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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2024

Unterhaltsamer und witziger Geschichtsunterricht

Love at First Knight. Eine königliche Liebeskomödie
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Mit Daisy bin ich leider gar nicht klar gekommen. Im Grunde habe ich ihre Art der Schüchternheit sehr gut nachvollzogen, aber ihr Alter Ego Lady A war mir manchmal eine Spur zu schräg. Erst ab der Hälfte ...

Mit Daisy bin ich leider gar nicht klar gekommen. Im Grunde habe ich ihre Art der Schüchternheit sehr gut nachvollzogen, aber ihr Alter Ego Lady A war mir manchmal eine Spur zu schräg. Erst ab der Hälfte des Buches bin ich wirklich mit ihre warm geworden. Schließlich hat mich ihre Wandlung innerhalb von zwei Monaten auch nicht überzeugt. Das ging mir viel zu schnell. Die Dialoge mit Teddy sind dagegen wirklich amüsant. Die Chemie zwischen den beiden hat gepasst und auch die kurzen leisen Momente sind sehr süß. Überhaupt war auch das zweite Buch wieder sehr gut recherchiert. Es gibt erneut eine Menge Hintergrundwissen bezüglich des Towers. Trotz der kleinen Geschichtsstunden ist die Handlung nie langweilig geworden und ich bin Fluchs durch die Seiten geflogen. Die Schlacht ist mal eine völlig neue Erfahrung und ein Themengebiet, für das ich mich sonst nicht interessiere. Die Umsetzung ist sehr bildhaft gelungen. Das Ende ist mir dann doch eine Spur zu dramatisch und schwulstig aufgesetzt. Die Liebesphrasen des Lebens werden in lange Monologe eingesetzt und konnten mich nicht abholen.

Love at first knight ist eine lustige mit Informationen gespickte Liebesgeschichte. Die Charaktere sind sympathisch, erneut sticht der Handlungsort heraus und liefert unterhaltsame Szenen. Diese Art von Geschichtsunterricht ist nur zu empfehlen und allemal besser als eine bloße Aneinanderreihung von Fakten.

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Veröffentlicht am 26.11.2024

Inhaltlich weihnachtlich, romantische Geschichte, Erzählperspektive leider zu nüchtern

The Holiday Switch
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Ich bin begeistert von dieser Geschichte. Ich mag Holly und Ivy, kann mich in ihre Situationen und Gefühle hineinversetzen. Ich finde, die Aufmachung der Kapitel mal was anderes. Es wird abwechselnd aus ...

Ich bin begeistert von dieser Geschichte. Ich mag Holly und Ivy, kann mich in ihre Situationen und Gefühle hineinversetzen. Ich finde, die Aufmachung der Kapitel mal was anderes. Es wird abwechselnd aus dem kalten New York und dem warmen Hawaii erzählt. Dabei kann man sich wunderbar in die verschiedenen Traditionen des Weihnachtsfeierns hineinversetzen. Ich habe festgestellt, dass ich definitiv Team Kalt bin und bleibe. Die Beschreibungen sind realistisch und die Szenen gut ausgearbeitet. Das Cover ist ebenfalls absolut getroffen und ein wahrer Blickfang. Der Schreibstil von Julia McKay ist angenehm zu lesen, aber jetzt kommt das große ABER. Die Erzählperspektive aus der dritten Person ist überhaupt nicht meins gewesen. Ich hatte ständig das Gefühl, jemand berichtet ganz emotionslos und nüchtern über die beiden. Ich konnte mich nicht wirklich darauf einlassen und hätte es aus der Ich-Perspektive schöner gefunden. Des Weiteren entwickeln sich die Gefühle der vier viel zu schnell. Nach drei Tagen ist es die Liebe des Lebens und gerade Holly kommt aus einer jahrelangen Beziehung, die er noch aufgearbeitet werden muss. Das hätte man schlichtweg ausführlicher darstellen können. Das Ende an sich ist trotzdem herzerwärmend romantisch.

The Holiday Switch ist eine bezaubernde weihnachtliche Liebesgeschichte voller Gegensätze. Die Charaktere sind sympathisch und die Beschreibungen lebendig. Trotzdem rast die Handlung nur so dahin und die Erzählperspektive ist für mich leider unglücklich gewählt.

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Authentischer Einblick auf eine herausragende Karriere

Auf der Suche nach Novak
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Ich bin ein großer Fan von Novak Djokovic und kannte bereits viele der in dem Buch erörterten Themen. Trotzdem gibt es viele Einblicke insbesondere von Weggefährten, die noch mal ein ganz anderes Licht ...

Ich bin ein großer Fan von Novak Djokovic und kannte bereits viele der in dem Buch erörterten Themen. Trotzdem gibt es viele Einblicke insbesondere von Weggefährten, die noch mal ein ganz anderes Licht auf Novak geworfen haben. Schon das Eröffnungskapitel ist sehr emotional und berührend. Wenn ich daran denke, wie ich im Jahr 1999 gelebt habe und was die Menschen in Jugoslawien durchgemacht haben, empfinde ich große Demut. Ich war schon immer von Djokovic‘ unglaublichen mentalen Willen beeindruckt. Dazu findet sich in dem Buch zumindest eine Erklärung, wie er zu dieser Stärke gekommen ist. Am Ende kann aber nur Novak selbst erzählen, warum er so ist wie er ist. Diesen »Hass« auf ihn konnte ich nie nachvollziehen und ich habe ihn dafür bewundert, dass er aus einem kleinen Land kommt, Großes erreicht hat und eine ganze Nation stolz. Mir hat der Einblick in sein Seelenleben, den Profisport und den Einfluss seiner Familie sehr gefallen. Zum Ende hin gab es allerdings viele Wiederholungen und ich bin doch enttäuscht, dass der Gewinn der Goldmedaille leider komplett ausgespart wurde, da diese zum GOAT Status unabdingbar ist! Die Medaille auf dem Cover ist somit irreführend und auf dem Originalumschlag auch nicht abgebildet!

Auf der Suche nach Novak ist eine gut recherchierte Biografie. Da viele langjährige Trainer, Freunde und Kollegen zu Wort kommen, hat man einen authentischen Einblick auf seine Karriere. Die wahren Gründe für seine Lebensentscheidungen, rebellischen Aussetzer, seine Gefühlswelt oder der Einfluss seiner Eltern wird aber nur Novak Djokovic selbst erzählen können, wenn er denn will!

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Verbreitet wenig festliche Stimmung

Ein Schotte für die Feiertage
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Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch ist für mich KEINE Weihnachtsgeschichte! Dafür fehlte es leider an allem. Es gab keine geschmückten Orte/Plätze, kein Backen, keine Lichter, selbst die Beschreibungen ...

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch ist für mich KEINE Weihnachtsgeschichte! Dafür fehlte es leider an allem. Es gab keine geschmückten Orte/Plätze, kein Backen, keine Lichter, selbst die Beschreibungen hatten nichts Weihnachtliches. Somit ist für mich sowohl das Cover als auch der Titel nicht gerechtfertigt und irreführend. Die Geschichte von Lauren und Scott ist deswegen aber nicht schlecht. Ich mochte die beiden sehr und obwohl nur aus Laurens Perspektive erzählt wurde, konnte man die Ansichten und Handlungen von Scott trotzdem nachvollziehen. Die Kleinstadt wurde gut in Szene gesetzt, obwohl sich der Auftritt von Bewohnern in Grenzen hielt. Die loyalen Freunde der beiden sind sympathisch und schubsen sie stets in die richtige Richtung, ohne aufdringlich zu wirken. Inhaltlich hat mich irritiert, dass es auf einer Seite schneit, dann wieder regnet, dann wieder schneit. Das hatte für mich eher mit einem Inszenieren der jeweiligen Situation zu tun, als eine logische Handlung.

Ein Schotte für die Feiertage hat leider wenig festliche Stimmung verbreitet. Die Protagonisten sind charismatisch, es gibt eine aufregende Handlung mit etwas Drama und romantische Szenen, aber Titel und Cover versprechen eigentlich eine andere Geschichte.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Großartig recherchierte Geschichte über ein Haus und Generationen von Frauen

Die Frauen von Maine
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Als Erstes fällt natürlich auf, wie gründlich die Geschichte recherchiert wurde. Schon die Idee zu dem Roman ist großartig. Erst zum Ende offenbart sich, wie die Geschichten der Frauen in den unterschiedlichen ...

Als Erstes fällt natürlich auf, wie gründlich die Geschichte recherchiert wurde. Schon die Idee zu dem Roman ist großartig. Erst zum Ende offenbart sich, wie die Geschichten der Frauen in den unterschiedlichen Jahrhunderten miteinander verwoben sind. Dass dieser rote Faden sich schlüssig durchs gesamte Buch zieht, macht den Roman so packend. Ich mochte die Figur der Jane. Sie wirkt auf den ersten Blick perfekt, aber mit kleinen Fehlern, doch der Schein trügt. Ihre Vergangenheit holt sie ein und diese Szenen sind so emotional und realistisch beschrieben, dass mir die Tränen kamen. Leider ist die Geschichte aber auch oft abgedriftet und hat sich in die Länge gezogen. Gerade der Museumsbesuch hat so viele Fakten beinhaltet, dass man diese nicht fassen konnte. Oder auch die vielen Randgeschichten wirken überladen mit Namen und Daten, dass man sehr konzentriert bleiben muss. Allgemein finde ich, dass man die Geschichte der Ureinwohner als Europäer nicht wirklich begreifen kann. Die Geschehnisse sind grausig und leider bekannt, aber interessieren mich nicht so detailliert.

Die Frauen von Maine ist eine über Jahrhunderte großartig recherchierte Geschichte. Das Schicksal von Jane berührt beim Lesen und doch artet die Handlung oft in Einzelheiten aus. Trotzdem spürt man auf jeder Seite die Liebe der Autorin zu diesem Projekt und den Drang, einen Teil der dramatischen Vergangenheit der USA darzustellen.

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