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Veröffentlicht am 31.07.2024

Will man überhaupt gerettet werden?

Vorstandssitzung im Paradies
4

Der Roman "Vorstandssitzung im Paradies" von Arto Paasilinna übersetzt aus dem finnischen von Regine Pirschel erzählt die Geschichte einer Gruppe von Menschen, welche einen Flugzeugabsturz überleben und ...

Der Roman "Vorstandssitzung im Paradies" von Arto Paasilinna übersetzt aus dem finnischen von Regine Pirschel erzählt die Geschichte einer Gruppe von Menschen, welche einen Flugzeugabsturz überleben und nun auf einer scheinbar einsamen Insel auf ihre Rettung warten.

Eine bunt gemischte Gruppe aus Waldarbeitern, Hebammen, Krankenschwestern und einem Journalist befinden sich zusammen in einem Flugzeug. Als dieses Flugzeug abstürzt überleben die meisten der Passagiere und können sich auf eine Insel retten. Diese 45 Personen beginnen dort nach und nach eine möglichst funktionierende Gemeinschaft aufzubauen. Es werden Anführer gewählt, Aufgaben verteilt und Regeln für das Zusammenleben festgelegt. Es passiert allerhand Dubioses, alltägliches und menschliches. Das ganze gipfelt in einem aufwendigen Rettungsplan.

Der Roman ist in der Ich-Perspektive aus Sicht des Journalisten geschrieben. Dieser hält sich nach eigener Aussage für absolut durchschnittlich. Die nüchterne aber bildliche und zum Teil bizarre Art wie der Absturz aus seiner Sicht geschildert wird zeigt, wie unreal ihm die ganze Situation erscheint.

Diese trockene Art die teilweise sehr befremdlichen Situationen und Handlungen zu beschrieben und dadurch auch noch Humor zu erzeugen findet sich in dem gesamtem Buch wieder. Der Autor Arto Paasilinna schafft es, die Story stets präzise und direkt wiederzugeben. Das ganze gemischt mit skurrilem, trockenen Humor und unterschwellig mitschwingender gesellschaftlicher Kritik.

"Vorstandssitzung im Paradies" war der erste Roman welchen ich von Arto Paasilinna gelesen habe. Dieser hat sich gut und flüssig lesen lassen und mich einige Male zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht. Es wird deutlich, wie sich eine Gesellschaft und deren Perspektiven und Ansprüche ändern wenn die Grundbedürfnisse einmal erfüllt sind.
Teils empfand ich die Erzählweise allerdings als sehr ausführlich und langezogen. Wodurch ich dazu neigte, einige Seiten nur zu überfliegen. Zudem muss ich sagen, dass ich persönlich von dem Ende etwas enttäuscht war. In dem Fall hätte ich tatsächlich etwas "ungewöhnlicheres" erwartet.

Alles in allem aber ein unterhaltsamer, etwas schräger Roman für den schnellen Lesegenuss mit zeitloser unterschwelliger gesellschaftlicher Kritik.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Humor
Veröffentlicht am 02.03.2026

Slasher-Version von der Bachelor

A Killer Crush
4

In dem Debütroman "A Killer Crush" von Shailee Thompson triff Romcom auf Horror.

Wir begleiten die Ich-Erzählerin Jamie und ihre Freundin Laurie zu einem Speed-Dating-Event. Während des Events geht ...

In dem Debütroman "A Killer Crush" von Shailee Thompson triff Romcom auf Horror.

Wir begleiten die Ich-Erzählerin Jamie und ihre Freundin Laurie zu einem Speed-Dating-Event. Während des Events geht das Licht aus - und als es wieder angeht, kippt Jamies Date tot vom Stuhl. Panisch stellen die verbliebenen Teilnehmer fest, dass sie in der Location eingeschlossen sind und dass der Mörder ebenfalls unter ihnen sein muss.
Zwischen Fluchtversuchen und Mörderjagt wird weiterhin geflirtet. Wird der Mörder und vielleicht auch die große Liebe gefunden?

Durch die Verschmelzung der beiden Genres ist es mal was ganz anderes.
Es gibt humorvolle Passagen, süße, romantische Momente, Momente der Freundschaft, prickelnde Szenen und jede Menge Blut.

Alles in allem ein humorvoller Horrorroman über das Dating-Leben ebenso wie ein echter Slasher mit brutalen Morden in einem abgeschlossenen Raum.
Schreibstiel und Erzählweise sind dabei flüssig und es lässt sich leicht und zügig lesen.

Es hilft zudem, einige Filme der Genres zu kennen. Es sind viele Easter Eggs versteckt welche sich nur erschließen, wenn man die entsprechenden Filme (z.B. Scream) kennt.

Ich fand die Mischung aus Romantik und Horror clever, auch wenn es vorhersehbarer und oberflächlicher blieb, als ich erwartet hatte.
Als ich meine Erwartungen angepasst habe, hat mich dieses Buch aber kurzzeitig gut unterhalten.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 06.06.2024

Realistisch aber Stellenweise Schleppend

Grabesgrün
0

In einem kleinen Ort wird ein Mädchen ermordet. Eben in diesem Ort sind schon einmal zwei Kinder spurlos verschwunden.
Sind die beiden Fälle miteinander verbrunden? Lassen sich beide aufklären.
Das Duo ...

In einem kleinen Ort wird ein Mädchen ermordet. Eben in diesem Ort sind schon einmal zwei Kinder spurlos verschwunden.
Sind die beiden Fälle miteinander verbrunden? Lassen sich beide aufklären.
Das Duo Rob und Cassie beginnen zu Ermitteln.

Dabei ist Rob direkt an dem "alten" Fall der verschwundenen Kinder beteiligt. Er war mit beiden befreundet und war auch an dem Tag des Verschwinden mit den beiden zusammen, kann sich aber an nichts mehr Erinnern. Trotz dieser persönlichen Betroffenheit nimmt er an den Ermittlungen teil.
Diese Rückblicke zu dem alten Fall nehmen meiner Meinung nach sehr viel Raum in dem Buch ein, ebenso wie die Beziehung zwischen Rob und Cassie. Das ist zwar einerseits spannend und führt dazu die Charaktere genauer darzustellen. Andererseits, wird immer wieder ähnlich betont wie gut deren Freundschaft ist was zu teilweise langen Abschnitten führt, welche man in der Art bereits gelesen hatte. Ähnlich verhält es sich mit den Rückblicken auf den Fall der verschwunden Kinder.

Der Schreibstiel und auch die Story der beiden Fälle welche verknüpft sind hat mir aber sehr gut gefallen. Auch das "Setting" an der Ausgrabungsstätte hat mich direkt angesprochen.

Meiner Meinung nach ist das Buch trotzdem ein guter Auftakt der Dublin-Krimis. Auch das, für mich, realistische Ende / Auflösung hat mir sehr gut gefallen.
Alles in Allem denke ich, lohnt sich das Buch für Krimi- und Rätselfans und man kann auch der weiteren Reihe eine Chance geben.

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