Profilbild von SveaE

SveaE

Lesejury Star
offline

SveaE ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SveaE über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2024

Sehr schön, aber auch stark emotional

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
0

Der neuste Rebecca Yarros Roman ist ein emotionales Feuerwerk, der tief gräbt und einen wenig Atempausen lässt. Man sollte sich dessen definitiv bewusst sein, bevor man zu diesem Buch greift, denn es ist ...

Der neuste Rebecca Yarros Roman ist ein emotionales Feuerwerk, der tief gräbt und einen wenig Atempausen lässt. Man sollte sich dessen definitiv bewusst sein, bevor man zu diesem Buch greift, denn es ist definitiv keine leichte Lektüre für zwischendurch.

Schon die beiden Hauptcharaktere haben einige Päckchen zu tragen. Elli ist alleinerziehende Mutter von Zwillingen, die ganz ohne Familie versucht, das Hotelbusiness zu stemmen und dabei noch einige weitere Steine in den Weg gelegt bekommt. Becket wiederum hat als ehemaliger Soldat persönliche Traumata zu bewältigen, die auch die Beziehung zwischen ihm und Ellie beeinflussen. Beide unterhielten eine Brieffreundschaft, während Becket noch als Soldat aktiv war - eine Brieffreundschaft, die durchs Ellas Bruder Ryan angezettelt wurde. Nach Ryans Tod erfüllt Becket Ryans letzten Wunsch, sich um Ella zu kümmern - doch er kann ihr nicht sagen, dass sie sich bereits kennen.

Die Handlung hat es also in sich. Gleich zu Beginn wird noch eine weitere, emotionale Bombe platzen gelassen, sodass man beim Lesen quasi durchgängig den Atem anhält. Der Schreibstil von der Autorin ist wie gewohnt ebenfalls sehr emotional, wortgewaltig und detailliert. Insbesondere die Dialoge sprühen vor großen Worten, was dem Ganzen noch mehr Gewicht verleiht. Es gibt wenig leichte Gespräche, alle Wortwechsel scheinen einen neuen Wegweiser in dem Roman darzustellen.

Auf Dauer war das für mich beinahe kräftezehrend, auch wenn Rebecca Yarros die Geschichte mit viel Liebe und Feinfühligkeit erzählt. Und es ist auch nicht so, dass es nur traurige Momente gibt, sondern auch viel Schönes und viele Lichtblicke. Doch die Leichtigkeit fehlte, auch bei den Gesprächen zwischen Ella und Becket.

Dennoch ein tolles Buch, für das man bereit sein muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2024

Farbexplosion!

Sternenschweif, Wimmelbuch, Abenteuer im Einhornland
0

Das Wimmelbuch "Sternenschweif" erzählt das neuste Abenteuer von Laura und ihrem Einhorn Sternenschweif, die in Arkadia das ein oder andere Abenteuer erleben. Diesmal müssen sie Schimmerhorn dabei helfen, ...

Das Wimmelbuch "Sternenschweif" erzählt das neuste Abenteuer von Laura und ihrem Einhorn Sternenschweif, die in Arkadia das ein oder andere Abenteuer erleben. Diesmal müssen sie Schimmerhorn dabei helfen, sein Geburtsdatum herauszufinden. Eine bunte Reise durch das Land beginnt, denn es ist gar nicht so einfach, an die Info zu kommen ...

Das Wimmelbuch vereint dabei wunderschöne, farbenprächtige Bilder, eine aufregende Geschichte und einen sehr visuellen Schreibstil. Es gibt viele verschiedene, magische Spezies (Feen, Trolle, ...) und ihre Lebensräume, die im Wimmelbuch gezeigt werden. Hier sieht man sehr detailreiche Bilder, auf denen es allerlei zu entdecken gilt. Manchmal ist es ein wenig schwer, Text und Bilder einander zuzuordnen. Abgesehen davon ist es ein großer Spaß, sich die Seiten anzugucken. Für Pferdeliebhaber ist ebenfalls das perfekte Buch, da die zwei Einhörner und Laura einen durch das Land führen.

Der Schreibstil ist super, da er der Geschichte durch die sehr genauen Beschreibungen Spannung verleiht. Die Handlung selbst verliert sich ein wenig im Ende, da hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Ansonsten ein toller Mix aus Entdeckungen, Bildern und Einhörnern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2024

Große Gefühle

Wir treffen uns im nächsten Kapitel
0

Wir treffen uns im nächsten Kapitel ist eine kleine Ode an alle Buchliebhaber, denn hier treffen zwei Menschen zwischen den Seiten ihrer Lieblingsbücher aufeinander. Doch wer an eine süße, leichte Liebesgeschichte ...

Wir treffen uns im nächsten Kapitel ist eine kleine Ode an alle Buchliebhaber, denn hier treffen zwei Menschen zwischen den Seiten ihrer Lieblingsbücher aufeinander. Doch wer an eine süße, leichte Liebesgeschichte denkt, ist hier fehl am Platz.

Tatsächlich ist das Buch recht schnell sehr emotional. Erin und James wollen sich eigentlich nur die Bücher im Buchschrank anschauen, doch nachdem Erin ein Buch mit einer ihr sehr wichtigen Karte vergisst, ist James derjenige, der das Buch findet und auf ihre dort verfassten Randnotizen reagiert. Ausgerechnet James, der ihr bester Jugendfreund war, doch von dem Erin sich nach einem schicksalshaften Ereignis abgewandt hat. Das damalige Freundschaftstrio hat Bonnie perfekt gemacht - Bonnie, die verstorben ist und eine zutiefst trauernde Erin zurückgelassen hat.

Aufgrund der Inhaltsangabe hatte ich definitiv leichtere Lektüre erwartet. Stattdessen geht es viel um Lebensfindung und Trauerbewältigung. Erin und James kommunizieren größtenteils über die Bücher und wenn sie sich doch im realen Leben sehen, dann steht viel Unausgesprochenes zwischen ihnen und sie streiten sich eher, als aufeinander zuzugehen. Dadurch blieb ihre Beziehungsentwicklung im Hintergrund, was auch im übereilten Ende deutlich wurde. Es ist ein sehr dramatisches Buch, insbesondere zum Schluss gibt es viele Reden und Gespräche, die mir zu viel wurden und übertrieben wirkten.

Es gab hierbei aber auch viele schöne Momente und Gespräche. Insbesondere James' Dad war eine liebenswürdige, starke Person mit einer sehr starken Botschaft. Ich mochte auch den Schreibstil der Autorin sehr, zum Beginn des Buches wurde ich dadurch schnell gefesselt und wollte das Buch kaum weglegen. Im Verlaufe wurde es mir dann an manchen Stellen allerdings zu dramatisch.

Außerdem finde ich es toll, wie in dem Roman die Liebe zu den Büchern gefeiert wird. Tessa Bickers schafft es meiner Meinung nach sehr gut, die Gespräche zwischen den Buchzeilen deutlich zu machen, die sich anfangs vor allem um die Inhalte der Bücher drehten, dann jedoch immer persönlicher wurden. Dennoch wäre es schön gewesen, wenn James und Erin auch in ihren realen Leben ehrliche Gespräche hätten führen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2024

Interessanter Genre-Mix

VIEWS
0

Mein erstes Marc-Uwe Kling Buch, nachdem ich viel Positives über den Autoren gehört habe. Er hat auf jeden Fall einen eigenen Schreibstil inne, der das "Views" zu einem spannenden Genre-Mix werden lässt, ...

Mein erstes Marc-Uwe Kling Buch, nachdem ich viel Positives über den Autoren gehört habe. Er hat auf jeden Fall einen eigenen Schreibstil inne, der das "Views" zu einem spannenden Genre-Mix werden lässt, wobei die Grenzen zwischen Krimi, Humor und Roman zum Ende des Buches hin immer weiter verschwimmen.

Erzählt wird die Geschichte von Yasira, die das Verschwinden von Lena Palmer in Verbindung mit einem verstörenden Video aufdecken soll. Dabei kommt das Team trotz zahlreicher Ermittlungen nicht voran, der Druck durch die Öffentlichkeit, insbesondere von rechts Gesinnten wird immer größer. Es stellt sich die Frage - was und wem kann man überhaupt noch glauben?

Yasira ist eine spannende, toughe Protagonistin. Oftmals spürt man durch ihren Zynismus hindurch den besonderen Schreibstil des Autoren. Ich mochte ihre Stärke, sie hat sich auch in einem Männerdominierten Beruf nicht unterbuttern lassen. Durch den tragischen Fall ist das Buch ebenfalls sehr emotional, viele verschiedene Nebencharaktere rundum den Fall oder aus Yasiras Privatleben kommen dazu.

Trotz der Kürze des Buches fiel der Spannungsbogen für mich ab Mitte des Buches ab, was daran liegen könnte, dass sich die Ermittlungen teilweise im Kreis drehen und es einige Nebenschauplätze gibt. Irgendwann hatte ich eine Ahnung, wohin das Ganze inhaltlich verlaufen könnte. Dies hat der Autor spannend umgesetzt, wobei zum Ende hin das Buch nicht mehr unbedingt ein Krimi war, sondern das Verschwinden rundum Laura Palmer eher in den Hintergrund rückte. Zum Ende hin bleibt vieles offen, was bewusst gewählt wirkte. Das Ende kam daher abrupt, aber auch nicht unbefriedigend. Das Buch hallt nach, aber der Genre-Mix selbst konnte mich nicht vollends überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.06.2024

Hass-Liebe zwischen Aethermagie und einem großen Krieg

The Hurricane Wars
2

Talasyn und Alaric stehen während eines verheerenden Krieges auf unterschiedlichen Seiten, wodurch vorprogrammiert ist, dass ihre erste Begegnung (und alle weiteren) unter keinem guten Stern steht. Doch ...

Talasyn und Alaric stehen während eines verheerenden Krieges auf unterschiedlichen Seiten, wodurch vorprogrammiert ist, dass ihre erste Begegnung (und alle weiteren) unter keinem guten Stern steht. Doch nachdem beiden ein schicksalhafter Ereignis offenbart wird, dem sie nur gemeinsam entgegentreten können, bleibt ihnen keine Wahl, als zusammenzuarbeiten.
Man merkt vielleicht, meine Inhaltsangabe muss recht vage bleiben, um nicht zu viel zu verraten. Das liegt auch daran, dass dieses Buch vor allem zu Beginn mit unglaublich viel Handlung und Wendungen gefüllt ist, die manchmal auch überfordern können. Ich hatte hier zwar grundlegend ein Gefühl für die Atmosphäre bekommen, aber insbesondere das Magiesystem blieb für mich bis zum Schluss voller Fragezeichen. Vieles wirkte auf mich zu grob gezeichnet und ich musste die Leerstellen für mich selber füllen, um einigermaßen zufrieden weiterlesen zu können.
Das Buch wird aus den Perspektiven von Talasyn und Alaric erzählt, was der Geschichte zu Gute kommt und hilft, beide Seiten zu verstehen. Beide hadern damit, den anderen näher an sich heranzulassen, da sie verfeindet sind, gleichzeitig keimen aber Gefühle in ihnen auf. Talasyn ist hier die unbedachtere, störrischere von beiden. Ihre Handlungen können sich schnell wandeln, sobald ihre Gewissensbisse sie einholen. Auch Alaric kann sprunghaft sein, aber wenn ruht dies meist durch seinen Vater und dessen Führung. Generell wird die Zerrissenheit der beiden gut thematisiert. Mit ihnen generell als Liebespaar hatte ich aufgrund der Kriegsthematik meine eigenen Probleme.
Ansonsten wandelt der Schreibstil zwischen detaillierten Umgebungsbeschreibungen, während wichtige Details zu Welt und Magie offengelassen werden. Die Dialoge mochte ich grundlegend gerne, auch wenn mir ein wenig Gefühl und Mitfiebern manchmal gefehlt hat. Spannend fand ich wiederum die Intrigen und das Spinnen von Möglichkeiten durch die großen Führungsämter der einzelnen Nationen (Urduja und Gaheris). Bis zum Schluss wusste ich vor allem bei Ersterer nicht, ob sie überhaupt eine von den Guten ist. Dagegen blieb insbesondere Talasyn noch zu blass und unbedarft und konnte hier noch nicht „mitspielen“.
Fazit: Ein Reihenauftakt mit Luft nach oben. Mir gefiel die Handlungsdichte, das Setting und die Intrigen, die gesponnen wurde. Gleichzeitig fühlte ich mich oft hilflos in dieser großen Welt, die mich in ihrer Komplexität nicht auffing. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass in Band zwei viele der einzelnen Handlungsstränge weitergesponnen werden und auch überraschen, was mich doch auch mit Vorfreude zurücklässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl