Ausbaufähig
Powerless - Das Spiel„Ich bin genervt – sowohl von mir selbst als auch von ihm“ (Paedyn, Seite 300) – tja was soll ich sagen, mir ging es ähnlich…
Zu Beginn war ich total begeistert von dem Buch. Ich liebe den Enemies-To-Lovers-Trope ...
„Ich bin genervt – sowohl von mir selbst als auch von ihm“ (Paedyn, Seite 300) – tja was soll ich sagen, mir ging es ähnlich…
Zu Beginn war ich total begeistert von dem Buch. Ich liebe den Enemies-To-Lovers-Trope und habe auf eine Fantasy-Version von „The Hungergames“ gehofft. Anfangs mochte ich auch die beiden Hauptcharaktere sehr gerne. Doch leider ging besonders Kai mir mit der Zeit nur noch auf die Nerven und ich hoffte sogar, dass Paedyn sich für seinen Bruder Kitt entscheiden würde.
Auch inhaltlich konnte das Buch mich nicht überzeugen: Zum einen waren die Geschehnisse zu vorhersehbar. Zum anderen gelang es der Autorin nicht wirklich, Spannung aufzubauen. Bei den Kämpfen zwischen den Teilnehmer*innen der Spiele habe ich daher kaum mitgefiebert.
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten erzählt, was jedoch kaum auffällt, da sie sich in ihrer Ausdrucksweise, ihrer Reife und ihren Gedanken kaum unterscheiden. Auch der Sprachstil konnte mich nicht wirklich überzeugen, da für meinen Geschmack viel zu viele hohle Phrasen eingebaut und dann ständig wiederholt wurden. Meine Top 3: „Stures kleines Ding“, „Ich wirbelte herum“ und „ein leises Lächeln“ – was ist bitteschön ein „leises“ Lächeln?! Ist das nicht der Unterschied zu einem Lachen, dass ein Lächeln immer leise ist?
Fazit:
Der Grundgedanke hat mir sehr gefallen und auch die erste Hälfte des Buches habe ich sehr gemocht. Doch für mich war das Buch insgesamt leider kein Highlight und ich werde die Reihe wohl nicht weiterlesen.