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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2018

Nostalgisch & charmant

Wenn es Frühling wird in Wien
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„Wenn es Frühling wird in Wien“ ist nach „Ein Winter in Wien“ der zweite Band der Autorin Petra Hartlieb um das Kindermädchen Marie, das im Haushalt des Schriftstellers Arthur Schnitzler lebt.

Marie besucht ...

„Wenn es Frühling wird in Wien“ ist nach „Ein Winter in Wien“ der zweite Band der Autorin Petra Hartlieb um das Kindermädchen Marie, das im Haushalt des Schriftstellers Arthur Schnitzler lebt.

Marie besucht zum ersten Mal in ihrem Leben ein Theater und sieht dort gemeinsam mit Oskar ein Stück ihres Arbeitgebers, dem Schriftsteller und Dichter Arthur Schnitzler. In diesem Moment ist Marie überglücklich, da ein Besuch des k.k.Hofburgtheaters immer ihr großer Traum war und denkt, dass sie es hätte gar nicht besser treffen können als eine Stelle als Kindermädchen bei den Schnitzlers zu bekommen. Aber so harmonisch bleibt es nicht. Das Dienstmädchen Sophie wird schwanger und Marie bekommt mit, dass Arthur Schnitzler Oskar mit einer anderen Frau gesehen hat….

Die Autorin sorgt mit ihrem Büchlein für eine Zeitreise in das Wien um 1912. Eindrucksvoll schildert sie das Leben der damaligen Gesellschaft. Historische Ereignisse, die am Rande einfließen, sorgen dafür, dass die fiktiven Ereignisse authentisch wirken. Maries Gefühle, ihre Unsicherheit, ihr Staunen und ihre Aufregung wirken so echt, dass man sich gut vorstellen kann, wie ein einfaches Dienstmädchen sich in einem so vornehmen Haushalt wie dem der Schnitzlers fühlt. Auch die übrigen Charaktere werden liebevoll beschrieben, so dass man von allen ein gutes Bild bekommt.
Das Buch ist in sich abgeschlossen und man kann es ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes lesen. Allerdings bleiben einige Fragen offen, die neugierig auf Teil drei machen.

Die Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig. Mit dem hellen Leineneinband und dem grünen Lesebändchen wirkt es qualitativ hochwertig und man nimmt es gerne in die Hand.

Insgesamt hat mir die Geschichte um Marie und Oskar sehr gut gefallen. Petra Hartlieb ist es perfekt gelungen die Atmosphäre, das Leben der Menschen und das Zeitbild um 1912 einzufangen.

Veröffentlicht am 03.02.2018

Mysteriös & düster mit schwarzem Humor

Der Nekromant - Totenkult
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„Der Nekromant Totenkult“ ist der zweite Teil, der dreiteiligen Fantasyreihe „Der Nekromant“ von M.R. Forbes. Vorkenntnisse sind für dieses Buch nicht notwendig, da alles Wichtige durch kurze Rückblicke ...

„Der Nekromant Totenkult“ ist der zweite Teil, der dreiteiligen Fantasyreihe „Der Nekromant“ von M.R. Forbes. Vorkenntnisse sind für dieses Buch nicht notwendig, da alles Wichtige durch kurze Rückblicke erklärt wird.

Conor Night - ein Gelegenheitssöldner und Nekromant- ist krank und auf teure Medizin angewiesen. Nachdem es ihm gerade gelungen ist einen Arzt aufzutreiben, der ihm hilft, wird dieser getötet und Conor gerät selbst ebenfalls ins Visier der Angreifer. Letztendlich bleibt ihm nichts anders übrig, als ein Jobangebot für einen Hexer anzunehmen. Dabei gerät er in Lebensgefahr...

Der Schreibstil von M.R. Forbes ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Die Ereignisse werden aus der Ich-Perspektive von Conor erzählt. Von ihm bekommt man schnell eine gute Vorstellung. Er ist mit allen Wassern gewaschen, zynisch und cool, ein Protagonist der in kein Muster passt und der immer mit einem Bein im Grab steht.
Auch die anderen Charaktere werden detailliert dargestellt und neben den bekannten Charakteren aus Band eins kommen weitere interessante Personen hinzu. Alle haben eine starke Persönlichkeit, so dass keine Verwechslungsgefahr besteht.

Das Buch ist von der ersten bis zu letzten Seite spannend, düster, mysteriös und nichts für schwache Nerven. Dennoch gibt es auch eine Menge Stellen mit schwarzen Humor und zynischen Gesprächen, die mir besonders gut gefallen haben.

Auch dieser Teil ist in sich abgeschlossen, aber es bleiben noch ein paar Geheimnisse offen, die mich gespannt auf Band drei warten lassen.

Fans von Fantasy und Mystery, die gerne in eine düstere Welt abtauchen und vor dem Tod keine Angst haben, kann ich diese Reihe nur empfehlen.

Veröffentlicht am 06.11.2017

Aus Sicht der Liebe

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte
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„The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte“ ist eine süße Liebesgeschichte der Autorin Leah Konen.

Bei dem 17-jährigen Gael läuft es gerade nicht ganz rund. Seine Eltern lassen sich scheiden ...

„The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte“ ist eine süße Liebesgeschichte der Autorin Leah Konen.

Bei dem 17-jährigen Gael läuft es gerade nicht ganz rund. Seine Eltern lassen sich scheiden und dann muss er auch noch zusehen, wie ihn seine Freundin mit seinem besten Freund betrügt.

Das ungewöhnliche und interessante an dem Buch ist, dass es aus der Sicht der Liebe erzählt wird.
Diese Perspektive hat Leah Konen ausgesprochen originell und sehr erfrischend umgesetzt.
Dabei ist die Liebe alles andere als perfekt und es unterlaufen ihre immer wieder kleine Fehler. Über ihre sarkastischen Kommentare habe ich mich sehr amüsiert.

Das Buch beginnt mit dem kurzen Leitfaden, den Regeln der Liebe Diesen Einstieg in die Geschichte fand ich amüsant und sehr gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig und führte dazu, dass ich durch die kurzen Kapitel nur so durchgeflogen bin.

Die vielen Charaktere der Geschichte werden gut gezeichnet und sind komplett unterschiedlich und von naiv über nerdig bis zu niedlich und frech war irgendwie alles dabei. Sie wirken alle authentisch und handeln ihrem Alter entsprechend.

Auch wenn die Liebesgeschichte nichts wirklich Neues war, hat mich die Geschichte überrascht, das Ende hatte ich so nicht vorhergesehen.

Mein Fazit:
Kurzweilige Unterhaltung, über die ich schmunzeln konnte und die mir beim Lesen Spaß gemacht hat. Allerdings ist es keines der Bücher aus denen ich viel mitnehme außer einen kurzweiligen Nachmittag, was ja auch schon eine Menge wert ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 30.10.2017

VerschwöruVerschwörungstheorien und Kugelmenschenngstheorien und Kugelmenschen

Soul Hunters
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„Soul Hunters“ ist ein spannender Jugendthriller von dem Autoren Gerd Ruebenstrunk.

Die 16-jährige Hannah hat ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe sie über das Internet den perfekten Partner beziehungsweise ...

„Soul Hunters“ ist ein spannender Jugendthriller von dem Autoren Gerd Ruebenstrunk.

Die 16-jährige Hannah hat ein Programm entwickelt, mit dessen Hilfe sie über das Internet den perfekten Partner beziehungsweise Seelenverwandten zu jeder Person finden kann. Deshalb wird sie von einer undurchsichtigen Geheimorganisation verfolgt und befindet sich plötzlich in großer Gefahr. Der einzige, der ihr helfen kann ist Jona, ein Internatsschüler aus Brügge. Dieser wurde von dem Programm als Hannahs Gegenstück identifiziert. Schon bald befinden sich beide unter der Beobachtung der Geheimorganisation und es wird immer unklarer, wem sie trauen können und wem nicht….

Der Schreibstil von Gerd Ruebenstrunk ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Ohne lange Vorreden war man direkt mitten im Geschehen und es wurde Spannung aufgebaut, die bis zum Ende anhielt. Das Buch ist in acht Tage und „Danach“ eingeteilt, so behält man zeitlich einen sehr guten Überblick. Die Protagonisten und ihre Gefühlswelt werden gut beschrieben. Jona erscheint anfangs ein wenig naiv, aber trotzdem sehr sympathisch. Geschrieben wird im Wechsel aus Jonas und aus Hannahs Sicht, wobei Jonas einen deutlich größeren Anteil hat. Dadurch hatte man einen recht guten Einblick in die Gefühlswelt der Beiden. Es werden falsche Fährten gelegt und auch bei den Charakteren weiß man nie so genau, wem man nun trauen kann und wem nicht.

Den Handlungsort Brügge fand ich interessant. Eigentlich verbinde ich damit eher Romantik, Ruhe und ein überschaubares Treiben, da ist die Thematik ein krasser Kontrast. Die Beschreibungen der Stadt waren sehr detailliert und ich konnte mir alles gut vorstellen.
Die Ideen der Geschichte und die Mythen machen den Thriller zu einem spannenden Jugendbuch, das bis zum Ende rätseln lässt und überraschen kann. Das Ende kam ein wenig plötzlich und hätte aus meiner auch noch ein paar Seiten mehr vertragen können.

Insgesamt war das Buch spannend, hatte eine interessante Thematik und hat meine drei Kinder – mit denen ich das Buch gemeinsam gelesen habe – gefesselt. Es wurden interessante Themen angesprochen, die sich wunderbar während und nach dem Lesen als Gesprächsgrundlage geeignet haben. Von daher empfehle ich das Buch gerne weiter.

Veröffentlicht am 30.10.2017

Zauberhaft spannende Fantasygeschichte

Bird and Sword
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„Bird and Sword“ ist der erste Band der Bird-and-Sword-Reihe der Autorin Amy Hamon.

Als kleines Mädchen muss Lark mitansehen, wie ihre vom König Mutter getötet wird, da diese angeblich Magie ausgeübt ...

„Bird and Sword“ ist der erste Band der Bird-and-Sword-Reihe der Autorin Amy Hamon.

Als kleines Mädchen muss Lark mitansehen, wie ihre vom König Mutter getötet wird, da diese angeblich Magie ausgeübt hat. Eigentlich war es Lark, die mit ihren Worten auf ganz zauberhafte Weise Puppen lebendig gemacht hat. Mit letzter Kraft nimmt Larks Mutter ihr - um sie zu schützen - die Worte und Lark verstummt. Ziemlich einsam und von ihrem Vater ignoriert aber wohl behütet durch den Zwerg Boojohni wächst Lark in Covyn auf.
Dreizehn Jahre später taucht König Tiras dort auf und fordert Larks Vater auf ihm als Unterstützung im Kampf gegen die Volgar und zur Verteidigung des Reichs Jeru Soldaten zu schicken. Um dies sicherzustellen nimmt er Lark als Geisel mit. Schon bald entdeckt Lark, dass Tiras ein Geheimnis in sich trägt….

Der Schreibstil der Autorin ist leicht, einfach und gleichzeitig unglaublich poetisch. Berührt und gespannt fliegt man durch die Seiten. Die Macht der Worte ist nicht nur ein Teil der Geschichte, sondern auch ein gut gewähltes Stilmittel von Amy Hamon.

Die Charaktere sind ungewöhnlich, jeder hat etwas Einmaliges mit liebenswerten und fragwürdigen Seiten. Lark ist trotz ihres Schicksals unglaublich stark und wirkt von Anfang an sympathisch. Tiras ist anfangs eher wortkarg und mürrisch, sein Verhalten rätselhaft, aber auch er ist im Laufe der Geschichte zu einem meiner Lieblingscharaktere geworden. Die Beziehung, die zarte Liebe, die sich zwischen den beiden entwickelt, hat etwas Zauberhaftes und Magisches.
Gleichzeitig herrscht der Krieg gegen die Volgar, vor denen Jeru verteidigt werden muss und es kommt immer wieder zu spannenden und blutigen Szenen und Kämpfen. Neben der Verteidigung gegen die Volgar herrscht in Jeru großes Misstrauen gegenüber den Magischen, mit deren Ausrottung Tiras Vater begonnen hat und das die Bevölkerung gerne fortgesetzt sehen möchte.

Einige Szenen sind leider nur kurz angerissen worden und ich hätte gerne mehr Informationen gehabt, aber die wichtigen Dinge wurden alle zufriedenstellend aufgelöst und erklärt.
Besonders gut hat mir der Epilog gefallen, der dem Buch wirklich ein ganz zauberhaftes Ende verliehen hat und die Geschichte perfekt abgerundet hat.

Mein Fazit:
„Bird and Sword“ ist ein magisches Fantasybuch, das es versteht durch seine Worte zu fesseln und zu verzaubern. Ich bin gespannt auf Band zwei.

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