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Veröffentlicht am 22.11.2017

Johnny Sinclair – der Geisterjäger für die Jüngeren.

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger
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Im Moor findet der 12jährige Johnny einen Totenkopf. Eiskalt läuft es ihm den Rücken herunter, als dieser ihn auf einmal anquatscht. Denn eigentlich hat er schon genug Spuk zuhause auf seiner Burg, wo ...

Im Moor findet der 12jährige Johnny einen Totenkopf. Eiskalt läuft es ihm den Rücken herunter, als dieser ihn auf einmal anquatscht. Denn eigentlich hat er schon genug Spuk zuhause auf seiner Burg, wo er mit Cécile, seinem Kindermädchen wohnt, da seine Eltern als Ethnologen immer wieder unterwegs sind. Jedoch entpuppt sich der Totenkopf in Sachen Gruselbekämpfung als Profi – so dass er Johnny dabei hilft, der mutigste Geisterjäger der Welt zu werden.

Allein die Aufmachung des Johnny Sinclair-Buches ist wirklich genial gemacht – ein durchaus fast „anspringendes“ Buch. Durch das geniale Cover, schwarz mit gelb, und den neon-gelben Buchschnitt fällt es wirklich sehr auf. Ebenso die tollen Illustrationen im Buch – hier hat man sich sogar mit den Seitenzahlen wirklich viel Mühe gegeben.

Aber auch die Art und Weise wie die Geschichte geschrieben wurde. Der Schreibstil von Sabine Städing hat mir echt gut gefallen, sie schreibt sachlich und klar – und doch auch spannend. Die Sätze sind nie allzu lang, was ich gerade auch bei Jugendlichen praktisch finde – sonst geht ja auch irgendwann einmal die Aufmerksamkeit flöten. Vom Inhalt war alles meiner Ansicht nach gut verständlich, auch aus jugendlicher Sicht.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, den erwachsenen John Sinclair, den Geisterjäger, habe ich in diesem Jahr bereits mit dem Buch „Brandmal“ kennengelernt, entsprechend gespannt war ich auf die Umsetzung der jugendlichen Variante davon. Und sie ist meiner Ansicht nach echt gut gelungen. Die Geschichte ist unterhaltsam und schön geschrieben, durchaus spannend und auch mal lustig – genau so, wie eine Geschichte eben auch sein sollte. Mir hat das echt gut gefallen, und nicht nur bei mir kam das Buch gut an. Entsprechend kann ich hier eine Empfehlung aussprechend und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.11.2017

Tripp Tripp Tropf und Mausgelächter – Petronella zaubert wieder!

Petronella Apfelmus - Hexenbuch und Schnüffelnase (Band 5)
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Auch bei Petronella Apfelmus ist im Herbst Bastelzeit angesagt und so geht es im Apfelhaus hoch her. Mit den Zwillingen, Hirschkäfer Lucius und den Apfelmännchen wird gebastelt – doch am nächsten Tag sind ...

Auch bei Petronella Apfelmus ist im Herbst Bastelzeit angesagt und so geht es im Apfelhaus hoch her. Mit den Zwillingen, Hirschkäfer Lucius und den Apfelmännchen wird gebastelt – doch am nächsten Tag sind Gurkenhut und seine Männer plötzlich verschwunden. Was ist da bloß passiert? Dank dem Detektiv-Set von Luis und auch Luis‘ Hilfe kommen sie schnell dahinter, was hier passiert ist – und und schon bald sind sie auf der richtigen Fährte – tief im Wald hinter Petronellas Garten…

Petronella Apfelmus allein schon der Name ist ja so wunderbar, wie ich finde. Und man merkt auch, dass man sich hier beim Cover so viel Mühe gegeben hat, ebenso wie weiter im Buch – die Illustrationen von SaBine Büchner sind einfach klasse. So gibt es neben der Geschichte, die sich auch ganz toll zum Vorlesen eignet, soviele schöne Bilder auf denen man noch etwas entdecken kann.

Der Schreibstil der Geschichte hat mir unheimlich gut gefallen, die Worte sind bedacht aber äußerst verständlich gewählt, die Sätze nicht allzulang. Wirklich gut verständlich für Kinder – und vor allem durch die tollen Hexsprüche schön abwechslungsreich. Solche kleinen, kurzen Reime kommen nicht arg oft vor im Buch, ich finde sie aber schön lustig und auch eingängig – an solche kurzen Strophen aus anderen Büchern kann ich mich noch heute – Jahre nach dem ersten Lesen – gut erinnern. Und für Kinder ist sowas ja auch immer wieder schön.

Die Geschichte von Petronella ist unheimlich unterhaltsam. Eine lustige wie auch spannende Erzählung, die in angenehm große Kapitel eingeteilt ist – so dass man auch immer mal wieder eine Pause einlegen kann um dann wann anders weiterzulesen. Die Illustrationen von SaBine Büchner fanden wir alle klasse, hier gibt es immer noch etwas zu entdecken, die Bilder sind einfach liebevoll gemacht.

Uns hat diese phantasievolle Geschichte unheimlich gut gefallen, wir wurden gut unterhalten, es war eine angenehme Lektüre, die allein schon anhand der tollen Figuren so schön ist. Ein spannendes und auch lustiges Buch, das wir absolut empfehlen können und dem wir 5 von 5 Sternen geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover "Petronella Apfelmus"
  • Cover "Johnny Sinclair"
  • Bastelspaß
Veröffentlicht am 14.11.2017

„Meine Nanny ist eine Fee.“ Oder auch nicht.

Dann schlaf auch du
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Myriam und Paul sind auf der Suche nach einer Nanny, damit die Kinder Mila und Adam beaufsichtigt sind und Myriam endlich wieder in den Beruf einsteigen kann. Als sie Louise kennen lernen, sind sie überzeugt ...

Myriam und Paul sind auf der Suche nach einer Nanny, damit die Kinder Mila und Adam beaufsichtigt sind und Myriam endlich wieder in den Beruf einsteigen kann. Als sie Louise kennen lernen, sind sie überzeugt von ihr, einer Nanny wie aus dem Bilderbuch. Sie ahnen nicht, wie verletzt sie wirklich ist, welche Abgründe sich hier bei Louise auftun, denn sie handhabt den Alltag der Familie so wunderbar perfekt. Doch dann bricht die Tragödie über die Familie herein und nichts ist mehr wie zuvor.

Die Geschichte des Buches schien nicht unbedingt einfach zu sein, das war mir von Anfang an klar, aber gerade das hat mich so neugierig auf dieses Buch gemacht. Zumal das Buch gerade wirklich „in aller Munde“ ist.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, es ist eine angenehme, aber keine einfache Sprache. Man merkt auch inhaltlich den Anspruch, dennoch ist es nicht schwer verständlich, keine großartigen Fremdwörter oder Fachbegriffe sind vorhanden. Auch die Sätze sind nicht ellenlang, es ist wirklich „schön“ zu lesen. Die Wechsel der Zeiten fand ich interessant, hier muss man dann je nach Kapitel immer kurz überlegen, wo man sich gerade befindet. Jedoch wechselt es nicht arg oft.

Die Geschichte ist wirklich emotional und berührend, wenngleich sie so geschrieben ist, dass man direkt mit der Tragödie konfrontiert wird. Man weiß also, wozu es geführt hat und liest dann erst die Geschichte von Beginn an, wie sich alles entwickelt hat. So bekommt man einen Eindruck der Familie und von Louise, die doch auch das ein oder andere Problem hat, sich aber mit niemandem wirklich austauscht. Es war regelrecht schwer das Buch aus der Hand zu legen, denn es war so gut geschrieben, dass man immer weiter lesen wollte. Es war unheimlich spannend all dies zu lesen, auch welche wirren Ideen die Nanny schließlich teilweise hat – mehr möchte ich aber nicht wirklich verraten. Mich hat das Buch überzeugt, wenngleich es in gewisser Weise beklemmend war.

Wenngleich es hier heftiger Stoff ist, die Umsetzung, die Schreibweise, all das hat mir gut gefallen. Entsprechend gibt es von mir hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 03.11.2017

Sein Frontpendel schwang fröhlich hin und her wie ein Metronom.

Der Vater, der vom Himmel fiel
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Die Brüder Billy und Greg haben sieben lange Jahre nicht miteinander gesprochen, doch nun ist ihr Vater Lyle gestorben und somit müssen sie wieder miteinander reden. Denn zur Beerdigung seines Vaters reist ...

Die Brüder Billy und Greg haben sieben lange Jahre nicht miteinander gesprochen, doch nun ist ihr Vater Lyle gestorben und somit müssen sie wieder miteinander reden. Denn zur Beerdigung seines Vaters reist Greg aus den USA an – und sieht sich plötzlich mit Dingen konfrontiert, mit denen er so nicht gerechnet hatte. Denn auf einmal soll er Sachen in der Familie klären, damit sie wieder das ist, was sie sein soll: eine echte Familie.

Das Buch und ich, wir hatten einen etwas holprigen Start. Denn zu Beginn war es nicht so angenehm zu lesen, wie es sich dann mit der Zeit entwickelte. Aber vielleicht musste es genau so sein, damit es so wird, wie es dann letztlich war – ein wirklich tolles Buch. Ein tiefgründiges Buch, mit einer tollen Botschaft.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es ist angenehm geschrieben, nicht zu locker-leicht, sondern mit genau der tollen Prise Anspruch, die gut gepasst hat. Von Fremdwörtern oder Fachbegriffen war nicht wirklich groß die Rede, es war also gut zu lesen. Auch keine zu langen oder zu kurzen Sätze, einfach schön zu lesen. Die hauchdünnen Seiten machen das Buch für mich in gewisser Weise zu einem besonderen Buch, ich habe es so empfunden, dass es sehr wertvoll wirkt. Das ist aber vielleicht dann einfach Geschmackssache.

Die Geschichte beginnt „normal“ und entwickelt sich dann sehr amüsant und durchaus auch emotional. So ist von der „Erfolgsverzögerung“ die Rede, die manch einer aber auch einfach als „Versagen“ betiteln würde. Der Witz ist manchmal so interessant im Satz enthalten, dass er vielleicht auch ein wenig versteckt wirkt, das ganze dann aber so spannend und amüsant macht. Auch die weitere Entwicklung, wie Greg sich dann hier um die Familie kümmern soll bzw. verschiedene Dinge herausfinden soll – ich musste hier sehr viel schmunzeln, wenngleich die Geschichte auch emotional ist. Generell war es eine schöne Mischung aus gut unterhalten werden, aus amüsanten und kuriosen Momenten sowie schönen, tiefergehenden Botschaften.

Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen, es hat mir unheimlich gut gefallen, es war wirklich schade, dass ich es dann aus der Hand legen musste, weil es zu Ende war. Ich hätte hier gerne noch weiter gelesen – aber natürlich ist irgendwann eine Geschichte auch mal zu Ende. Diese verdient 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

Veröffentlicht am 26.10.2017

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr…

Verrat
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In sieben Erzählungen schildert die Autorin, zu welchen Dingen Menschen fähig sind. So wird hier leider gegenüber dem Partner/der Partnerin nicht immer die Wahrheit erzählt, manch einer führt ein Doppelleben, ...

In sieben Erzählungen schildert die Autorin, zu welchen Dingen Menschen fähig sind. So wird hier leider gegenüber dem Partner/der Partnerin nicht immer die Wahrheit erzählt, manch einer führt ein Doppelleben, so dass das Endergebnis dann eine gescheiterte Beziehung bzw. Ehe ist, ein beschädigtes, belastetes ja gar gestörtes Verhältnis zwischen zwei Menschen. Die Geschichten sind durchaus unterschiedlich, denn jeder geht mit einem großen Bruch anders um…

Verrat – der Buchtitel sagt schon ein bißchen was über den Inhalt des Buches aus. Doch manche der Geschichten entwickeln sich womöglich ganz anders, als man es je geahnt hätte.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen, es ist gut und verständlich geschrieben, eine anspruchsvolle, aber absolut angenehme Art und Weise. Keine ewig langen Sätze, alles gut zu verstehen. Fachbegriffe oder Fremdwörter gibt es nicht großartig. Der Stil ist wirklich interessant – so wechselt die Autorin immer mal wieder von der Jetzt-Zeit in die Vergangenheit. Am Anfang war das ungewohnt, mit der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt. Spannend fand ich diese Art und Weise, es hat das Buch abwechslungsreich gemacht und man musste gut mitdenken. Finde ich echt toll.

Inhaltlich war das Buch harter Tobak. Es ist schon verrückt, wie sich manche Menschen geben und etwas vorgaukeln, wie sie andere Menschen gar manipulieren können. Ob Mann oder Frau – hier waren beide „gleich“, d.h. mal sind die Frauen die Betrogenen, manchmal aber täuschen auch sie etwas vor – ebenso umgekehrt.

Von den Geschichten mag ich inhaltlich gar nichts vorweg nehmen, nur soviel – es hat bei mir zu starkem Kopfschütteln und Seufzern geführt… Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie Menschen so falsch sein können, ein falsches Spiel spielen.

Dennoch war es eine unterhaltsame Lektüre, die deutlich aufzeigt, wie hart das Leben sein kann. Die Geschichten sind nicht erfunden, sondern entsprechen der Wirklichkeit, natürlich sind manche Dinge abgeändert, dennoch fand ich gerade eine Geschichte diesbezüglich sehr heftig. Eben weil es auch Menschen trifft, die im Rampenlicht stehen – bzw. weil es gerade auch solche Menschen sind, die manipulieren und betrügen. Mich hat das Buch sehr gefesselt, ich mochte es kaum aus der Hand legen, wenn ich eine Geschichte zu lesen begonnen hatte. Entsprechend angenehm fand ich es, dass es sieben Geschichten waren – die man theoretisch mal „schnell“ gelesen hat – die dies aber inhaltlich nicht unbedingt zulassen.

Wenngleich es hier heftiger Stoff ist, hat mir das Buch „gefallen“, konnte mich überzeugen. Entsprechend gibt es von mir hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.