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Veröffentlicht am 22.10.2024

Nicht meins

The Rule Book – Liebe kennt keine Regeln
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Sports Romance – dieses Genre ist gerade total angesagt. Auch Sarah Adams trägt im Everlove Verlag ihren Teil dazu bei. „The Cheat Sheet“ habe ich noch ungelesen auf meinem eReader. Darüber habe ich viel ...

Sports Romance – dieses Genre ist gerade total angesagt. Auch Sarah Adams trägt im Everlove Verlag ihren Teil dazu bei. „The Cheat Sheet“ habe ich noch ungelesen auf meinem eReader. Darüber habe ich viel Gutes gehört. Und trotzdem habe ich mich entschieden, mit „The Rule Book“ direkt ihre neuste Sports Romance zu lesen. Ich persönlich kann mit Sport wenig anfangen. Früher habe ich viel Tennis, Formel 1, Fußball, Biathlon etc. geguckt. Aber das ist irgendwann im Sande verlaufen und mittlerweile interessiert mich das alles nicht mehr. Football, worum es hier in The Rule Book geht, habe ich einmal gesehen und es hat mich Null angesprochen. Aber nun gut, Sarah Adams wird es schon richten. Dachte ich zumindest.
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Darum geht’s: Nora ist Sportagentin. Ich neuer Klient: Derek – erfolgreicher Footballspieler und ausgerechnet ihr Ex-Freund. Derek stellt für die Zusammenarbeit abstruse Regeln auf. Nora beißt sich durch und organisiert ein Werbeshooting in Las Vegas. Alkohol sorgt für einen Filmriss, nach dem beide mit einem Ring am Finger aufwachen…
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Gutgelaunt und positiv gestimmt habe ich mit dem Buch angefangen … und war leider schon nach kurzer Zeit absolut genervt. Nach wenigen Seiten wusste ich, dass Derek ach so breitschultrig, muskulös, sexy, tätowiert etc. ist. Damit ich es nicht vergesse, wurde es in Endlosschleife wiederholt. Ich hätte ein Trinkspiel draus machen sollen. Dann hätte ich schon nach ein paar weiteren Seiten besoffen unterm Tisch gelegen und wäre bei den Vegas-Szenen mit den Protagonisten auf einem Kater-Level gewesen.
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Puh, nee, was hat mich dieses Buch genervt. Dabei ist der Schreibstil von Sarah Adams ja echt gut. Ich mochte auch die Szenen, in denen Derek auf seine Football-Freunde trifft. Da konnte ich herrlich drüber lachen. Das war’s aber auch schon so ziemlich. Denn ansonsten habe ich den Humor eher als gewollt, statt als wirklich witzig empfunden. Der Sport hat irgendwie auch nur sehr bedingt eine Rolle gespielt und eben ganz anders, als ich es bei einer Sports Romance erwartet habe. Die Protagonisten mochte ich leider auch nicht besonders. Die gesamte Handlung hat auf mich aufgesetzt und plump gewirkt. Dabei ist die Story so vorhersehbar, dass sie mich immer mehr verloren und dann eigentlich gar nicht mehr interessiert hat. Irgendwann habe ich mich dabei ertappt, dass ich viel geskippt und nur noch nach einem Clou gesucht habe, der mich doch nochmal in die Geschichte reinzieht. Der kam aber nicht.
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Eine Sache fand ich hier aber inhaltlich ganz gut gelöst. Dem Buch ist ein Hinweis vorangestellt, dass man die Geschichte Spice-frei lesen kann, wenn man ein bestimmtes Kapitel auslässt. Danke dafür.
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Fazit: Sport Romance und ich – It’s not a match! Leider hat mir das Buch nicht gefallen und die Story so gar nichts gegeben. Und trotzdem freue ich mich schon auf das nächste Romance-Buch von Sarah Adams, allerdings ohne Sport. Ich bin mir sicher, dass ich da wieder mehr Gefallen dran finde.

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Veröffentlicht am 11.07.2024

Konnte mich nicht wirklich begeistern

Wenn sie lügt
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Mit dem neuen Thriller von Linus Geschke war es so ein Hin und Her. Lese ich ihn? Lese ich ihn nicht? Jedenfalls stand “Wenn sie lügt” nicht ganz oben auf meiner Leseliste, nachdem mich Geschkes zuvor ...

Mit dem neuen Thriller von Linus Geschke war es so ein Hin und Her. Lese ich ihn? Lese ich ihn nicht? Jedenfalls stand “Wenn sie lügt” nicht ganz oben auf meiner Leseliste, nachdem mich Geschkes zuvor erschienener Thriller “Die Verborgenen” nicht so richtig hatte begeistern können. Ich war also skeptisch. Dann habe ich hier etliche gute Bewertungen gesehen - und so ist das Buch schließlich doch bei mir gelandet. Optimistisch bin ich in die Geschichte gestartet…
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Darum geht’s: Norahs Freund David tötet auf einem Parkplatz ein Liebespärchen. Er selbst stirbt auf der Flucht. Die Freundesclique zerbricht. 20 Jahre später bekommt Norah Drohbriefe, die klingen, als hätte der tote David sie geschrieben. Als Goran, Norahs ehemals bester Freund, nach Waldresroda zurückkehrt, versuchen sie zusammen herauszufinden, wer und was dahintersteckt…
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Der Plot liefert eine interessante Grundkonstellation. Ich bin auch richtig gut in die Geschichte reingekommen. Die Handlung hat sich düster, geheimnisvoll, atmosphärisch und auch spannend angelassen. Der Wechsel zwischen den Perspektiven und Zeitebenen hat mir richtig gut gefallen. Die Seiten sind zunächst nur so dahin geflogen. Dieser Schwung ist dann aber streckenweise verloren gegangen. Plötzlich hat sich eine gewisse Langatmigkeit eingeschlichen. Bei einigen Szenen hatte ich das Gefühl, dass sie einfach nur Füllmaterial sind und die Handlung strecken sollen. Teilweise könnte man Seiten oder sogar Kapitel lediglich überfliegen, ohne etwas Nennenswertes zu verpassen. Im Gegensatz dazu wirkt das Ende auf mich irgendwie übers Knie gebrochen. So als hätte ausgerechnet da dann eine zündende Idee gefehlt. Die Protagonisten waren für mich nicht gerade Sympathieträger. Außerdem habe ich die Ausdrucksweise im Buch zuweilen als etwas derb empfunden, was mir nicht so besonders gefallen hat.
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Ich habe länger überlegt, wie ich den Thriller bewerten soll. Er hat stark begonnen, dann aber auch stark nachgelassen. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mir das Buch insgesamt dann leider doch weniger gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 23.06.2024

Enttäuschend

Flammenschwestern
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“Flammenschwestern” ist das erste Buch, das ich von Lina Bengtsdotter gelesen habe. Zuvor ist mir bereits ihre Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager aufgefallen. Ihr neuer Stand Alone kam mir jetzt gerade ...

“Flammenschwestern” ist das erste Buch, das ich von Lina Bengtsdotter gelesen habe. Zuvor ist mir bereits ihre Reihe um die Ermittlerin Charlie Lager aufgefallen. Ihr neuer Stand Alone kam mir jetzt gerade recht, um die Autorin endlich kennenzulernen. Leider könnte es das für mich aber schon gewesen sein.
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Darum geht’s: Katja und Vega waren als Kinder beste Freundinnen. Später trennen sich ihre Wege. Aber ein düsteres Geheimnis verbindet sie auf ewig. Als Katja sich aus heiterem Himmel wieder meldet und danach verschwindet, begibt sich Vega auf die Suche.
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Bengtsdotters Schreibstil hat mir durchaus gefallen. Auch die Ausgangssituation der Geschichte ist eigentlich ganz gut. Nur leider entwickelt sich daraus einfach kein spannender Thriller. Das Label auf dem Buch ist in diesem Fall mal wieder die reinste Mogelpackung. Ich habe die Story eher als eine dramatische Erzählung empfunden, die so vor sich hin plätschert. Spannung ist bei mir nur punktuell aufgekommen. Überwiegend habe ich mich beim Lesen gelangweilt. Die Geschichte kommt für meinen Geschmack nicht in die Pötte. Sie dreht sich im Kreis oder tritt auf der Stelle. Die Rückblicke in die Vergangenheit habe ich als zäh empfunden. Die Nachforschungen in der Gegenwart sind auch eher lahm. Streckenweise hatte ich das Gefühl, dass einfach nichts passiert. Immer mal wieder kommen zwar wichtige Infos, die mich kurz aufhorchen lassen. Jetzt geht's endlich los, dachte ich dann. Danach ist die Handlung aber wieder in Lethargie verfallen. Atmosphäre und schwedisches Flair hätten die Story eventuell noch etwas aufwerten können. Beides habe ich hier aber nicht wirklich bekommen.
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Das war nix. Zumindest für mich nicht. Es gibt bestimmt Leser*innen, die das anders sehen. Aber von mir gibt es hier keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 31.05.2024

Seltsamer Finnland-Krimi

Weißglut
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Gute Bücher. Weniger gute Bücher. Meine Leseerlebnisse sind momentan so wechselhaft wie das Wetter. Manchmal ändert sich der Eindruck sogar innerhalb eines Buches. So wie in diesem Fall mal wieder. Klappentext ...

Gute Bücher. Weniger gute Bücher. Meine Leseerlebnisse sind momentan so wechselhaft wie das Wetter. Manchmal ändert sich der Eindruck sogar innerhalb eines Buches. So wie in diesem Fall mal wieder. Klappentext und Cover haben die Erwartung an einen düsteren Skandinavien-Krimi geweckt. Schnell habe ich beim Lesen aber gemerkt, dass das so nicht stimmt.

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Die Reise geht nach Finnland. Damit schon mal Punkt fürs Setting. Man merkt, dass der Autor hier einen persönlichen Bezug hat. Die Beschreibungen der Natur und das Hütten-Szenario am See sind schön. In dieser Umgebung agieren teilweise skurril-überzogene Charaktere. Protagonistin Sarah stöckelt in High Heels durch die Landschaft. Der Kommissar futtert Lakritz am laufenden Band. Darüber hinaus hat er aber viel zu wenig zur Aufklärung des Falles beigetragen.

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Ich hatte zuweilen das Gefühl, hier eher einen Cosy Krimi oder auch eine Krimikomödie zu lesen. Es gab einige Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Bis zu einem gewissen Punkt hat mir das Buch trotz meiner vollkommen anderen Erwartungshaltung sogar ganz gut gefallen. Es war irgendwie mal was anderes und dem wollte ich eine Chance geben. Dann habe ich aber gemerkt, dass es mich einfach nicht packt. Das anfänglich noch vorhandene Spannungslevel flacht ab und bleibt im Folgenden auf sehr niedrigem Niveau. Die Handlung plätschert vor sich hin. Besser gesagt: Es zieht sich doch sehr. Überwiegend dachte ich, dass ich lese und lese, ohne dass etwas Entscheidendes passiert. Darüber hat mein Interesse dann nachgelassen und mir ist zunehmend die Motivation zum Weiterlesen abhandengekommen. Das Ende war nochmal okay, konnte aber am Gesamteindruck nichts mehr ändern.

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Fazit: Ein Krimi, so seltsam wie finnische Auftritte beim ESC.

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Veröffentlicht am 18.05.2024

Zieht sich wie Kaugummi

Insight – Dein Leben gehört mir
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Aller guten Dinge sind drei. In diesem Fall leider nein. Auch mein dritter Versuch mit dem Genre Romantic Suspense ist leider dezent in die Hose gegangen. Irgendwie muss ich wohl mal akzeptieren, dass ...

Aller guten Dinge sind drei. In diesem Fall leider nein. Auch mein dritter Versuch mit dem Genre Romantic Suspense ist leider dezent in die Hose gegangen. Irgendwie muss ich wohl mal akzeptieren, dass sich die Vorstellungen der Autoren und Verlage in diesem Bereich nicht mit meinen decken.
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Ich habe mich für den neuen Roman von Antonia Wesseling entschieden, weil ich schon viel Gutes über die vorangegangenen Bücher der Autorin gehört habe. Bei denen war ich mir aber nicht sicher, ob sie was für mich sind. INSIGHT hat sich dagegen mit der Aussicht auf die Kombi mit ein bisschen Spannung sehr gut angehört. Da dürfte nichts schief gehen, dachte ich. Tja, falsch gedacht.
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Dabei fing es noch sehr vielversprechend an und ich war guter Dinge, dass es mit mir und dem Buch was werden könnte. Ich bin echt gut reingekommen und fand auch die Story um eine beliebte Influencerin, in deren Leben ein Stalker tritt, sehr interessant. Ja, da war er, dieser von Romy Hausmann auf dem Klappentext versprochene Ausflug in die Spannung. Leider war es aber nur ein Kurztrip und ich bin viel zu schnell wieder in der Wirklichkeit angekommen. Was soll ich sagen? Es wurde einfach langweilig. Die Vibes rund um das Influencer-Business sind mir schon nach kurzer Zeit abhandengekommen. Die Handlung um den Stalker ist für mich nicht fortlaufend spannend umgesetzt. Die Lovestory hat mir wiederum auch nichts gegeben. Zu viele Seiten werden für meinen Geschmack mit sich im Kreise drehenden Gesprächen, Gedanken und Gefühlen gefüllt. Sowas führt bei mir immer dazu, dass ich denke, die Story überfliegen zu können. Wenn ich dann merke, dass auf den gescannten Seiten tatsächlich nichts nennenswertes passiert ist, bin ich total raus. So war es hier. Mein Interesse ist verloren gegangen und hat sich auch nicht wieder eingestellt.
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Ich finde es schade, weil die Story echt gut hätte werden können. Wie sie sich entwickelt, ist halt einfach nicht mein persönlicher Geschmack. Den Schreibstil der Autorin finde ich nicht generell schlecht. Allerdings haben mir vor allem bei den Spicy Szenen gewisse Ausdrucksweisen und Formulierungen überhaupt nicht gefallen. Aber dass der Text hier nicht meiner Wortwahl entspricht, muss ja nichts heißen.
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Insgesamt bin ich mir sicher, dass das Buch seine Fans hat und finden wird. Nichts für ungut, aber ich gehöre leider nicht dazu. Für mich hat INSIGHT sich gezogen wie ein fad gekautes Kaugummi.

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