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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2024

Verbreitet wenig festliche Stimmung

Ein Schotte für die Feiertage
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Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch ist für mich KEINE Weihnachtsgeschichte! Dafür fehlte es leider an allem. Es gab keine geschmückten Orte/Plätze, kein Backen, keine Lichter, selbst die Beschreibungen ...

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch ist für mich KEINE Weihnachtsgeschichte! Dafür fehlte es leider an allem. Es gab keine geschmückten Orte/Plätze, kein Backen, keine Lichter, selbst die Beschreibungen hatten nichts Weihnachtliches. Somit ist für mich sowohl das Cover als auch der Titel nicht gerechtfertigt und irreführend. Die Geschichte von Lauren und Scott ist deswegen aber nicht schlecht. Ich mochte die beiden sehr und obwohl nur aus Laurens Perspektive erzählt wurde, konnte man die Ansichten und Handlungen von Scott trotzdem nachvollziehen. Die Kleinstadt wurde gut in Szene gesetzt, obwohl sich der Auftritt von Bewohnern in Grenzen hielt. Die loyalen Freunde der beiden sind sympathisch und schubsen sie stets in die richtige Richtung, ohne aufdringlich zu wirken. Inhaltlich hat mich irritiert, dass es auf einer Seite schneit, dann wieder regnet, dann wieder schneit. Das hatte für mich eher mit einem Inszenieren der jeweiligen Situation zu tun, als eine logische Handlung.

Ein Schotte für die Feiertage hat leider wenig festliche Stimmung verbreitet. Die Protagonisten sind charismatisch, es gibt eine aufregende Handlung mit etwas Drama und romantische Szenen, aber Titel und Cover versprechen eigentlich eine andere Geschichte.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Großartig recherchierte Geschichte über ein Haus und Generationen von Frauen

Die Frauen von Maine
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Als Erstes fällt natürlich auf, wie gründlich die Geschichte recherchiert wurde. Schon die Idee zu dem Roman ist großartig. Erst zum Ende offenbart sich, wie die Geschichten der Frauen in den unterschiedlichen ...

Als Erstes fällt natürlich auf, wie gründlich die Geschichte recherchiert wurde. Schon die Idee zu dem Roman ist großartig. Erst zum Ende offenbart sich, wie die Geschichten der Frauen in den unterschiedlichen Jahrhunderten miteinander verwoben sind. Dass dieser rote Faden sich schlüssig durchs gesamte Buch zieht, macht den Roman so packend. Ich mochte die Figur der Jane. Sie wirkt auf den ersten Blick perfekt, aber mit kleinen Fehlern, doch der Schein trügt. Ihre Vergangenheit holt sie ein und diese Szenen sind so emotional und realistisch beschrieben, dass mir die Tränen kamen. Leider ist die Geschichte aber auch oft abgedriftet und hat sich in die Länge gezogen. Gerade der Museumsbesuch hat so viele Fakten beinhaltet, dass man diese nicht fassen konnte. Oder auch die vielen Randgeschichten wirken überladen mit Namen und Daten, dass man sehr konzentriert bleiben muss. Allgemein finde ich, dass man die Geschichte der Ureinwohner als Europäer nicht wirklich begreifen kann. Die Geschehnisse sind grausig und leider bekannt, aber interessieren mich nicht so detailliert.

Die Frauen von Maine ist eine über Jahrhunderte großartig recherchierte Geschichte. Das Schicksal von Jane berührt beim Lesen und doch artet die Handlung oft in Einzelheiten aus. Trotzdem spürt man auf jeder Seite die Liebe der Autorin zu diesem Projekt und den Drang, einen Teil der dramatischen Vergangenheit der USA darzustellen.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Temporeicher Auftakt der Hunting Angel Reihe

HUNTING ANGEL
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Ly hat mir schon in der Catching Beauty Reihe gefallen. Hier in seiner eigenen Geschichte finde ich ihn noch immer sympathisch. Ich würde ihn als lügenden aufrichtigen Bad Boy bezeichnen. Mir Eden bin ...

Ly hat mir schon in der Catching Beauty Reihe gefallen. Hier in seiner eigenen Geschichte finde ich ihn noch immer sympathisch. Ich würde ihn als lügenden aufrichtigen Bad Boy bezeichnen. Mir Eden bin ich allerdings nicht warm geworden. Obwohl sie als Prostituierte wohl einiges gesehen hat, glaube ich kaum, dass sie die hier erlebten Ereignisse einfach so wegsteckt. Von Seite zu Seite ändert sich ihr Charakter. Mal ist sie die süße Unschuldige und dann knallhart und schreckt nicht mal vor Erpressung von schweren Kriminellen zurück. Das passt einfach nicht zusammen, wirkt unglaubwürdig und nervig. Dabei ist die Handlung an sich spannend erzählt und ich finde gut, dass man auch von Crack und Amber Neuigkeiten erfährt. Das zwischenmenschliche Miteinander steht auf jeden Fall im Fokus, obwohl es auch die üblichen Sex- und Gewaltszenen gibt.

Hunting Angel ist ein temporeicher Auftakt der Reihe. Es geht Schlag auf Schlag mit Erpressungen und geheimnisvollen Gegnern. Die Neugier auf die weiteren Teile ist auf jeden Fall geweckt.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Packend, aber nervige Hauptprotagonistin

CATCHING BEAUTY 1
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Die Geschichte konnte mich durchaus packen. Ich mochte die düsteren Charaktere Crack, Ly und Wres. Klar, sie sind eiskalt und vermutlich keine Engel und doch sind sie ehrlich und versuchen den Frauen einen ...

Die Geschichte konnte mich durchaus packen. Ich mochte die düsteren Charaktere Crack, Ly und Wres. Klar, sie sind eiskalt und vermutlich keine Engel und doch sind sie ehrlich und versuchen den Frauen einen besseren Weg zu ebnen. Amber fand ich schrecklich. Sie ging mir sogar ziemlich auf die Nerven. Erst ist sie tough und knallhart, um im nächsten Moment wieder das naive Dummchen zu spielen. Dieser ständige Wechsel vollzog sich innerhalb weniger Seiten und einfach zu oft, dass ich ihr ihre süße Art nicht mehr abgenommen habe. Das Setting ist außergewöhnlich gewählt und beinahe zu idyllisch für diese Thematik, aber das ist vermutlich auch so gewollt. Die Wendung am Ende finde ich überraschend, aber auch völlig konfus. Ich habe den eigentlichen Plan nicht mehr durchschaut und bin im Zwiespalt, wer hier Gut und Böse ist. In dem Sinne ist es also auch wieder genial von der Autorin konstruiert.

Catching Beauty ist ein fesselnder Auftakt der Reihe und hat einige Wendungen zu bieten. Die sexuellen Gewaltfantasien halten sich ebenfalls in Grenzen. Dennoch empfinde ich Amber als nervig und das Ende zwar packend, aber zu wirr, als das die Geschichte einen Sinn ergibt – zumindest vorläufig.

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Veröffentlicht am 13.05.2024

Mangelt an echten Gefühlen, aber sympathische Charaktere mit Luft nach oben

Finding Love
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Im Großen und Ganzen habe ich an der Geschichte nichts auszusetzen. Ich mag die Charaktere sehr und die Beschreibungen der Landschaft von Alaska sind realistisch dargestellt. Ich finde gut, dass nicht ...

Im Großen und Ganzen habe ich an der Geschichte nichts auszusetzen. Ich mag die Charaktere sehr und die Beschreibungen der Landschaft von Alaska sind realistisch dargestellt. Ich finde gut, dass nicht nur aus der Sicht von Loreley und Logan erzählt wird, sondern abwechselnd auch mal die Perspektive der Nebencharaktere eingestreut wird. Dadurch kann ich mich besser in die Situationen hineinfinden und es wurden absichtlich falsche Fähren gelegt. Überhaupt finde ich die Handlung um den Holz-Diebstahl spannend erzählt. Am Ende gibt es eine schlüssige Auflösung, die allerdings noch Nachwehen mit sich zieht. Dass zwischen Mia und Matt die Funken sprühen wird zeitig deutlich, allerdings finde ich, fehlt es dennoch an Gefühlen bei Loreley und Logan. Alles wirkt recht steif und konstruiert ohne ein wirkliches Kribbeln beim Lesen zu erzeugen. Ich hoffe, das ändert sich bei den nachfolgenden Bänden.

Finding Love ist eine liebenswerte Geschichte mit sympathischen Charakteren und unvergleichlicher Landschaft. Es gibt viele Passagen zum Schmunzeln, aber auch eine spannende Diebstahlgeschichte, die sich durch das gesamte Buch zieht. Allerdings wirken die inneren Monologe zu hölzern und lassen wenig Romantik aufkommen. Zum Abschalten eignet sich das Buch allemal.

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