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Veröffentlicht am 06.04.2025

5 Geschichten mit Lebensweisheiten

Frau Komachi empfiehlt ein Buch
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Die namensgebende Titelperson Frau Komachi ist eine Bibliothekarin in einer Gemeindebibliothek, die neben ganz normalen Buchempfehlungen auch immer noch ein besonderes Buch empfiehlt, dass der oder dem ...

Die namensgebende Titelperson Frau Komachi ist eine Bibliothekarin in einer Gemeindebibliothek, die neben ganz normalen Buchempfehlungen auch immer noch ein besonderes Buch empfiehlt, dass der oder dem Suchenden eine neue Perspektive im Leben eröffnet.

Da ist z.b die Verkäuferin, die ihren Job nicht mag aber keine Alternative dazu sieht, oder der Rentner, der mit seiner vielen Freizeit nichts anzufangen weiß, weil er nie Zeit hatte sich ein Hobby zu suchen.

Die Geschichten sind locker verbunden mit der Bibliothekarin, die für alle diese Menschen ein Rat hat. Zusätzlich zu den Buchtips verschenkt sie immer noch eine selbstgefilzte Zugabe mit einer gewissen Symbolkraft . Sie selbst wird als eine für japanische Verhältnisse sehr große, unförmige und auf den ersten Eindruck sehr mürrische Person beschrieben, die erst im Gespräch ihre Herzlichkeit offenbart. Bemerkenswerter Weise tippt sie ihre Buchvorschläge in einer Affengeschwindigkeit in den Computer, was bei jedem Besucher Erstaunen hervorruft, und sie hat eine Leidenschaft süße Kekse einer bestimmten Marke.



Das Buch war ganz nett, und ich mochte, dass man der japanischen Kultur ein wenig näher kam. Trotzdem hat es mich nicht aus den Socken gerissen.

Ich bin bei Lebenshilfebüchern und als solches fühlte sich das Buch für mich an, immer etwas skeptisch, fand den Schreibstil sehr simpel und habe mich stellenweise gelangweilt. Gestört hat mich die abwertende Beschreibung der Körperfülle von Frau Komachi. Bodyshaming brauche ich nicht in Büchern.



Fazit: Man kann es lesen, verpasst aber nichts, wenn man es nicht liest.

2,5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Beim Wandern eine neue Liebe finden

Zwei in einem Leben
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Cleo war in dieser Geschichte das Bindeglied zwischen unseren beiden einsamen Herzen Marnie und Michael. Sie überredete ihren frisch getrennten Lehrerkollegen und ihre geschiedene Freundin und Patentante ...

Cleo war in dieser Geschichte das Bindeglied zwischen unseren beiden einsamen Herzen Marnie und Michael. Sie überredete ihren frisch getrennten Lehrerkollegen und ihre geschiedene Freundin und Patentante ihres Sohnes Anthony gemeinsam mit ihrer Familie und einem weiteren Freund auf einen mehrtägigen Wanderausflug zu gehen. Michael hatte diese Coast to Coast Wanderung eigentlich für sich alleine geplant, aber Cleo ließ nicht locker und kaperte seinen Urlaub für ein langes Wochenende in geselliger Runde, damit er nicht komplett vereinsamte.

Marnie packte als freie Lektorin ihre Auftragsarbeit kurzerhand in den Wanderrucksack. Das Wandern war komplettes Neuland für sie, und es brauchte von Cleo‘s Seite einiges an Überredungskunst für dieses Abenteuer, dem sie aber schließlich zustimmte.

Das Wetter war schlecht, das Wandern mühsam und nach und nach sprangen bis auf Marnie und Michael alle Mitreisenden ab. Man ahnte schnell was passieren würde. Beim gemeinsamen Wandern entstand durch intensive Gespräche allmählich eine zarte Verbindung zwischen den beiden Singles . Doch Michael kämpfte noch mit seinen Dämonen und trauerte seiner Ex hinterher, so dass der hoffnungsvolle Anfang ins Stocken geriet.

Sehr schade, dass ich weder mit Marnie noch mit Michael richtig warm werden konnte. Die Geschichte war dann auch nicht nur sehr vorhersehbar sondern stellenweise auch zäh. Man merkte, dass Marnie schon als eine Person mit Witz und Selbstironie angelegt war und trotzdem kam das bei mir nicht wirklich an. Michael war zwar ganz sympathisch aber auch etwas dröge und sehr schüchtern . Was komplett fehlte waren Romantik oder gar erotische Spannungen, die Hauptzutat für einen Liebesroman würde man meinen. Nein, es war wirklich nicht der große Wurf und kam leider so gar nicht an das bekannteste Buch des Autors „Zwei an einem Tag“, welches auch verfilmt wurde, heran.




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Veröffentlicht am 11.12.2024

Sehr konstruiert

Nachtwald
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Fangen wir mal mit dem Cover an: Da hat sich der Verlag wirklich etwas einfallen lassen. Es wird ein Herrenhaus im Wald dargestellt. Das grünliche Zwielicht gibt eine Gewitterstimmung wieder. Die Regentropfen ...

Fangen wir mal mit dem Cover an: Da hat sich der Verlag wirklich etwas einfallen lassen. Es wird ein Herrenhaus im Wald dargestellt. Das grünliche Zwielicht gibt eine Gewitterstimmung wieder. Die Regentropfen sind haptisch fühlbar, toll! Dazu passend gibt es einen giftgrünen Buchschnitt.



Das Herrenhaus, Butler Hall, im Westen von Irland, ist auch der Schauplatz der Geschichte. Es liegt inmitten eines Waldes, weit entfernt von der Zivilisation und wenn man sich nicht auskennt, ist es nur schwer zu finden.

George Butler ist der Besitzer des etwas renovierungsbedürftigen Anwesens. Er ist Mitte 50 und Witwer und hat gerade die ebenfalls verwitwete Claire geheiratet. Bei einem Wochenende in dem Herrenhaus gemeinsam mit Claire‘s erwachsenen Kindern Lizzie und Liam und George‘s Tochter Freya soll die Hochzeit gefeiert werden. Außerdem können sich alle ein bisschen kennenlernen.

Lizzie hat eine schwere Zeit hinter sich. Der Tod ihres Vaters hat sie in eine schwere Krise gestürzt. Deshalb war sie auch längere Zeit in einer Klinik. Aus ihrer Sicht wird das Wochenende geschildert, dass nach dem Besuch eines unerwarteten Gastes zunehmend eskaliert. Schon im Prolog lässt sich erahnen, dass es um Leben und Tod gehen wird.



Das hört sich spannender an als es war. Auch wenn die Autorin atmosphärisch schreiben kann, gibt es in diesem „ Thriller“ einige Längen, so dass ich teilweise quergelesen habe, bis die Geschichte zum Ende hin endlich Fahrt aufnimmt. Leider fallen die Figuren oft durch ihr unlogisches Verhalten auf. Da werden z.b unnötigerweise Risiken eingegangen und man fragt sich wirklich warum.

Alles in allem wirkt die Geschichte sehr konstruiert, der Showdown am Ende ist rasant, irgendwie irre und total unglaubwürdig.

Schade, ich hatte mich sehr auf die Lektüre gefreut. Die Grundidee hörte sich nämlich wirklich gut an. Leider war das Buch kein Highlight für mich. Es enthält ziemliche Räuberpistolen, und es war einfach zu unrealistisch.

Trotzdem wird das Buch sicher sein Publikum finden.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Wenig überzeugend

Die Dunkeldorn-Chroniken - Blüten aus Nacht
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Die Geschichte, die sich von der Grundidee wirklich gut anhörte, konnte mich leider nicht überzeugen.

Protagonistin Opal erzählt als Icherzählerin von ihren Erlebnissen als einfache Farmarbeiterin in ...

Die Geschichte, die sich von der Grundidee wirklich gut anhörte, konnte mich leider nicht überzeugen.

Protagonistin Opal erzählt als Icherzählerin von ihren Erlebnissen als einfache Farmarbeiterin in ihrem Heimatdorf Elver. Dort wird eine gefährliche Pflanze, der Dunkeldorn angepflanzt, deren Blütenstaub nach der Ernte den Magiern in der Hauptstadt als Essenz für ihre magischen Kräfte dient. Ein Unglück vernichtet das ganze Dorf. Opal die einzige Überlebende wird in der Krankenstation der Universität gesund gepflegt und bekommt die Chance als assistentische Hilfskraft bei der Professorin, die sie gerettet hat, zu arbeiten. Doch schnell stellt sich heraus, das man ein falsches Spiel mit ihr spielt. Die tödliche Pflanze und die Gier nach Macht scheinen in den Menschen die schlimmsten Eigenschaften zu erwecken, und je mehr Opal herausfindet, desto mehr gerät ihr eigenes Leben in Gefahr.

Die Geschichte ist leider streckenweise etwas zäh. Trotz all dem Schrecklichen was der Protagonistin oder auch den Nebencharakteren passiert, konnte ich nicht richtig mitfühlen mit ihnen. Besonders die Nebenfiguren waren nur sehr oberflächlich beschrieben, und nachdem ihnen etwas Furchtbares passiert ist, wurden sie vergessen. Die Geschichte nimmt hier den Faden nicht mehr auf und Opal kümmert sich auch nicht weiter um deren Schicksal.

Die Dunkeldornpflanzen mit ihrem ätzenden und todbringendem Blütenstaub entwickeln nahezu menschliche Eigenschaften. Das war mir dann doch zuviel. Außerdem war mir der Schreibstil manchmal zu melodramatisch.

Zugegeben, ich bin jetzt nicht wirklich die Zielgruppe für dieses Buch. Leider bin ich mit dieser Geschichte einfach nicht warmgeworden. Meiner Meinung nach wurde hier viel Potential verschenkt, was schade ist, da ich die Grundidee wirklich interessant fand.

Ich werde die Reihe nicht weiter fortsetzen .

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Veröffentlicht am 27.05.2024

Radfahrerregionalkrimi vom Niederrhein

Mordsradler
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Fahrradfreak Manni stolpert auf einer seiner Radtouren, die er als Tourenleiter mit seiner Radsportgruppe unternimmt über einen toten Mountainbiker. Und das soll nicht der einzige Tote bleiben, denn Manni‘s ...

Fahrradfreak Manni stolpert auf einer seiner Radtouren, die er als Tourenleiter mit seiner Radsportgruppe unternimmt über einen toten Mountainbiker. Und das soll nicht der einzige Tote bleiben, denn Manni‘s Hund Pakko apportiert in den kommenden Tagen noch eine blutige Luftpumpe, die zu einem weiteren Toten führt. Jetzt ist Manni, alarmiert und neugierig zugleich. Hat es da jemand etwa auf Radfahrer abgesehen?

Wie gut, dass er im Freundeskreis so gute Kontakte zur Polizei hat und diese zu nutzen weiß.

Mit seinem kriminalistischen Gespür hilft er der etwas lahmen Dorftruppe von Polizisten immer wieder auf die Sprünge. Dazu radelt er beinahe täglich durch die malerischen Orte am Niederrhein im Grenzgebiet zu unseren holländischen Nachbarn. Diese Heimatliebe macht dann wohl auch den Großteil des Charmes dieses Regionalkrimis aus. Wer hier wohnt, freut sich an den bekannten Schönheiten der Umgebung und am Lokalkolorit. Da sind Spannung und der Kriminalfall an sich schon fast nebensächlich. Auch beim Schreibstil darf man nicht allzu hohe Erwartungen haben. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, hat einige humorvolle Szenen ist aber recht einfach gehalten.

Am Ende zieht das Tempo nochmal an und der Autor versucht sich an einem Showdown, der dann aber mangels Spannung nicht ganz gelingt.

Ich verstehe absolut, dass es Fan‘s für dieses Genre gibt und möchte den Unterhaltungswert von Regionalkrimis auch gar nicht klein reden.

Für mich kann ich nur feststellen waren die „Mordsradler“ leider nicht so das Richtige.

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