Ich hatte die Gelegenheit, das Buch als Rezensionsexemplar zu lesen, und obwohl es als Kinderbuch deklariert ist, habe ich mit meinen 21 Jahren sehr viel Spaß daran gehabt. Als jemand, der gerne Jugendbücher ...
Ich hatte die Gelegenheit, das Buch als Rezensionsexemplar zu lesen, und obwohl es als Kinderbuch deklariert ist, habe ich mit meinen 21 Jahren sehr viel Spaß daran gehabt. Als jemand, der gerne Jugendbücher liest, war ich gespannt darauf, ob das Buch auch für ältere Leser ansprechend sein könnte.
Schreibstil und Struktur
Der Schreibstil des Buches ist einfach und klar, was dem Zielpublikum sicherlich zugutekommt. Auffällig ist der häufige Einsatz von Großbuchstaben und Wiederholungen, was für mich zwar gewöhnungsbedürftig war, aber gut zum verspielten Ton des Buches passt. Geräusche wie „KA WUMMS“ oder „RUMMS “ werden ausgeschrieben, was die Lebendigkeit der Erzählung unterstreicht. Die Kapitel sind angenehm kurz, zwischen sieben und dreizehn Seiten, was für ein flüssiges Leseerlebnis sorgt. Besonders gefallen hat mir, dass im Buch auch Redewendungen aus der griechischen Mythologie verwendet wurden, was dem Ganzen eine zusätzliche interessante Note verleiht.
Humor
Der Humor des Buches ist eindeutig auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet. Witze über Rotze, Sabber und Furzen haben mich persönlich weniger angesprochen, aber sie sind typisch für das Genre und dürften Kinder sicherlich zum Lachen bringen. Es gab jedoch auch einige Passagen, die mich zum Schmunzeln brachten, was zeigt, dass der Humor trotz der Zielgruppe auch für ältere Leser nicht ganz verloren geht.
Verständlichkeit und Abkürzungen
Obwohl der Schreibstil einfach gehalten ist, stieß ich auf einige Wörter, die selbst mir unbekannt waren, was bei einem Kinderbuch eher überraschend ist. Zudem werden im Buch verschiedene Abkürzungen verwendet. Je nachdem, wie lange man für das Buch braucht, kann es vorkommen, dass man diese Abkürzungen vergisst, was das Verständnis erschwert.
Vorstellungsvermögen und Logik
Ein Problem, das ich beim Lesen hatte, war die Vorstellung der Welt und der Umgebung. Die Beschreibungen waren manchmal nicht detailliert genug, sodass ich Schwierigkeiten hatte, mir die Szenen vorzustellen. Zudem gingen einige Handlungen nahtlos in andere über, was es teilweise kompliziert machte, den Überblick zu behalten und die Logik der Orte und Ereignisse nachzuvollziehen. Sehr positiv hervorzuheben sind allerdings die Illustrationen im Buch, die die Figuren lebendig darstellen und dabei helfen, sich die Charaktere besser vorstellen zu können.
Fazit
Insgesamt ist es ein cooles Buch für Kinder und Teens, die Spaß an griechischer Mythologie und Magie haben. Auch wenn es einige kleine Schwächen gibt, wie die teils unklaren Beschreibungen und den sehr kindlichen Humor, bietet das Buch dennoch ein unterhaltsames Leseerlebnis. Besonders jungen Lesern, die Abenteuer und Magie mögen, wird dieses Buch sicherlich gefallen.
Lieblingszitate:
"Teenager Nymphen auf raves im verwunschenen Wald"
Selahs Beziehung zu ihrer Mutter ist von Erwartungsdruck, Schweigen und Scham geprägt – sie begleiten Selah bis ins Erwachsenenalter hinein.
Wir begleiten sie in diesem Buch über verschiedene Zeitabschnitte.
1995 ...
Selahs Beziehung zu ihrer Mutter ist von Erwartungsdruck, Schweigen und Scham geprägt – sie begleiten Selah bis ins Erwachsenenalter hinein.
Wir begleiten sie in diesem Buch über verschiedene Zeitabschnitte.
1995 wo Selah 11 Jahre alt ist 2006, 2017 und Gegenwart ( 2023)
In den Lebensabschnitten wechselt sich hierbei auch die Erzählweise. Sie bleibt in jedem Abschnitt sehr persönlich, aber insbesondere die Ich- Perspektive in 1995 hat mich sehr berührt, generell die Schreibweise. Ich konnte mir die kleine Selah wirklich bildlich vorstellen, wie sie das geschriebene erzählt.
2006 hat mir auch sehr gefallen da Selah sich dort in ihren 20zigern befindet mit denen ich mich am besten identifizieren kann. Dabei hat mich das Buch echt abgeholt ich wollte immer weiter Lesen.
Leider gab es danach eine Szene in der sich Selah und ihre Mutter treffen, der Abschnitt war zwar gut für die Handlung, aber leider nicht so gut umgesetzt. Da wir in diesem Abschnitt Zeitsprünge haben und somit die intensiven Gefühle und Gedanken die Selah durchlebt an Kraft verlieren, weil es bereits ein gedanklichen Sprung gibt, wo sie sich bereits wieder in der Wohnung befindet. Dort gibt es auch einen Moment in der eine Triggerwarnung angebracht wäre. Der Moment hat mir leider nicht in die Situation gepasst und war mir nicht schlüssig.
In der Mitte des Buches fand ich, hat die Handlung an Fahrt verloren und ich hatte erstmal nicht so lust weiter zu lesen, da es vermehrt um den Lebens-abschnitt ging der mich im vorraus nicht so überzeugt hat.
Aber gegen Ende wird das Buch sehr emotional und reißt einen mit. Es hat mich unglaublich zum denken angeregt, weil es um ein Thema geht welches meistens verschwiegen wird.
Der Schreibstil holt wirklich alles heraus um uns die Gefühle und Entscheidungen so real und intensiv zu verpacken, dass wir uns selbst die Frage stellen was wir in solch einer Situation tun.
Der Anfang und vor allem das Ende haben mir sehr gefallen.
Ich stelle mir vor: Am Ende schaut man auf sein Leben wie auf ein Röntgenbild. Die Stellen, wo die radioaktiven Strahlen nicht von etwas Wesentlichem absorbiert werden, erscheinen schwarz. Wann ist es ...
Ich stelle mir vor: Am Ende schaut man auf sein Leben wie auf ein Röntgenbild. Die Stellen, wo die radioaktiven Strahlen nicht von etwas Wesentlichem absorbiert werden, erscheinen schwarz. Wann ist es zu spät, die schwarzen Löcher zu füllen?
Das Buch umfasst zwei ähnliche Geschichten die sich um das Alltägliche Leben von Sonja und Ronja drehen.
Es handelt von der Kindheit der Protagonistinnen, viel um die Karriere und ihre Familie und schlussendlich um den Krebs. Nachdem die Geschichte um Sonja abgeschlossen ist. Wiederholt sich das Geschehen mit der Protagonistin namens Ronja und enthält einen alternativen Verlauf.
Schreibstil :
Das Buch ist in sehr kurzen Kapiteln von 1-3 Seiten geschrieben dies ermöglichte, kurze Erlebnisse zu erzählen. Einige Kapitel gehen im Verlauf weiter. Es gibt oft Sätze, die sehr kurz verfasst sind, die damit einem Tagebucheintrag ähneln.
Fazit:
Es hat Spaß gemacht mehr über die Charaktere zu erfahren da mir der Schreibstil meistens gefallen hat. Insbesondere die Kapiteltitel.
Zuerst war ich von den kurzen Kapiteln begeistert, aber während des Lesens fiel es mir schwer mich in eine Situation rein zu lesen, da sie nach maximal 3/4 Seiten bereits wieder vorbei war. Drei Kapitel später ging das erlebte manchmal dann weiter. An manchen Momenten gefielen mir diese kurzen Momente, aber leider konnten mich nicht alle davon überzeugen.
Dadurch das dieses Buch in zwei geteilt ist; war es mir zu kurz, um voll in die Geschichte einzutauchen. Aber die Thematik hat mich trotzdem zum denken angeregt und die beiden Enden sind interessant verfasst. Nachdem man das liest, denkt man höchstwahrscheinlich über sein eigenes Lebens nach und hinterfragt seine eigenen Entscheidungen fürs Leben.
Ich bin sehr freudig in diese Geschichte hineingestartet. Ich hatte mir im Vorfeld kaum etwas über das Buch durchgelesen, sondern wollte mich einfach von der Geschichte berieseln ...
Einstieg und Erwartungen
Ich bin sehr freudig in diese Geschichte hineingestartet. Ich hatte mir im Vorfeld kaum etwas über das Buch durchgelesen, sondern wollte mich einfach von der Geschichte berieseln lassen. Thematisch hat mich Musenrausch sofort angesprochen: griechische Mythologie, Kreativität, Musen und Kunst, das klang für mich nach einem ruhigen, cosy Fantasyroman mit magischen Elementen.
Doch tatsächlich hat mich der Einstieg überrascht. Statt einer sanft aufbauenden Geschichte wurde ich direkt mit Spannung, Action und einer unerwartet rasanten Entwicklung konfrontiert. Das hat mich zwar überrascht, aber auch positiv eingenommen – ich mag es, wenn ein Buch mich aus meiner Erwartungshaltung reißt.
Schreibstil und Perspektiven
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wobei Wanda ganz klar im Zentrum steht. Sie ist die Hauptprotagonistin und hat den größten Anteil. Es gibt zwei weitere Nebencharaktere, die nur einzelne Kapitel bekommen, sowie eine Figur, die etwas häufiger zu Wort kommt. Trotzdem bleibt der Fokus deutlich auf Wanda, was ich grundsätzlich positiv fand, weil man sich stärker in sie hineinversetzen kann. Die anderen Perspektiven fühlten sich eher wie kleine „Bonbons“ an, eine Belohnung zwischendurch, die kurz Abwechslung bringt, aber nie die Hauptlinie verlässt.Trotz der verschiedenen Erzählebenen konnte ich leider zu keinem der Charaktere wirklich eine emotionale Verbindung aufbauen. Zwar wird das Buch komplett in der Ich-Perspektive erzählt, was eigentlich Nähe schafft, aber hier blieb diese Distanz bestehen.
Der Schreibstil selbst war für mich die größte Herausforderung. Schon auf den ersten Seiten fiel mir auf, dass die Autorin extrem viele Kommas und Nebensätze verwendet, oft in einer Form, die den Lesefluss massiv stört. Häufig folgen aufeinander verschachtelte Konstruktionen mit „hätte“, „würde“ und mehreren Einschüben, die nur lose mit dem Hauptsatz verbunden sind. Das führte dazu, dass ich viele Passagen mehrfach lesen musste, um sie wirklich zu verstehen und das, obwohl ich Deutsch-Muttersprachlerin bin.
Ich hatte stellenweise den Eindruck, dass manche Sätze grammatikalisch nicht ganz korrekt oder zumindest sehr ungewöhnlich formuliert waren. Besonders in Dialogen kam ich kaum hinterher, weil sie für mich unnatürlich wirkten. Erst auf den letzten 50 Seiten wurde der Stil für mich deutlich flüssiger und verständlicher, fast so, als hätte sich etwas im Schreibprozess der Autorin verändert.
Ein weiterer Punkt: Die Kapitelstruktur. Anfangs waren die Kapitel angenehm kurz (rund zehn Seiten), später wurden sie deutlich länger – teilweise bis zu 24 Seiten. Dadurch zog sich das Lesen für mich sehr. Ich konnte oft nur ein Kapitel pro Abend schaffen, was bei der sprunghaften Handlung schnell dazu führte, dass ich den Anschluss verlor. Für mich war der Lesefluss dadurch stark beeinträchtigt.
Welt, Setting und Atmosphäre
Besonders reizvoll fand ich, dass Musenrausch in Deutschland, genauer gesagt in Hamburg, spielt. Ich war selbst schon dort und konnte mir einige Orte direkt vorstellen. Das hat der Geschichte einen spannenden Wiedererkennungswert gegeben. Die Kombination aus der Realität, und dem Fantastischen, hat mich zu Beginn richtig begeistert. Für mich war das eine schöne Atmosphäre.
Allerdings verlor sich dieses Gefühl nach etwa 50 bis 100 Seiten. Die Handlung wurde zunehmend sprunghaft. Es gibt Portalreisen, magische Orte, neue Welten, aber der rote Faden, wo wir uns gerade befinden oder warum, ging für mich verloren. Ich konnte mir die Szenen kaum noch bildlich vorstellen. Anfangs noch klar und greifbar, verwandelte sich das Setting später in eine Art leerer Raum in meinem Kopf, in dem einfach Dinge passieren, ohne dass ich sie verorten konnte.
Das lag vermutlich daran, dass die Übergänge zwischen Szenen zu abrupt waren und sich keine stabile räumliche Orientierung etablieren konnte. Dadurch blieb das Worldbuilding trotz spannender Ideen oberflächlich.
Ideen, Themen und mythologische Elemente
Was ich Musenrausch absolut zugutehalten muss, ist seine Kreativität. Die Grundidee, sich auf die Musen aus der griechischen Mythologie zu konzentrieren, insbesondere auf eine neu gedachte Muse der malerischen Künste –, fand ich faszinierend. Dieser kreative Ansatz hebt das Buch klar von anderen mythologischen Fantasyromanen ab.
Auch die Verknüpfung von Mythologie mit moderner Welt, die Verbindung zwischen Künstlern und Musen, und die Idee, dass kreative Menschen quasi inspiriert oder berührt von göttlicher Energie sind, all das hat mich sehr begeistert.
Doch leider blieb die Umsetzung hinter dem Potenzial zurück. Viele mythologische Wesen werden eingeführt, aber kaum erklärt. Zwar gibt es ein Glossar, was hilfreich ist, doch im Lesefluss erfährt man oft nicht, was diese Wesen wirklich ausmacht oder welche Fähigkeiten sie besitzen. Erst auf den letzten Seiten wird manches klarer. Dadurch wirkten viele der Figuren wie leere Hüllen, sie sind zwar da, aber ohne greifbaren Hintergrund.
Dasselbe gilt für die Artefakte, die im Buch eine wichtige Rolle spielen. Das Thema ist spannend und originell, aber zu wenig ausgebaut. Man spürt, dass hier viele gute Ideen vorhanden sind, die jedoch nicht konsequent vertieft wurden.
Charaktere und Entwicklung
Wie gesagt, Wanda steht im Mittelpunkt, doch trotz der Ich-Perspektive blieb sie für mich distanziert. Ich konnte weder ihre Gefühle noch ihre Handlungen wirklich nachvollziehen. Zwei Nebencharaktere fand ich interessanter, aber sie bekamen zu wenig Raum, um sich zu entfalten. Auch zu Neo, der Muse, konnte ich keine echte Verbindung aufbauen.Wandas Charakterentwicklung war für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar. Sie beginnt als gewöhnlicher Mensch und steht am Ende götterähnlichen Wesen gegenüber, mit magischen Kräften, die aus dem Nichts zu kommen scheinen. Ohne Training oder Vorbereitung wirkt das schon sehr unglaubwürdig.
Zwischen Wanda und Neo entwickelt sich eine leichte Romanze, die zwar stellenweise schön und poetisch beschrieben ist, mich aber emotional nicht abgeholt hat. Ihre Chemie wirkte nicht greifbar, und der Aufbau dieser Beziehung hat mich nicht überzeugt. Besonders schön fand ich, dass beide scheinbar bisexuell sind, da sie in ihrer Vergangenheit jeweils Personen des anderen Geschlechts geliebt haben, das wurde angenehm selbstverständlich und ohne großes Aufsehen in die Geschichte eingeflochten.
Gegen Mitte des Buches tauchen plötzlich neue Figuren auf, ohne klare Einführung, ohne nachvollziehbaren Grund. Sie sind einfach da und sollen offenbar wichtig sein. Das hat mich völlig rausgebracht. Obwohl ihre spätere Dynamik schön beschrieben ist, fehlte mir der Weg dahin, der sie plausibel macht.
Handlung, Spannung und Struktur
Die ersten 200 Seiten haben mich trotz Schreibstilproblemen gut unterhalten. Es gab einen klaren Spannungsbogen, und ich war neugierig, wie sich alles entwickelt. Doch danach verlor die Handlung ihren roten Faden. Zwischen Seite 200 und 350 wusste ich oft nicht, warum etwas geschieht, was die Figuren antreibt oder worauf das Ganze hinausläuft. Ich hatte Mühe, die Handlung im Kopf zu behalten, besonders wenn ich nur kurze Lesesessions hatte. Es fehlte eine emotionale Ankerlinie, die mich durch das Buch trägt.
Erst auf den letzten 80 Seiten fand ich wieder in die Geschichte hinein. Hier wird es actionreicher, der Schreibstil klarer und dynamischer. Die Autorin konzentriert sich endlich auf das Wesentliche. Das Finale ist spannend, verständlich und macht tatsächlich neugierig auf den zweiten Teil, auch wenn ich selbst unsicher bin, ob ich weiterlesen werde.
Positiv fand ich außerdem, dass nicht alles glatt läuft: Die Figuren scheitern, machen Fehler, müssen Umwege gehen. Das bringt Authentizität in die Handlung und hebt das Buch von typischen „Alles gelingt sofort“-Fantasygeschichten ab.
Kritik & Fazit
Musenrausch ist ein Buch voller großartiger Ideen, aber leider mit einer eher holprigen Umsetzung.
Der Schreibstil ist kompliziert, überladen und oft schwer verständlich. Das Worldbuilding verliert sich im Chaos der Szenenwechsel, die Charaktere bleiben distanziert, und die Handlung wirkt in der Mitte orientierungslos.
Und trotzdem: In dieser Geschichte steckt eine enorme kreative Energie. Die mythologischen und künstlerischen Themen, die Verschmelzung von Hamburg und Götterwelt und die Idee einer Muse der Malerei, all das ist originell und verdient Anerkennung.
Leider scheitert das Buch für mich an seiner sprachlichen Umsetzung und an der Unausgewogenheit zwischen Idee und Struktur. Ich wollte dieses Buch lieben, aber ich konnte es nur in Teilen genießen. Die letzten 80 Seiten zeigen jedoch, was möglich wäre, wenn Stil, Spannung und Klarheit zusammenfinden.
Ein Buch mit tollen Ideen, aber etwas wackeliger Umsetzung. Wer komplexe, etwas anspruchsvollere Texte und mythologische Themen mag, wird hier sicher was finden. Und ich glaube, für alle, die sich an einem Nachmittag ganz auf eine Geschichte einlassen, sie in einem Rutsch lesen wollen und Urban Fantasy mit starkem Fantasy-Anteil mögen, vor allem mit Fokus auf griechische Mythologie abseits der klassischen Götter, ist das hier genau das Richtige.
Der Einstieg in die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Erzählt wird aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Poppy und Cam, was für Abwechslung sorgt und die Figuren nahbarer wirken lässt. Dank ...
Der Einstieg in die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Erzählt wird aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Poppy und Cam, was für Abwechslung sorgt und die Figuren nahbarer wirken lässt. Dank der kurzen Kapitel und der großen Schriftgröße war es leicht, dranzubleiben, und gerade die ersten Seiten haben richtig Lust auf mehr gemacht. Besonders das Kennenlernen der beiden und das vorsichtige Annähern fand ich gelungen.
Doch leider konnte das Buch dieses anfängliche Potenzial für mich nicht halten. Ab dem Punkt, an dem es eigentlich spannend werden sollte, also das daten, flachte die Handlung deutlich ab. Die Dynamik zwischen den Figuren wirkte schwach und die Charaktere blieben trotz interessanter Ansätze eher blass. Ich hätte mir mehr Tiefe, mehr Emotionen und vor allem eine spürbare Verbindung zwischen Poppy und Cam gewünscht.
Als Enemies to Lovers Rom-Com konnte mich die Geschichte nicht überzeugen: Weder kam bei mir das typische "Gegeneinander–füreinander"-Knistern auf, noch gab es humorvolle Momente, die mich zum Lachen gebracht haben. Stattdessen drehte sich vieles um die "Traummann-Checkliste" von Poppy, ein Ansatz, der zwar interessant ist, aber in der Umsetzung oberflächlich, zu wenig umgesetzt blieb. Am Ende blieben gerade einmal ein einziger Satz pro Figur, der Poppys und Cams Entwicklung andeutet. Für einen ganzen Roman ist das einfach zu wenig.
Positiv hervorheben möchte ich die Nebenfiguren, sowie Cams Lebenssituation mit seinem Opa, die für Abwechslung gesorgt haben. Aber auch hier wurde das vorhandene Potenzial nur angerissen, ohne richtig vertieft zu werden.
Fazit:
Ein Buch mit vielversprechendem Beginn und einer interessanten Idee, das aber im Verlauf stark an Spannung verliert und inhaltlich oberflächlich bleibt. Für mich war das keine Rom-Com oder Enemies to Lovers, es konnte mich nicht überzeugen. Leider habe ich mehr erwartet.