abriss und Neuaufbau eines neuen Hotelkomplexes in Storlien zu koordinieren.
Als selbstbewusste und ambitionierte Geschäftsfrau hat sie nicht nur Freunde und Geschäftspartner, die gut auf sie zu sprechen sind.
Doch wer trachtete ihr auf solche bestialische Weise nach dem Leben? Die Kommissare Hanna Ahlander und Daniel Lindskog ermitteln, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld der Toten.
Als ein zweiter Mord die Stadt erschüttert, werden Mutmaßungen über einen Serienmörder laut...

Der Geschichte des dritten Bandes um die Kommissare Ahlander & Linskog ist sehr langatmig geschrieben und hat es mir leider nicht einfach gemacht, beim Lesen „dranzubleiben“.
Wie auch schon in den ersten beiden Bänden wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, jedoch finde ich, dass hier eher die persönlichen Aspekte im Vordergrund standen, statt der Morde. Nicht nur die einzelnen Kommissare wurden detailliert beleuchtet, sondern auch die Befindlichkeiten und Gefühle der Freundin von Daniel. Hier hätte ich mir persönlich gewünscht, diesen Part zu kürzen bzw. zu streichen. Dass Ida nichts mit Daniels Beruf(ung) anfangen kann und sich um ihn sorgt, wenn er im Dienst ist, ist auch in den ersten beiden Bänden ausführlich thematisiert worden.

Nichtsdestototz ist das Buch in kurze Kapitel aufgeteilt, die man (eigentlich) schnell zwischendurch lesen kann.
Für den nächsten Band würde ich mir wünschen, dass der Fokus wieder mehr auf dem Fall liegt, statt auf dem Gefühlsleben der Ermittelungsgruppe um Hanna und Daniel.

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Veröffentlicht am 08.08.2024

Die ermittelnde Journalistin

Im Unterholz
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Vera Bergström hadert mit ihrem Schicksal. Die Redaktion, in der sie bis vor einem Jahr noch als Journalistin gearbeitet hat, wurde geschlossen und sie hat eine neue Stelle als Schulbegleiterin ...

Vera Bergström hadert mit ihrem Schicksal. Die Redaktion, in der sie bis vor einem Jahr noch als Journalistin gearbeitet hat, wurde geschlossen und sie hat eine neue Stelle als Schulbegleiterin annehmen müssen. Hinzukommt, dass sich ihr langjähriger Freund Levan von ihr getrennt hat – und das für eine jüngere Frau. Zu allem Überfluss befindet sich die Mittfünfzigerin auch noch in den Wechseljahren. Und als ob das alles noch nicht genug ist, bittet ihr ehemaliger Chefredakteur sie um Mithilfe bei einer Reportage zu einem Mordfall, der in ihrer Nähe verübt wurde. Doch wer hat Isabella umgebracht? Und wer ist Maria?

Der Titel „Im Unterholz“ spiegelt sich auch im Cover wider, auf dem ein Wald mit dem unter der Oberfläche verlaufenden Wurzelwerk zu sehen ist.

Sara Strömberg erzählt ihre Geschichte aus zwei Perspektiven. Zum einen aus der Sicht von Maria und aus der von Vera. Hier liegt der Fokus mehr auf dem Schicksal der Journalistin, denn auf dem Mordfall.

Nichtsdestotrotz lässt sich der Kriminalroman flüssig lesen. An manchen Stellen kommt sogar ein klein wenig Spannung auf. Kein klassischer Pageturner, aber insgesamt ein Buch für einen gemütlichen Abend im Garten...

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Schöne Urlaubslektüre

Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 3)
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Der bekannte Schauspieler Titus Frank, der sich aktuell für Dreharbeiten in St. Peter aufhält, wird statt bei der Premierenfeier, tot in der Sauna seines Ferienhauses aufgefunden.
Das es sich ...

Der bekannte Schauspieler Titus Frank, der sich aktuell für Dreharbeiten in St. Peter aufhält, wird statt bei der Premierenfeier, tot in der Sauna seines Ferienhauses aufgefunden.
Das es sich nicht um einen Unfall handelt, ist schnell klar und so beginnt die Suche nach dem Täter. Dabei bekommen die Polizisten Ernie und sein Kollege Fred tatkräftige Unterstützung von seiner Schwester Ilva und ihrer Freundin.

Die Schafe finden sich nicht nur auf dem Cover dieses Buches, sondern auch auf den ersten beiden Büchern der Reihe wieder. Der Titel ist meines Erachtens nicht so ideal gewählt. Hier hätte ich mir eine Alternative gewünscht, da ich während der ersten Zeit davon ausgegangen bin, dass es noch ein Unglück im Hinblick auf den Titel geben muss – vielleicht beim nächsten Teil der Reihe ?!

Tanja Janz schreibt aber auch diesen Teil wieder aus unterschiedlichen Perspektiven, sowohl aus der Sicht der Polizei und Ilva, aber auch aus der Sicht des zunächst unbekannten Täters. Mit ihrem eingängigen Schreibstil und den nicht zu langen Kapiteln, gelingt der Einstieg sehr schnell.
Das perfekte Buch für einen Sommernachmittag im Garten, am Strand oder einfach nur gemütlich auf dem Sofa.

Wer St. Peter kennt, wird diese Bücher lieben!

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Veröffentlicht am 13.04.2024

Eine tragische Geschichte

Meeresfriedhof
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Eine tragische Geschichte gespickt mit Intrigen, Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten – und alles zum scheinbaren Wohl der Familie?
Vera Lind nimmt sich in hohem Alter das Leben. Die Nachkommenschaft ...

Eine tragische Geschichte gespickt mit Intrigen, Gemeinheiten und Hinterhältigkeiten – und alles zum scheinbaren Wohl der Familie?
Vera Lind nimmt sich in hohem Alter das Leben. Die Nachkommenschaft ist verunsichert, da ihr Testament kurz zuvor verschwand. War es wirklich Suizid oder doch Mord? Und was hat das Schiffsunglück vor 75 Jahren mit ihrem Tod zu tun, über welches Vera Lind ein Buch schrieb, dass aber vom Staatsschutz vor seiner Veröffentlichung beschlagnahmt wurde...
Ihre Enkelin Sasha (eigentlich Alexandra Falck) beschließt die Wahrheit herauszufinden.

Das Cover zeigt einen wolkenverhangenen Himmel über einem norwegischen Fjord und ein Hurtigruten-Schiff in schwarz weiß.

Das Buch ist in 5 Teile gegliedert und springt immer wieder in die Vergangenheit sowohl von Vera Lind als auch von Hans Falck, ihrem Stiefenkel.

Was als interessante Geschichte beginnt, wird aber durch den kompletten Abdruck des Manuskripts meines Erachtens unnötig in die Länge gezogen.
Leider habe ich nicht den richtigen Zugang zur Geschichte gefunden. Der Cliffhanger am Ende des Buches lässt jedoch auf eine hoffentlich spannendere Fortsetzung hoffen.

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