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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2024

Interessanter Genre-Mix

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Mein erstes Marc-Uwe Kling Buch, nachdem ich viel Positives über den Autoren gehört habe. Er hat auf jeden Fall einen eigenen Schreibstil inne, der das "Views" zu einem spannenden Genre-Mix werden lässt, ...

Mein erstes Marc-Uwe Kling Buch, nachdem ich viel Positives über den Autoren gehört habe. Er hat auf jeden Fall einen eigenen Schreibstil inne, der das "Views" zu einem spannenden Genre-Mix werden lässt, wobei die Grenzen zwischen Krimi, Humor und Roman zum Ende des Buches hin immer weiter verschwimmen.

Erzählt wird die Geschichte von Yasira, die das Verschwinden von Lena Palmer in Verbindung mit einem verstörenden Video aufdecken soll. Dabei kommt das Team trotz zahlreicher Ermittlungen nicht voran, der Druck durch die Öffentlichkeit, insbesondere von rechts Gesinnten wird immer größer. Es stellt sich die Frage - was und wem kann man überhaupt noch glauben?

Yasira ist eine spannende, toughe Protagonistin. Oftmals spürt man durch ihren Zynismus hindurch den besonderen Schreibstil des Autoren. Ich mochte ihre Stärke, sie hat sich auch in einem Männerdominierten Beruf nicht unterbuttern lassen. Durch den tragischen Fall ist das Buch ebenfalls sehr emotional, viele verschiedene Nebencharaktere rundum den Fall oder aus Yasiras Privatleben kommen dazu.

Trotz der Kürze des Buches fiel der Spannungsbogen für mich ab Mitte des Buches ab, was daran liegen könnte, dass sich die Ermittlungen teilweise im Kreis drehen und es einige Nebenschauplätze gibt. Irgendwann hatte ich eine Ahnung, wohin das Ganze inhaltlich verlaufen könnte. Dies hat der Autor spannend umgesetzt, wobei zum Ende hin das Buch nicht mehr unbedingt ein Krimi war, sondern das Verschwinden rundum Laura Palmer eher in den Hintergrund rückte. Zum Ende hin bleibt vieles offen, was bewusst gewählt wirkte. Das Ende kam daher abrupt, aber auch nicht unbefriedigend. Das Buch hallt nach, aber der Genre-Mix selbst konnte mich nicht vollends überzeugen.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Hass-Liebe zwischen Aethermagie und einem großen Krieg

The Hurricane Wars
2

Talasyn und Alaric stehen während eines verheerenden Krieges auf unterschiedlichen Seiten, wodurch vorprogrammiert ist, dass ihre erste Begegnung (und alle weiteren) unter keinem guten Stern steht. Doch ...

Talasyn und Alaric stehen während eines verheerenden Krieges auf unterschiedlichen Seiten, wodurch vorprogrammiert ist, dass ihre erste Begegnung (und alle weiteren) unter keinem guten Stern steht. Doch nachdem beiden ein schicksalhafter Ereignis offenbart wird, dem sie nur gemeinsam entgegentreten können, bleibt ihnen keine Wahl, als zusammenzuarbeiten.
Man merkt vielleicht, meine Inhaltsangabe muss recht vage bleiben, um nicht zu viel zu verraten. Das liegt auch daran, dass dieses Buch vor allem zu Beginn mit unglaublich viel Handlung und Wendungen gefüllt ist, die manchmal auch überfordern können. Ich hatte hier zwar grundlegend ein Gefühl für die Atmosphäre bekommen, aber insbesondere das Magiesystem blieb für mich bis zum Schluss voller Fragezeichen. Vieles wirkte auf mich zu grob gezeichnet und ich musste die Leerstellen für mich selber füllen, um einigermaßen zufrieden weiterlesen zu können.
Das Buch wird aus den Perspektiven von Talasyn und Alaric erzählt, was der Geschichte zu Gute kommt und hilft, beide Seiten zu verstehen. Beide hadern damit, den anderen näher an sich heranzulassen, da sie verfeindet sind, gleichzeitig keimen aber Gefühle in ihnen auf. Talasyn ist hier die unbedachtere, störrischere von beiden. Ihre Handlungen können sich schnell wandeln, sobald ihre Gewissensbisse sie einholen. Auch Alaric kann sprunghaft sein, aber wenn ruht dies meist durch seinen Vater und dessen Führung. Generell wird die Zerrissenheit der beiden gut thematisiert. Mit ihnen generell als Liebespaar hatte ich aufgrund der Kriegsthematik meine eigenen Probleme.
Ansonsten wandelt der Schreibstil zwischen detaillierten Umgebungsbeschreibungen, während wichtige Details zu Welt und Magie offengelassen werden. Die Dialoge mochte ich grundlegend gerne, auch wenn mir ein wenig Gefühl und Mitfiebern manchmal gefehlt hat. Spannend fand ich wiederum die Intrigen und das Spinnen von Möglichkeiten durch die großen Führungsämter der einzelnen Nationen (Urduja und Gaheris). Bis zum Schluss wusste ich vor allem bei Ersterer nicht, ob sie überhaupt eine von den Guten ist. Dagegen blieb insbesondere Talasyn noch zu blass und unbedarft und konnte hier noch nicht „mitspielen“.
Fazit: Ein Reihenauftakt mit Luft nach oben. Mir gefiel die Handlungsdichte, das Setting und die Intrigen, die gesponnen wurde. Gleichzeitig fühlte ich mich oft hilflos in dieser großen Welt, die mich in ihrer Komplexität nicht auffing. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass in Band zwei viele der einzelnen Handlungsstränge weitergesponnen werden und auch überraschen, was mich doch auch mit Vorfreude zurücklässt.

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Veröffentlicht am 01.06.2024

Das Spiel mit den Emotionen

Not in Love – Die trügerische Abwesenheit von Liebe
1

Riesige Freude meinerseits, ein neues Ali Hazelwood Buch in den Händen halten zu können. Bei diesem Roman hat sie schon vorweg angesprochen, dass dieser sich von ihren vorherigen STEM-Romanen unterscheiden ...

Riesige Freude meinerseits, ein neues Ali Hazelwood Buch in den Händen halten zu können. Bei diesem Roman hat sie schon vorweg angesprochen, dass dieser sich von ihren vorherigen STEM-Romanen unterscheiden wird und sie hat nicht zu viel versprochen. Was gleich geblieben ist, ist ihr fantastischer, humorvoller, anschaulicher und ehrlicher Schreibstil, der mich ihre Bücher immer wieder in rasanter Geschwindigkeit durchlesen lässt. Es ist wie ein nach Hause kommen.

Bei Not in Love sind nicht nur die Perspektiven besonders im Vergleich zu Alis letzten Romanen. Hier kommen sowohl Hauptprotagonistin Rue, als auch Gegenpart Eli zu Wort, wobei Rue aus der Ich-Perspektive erzählt und Eli als Personaler-Erzähler. In beide konnte ich mich problemlos hineinversetzen und zwischen den Wechsel hatte ich keine Probleme. Rue war mir mit ihrer sozialen Inkompetenz besonders sympathisch und in viele der beschriebenen Situationen konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Eli dagegen ist ein Sonnenschein, mitunter die Personifizierung des Guten. Ich mochte ihn auch, Rue mochte ich lieber.

Beide öffnen sich Stück für Stück gegenüber dem anderen, geben Einblicke in ihre verkorksten Kindheiten und Familien. Ihre Gespräche, dass sich aneinander herantasten mochte ich am liebsten. Das Ganze wurde mit der Zeit von vielen Sexszenen überschattet, was Ali ja auch im Vorwort angekündigt hatte. Besonders im Mittelteil verlor ich dabei aber die Bindung, die Rue und Eli aufgebaut haben, da es sich vor allem ums körperliche zu drehen schien. Ich hätte mir hier einfach noch mehr gemeinsame Momente gewünscht, die nicht sexueller Natur waren.

Spannend fand ich auch die Hintergrundgeschichte rundum das Patent für Biokraftstoffe, das von den unterschiedlichen Firmen, für die Rue und Eli arbeiteten, hart umkämpft wurde. Ich hatte recht früh eine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte drehen würde, aber ich denke auch, dass die Autorin dies bewusst so gestaltet hatte. Hier gab es keine großen Überraschungen, aber es war definitiv interessant und etwas anderes. Ich kann mir gut vorstellen, dass große Errungenschaften auch in der realen Welt der Wirtschaft und Geldgier mancher Menschen gegenüberstehen.

Fazit: Ganz viel Liebe für Ali Hazelwood, ein weiterer, toller Roman aus ihrer Feder, der Wissenschaft und große Gefühle verbindet.

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Veröffentlicht am 19.05.2024

Rückkehr in diese cozy-Welt

Wildfire
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Auch wenn ein Großteil des 2. Bandes der Maple Hills-Reihe nicht an der bekannten Universität aus Band 1 spielt, so war es für mich doch wie eine Rückkehr in diese gemütliche, friedliche und einfach entspannte ...

Auch wenn ein Großteil des 2. Bandes der Maple Hills-Reihe nicht an der bekannten Universität aus Band 1 spielt, so war es für mich doch wie eine Rückkehr in diese gemütliche, friedliche und einfach entspannte Welt, in welcher man liebgewonnen Charakteren wieder begegnet, aber auch neue kennenlernt.

In "Wildfire" geht es um Russ und Aurora "Rory", die beide ein One-Night-Stand haben und sich dann überraschenderweise innerhalb eines Feriencamps wiedersehen. Hier gilt die Regel, dass Betreuer nichts miteinander anfangen dürfen, was die Vernunft der beiden auf eine harte Bewährungsprobe stellt, denn zwischen ihnen knistert es gewaltig. Gleichzeitig haben beide eigene familiäre Probleme, die insbesondere den Aufbau von emotionaler Nähe erschweren. Mit der Zeit kommen sie sich daher nicht nur näher, sondern müssen lernen, sich einander zu öffnen.

Ich mochte den stillen, sanften, aber auch sehr empathischen Russ in Band 1 bereits sehr gerne und habe mich deshalb sehr auf seinen eigenen Band gefreut. Auch hier zeigt sich immer wieder seine Unbeholfenheit im Umgang mit Rory, was ihn einfach nur sympathisch macht. Rory wiederum ist ein Energiebündel und strahlt das auch immer wieder aus. Zusammen ergeben sie eine tolle Kombi und es macht Spaß, sie zu begleiten, wie sie sich immer weiter ineinander verlieben, ohne dass es zu größeren Dramen kommt. Wie bereits in Band 1 begleitet man die Chraktere vor allem in ihrem Alltag, sodass es handlungstechnisch keine rasante Kurve gibt. Da ich diesen Band Teils als Hörbuch (sehr angenehme Stimmen, kann ich nur empfehlen), teils als e-book gelesen/ gehört habe, hat mich das allerdings nicht wirklich gestört. Ich kann mir aber vorstellen, dass es sich nur als e-book doch etwas gezogen hätte - ähnlich wie in Band 1. Denn die beiden wissen eigentlich recht schnell, dass sie zueinander gehören und insbesondere zum Schluss drücken sie das auch stark aus.

Dennoch bin ich ein großer Fan der Reihe, vor allem auch wegen des spritzigen, lockeren und humorvollen Schreibstils der Autorin. Die Wortgefechte zwischen den Charakteren haben mich auch bei diesem Band das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht. Die Nebencharaktere sind einfach ebenfalls super liebevoll gezeichnet. Hier war es vor allem Xander, der sich in mein Herz geschlichen hat. Und es gibt Golden-Retriever-Welpen! Was will man eigentlich mehr?

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Erste Jugendliebe auf dem Campingplatz

Celebrity Crush 1
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Karoline mit K wird in den Sommerferien auf den Campingplatz verfrachtet, auf dem ihre Oma immer Urlaub macht. Karoline würde den Sommer viel lieber in ihrer Heimat mit ihrer besten Freundin Emma verbringen, ...

Karoline mit K wird in den Sommerferien auf den Campingplatz verfrachtet, auf dem ihre Oma immer Urlaub macht. Karoline würde den Sommer viel lieber in ihrer Heimat mit ihrer besten Freundin Emma verbringen, doch ihre Eltern bleiben standhaft und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich ihrem Schicksal zu fügen. Während es zunächst noch so scheint, als würde es für Karoline der langweiligste Sommer ihres Lebens werden, lernt sie auf dem Campingplatz schon bald Nora und Mathias kennen - und Letzterer hat scheinbar ein ziemlich großes Geheimnis, welches er versucht, vor den Mädchen zu verbergen...

Zunächst einmal ist das Buch sehr angenehm geschrieben. Ich habe es als Hörbuch gehört und es fällt leicht, der Geschichte zu folgen. Es wird allerdings auch sehr deutlich, wer die Zielgruppe des Buches ist, denn es strotz nur so vor Jugendsprache und Anglizismen, was aber gut zum Alter der Protagonistinnen gepasst hat. Ansonsten fühlt man sich direkt in die Sommerferien und auf den gemütlichen Campingplatz versetzt, so atmosphärisch wurden der Ort und die Stimmung eingefangen.

Karoline ist ein recht bodenständiges Mädchen, das nicht drumherum kann, sich mit anderen zu vergleichen und dadurch immer wieder zu Unsicherheiten neigt. Sie ist niemand, der gern im Mittelpunkt steht, im Gegenteil, sie ist zufrieden mit ihrer kleinen Blase an Freundschaften/ Familie, in der sie lebt. Die Nebencharaktere wiederum blieben für mich ein wenig blasser, allen voran Mathias, was wahrscheinlich durch sein Geheimnis zu Stande kam. Die Seiten, die er Karoline von sich zeigt, sind jedoch sehr sympathisch und ehrlich. Nora, die im Verlauf des Buches Karolines Freundin wird, ist dagegen forscher und Emma, Karolines Freundin aus der Heimat, ist eher auf Äußerlichkeiten bedacht und scheint lieber im Mittelpunkt zu stehen.

Generell fand ich es etwas schade, dass Karolines Freundschaften zu anderen Mädchen meist durch Missgunst und Wettkampfverhalten geprägt waren. Emma möchte Karoline nicht einmal besuchen, während auch Nora sich zu Beginn das ein oder andere Mal nicht gerade freundschaftlich verhält (aber zumindest Nora wurde zum Ende hin sympathischer). Aber auch Karoline selbst behält viele Geheimnisse für sich und scheint ihren Freundinnen wenig Vertrauen entgegen zu bringen.

Die Liebesgeschichte selbst ist sehr süß, steht in ihren Anfängen und nimmt einen großen Raum des Buches ein. Ansonsten spielt das Leben auf dem Campingplatz ebenso eine große Rolle.

Alles in allem ein wirklich süßer, entspannter Jugendroman über die erste Liebe (mit Hindernissen).

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